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Altmühltal-Radweg (1)

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Etappe 1: Rothenburg ob der Tauber - Wachsenberg - Linden – Nordenberg - Windelsbach - Hornau - Burghausen - Binzwangen - Hegenau - Colmberg - Meuchlein - Frommetsfelden - Höchstetten - Pfetzendorf - Zweiflingen - Jochsberg - Leutershausen - Sachsen - Görchsheim - Hilsbach - Stegbruck - Herrieden - Leutenbuch - Thann - Weidendorf - Großenried (62 km)

 

Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 8 KB).
Informationen zur CD "TOP 200"

Altmühltal-Radweg: Etappe 1 von Rothenburg ob der Tauber über Colmberg, Leutershausen und Herrieden nach Großenried

Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004

 

Sollten Sie mit der Bahn anreisen, folgen Sie am Bahnhof von Rothenburg ob der Tauber links der „Bahnhofstraße“, die alsbald - noch vor einem Schienenübergang - mit der Vorfahrt links abknickt. Wenn Sie zunächst die Stadt besichtigen wollen, biegen Sie dort rechts ab und gelangen auf der „Ansbacher Straße“ zum „Rödertor“ und geradewegs auf der „Rödergasse“ sowie „Hafengasse“ zum „Marktplatz“.

 

Stadtinfo

Kobolzeller Tor in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-RadwegRothenburg ob der Tauber, 425 m ü.N.N., 11.300 Einw., entstand im 12. Jh. zu Füßen einer seit dem 10. Jh. existierenden Burganlage und wurde 1274 freie Reichsstadt. Am steilen Tauberhang entwickelte sie sich zügig zu einem bedeutenden Handelsplatz und erreichte ihre höchste Blüte unter dem Bürgermeister Toppler um 1400. Dieser brachte aber die regionalen Herrscher gegen sich und damit die Stadt auf, da er treu zum bereits abgesetzten Kaiser Wenzel hielt. Zwar wurde in der Folge nur das Umland und nicht die Stadt zerstört, doch geriet Toppler in Gefangenschaft, wo er 1408 starb.

Da half der Stadt auch eine neue Verfassung nicht, der gemäß neben den Patriziern fortan auch die Zünfte im Rat vertreten waren; denn die frühere Förderung durch die regionalen Fürsten blieb nun aus. Aber immerhin war die Stadt noch so wohlhabend, daß prächtige Bauwerke wie die Stadtpfarrkirche St. Jakob (1311-1471) oder das neue Rathaus (1572-78) gebaut werden konnten.

Da sich Rothenburg 1544 der Reformation angeschlossen hatte, war es im Dreißigjährigen Krieg Ziel der katholisch-kaiserlichen Truppen unter Tilly, doch konnte der Legende nach der Bürgermeister Nusch die Stadt durch eine heldenhafte Tat vor der Zerstörung bewahren: Er leerte auf Befehl Tillys in einem Zug einen 3¼ Liter großen Humpen, was als Meistertrunk in die Geschichte eingehen sollte.

Ratstrinkstube in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-RadwegHeute erinnert an der Fassade der Ratstrinkstube (in diesem Zusammenhang doch ein wahrlich sehr passender Name) die Kunstuhr von 1910 an die Leistung des Bürgermeisters; denn sie zeigt täglich zu jeder vollen Stunde von 11-15 h und von 20-22 h die legendäre Meistertrunk-Szene. Die Ratstrinkstube wurde ab 1446 erbaut und war früher nur den Ratsherren zugänglich. Im hallenartigen Erdgeschoß stand die städtische Ratswaage, heute ist dort die Tourist-Information untergebracht. Den Giebel schmücken die große Stadtuhr von 1683 mit Datumsanzeige, die Sonnenuhr von 1768 und das reichsstädtische Wappen: der Doppeladler mit dem Symbol Rothenburgs.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg versank Rothenburg erst einmal in den Dornröschenschlaf und erwachte erst wieder während der deutschen Romantik, als Künstler (z.B. Spitzweg) den malerischen Ort entdeckten und weltberühmt machten.

Klingentorturm in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-RadwegWie bekannt Rothenburg ob der Tauber heute ist, werden Sie bei einem Besuch unschwer bemerken, denn erstens scheint die Stadt von zahlreichen Reisebussen belagert zu werden und zweitens herrscht in den Gassen ein schon fast babyIonisches Sprachengewirr. Offensichtlich ziehen das mittelalterliche Stadtbild und vor allem die fast vollständig erhaltene Stadtbefestigung das Publikum magisch an.

Als Startpunkt für einen Rundgang bietet sich der „Marktplatz“ mit dem Rathaus an, das sich zu dieser Seite im Stil der Renaissance, nach Süden im Kleid der Gotik mit einem 50 m hohen Turm präsentiert. Die „Herrngasse“ leitet nach Westen zum Burgtor und dem anschließenden Burggarten, der sich (wie es der Name verspricht) an der Stelle der einstigen Burg befindet und von dem ein schöner Ausblick ins Tal der Tauber geboten wird.

Nach Süden versetzt leitet die „Burggasse“ zurück nach Osten, wobei Sie auch das Mittelalterliche Kriminalmuseum passieren, das Folter- und Hinrichtungswerkzeuge sowie Urkunden zur mittelalterlichen Rechtskultur ausstellt (geöff. April-Okt. tägl. 9.30-18 h, Eintritt Euro 3,80). Kurz darauf führt rechts die „Schmiedgasse“ zur Straßengabelung am Plönlein, wo wegen der malerischen Kulisse fast alle Kamera- und Fotohandybesitzer ihren Apparat zücken.

Spitaltor in Rothenburg ob der Tauber, Altmühltal-RadwegGeradeaus schließt sich die „Spitalgasse“ an, auf der Sie bis zur mächtigen Spitalbastei gelangen. Dort können Sie die Perspektive wechseln, indem Sie den Spaziergang auf der Stadtmauer fortsetzen, die an den zahlreichen Türmen vorbei mit einem Bogen bis zur Nordwestecke der Altstadt, dem Klingentor, leitet.

Mittels der „Klingengasse“ geht es nach Süden zur St.-Jakobs-Kirche, die für ihren Hauptaltar berühmt ist und auf der Westempore den Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider beherbergt, der als das kostbarste Stück des Gotteshauses gilt (geöff. Apirl-Okt. tägl. 9-17.15 h, Eintritt Euro 1,50). Wer sich noch den Museen der Stadt zuwenden möchte, findet unweit nordwestlich im ehemaligen Dominikanerinnenkloster das Reichsstadtmuseum, das original erhaltene Räume des Klosters zeigt (geöff. April-Okt. tägl. 10-17 h, Eintritt Euro 3,00). Im Rathaus werden in dem Historiengewölbe Exponate zur Geschichte der Stadt während des Dreißigjährigen Krieges präsentiert (geöff. April-Okt. tägl. 9.30-17.30 h, Eintritt Euro 2,00). Und das Alt-Rothenburger Handwerkerhaus (Alter Stadtgraben 26) schließlich widmet sich den einstigen Bewohnern des Gebäudes, d.h. mehr ihrem Handwerk, und dokumentiert in 11 Räumen die Einrichtung und Werkzeuge (geöff. Ostern-Okt. mo-fr 11-17 h, sa & so 10-17 h, Eintritt Euro 2,20). Das Handwerkerhaus finden Sie, wenn Sie vom „Markt“ der „Hafengasse“ nach Osten folgen und nach dem Markusturm rechts abzweigen.

Und wenn Sie nach all dem noch weiteren Bedarf an Museumsbesuchen haben, muß Ihnen in Rothenburg nicht langweilig werden; denn es stehen mit dem Weihnachtsmuseum mit z.B. Weihnachtsschmuck und Nussknackersammlung (Herrngasse 1, geöff. tägl. 10-17.30 h, Eintritt Euro 4,00) und dem Puppen- und Spielzeugmuseum mit Exponaten aus über 200 Jahren Spielzeuggeschichte (Hofbronnengasse 13, südliche Seitenstraße des Marktplatzes, geöff. tägl. 9.30-18 h, Eintritt Euro 4,00) noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden.

Und apropos nützlich: Manch einem mag es sinnvoll erscheinen, nicht allein durch die Gassen zu wandeln und auf Prospekte angewiesen zu sein. Wenn dem so ist, können Sie sich einer der Stadtführungen anschließen, die von April-Okt. tägl. 11 & 14 h angeboten werden; Treffpunkt Rathausarkaden, Voranmeldung nicht erforderlich, Preis Euro 5,00. Wer spät anreist oder es einfach abends netter findet, kann auch unter Führung des Nachtwächters die Stadt erkunden - tägl. 21.30 h, Modalitäten wie oben.

Rothenburg, Altmühl-Radwanderweg Rothenburg Tourismus Service, Marktplatz, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Fon 09861 / 404800, Fax 09861 / 404529, E-Mail: info@rothenburg.de, Internet: www.rothenburg.de.

Rothenburg, Altmühl-Radwanderweg Übernachtungsmöglichkeiten in Rothenburg ob der Tauber

 

Nach der Stadtbesichtigung geht es zurück zur abknickenden Vorfahrt und auf der „Ansbacher Straße“ schnurstracks stadtauswärts, wofür bald ein Geh- und Radweg zur Verfügung steht, der am Ortsende - mit dem ersten Hinweis auf den Altmühlweg - in einen die Straße begleitenden Fahrweg übergeht. Ein Hinweis am Rande: Der Radwanderweg entlang der Altmühl gehört zu den ältesten seiner Art in Deutschland und wurde nach und nach ausgebaut. Daher ist auch die Beschilderung nicht einheitlich; anfänglich heißt es „Altmühlweg“, ab Gunzenhausen gibt es dann eine Mischung neuerer und älterer Beschilderung mit „Altmühltal-Radweg“ und „Radwanderweg Treuchtlingen-Gunzenhausen“ und am Ende der Tour gesellt sich zum „Altmühlradweg“ (nun also ohne die Einfügung „Tal“) sogar noch die „Tour de Baroque“.

Nun denn, sei's drum. Auf dem Fahrweg verlieren Sie ein wenig an Höhe, unterqueren bald die Autobahn, mit einem Rechts-/Linksschwenk auch noch eine Autobahnauffahrt und stoßen dann auf eine Vorfahrtstraße. Dort gibt es gleich mehrere Hinweise für den Altmühlweg. Der eine weist geradeaus nach Colmberg über Geslau, der andere links auch nach Colmberg, aber über die Altmühlquelle.

Die Etappe folgt dem Hinweis links, so daß Sie mittels beampelter Kreuzung eine Landstraße geradeaus queren, um gleich danach mit Rechts-/Linksschwenk auf den die Straße begleitenden Fahrweg abzubiegen. Einspuriger, glatter Asphalt beschert einen längeren, sanften Anstieg, doch sollten Sie Ihre Kräfte schonen, denn nach einer Weile geht es halblinks steil hinauf nach Wachsenberg. Die Steigung ist recht beachtlich, dafür aber kurz, so daß dies ggf. auch schiebend schnell bewältigt ist.

Oben angelangt geht es rechts durch den Ort, bis ein Radhinweis des Altmühlwegs nach links leitet. Am Waldrand geht der Asphalt in Schotter über, der gut beradelbar ist. An den Abzweigen und Kreuzungen können Sie den Hinweisen vertrauen, so daß bald eine kleine Landstraße erreicht ist, die rechts nach Linden führt. Am Ortsende zweigt die Route links nach Nordenberg ab, was zwar einen kleinen Umweg darstellt, aber beschauliches Radeln gestattet.

Am Ortseingang von Nordenberg biegen Sie rechts ab und folgen dem guten, 1½-spurigen Asphalt ganz allmählich an Höhe verlierend abwärts. Auf den letzten 500 m vor Windelsbach wechselt der Belag zu Betonsteinpflaster, welches zwar ein wenig hoppelig, aber noch passabel beradelbar ist. Im Ort stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße und biegen unmittelbar vor ihr links ab.

 

Windelsbach, Altmühl-Radwanderweg Fremdenverkehrsverein Windelsbach, Rothenburger Straße 5, 91635 Windelsbach, Fon 09867 / 443, Fax 09867 / 687, E-Mail: gemeinde@windelsbach.de, Internet: www.windelsbach.de.

 

So geht es vorbei an einem Gasthof bald mit einem Rechtsbogen erneut zur Vorfahrtstraße und nun in diese links. Ca. 1 km nach Windelsbach zweigt halblinks die Straße nach Hornau ab, und Sie müssen etwas hügelan radeln. Im bereits sichtbaren Wald ist dies aber überwunden, und sanft abwärts rollen die Räder Richtung Hornau. Kurz vor dem Ort geht es nochmal ein bißchen aufwärts, im Ort aber mit der Vorfahrt bergab, bis diese links abknickt und die Etappe mit Radhinweis rechts weiter führt.

Wenn Sie gleich wieder links abbiegen, kommen Sie zum Hornauer Mühlweiher, der von einem kleinen unscheinbaren Bach gespeist wird. Er ist noch nicht mal einen Meter breit und eine Handbreit tief - dies ist die Altmühl, die gut einen Kilometer entfernt am Breithart entspringt.

Der Altmühl-Radweg verläuft entlang der südwestlichen Seite des Weihers, schlägt an seinem Ende einen Linksbogen und leitet dann mit einem Rechtsbogen durch ein Sägewerk zu einer kleinen Landstraße, in die Sie links einbiegen. Schon nach wenigen Metern verlassen Sie diese wieder nach rechts, überqueren die Altmühl und zweigen halblinks auf einen guten Schotterweg ab. An einer T-Kreuzung geht es bald links, und nach einer Weile wechselt der Belag zu Betonplatten. Kurz vor Burghausen erreichen Sie erneut eine T-Kreuzung, fahren links und biegen bei den ersten Häusern scharfrechts in die Landstraße ein.

Es sind aber nur wenige Meter auf der Landstraße zurückzulegen; denn alsbald zweigen Sie links auf einen Fahrweg ab, dessen Belag mehrfach wechselt, als ob die Baustoffindustrie zeigen möchte, was sie so alles produziert. In Binzwangen absolvieren Sie einen Linksbogen, kommen mit Rechtsschwenk zur Dorfstraße und folgen ihr vorbei an der Kirche bis zum Abzweig nach Oberhegenau.

Eine kleine Straße leitet bis zur T-Kreuzung mit einer Vorfahrtstraße, und Sie versetzen ein wenig rechts/links, um sodann durch Oberhegenau zu radeln. Bald darauf erreichen Sie Unterhegenau, schlagen erst einen Bogen um den Ort, biegen dann aber mit Radhinweis rechts ab und fahren nach dem Dorf sanft hügelan. Nach einem Rechtsbogen leitet der asphaltierte Fahrweg bald am Waldrand entlang, bevor Sie an einer T-Kreuzung links abbiegen, um kurz darauf mit Rechtsschwenk wenige Meter durch den Wald zu fahren.

Damit werden ein paar Fischteiche erreicht, wo Sie einen ersten Blick auf die Burg Colmberg werfen können. Auf den folgenden Metern lohnt es, ggf. den Kopf einzuziehen; denn Sie radeln mitten durch den Golfplatz, passieren weitere Tümpel und müssen auch mal kurz Schwung holen, um einen kleinen Hügel zu bewältigen. Anschließend stoßen Sie schräg auf eine kleine Straße, folgen ihr links bis zu einer weiteren Straße und versetzen mittels dieser rechts/links auf die Landstraße, die durch den Ort leitet.

 

Stadtinfo

Burg Colmberg, Altmühltal-RadwegColmberg, 456 m ü.N.N., 1.400 Einw., ist genau der richtige Ort, wenn Sie mal stilvoll übernachten wollen; denn über dem Dorf thront die gleichnamige Burg, in der auch ein Hotel untergebracht ist. Ende des 8. Jh. wurde auf dem Heuberg eine Palisadenburg errichtet, die ab 1140 systematisch ausgebaut wurde. Die wehrhafte Anlage wurde 1318 an den Burggrafen von Nürnberg (den späteren Hohenzollern) verkauft. Offensichtlich war die Festung so genial gebaut bzw. ihr Platz so günstig, daß sie nie erobert und zerstört werden konnte - auch nicht im Dreißigjährigen Krieg, bei dem ja sonst so ziemlich alles in Schutt und Asche gelegt wurde.

Neben dem weithin sichtbaren, runden Bergfried streckt sich das mit einem mächtigen Walmdach ausgestattete Hauptgebäude in den Himmel, wo sich die ehemalige Burgkapelle und der Rittersaal befinden. Direkt westlich anschließend steht das in Fachwerk ausgeführte ehemalige Rentamt, das den früheren Verwaltern der Hohenzollern als Amtssitz diente und heute das Hotel und den Gasthof beherbergt.

Colmberg, Altmühl-Radwanderweg Markt Colmberg, Am Markt 1, 91598 Colmberg, Fon 09803 / 93290, Fax 09803 / 932920,
E-Mail: info@colmberg.de, Internet: www.colmberg.de.

 

Im Ort passieren Sie - noch vor der Kirche - einen Landmaschinenhandel mit Zweiradservice und biegen kurz darauf mit Hinweis rechts in die „Sonnenstraße“ ab. Nach wenigen Metern schwenken Sie etwas nach links, kommen über einen Betriebshof zu einer Vorfahrtstraße, versetzen mit ihr links/rechts und verlassen somit den Ort.

Nach einer Weile leitet der Altmühl-Radweg links und damit nahe an eine Landstraße heran, führt davor aber rechts und sodann mit einem weiteren Rechtsschwenk durch die Felder. Bald knicken Sie links ab, stoßen in Sichtweite der Häuser von Meuchlein auf einen anderen Fahrweg, biegen rechts ab und folgen dem anschließenden Linksbogen, um zur Dorfstraße zu gelangen.

Es geht rechts durch das Dorf hindurch, und wenn Sie danach befürchten, einen längeren Anstieg bewältigen zu müssen, dürfen Sie sich freuen, daß Sie sich getäuscht haben; denn noch vor diesem zweigt die Etappe halbrechts ab. So werden Sie wieder dicht an die Altmühl heran geführt, die sich inzwischen zu einem größeren Bach gemausert hat, allerdings ziellos zu sein scheint; denn sie windet sich sehr, obwohl sich ihr nichts in den Weg stellt.

Nach einem Stück auf ältlichen und vielfach gebrochenen Betonplatten, erreichen Sie Frommetsfelden, schlagen einen Rechts- sowie einen Linksbogen und biegen danach links in die Dorfstraße ein, um sie schon nach wenigen Metern nach rechts zu verlassen. Mit einem kurzen Anstieg geht es nach Höchstetten, wo Sie rechts abbiegen, die Altmühl überqueren und weiter nach Pfetzendorf und Zweiflingen radeln. Dort müssen Sie erneut kurz hügelan, bevor die Route nach dem letzten Haus links abzweigt und auf einem Fahrweg wieder nahe an die Altmühl heran leitet.

In Jochsberg treffen Sie auf eine Vorfahrtstraße, biegen links in diese ein, verlassen Sie aber nach einem Rechtsbogen geradeaus, wenn sie links abknickt. Noch vor dem Ortsende geht es halblinks auf den Weg namens „Wolfsmühle“, der hinunter zur Altmühl führt, wo Sie bald auf einem schmalen Weg durch die feuchte Niederung radeln. Bei Hochwasser kann der Weg übrigens durchaus überschwemmt sein.

Kurz vor Leutershausen stoßen Sie auf eine Landstraße und folgen jenseits halbrechts dem Geh- und Radweg, der schon beim Friedhof endet, so daß Sie auf der Fahrbahn bis zu einer Vorfahrtstraße radeln. In diese geht es rechts bis zur nächsten Vorfahrtberechtigten, dort links und sodann geradezu durch das Stadttor („Oberer Turm“) in die Altstadt.

 

Stadtinfo

Unteres Tor in Leutershausen, Altmühltal-RadwegLeutershausen, 446 m ü.N.N., 5.000 Einw., konnte seinen alten Kern mit Resten der Stadtmauer und den beiden Türmen (Oberer und Unterer Turm) bewahren, so daß es heute ein nettes Ambiente für einen Spaziergang bietet - Näheres unter www.leutershausen.de -> Tourismus -> Stadtrundgang.

Wer ein wenig Zeit mitgebracht hat, sollte einen Blick in das Museum werfen (ehemaliges Landgericht, Plan 6, geöff. di-fr 10-12 h, mi & so auch 14-16 h, Eintritt Euro 1,50), das gleich fünf Ausstellungen beherbergt, nämlich zur Heimatgeschichte, der Handwerkskunst, dem Schützenwesen, dem Schulwesen und dem Flugpionier Gustav Weißkopf. Dem gebürtigen Leutershausener gelang am 14. August 1901 nahe Bridgeport, USA, der erste motorgetriebene Flug; immerhin eine halbe Meile weit soll er gepflogen sein und dies übrigens über zwei Jahre vor dem ersten Motorflug der Gebrüder Wright! Wenn Sie sich vorab näher mit seinem Leben und Werk beschäftigen wollen, besuchen Sie am besten die Seite der „Flughistorischen Forschungsgemeinschaft Gustav Weißkopf“ (schöner Name, oder?) unter www.weisskopf.de.

Leutershausen, Altmühl-Radwanderweg Verkehrsamt, Am Markt 1-3, 91578 Leutershausen, Fon 09823 / 95111, Fax 09823 / 95150,
E-Mail: stadt@leutershausen.de, Internet: www.leutershausen.de.

 

Die Hauptstraße („Am Markt“) leitet mit Links-/Rechtsschwenk durch die Altstadt, und Sie fahren durch den „Unteren Turm“, um kurz darauf rechts in den „Mühlweg“ abzuzweigen. Alsbald gabelt sich der Weg, und Sie nehmen die linke Möglichkeit, die wenige Meter weiter zu einem schmalen Weg wird, weshalb dort der Hinweis zu finden ist, daß Radfahrer bei Fußgängerverkehr abzusteigen haben.

Wieso wird sehr bald deutlich; denn der Weg geht in einen zwar schmalen, aber doch recht aufwendigen und langen Steg über, mit dem Sie die manchmal arg feuchten Wiesen durch- und die Altmühl überqueren. Der Steg wurde übrigens so gebaut, daß er auch für zweirädrige Kinderanhänger geeignet ist - sehr löblich.

Jenseits stoßen Sie auf einen Fahrweg und folgen ihm links, so daß Sachsen rechter Hand liegen bleibt. Nach einem Rechtsbogen gelangen Sie zu einer kleinen Straße, die links nach Görchsheim führt, wo Sie mit der Altmühl eine Bahnlinie unterqueren, bevor Sie an der querenden Vorfahrtstraße leicht nach rechts versetzen, um wieder hinaus in die ebenen Wiesen und Felder zu fahren.

Alsbald biegen Sie nach einem Rechtsbogen links ab, und radeln ein Stückchen auf Schotter, bevor Sie erneut links abzweigen. Glatter, einspuriger Asphalt gestattet nun traumhaftes Radeln - Rückenwind in der strauch- und baumlosen Ebene vorausgesetzt, weshalb ich Ihnen diesen wünsche.

Nachdem Sie die Häuser von Niederdombach links liegen gelassen haben, geht es an einer Kreuzung mal wieder links und sodann mit einem Rechtsbogen zu einer T-Kreuzung. Links einbiegend erreichen Sie sogleich die B 14, queren gerade und fahren bald unter der Autobahn hindurch nach Hilsbach, wo Sie bei der Kapelle auf eine Vorfahrtstraße stoßen und links abbiegen.

So gelangen Sie nach Stegbruck, zweigen links ab, radeln durch den Ort und biegen noch vor dem Ortsende sowie noch vor der Altmühl rechts ab, um einem asphaltierten Fahrweg nach Herrieden zu folgen. Dort leitet ein Geh- und Radweg links der Landstraße bis zur Altmühlbrücke, und Sie sollen vor ihr die Straße queren, um jenseits mittels der kleinen Brücke für die Fußgänger und Radler über die Altmühl hinweg in die Altstadt zu gelangen.

Dort schließt sich geradezu (mit Hinweis zum Marktplatz) eine schmale Gasse an, die so schmal ist, daß manche zweirädrigen Kinderanhänger da wohl nicht durch passen, weshalb Sie ggf. zurück zur Straße müssen, um durch das Storchentor in die Altstadt zu fahren.

 

Stadtinfo

Storchenturm in Herrieden, Altmühltal-RadwegHerrieden, 422 m ü.N.N., 8.000 Einw., legte einen furiosen Start hin; denn 793 besuchte Karl der Große den Abt Deocar des hiesigen Benediktinerklosters. Deocar war Gründer und 1. Abt des Klosters, dessen Besitz sich bis nach Niederöstereich erstreckte und dort die Ortschaften Melk, Grünz und Pielach umfaßte. 802 wurde gar die heutige Stadt Duisburg dem Kloster Herrieden gegenüber zinspflichtig, und 863 wurde der neue Abt Luitpert Erzbischof von Mainz, bevor er den Ruhm Herriedens 870 damit krönte, daß er Erzkanzler des Reiches wurde. Später tauschte er Herrieden gegen Ellwangen, so daß die Verbindung zur großen Politik endete. Herrieden unterstand sodann dem Bischof von Eichstätt, und 888 wurde aus dem Kloster ein Chorherrenstift, das bis zur Säkularisation 1803 bestand.

Das Wahrzeichen von Herrieden kennen Sie schon, den Storchenturm, der Teil der fast vollständig erhaltenen Stadtmauer ist und seinen Namen den seit Jahrhunderten dort nistenden Störchen verdankt. Für den lohnenswerten Rundgang durch die Altstadt ist im Rathaus ein Prospekt mit kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten erhältlich. Wer mehr in Erfahrung bringen möchte, nimmt an einer der Stadtführungen teil, Dauer ca. 1 Stunde, Kosten Euro 2,50 pro Person, Anmeldung bei Frau Martina Wittek unter Fon 09825 / 929 54.

Herrieden, Altmühl-Radwanderweg Stadt Herrieden, Herrnhof 10, 91567 Herrieden, Fon 09825 / 8080, Fax 09825 / 80830,
E-Mail: mail@herrieden.de, Internet: www.herrieden.de.

 

Am Marktplatz geht es rechts, und Sie biegen, wenn die Vorfahrtstraße bald nach links abknickt, rechts ab („Winner Weg“), um - vorbei am „Reit- und Fahrverein Herrieden“ - wieder beschaulich durch die Felder zu radeln. So stoßen Sie auf eine kleine Landstraße, zweigen rechts ab und fahren durch Leutenbuch, bevor es erneut rechts geht. Nach einem Links-/Rechtsversatz wird die Altmühl überquert, und die Räder rollen vorübergehend auf großem Betonsteinpflaster - was es alles gibt...

In die alsbald erreichte kleine Landstraße biegen Sie links ein und radeln vorbei am rechter Hand liegen bleibenden Selingsdorf nach Thann. Den Ort durchqueren Sie auf der Fahrbahn, wechseln dann aber auf einen neuen, glatten Geh- und Radweg linker Hand, der bis nach nach Weidendorf reicht, wo Sie halblinks der Dorfstraße etwas abwärts rollend folgen. Am Ortsende leitet die Straße nahe an die Landstraße heran, doch noch davor führt die Route links und dann hinauf zur Kirche von Großenried, wo die Etappe wegen des Kartenblattschnitts endet und wo Sie Interessantes zur Kirche und den Ort vier Info-Würfeln entnehmen können. Was Info-Würfel sein sollen, fragen Sie? Tja, schauen's halt mal vorbei.

 © 2007 by Velo-Touring

Altmühltal-Radweg (1)

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