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Altmühltal-Radweg (3)

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Etappe 3: Treuchtlingen - Dietfurt - Pappenheim - Zimmern - Solnhofen - Eßlingen - Altendorf - Dollnstein - Breitenfurt - Obereichstätt - Wasserzell - Eichstätt - Pfünz - Walting - Pfalzpaint - Gungolding - Arnsberg - Böhming - Kipfenberg - Grösdorf - Ilbling - Kinding - Unteremmendorf (82 km)

 

Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 12 KB).
Informationen zur CD "TOP 200"

Altmühltal-Radweg: Etappe 3 von Treuchtlingen über Pappenheim, Solnhofen, Dollnstein, Eichstätt, Pfünz, Walting, Kipfenberg und Kinding nach Unteremmendorf

Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004

 

Vom Schloß radeln Sie zur Kirche, biegen dort rechts in die Vorfahrtstraße ein und zweigen bei der nächsten Möglichkeit links ab. Sogleich danach halten Sie sich halblinks, radeln dann rechts an der nächsten Kirche vorbei, stoßen auf eine querende Straße, fahren rechts und bei der nächsten links. Nahe der Eisenbahn stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße und biegen links in diese ein.

Damit wird Treuchtlingen verlassen, und die Räder rollen auf dem Asphalt einer ruhigen Nebenstraße nach Dietfurt. Am Ortseingang absolvieren Sie einen Rechtsbogen, biegen gleich danach links ab und rollen hinunter zur B 2. Dort dürfen Sie Karussell fahren; denn unmittelbar vor der Bundesstraße versetzen Sie links/rechts an die Altmühl, unterqueren die Bundesstraße, schlagen einen 270°-Bogen, fahren über den Fluß hinweg und zweigen gleich danach rechts ab. Die Straße führt alsbald nach links, und Sie zweigen gleich darauf rechts in den „Altmühlweg“ ab, um auf Asphalt und ganz nah der Altmühl den Ort zu verlassen.

Ab der bald folgenden Unterquerung der Eisenbahn rollen die Räder auf einer ehemaligen Asphaltbahn, auf die soviel Split aufgetragen wurde, daß sie schon fast einen Schotterweg darstellt. Über eine kleine Anhöhe geht es zur nächsten Unterquerung der Eisenbahn, wo die Räder kurz auf Beton rollen, bevor Asphalt links an den Waldrand führt und Sie nun auf einem etwas schmaleren Weg wieder ganz nah der Altmühl radeln dürfen - schöner geht's nicht, oder?

Kaum daß Sie den Wald verlassen haben, sehen Sie sie schon: Die Burg derer von und zu Pappenheim. Durch die Wiesen radeln Sie auf den Campingplatz zu, verschwenken noch davor zweimal kurz links/rechts, gewinnen wenige Meter an Höhe und stoßen auf eine Ortsstraße. Es geht rechts ein wenig abwärts, bis Sie auf die Zufahrt zum Campingplatz rechts abbiegen. Links vorbei an dessen Eingang überqueren Sie die Altmühl und radeln somit auf einer schmalen Insel zwischen dem Fluß und einem Kanal, der dazu dient, daß Elektrizitätswerk der Stadt Pappenheim mit den erforderlichen Wassermengen zu versorgen. Direkt beim Elektrizitätswerk geht es rechts und gleich wieder links zu einer Straße, die geradeaus zu einer Vorfahrtstraße leitet, in die Sie rechts einbiegen, um in die Altstadt zu fahren.

 

Stadtinfo

Burg in Pappenheim, Altmühltal-RadwegPappenheim, 407 m ü.N.N., 2.500 Einw., ist eine hübsche kleine Stadt, die malerisch in einer Altmühlschleife liegt und im 8. Jh. gegründet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 802, denn Reginsind, die Witwe des Grafen von Thurgau, vermachte ihren Besitz „ Papinhaim im Sualafeld“ dem Kloster St. Gallen. Ab Mitte des 11. Jh. soll mit dem Bau der Burg begonnen worden sein, gesichert ist, daß die Burgkapelle 1175 geweiht wurde und daß die Burg zu dieser Zeit schon im Besitz der Pappenheimer war, als deren Stammvater der Ministeriale Marschall Heinrich Haupt gilt. Er war ein Gefolgsmann des Kaisers Heinrich V. und wurde 1111 erstmals erwähnt. Seit 1145 soll sich die Familie als 'von Pappenheim' bezeichnet haben.

Das Geschlecht erlangte nationale Bedeutung, denn sie erhielten das Erbmarschallamt. Dieses war eines der sog. Erbämter, deren Inhaber bei der Krönung eines Kaisers oder Königs stellvertretend für die Kurfürsten die Insignien zu tragen und symbolische Handlungen vorzunehmen hatten. Der Erbmarschall z.B. trug das Reichsschwert und ritt beim Krönungsmahl mit seinem Pferd in einen aufgeschütteten Haferhaufen, der dem Pferd bis zum Bauch reichen mußte. Andere trugen das Reichszepter und den Reichsapfel, brachten einen Becher Wein und warfen Münzen unters Volk. Tja, wenn sich das Volk schon regieren lassen muß, hat es wenigstens eine gute Show verdient.

Daß uns heute die Pappenheimer noch vertraut sind, liegt aber nicht an diesem Amt, sondern am Dreißigjährigen Krieg, genauer an Schillers 'Wallensteins Tod', denn in dem Drama sagt Wallenstein, „daran erkenn' ich meine Pappenheimer”, als die ihm unterstellten, schwerbewaffneten Reiter (eben die Pappenheimer) fragen, ob das Gerücht über Verhandlungen mit den Schweden wahr sei. Burg in Pappenheim, Altmühltal-RadwegIm Dreißigjährigen Krieg begann auch der Niedergang der Burg; denn sie wurde 1634 von den Schweden teilzerstört und erobert. 1705 gaben ihr dann französische Truppen den Rest; denn halb Europa hatte nichts Besseres zu tun, als sich am Spanischen Erbfolgekrieg zu beteiligen. Aber dafür hat Pappenheim heute eine romantische Sehenswürdigkeit zu bieten, die Mai-Sept. 9-18 h, im April & Okt. 10-17 h besichtigt werden kann, Eintritt Euro 3,00. Di, do, sa & so werden jeweils um 11.30 h auch Führungen angeboten, zusätzlich Euro 1,50. Die Burg ist aber nicht nur eine hübsche Ruine, sondern beherbergt u.a. ein Natur- und Jagdmuseum, einen botanischen Garten mit über 1.000 heimischen Pflanzen und einen historischen Kräutergarten mit über 500 Arten. Andere werden sich vielleicht eher für die Rittersäle oder die Folterkammer interessieren. Und wer sich sodann erfrischen muß, kann dies in der Burgschänke bzw. dem zugehörigen Biergarten tun. Na, dann Prost!

Wenn Sie nach alledem noch einen Stadtrundgang machen möchten, verdienen das Alte Schloß (16.-17. Jh., Graf-Carl-Straße) und das Neue Schloß (1819/22, Marktplatz) sowie die St.-Gallus-Kirche (älteste Bauteile aus dem 9. Jh., unweit nördlich der Altstadt) einen Blick.

Pappenheim, Altmühl-Radweg Fremdenverkehrsbüro, Stadtvogteigasse 1, 91788 Pappenheim, Fon 09143 / 60666,
Fax 09143 / 60667, E-Mail: fremdenverkehr@pappenheim.de, Internet: www.pappenheim.de
und www.fvv-pappenheim.de.

 

Aus der Altstadt folgen Sie der Vorfahrtstraße nach Südwesten und radeln geradeaus, wenn die Vorfahrt bei der Kirche rechts abknickt. Kurz darauf wechseln Sie halbrechts auf den „Bahnweg“ und folgen diesem, um später eine Straße zu unterqueren und sich vor dem schon zu sehenden Supermarkt links zu halten.

Es geht kurz hügelan, an der Vorfahrtstraße rechts und an der damit sofort erreichten nächsten Vorfahrtstraße links auf den sie begleitenden Geh- und Radweg. Den rechter Hand liegenden Bahnhof passierend und abwärts rollend versetzen Sie wenige Meter rechts/links, wenn die Straße rechts unter der Bahn hindurch führt, so daß Sie nun ganz beschaulich zwischen Bahndamm und Altmühl auf einspurigem Asphalt radeln können.

Die Asphaltdecke endet, wenn die Bahn in einem Tunnel verschwindet, und Sie fahren auf Schotter später mit einem Rechtsbogen wenige Meter hügelan, bevor Sie auf Asphalt stoßen, der links über die Altmühl lenkt. Bei der Überquerung wird auch deutlich, warum die Altmühl zuvor so breit ist; denn beim Örtchen Zimmern befindet sich eine Mühle.

Gleich nach der Brücke geht es rechts auf Schotter weiter, der bald wieder zwischen Bahn und Altmühl verläuft. Später wird die Bahn erneut direkt an der Altmühl unterquert, und Sie gelangen kurz auf Asphalt radelnd dicht eine Landstraße, um unterhalb dieser nah der Altmühl nach Solnhofen zu fahren, welches sogar ein Ortseingangsschild am Radwanderweg aufgestellt hat.

Damit rollen die Räder wieder auf Asphalt, und Sie müssen bald hügelan, bis Sie auf eine Vorfahrtstraße stoßen, die halbrechts eine rauschende Abfahrt in die Ortsmitte beschert. Gleich nach der Querung von Altmühl und Bahn biegen Sie links ab und kommen so zu den Hauptattraktionen des Ortes, nämlich dem Bürgermeister-Müller-Museum und dem Verkauf von Versteinerungen.

 

Stadtinfo

Urvogel Archaeopteryx in Solnhofen, Altmühltal-RadwegSolnhofen, 408 m ü.N.N., 2.000 Einw., bezeichnet sich wegen des Vorkommens und des Abbaus von Plattenkalken auch gern als „Die Welt in Stein“, und entsprechend beziehen sich die Attraktionen besonders hierauf. Zu nennen wäre an erster Stelle das Bürgermeister-Müller-Museum, welches über die Entstehung der Plattenkalke während des Jura ebenso informiert, wie über seinen Abbau und seine Verwendung (geöff. tägl. 9-17 h, Eintritt Euro 2,50). Eine Besonderheit der Plattenkalke ist, daß in ihnen bis heute über 800 verschiedene Pflanzen- und Tierarten gefunden wurden, die nach ihrem Absterben im Kalkschlamm versteinerten. Darunter der Urvogel Archaeopteryx, der bisher zehnmal entdeckt wurde, und zwar ausschließlich im Altmühltal.

Solnhofen darf sich aber auch rühmen, einen wesentlichen Rohstoff für eine die damalige Drucktechnik revolutionierende Erfindung geliefert zu haben. Der Österreicher Alois Senefelder (1771-1834) war nämlich auf der Suche nach einer preiswerten Herstellung von Musiknoten und entdeckte bei seinen Tests 1796/97, daß auf mit Fettkreide oder -tinte beschriebenen Kalkplatten die Druckfarbe nur an den beschriebenen Stellen haften blieb, und wurde damit zum Erfinder des ersten Flachdruckverfahrens, der Lithographie.

Das Verkehrsamt der Gemeinde bietet verschiedene Führungen an, darunter auch solche in einen nahe gelegenen Steinbruch sowie eine Betriebsbesichtigung. Außerdem wird eine Führung zur Sola-Basilika (nahe der Altmühlbrücke) geboten und erläutert, in welchen Schritten dort im Verlaufe der Jahrhunderte fünf Kirchen errichtet wurden - näheres zur Einstimmung unter www.solnhofen.de/sehenswertes/basilika/sola_a.htm. So nebenbei wurde durch die Ausgrabungen nachgewiesen, daß bereits zur Mittelsteinzeit Solnhofen als attraktiver Ort zum Niederlassen empfunden wurde - na, dann sollten Sie vielleicht doch über Nacht bleiben?

Solnhofen, Altmühl-Radweg Verkehrsamt, Bahnhofstraße 8, 91807 Solnhofen, Fon 09145 / 83200, Fax 09145 / 832050,
E-Mail: info@solnhofen.de, Internet: www.solnhofen.de.

 

Die Etappe führt vom Bürgermeister-Müller-Museum vorbei am Bahnhof dicht an den Steilhang heran, bevor Sie auf die andere Seite der Schienentrasse verschwenken. Beständig rollen die Räder auf - teils etwas ältlichem - Asphalt, vorbei am Örtchen Eßlingen, bis Sie wieder auf Schotter geraten und mit einer 180°-Kurve die Eisenbahn unterqueren. So radeln Sie gewissermaßen ein Stückchen zurück und etwas hügelan bis an den Waldrand, um an diesem entlang nach Altendorf, einem Ortsteil von Mörnsheim, zu fahren, wo Sie auf Asphalt einen Rechts-/Linksschwenk absolvieren, einen Bach überqueren und auf eine Vorfahrtstraße stoßen.

Der Altmühl-Radweg zweigt links ab und führt an der sogleich erreichten Dreieckskreuzung erneut links weiter, so daß Sie die Altmühl überqueren, bevor es kurz darauf rechts auf einen asphaltierten Fahrweg geht. Die Radroute führt sofort links sanft hügelan und geht auf den letzten Metern der Steigung halbrechts in Schotter über, auf dem Sie eine schöne Abfahrt beschert bekommen.

Denjenigen, die kleine Anstiege nicht mögen, wird natürlich auffallen, daß durch die Wiesen ein geschotterter Fahrweg verläuft, der später in den Radwanderweg übergeht. Nun gut, wenn Sie auch auf die Abfahrt verzichten wollen, nehmen Sie halt den 'Wiesenweg'.

Bei einer Linkskurve warten aber so oder so die nächsten zu bewältigenden Höhenmeter; denn es geht kurz auf Asphalt steil aufwärts, damit Sie sodann geradewegs auf Schotter wieder abwärts rollen können. Eine Weile verläuft der Weg am Waldrand eben, schwenkt dann aber in den Wald hinein und steigt dort deutlich an. Auf Asphalt rollen die Räder wieder abwärts, und es lohnt, ordentlich Schwung zu holen; denn die Strecke führt gleich wieder aufwärts.

Schon bald sehen Sie auch, warum Sie kurz klettern mußten; denn Sie fahren über die Tunnelein- bzw. -ausfahrt der Eisenbahn, bevor Sie die ersten Häuser von Hagenacker erreichen. Auf der Asphaltdecke schlängeln Sie sich durch die Häuseransammlung, queren darauf die Eisenbahn und wählen danach den Schotterweg links.

Bald rollen die Räder auf dem Schotter beinahe eingekeilt zwischen Bahndamm und Altmühl, bevor es später links unter der Eisenbahn hindurch geht, und Sie sich unverhofft Dollnstein und der alten Stadtmauer gegenüber sehen - okay, aufmerksame Zeitgenossen haben sicherlich oben am Bahndamm den Stationshinweis gesehen, aber schließlich sind nicht alle Hans-guck-in-die-Luft. Sie kommen auf Asphalt, radeln auf einen Gasthof zu und schwenken davor nach links, womit der „Marktplatz“ erreicht ist.

 

Stadtinfo

Wappen zur 1000-Jahr-Feier von Dollnstein, Altmühltal-RadwegDollnstein, 402 m ü.N.N., 1.700 Einw., feiert 2007 den 1000. Jahrestag seiner ersten urkundlichen Erwähnung; denn im Jahre 1007 schenkte Heinrich II. (seit 995 Herzog von Bayern, ab 1002 König und 1014 zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt) ein Gut namens Tollunstein einem Benediktinerinnenkloster. D.h. nun nicht, daß nicht schon früher im Bereich von Dollnstein Menschen siedelten, ganz im Gegenteil, z.B. verlief unweit flußabwärts eine Römerstraße und lagen nahebei römische Gutshöfe. Aber die erste urkundliche Erwähnung, soweit heute bekannt, erfolgte eben (erst) 1007. Das ganze Jahr über wird es verschiedenste Veranstaltungen hierzu geben, näheres erfahren Sie unter www.1000-jahre-dollnstein.de.

Ansicht von Dollnstein, Altmühltal-RadwegNachdem Dollnstein mehrfach den Besitzer wechselte, unterstand es von 1440 bis 1803 den Eichstätter Fürstbischöfen, die u.a. die großteils erhaltene wehrhafte Ringmauer errichten ließen. Im übrigen ist Dollnstein ein netter, kleiner und beschaulicher Ort, dessen Sehenswürdigkeiten Sie unschwer zu Fuß erkunden können. Und apropos Fuß: Oskar von Miller (1855-1934, Mitgründer der Deutschen Edison-Gesellschaft, der späteren AEG, und einer der Initiatoren des Deutschen Museums in München) war als junger Praktikant mit Vermessungen an der Bahnstrecke im Raum Dollnstein befaßt. Sein Gehilfe war für die Meßlatte zuständig. Nach getaner Arbeit meldete Miller die Ergebnisse an seine Vorgesetzten, die sich allerdings überhaupt nicht zufrieden zeigten; denn sämtliche Daten waren ihrer Ansicht nach falsch. Miller war sich keines Fehlers bewußt, er hatte rechtschaffen gearbeitet. Aber sein Gehilfe gab kleinlaut zu verstehen, daß er die unhandliche Meßlatte um genau einen Fuß gekürzt hatte. Damit Miller nun seinen Kollegen nicht verpfeifen mußte, meldete er seinen Chefs, daß diese nicht beachtet hätten, daß die Messungen im „Dollnsteiner Fuß“ erfolgt seien, der exakt neun Zehntel eines bayerischen Fußes messe. Interessanterweise sollen sich die Vorgesetzten damit zufrieden gegeben haben, was möglicherweise dem Umstand geschuldet ist, daß in Deutschland ein Fuß nicht gleich ein Fuß war. In Hessen war er z.B. 250 mm lang, in Sachen aber 429,5 mm!
Paddler bei Dollnstein, Altmühltal-Radweg
Sollten Sie vor einem Rundgang oder hernach direkt an der Altmühl pausieren, stellt sich vielleicht die Frage, ob es mit dem Paddeln nicht doch etwas auf sich hat. Es müßte nämlich schon mit dem Teufel zugehen, wenn in der Zeit, die Sie dort am oder nahe dem Ufer zubringen, nicht mehrere Paddler vorbei kommen bzw. anlegen und ebenso eine Pause einlegen. Wenn Sie daher auf den Geschmack kommen sollten und den Lenker gegen das Paddel eintauschen wollen, kein Problem; denn im Ort können Boote ausgeliehen werden.

Dollnstein, Altmühl-Radweg Fremdenverkehrsverein, Papst-Viktor-Straße 35, 91795 Dollnstein, Fon 08422 / 1502, Fax
08422 / 988903, E-Mail: kontakt@dollnstein-info.de, Internet: www.dollnstein-info.de.

 

Burgsteinfelsen bei Dollnstein, Altmühltal-RadwegAm „Marktplatz“ folgt der Altmühltal-Radweg links der Vorfahrtstraße vorbei an der Kirche und führt durch das nördliche Stadttor, bevor es rechts aus der Stadt hinaus geht („Burgsteinweg“). Auf Asphalt radeln Sie bald vorbei an einem für hiesige Verhältnisse recht großen Parkplatz, der seine Berechtigung dadurch hat, daß manche meinen, hier angeln zu müssen, andere, hier gut skaten zu können, wieder andere hier ihre Fahrräder abladen, um eine Spritztour zu machen, und schließlich eine zahlenmäßig kaum unterlegene Gruppe ein paar Meter weiter den Burgsteinfelsen besteigen will, so daß Sie sich - zumindest an schönen Sommerwochenenden - wie auf einer Promenade fühlen dürfen, sehen und gesehen werden halt.

Beständig rollen die Räder auf Asphalt nach Breitenfurt, wo ein Rechts-/Linksversatz absolviert wird, um sodann einem Schotterweg zu folgen. Schon bald darauf halten Sie sich halbrechts; denn der Altmühl-Radweg folgt einem schmalen, asphaltierten Geh- und Radweg über drei Wellen hinweg, wobei es sich lohnt, die Gangschaltung perfekt beherrschen, da man dann den Schwung der Abfahrten optimal nutzen kann.

Am Waldrand entlang und bald nahe der Altmühl gelangen Sie auf einem Schotterweg zu einem einsam gelegenen Gehöft, queren mittels eines Steges den Fluß und wählen bei der nächsten Möglichkeit den Schotterweg links. Der stößt nach einer Weile auf Asphalt, und es geht halblinks erneut über die Altmühl hinweg, um sofort danach rechts auf Asphalt nach Obereichstätt fahren zu können.

In Obereichstätt radeln Sie etwas hügelan, bevor es im Ort nochmal kurz steil aufwärts geht und Sie sodann halbrechts abbiegen. Bald wieder an Höhe verlierend und eine weitere sanfte Welle nehmend radeln Sie durch den Ort, bevor es rechts zur Landstraße geht. Kurz vor ihr wählen Sie rechter Hand den Geh- und Radweg, unterqueren nahe der Altmühl die Landstraße und radeln jenseits auf Schotter bis auf die Höhe von Wasserzell.

Kloster Rebdorf in Eichstätt, Altmühltal-RadwegDort queren Sie die Straße, um jenseits links dem Geh- und Radweg zu folgen. In Eichstätt endet der Radweg sogleich, und Sie folgen dem Hinweis rechts steil abwärts zu einem Mühlkanal. Vor ihm halten Sie sich links, versetzen aber schon bei der nächsten Brücke rechts/links über den Kanal hinweg auf die Insel zwischen Kanal und Altmühl. Mit Blick auf die Rückseite des Klosters Rebdorf mit Klosterkirche und 'Knabenrealschule der Herz-Jesu-Missionare' (wow, da wundert sich ihn mir der norddeutsche Atheist, daß es dergleichen noch gibt) queren Sie einen weiteren Wasserlauf, bevor es etwas weiter mit Links-/Rechtsversatz erneut über den Kanal geht.

Beständig rollen die Räder nun auf Asphalt mit diversen Schlenkern durch die Wiesen und Grünanlagen parallel zur Altmühl und einem Nebenarm, wobei auch schöne Ausblicke auf die Willibaldsburg geboten werden. Schließlich radeln (oder vielleicht doch besser: schieben) Sie auf der Höhe eines Wehrs über einen Steg, der in einem hohen Bogen den Nebenarm der Altmühl überbrückt, um bald vorbei am Steg zum jenseits gelegenen Freibad direkt an der Altmühl entlang bis zum nächsten Steg zu radeln.

Dies ist der „Herzogsteg“, mittels dem Sie links in die Altstadt gelangen. Vorbei an der 'Fahrradgarage' stoßen Sie auf eine Straße, biegen rechts ein und folgen ihrem Verlauf bis zu einer abknickenden Vorfahrtstraße. An der linken Ecke der Kreuzung finden Sie die Tourist-Information.

 

Stadtinfo

Kreuzgang im Dom von Eichstätt, Altmühltal-RadwegEichstätt, 391 m ü.N.N., 13.000 Einw., das wird niemandem entgehen, ist anders als die zuvor durchradelten Ortschaften. Das fängt mit der Architektur an und hört mit den Bewohnern noch nicht auf. Daß die Architektur so anders ist, hat zwei Gründe. Zum einen liegt es an den Barockbauten, die in dieser Zahl und dieser Pracht in den anderen Ortschaften nicht vorkommen, zum anderen an dem Architekten Karljosef Schattner, der seit 1957 Leiter des Eichstätter Diözesanbauamtes war und alterwürdige Gebäude mit An- und Umbauten versehen hat sowie diverse Neubauten in Eichstätt errichten ließ. Dabei bediente er sich einer radikal modernen Formensprache, schaffte es aber durch bauliche Eigenständigkeit - oft auch Gegensätzlichkeit zur vorhandenen Architektur - das Alte mit dem Neuen so zu verbinden, daß die historische Substanz respektiert wurde. Gönnen Sie also seinen Bauten ruhig mehr als einen Blick.

Daß Eichstätt so anders wirkt, liegt auch an den Bewohnern; denn neben der aus den anderen Ortschaften bereits bekannten Bevölkerungsstruktur fällt hier die Gruppe der Studenten auf. Eichstätt beherbergt nämlich eine Katholische Universität, die ihre Entstehung der 1958 gegründeten Pädagogischen Hochschule verdankt, die 1972 zur Kirchlichen Gesamthochschule und 1980 zur Universität erhoben wurde - eine wahrlich rasante Entwicklung.

Aber das ist für Eichstätt wohl gar nicht so ungewöhnlich; denn immerhin wurde die schon in römischer Zeit besiedelte Ortschaft Mitte des 8. Jh. Bischofssitz. Um das zugehörige Kloster bildete sich ab dem 11. Jh. die Stadt, die ab 1305 der bischöflichen Herrschaft unterstand. Dies geriet der Stadt nicht zum Nachteil, denn das Kloster entwickelte sich im 15. Jh. zu einem Zentrum des Humanismus, und die kirchliche Macht sorgte für beachtlichen Wohlstand.

Willibaldsburg in Eichstätt, Altmühltal-RadwegDer Reformation widersetzte man sich in Eichstätt, indem man 1564 das Collegium Willibaldinum gründete und damit die Gegenreformation unterstützte. Das hatte fast zwangsläufig zur Folge, daß Eichstätt im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden erobert und fast völlig zerstört wurde. Dadurch wurde aber auch der Wiederaufbau im Stile des Barock möglich, der noch heute die Stadt prägt, da Eichstätt bei späteren Kriegshandlungen verschont wurde.

Wenn Sie ein paar Höhenmeter nicht scheuen, lohnt der Ausflug zur Willibaldsburg, die südwestlich über der Stadt thront und den Bischöfen von 1355 bis 1725 als Residenz diente. Heute beherbergt sie neben dem Jura-Museum (Versteinerungen insbesondere der Solnhofener Plattenkalke) das Museum für Ur- und Frühgeschichte (regionale Entwicklungsgeschichte von der Steinzeit bis zum Frühmittelalter) - beide geöff. April-Sept. tägl. außer mo 9-18 h, übrige Zeit 10-16 h).

Kunsthandwerk in Eichstätt, Altmühltal-RadwegMöchten Sie lieber in der Stadt bleiben, bietet sich ein Besuch des Domschatz- und Diözesanmuseums an, das auch die Baugeschichte des Doms erläutert (geöff. mi, do & fr 10.30-17 h und sa & so 10-17 h, Eintritt Euro 2,00, weitere Infos unter www.bistum-eichstaett.de/dioezesan-museum). Wenn Sie mehr den weltlichen Dingen zugetan sein sollten, muß Ihnen aber nicht langweilig werden; denn man hat sich des traditionsreichen Handwerks erinnert und bei der Tourist-Information einen Prospekt aufgelegt, dem Sie einige Kunsthandwerker der Stadt entnehmen können. Dazu zählen z.B. eine Zinngießerei, Goldschmiede, eine Modistin (Hutmacherin), eine Dachdeckerei (die noch traditionelle Schieferdächer legt), ein Steinbildhauer, eine Lithographiewerkstatt und Keramikerinnen - alle sind im Stadtzentrum gelegen und bequem per pedes zu erreichen. Die Broschüre „Handwerk erleben in Eichstätt“ nennt die Öffnungszeiten etc. und kann auch als PDF-Datei unter www.eichstaett.de -> Tourismus heruntergeladen werden.

Wenn Sie mehr über die Sehenswürdigkeiten von Eichstätt in Erfahrung bringen wollen, besuchen Sie entweder die Website von Eichstätt, wo unter -> Tourismus -> Stadtrundgänge sowohl ein kleiner als auch ein großer Rundgang mit entsprechenden Erläuterungen eingesehen werden können, oder Sie nehmen an einer der Stadtführungen teil, die von April-Okt. samstags sowie Juli-Sept. zusätzlich montags und mittwochs angeboten werden - Treffpunkt jeweils 13.30 h an der Tourist-Information, Dauer ca. 1,5 Std., Preis Euro 3,00. Außerdem wird ein abendlicher Rundgang angeboten, Zum Gutmann in Eichstätt, Altmühltal-Radwegund zwar Mai-Okt. freitags (Treffpunkt Rathaus am Marktplatz, bis Anfang Sept. 20.30 h, danach 19.30 h, Dauer 1 Std., Euro 2,00).

Aber vielleicht wollen Sie sich am Abend auch lieber gut unterhalten lassen? Dann könnte das Lokal „Zum Gutmann - Wirtshaus und Kleinkunst“ die richtige Wahl sein; denn dort werden u.a. Kabarett und Jazzkonzerte geboten - das Programm etc. finden Sie unter www.brauerei-gutmann.de.

Eichstätt, Altmühl-Radweg Tourist Information, Domplatz 8, 85072 Eichstätt, Fon 08421 / 6001400, Fax 08421 / 6001408,
E-Mail: tourismus@eichstaett.de, Internet: www.eichstaett.de.

 

Nach einem Besuch der Innenstadt und/oder Übernachtung setzen Sie die Fahrt an der Kreuzung bei der Tourist-Information fort, und die Route folgt der Straße namens „Residenz“. Damit wird auf Kopfsteinpflaster ein weiter Linksbogen geschlagen, bevor es mit Radhinweis rechts geht. Durch ein Tor verlassen Sie die Altstadt, radeln sogleich links und hernach verkehrsfrei auf Asphalt durch die Wiesen und schon bald wieder nahe der Altmühl.

Derart unterqueren Sie zwei Straßenbrücken, bevor es mittels eines Steges über die Altmühl hinweg geht. Wer mag, kann beweisen, wie gut er bzw. sie mit der Gangschaltung umzugehen weiß; denn auch dieser Steg ist recht steil, und wem es allzu leicht fällt, dem bzw. der hänge man das nächste Mal noch einen Kinder- oder Lastenanhänger an...

Wie zuvor radeln Sie auf Asphalt genüßlich an der Altmühl entlang, bis der Weg nach rechts schwenkt, in Schotter übergeht und hügelan leitet. So stoßen Sie auf einen ehemaligen Bahndamm, biegen links ab und rollen erst ganz sanft hügelan, später ebenso sanft abwärts ohne Orientierungsschwierigkeiten nach Pfünz. Bei den ersten Häusern kommen Sie geradezu auf Asphalt und erreichen alsbald eine Vorfahrtstraße. Der Altmühl-Radweg führt dort links weiter, aber vielleicht sollten Sie zuvor dem Kastell einen Besuch abstatten; denn

 

Stadtinfo

Römerkastell Vetoniana in Pfünz, Altmühltal-RadwegPfünz 385 m ü.N.N., ist heute zwar ein kleiner Ortsteil von Walting (s.u.), kann aber auf eine große Geschichte verweisen, was jeder unschwer nachvollziehen kann, der die paar Höhenmeter auf der kurzen, zugegebenermaßen steilen Straße hinauf zum Römerkastell Vetoniana nicht scheut. Oben angekommen werden Sie vermutlich erstaunt sein, Teile eben dieses in einem fast neuen Zustand vorzufinden - nein, nein, so gut haben die Römer nun auch wieder nicht gebaut, es ist ein Nachbau von 1987/88.

Das Kastell entstand etwa um 90 u.Z., um eine Heerstraße zu sichern. Das ursprüngliche Holzkastell wurde in der Mitte des 2. Jh. erneuert und mit Steinen befestigt. Das war auch notwendig, allerdings nicht hinreichend; denn es wurde bald darauf so schwer beschädigt, daß es noch im selben Jahrhundert neu aufgebaut werden mußte. Aber auch das half nicht; denn die Alemannen reizte der Luxus jenseits des Limes wohl so sehr, daß sie es 233 u.Z. erneut zerstörten, und zwar nun so gründlich, daß eine Neuerrichtung unterblieb.

Zahlreiche Funde aus dem eigentlichen Kastell, dem zugehörigen Lagerdorf, Bad usw., die bei Ausgrabungen von 1884 bis 1900 geborgen wurden, sind im Museum auf der Willibaldsburg in Eichstätt zu besichtigen (s.o.). Weitere Infos finden Sie unter www.altmuehl-tourist.de -> Sehenswertes -> Römerkastell.

Pfünz, Walting, Altmühl-Radweg Tourismusverein Walting e.V., Pfünzer Straße 5, 85137 Walting, Fon 08426 / 221, Fax 08426 / 1764, E-Mail: info@altmuehl-tourist.de, Internet: www.altmuehl-tourist.de.

Pfünz, Walting, Altmühl-Radweg  Übernachtungsmöglichkeit in Walting

 

An der oben erwähnten Einmündung in die Vorfahrtstraße biegen Sie links auf den Geh- und Radweg ab, unterqueren mit einem Schlenker die Landstraße und fahren kurz darauf mittels einer alten Brücke über die Altmühl hinweg. Jenseits geht es rechts auf einer Nebenstraße mit sanften Wellen über Almosmühle, Inching und Brunnmühle nach Walting. Dort stoßen Sie bei der Kirche auf eine Vorfahrtstraße und folgen ihr rechts abwärts durch den Ort, bevor die Altmühl überquert wird.

Unmittelbar nach der Altmühlbrücke zweigt die Etappe links auf den Geh- und Radweg an der Landstraße ab, und Sie müssen alsbald wenige Höhenmeter bewältigen, bevor es halblinks auf Asphalt hinunter in die Wiesen geht. Vorbei an den Orten Rieshofen und Isenbrunn, die beide jenseits der Altmühl liegen, geht es beständig auf Asphalt nach Pfalzpaint. Vorbei an der Kirche kommen Sie zum dreieckigen Dorfplatz, radeln links einbiegend sanft abwärts, queren die Altmühl und zweigen sofort danach rechts ab.

Auf Asphalt geht es mit einem Schlenker zum Klärwerk, wo Sie rechts auf Schotter gelangen und diesem bis Gungolding folgen. Auf Asphalt radelnd stoßen Sie im Ort auf eine Vorfahrtstraße, versetzen wenige Meter links/rechts und wählen am alsbald erreichten Klärwerk an der Gabelung die rechte Möglichkeit. Schon bald bekommen Sie wieder das Knirschen des Schotters zu hören und dürfen den Ausblick auf das hoch oben thronende Schloß Arnsberg genießen.

Beim Sportplatz von Arnsberg versetzen Sie auf Asphalt links/rechts und halten sich alsbald an einer Gabelung geradeaus, bevor die Räder wieder auf Schotter rollen, der an den Waldrand leitet. Sodann muß die Beinmuskulatur mal wieder zeigen, was in ihr steckt; denn es folgen einige Wellen, bevor Sie auf Asphalt in der Häuseransammlung Regelmannsbrunn kurz steil abwärts rollen, um gleich nochmal steil hügelan zu müssen. Bei der zweiten Welle endet die Asphaltdecke, und der Anstieg ist gemeistert. Ein Stückchen weiter finden Sie auch ein Pausenplätzchen mit schönem Ausblick auf die schneeweiße Kirche von Böhming und die Burg Kipfenberg.

Mit sanften Wellen radeln Sie auf Schotter - abschnittsweise auch Asphalt - langanhaltend überwiegend abwärts, und der Geschwindigkeitsrausch endet erst kurz vor Böhming. Dort versetzen Sie auf der Höhe der Altmühlbrücke wenige Meter nach links und radeln auf einer kleinen asphaltierten Straße wieder hügelan. Das ist bald geschafft, und Sie sausen mit einem Rechts-/Linksschwenk abwärts nach Kipfenberg. Achtung: Die untere Kurve ist enger, als es den Anschein hat.

Auf der Höhe der Altmühlbrücke von Kipfenberg versetzen Sie - die Richtung im Grunde beibehaltend - ein wenig und verlassen so den Ort gleich wieder. Oder Sie fahren rechts über die Brücke in die Ortsmitte von

 

Stadtinfo

Kipfenberg, 391 m ü.N.N., und dürfen sich zu den Radreisenden zählen, die nicht nur stur den Radwanderweg abfahren. Kipfenberg hat dies auch durchaus verdient, denn die Ortsmitte lädt nicht nur zu beschaulichen Pausen oder Übernachtung ein, sondern der Markt - erste urkundliche Erwähnung als solcher erfolgte 1352 - darf sich auch rühmen, zu Zeiten der Römer den Übergang des Limes über die Altmühl gebildet zu haben. Wenn Sie das Kartenblatt studieren, werden Sie Hinweise auf Spuren des Limes nordöstlich entdecken. Etwas weiter südöstlich wird dagegen die Teufelsmauer vermerkt (auf dem Kartenblatt der Etappe 4). Dabei handelt es sich auch dort um den Limes. Allerdings nannte der Volksmund ihn später Teufelsmauer und nahm u.a. an, daß sich die Mauer bis in die Unendlichkeit erstrecken würde - es geht doch nichts über eine rege Phantasie.

Römer und Bajuwaren Museum in Kipfenberg, Altmühltal-RadwegWer auf den Spuren der Römer wandeln möchte, sollte den kräftigen Anstieg nicht scheuen und sich zum Römer und Bajuwaren Museum auf der Burg Kipfenberg begeben (geöffnet April, Mai, Sept. & Okt. tägl. 10-16 h, Juni-Aug. tägl. 10-18 h). Daß im Namen des Museums auch die Bajuwaren (Baiern) vorkommen, hat seinen Grund nicht darin, daß Sie sich im Regierungsbezirk Oberbayern befinden, sondern beruht darauf, daß bei Ausgrabungen im Ortsteil Kemathen ein kostbar ausgestattetes Männergrab aus dem 5. Jh. gefunden und festgestellt wurde, daß der Tote als Offizier im römischen Sold gestanden hat, den Grabbeigaben nach aber ein Bajuware war - weitere Infos zum Museum finden Sie unter www.bajuwaren-kipfenberg.de.

Kipfenberg, Altmühl-Radweg Tourist-Information, Marktplatz 2, 85110 Kipfenberg, Fon 08465 / 941040, Fax 08465 / 941043,
E-Mail: tourist-info@kipfenberg.de, Internet: www.kipfenberg.de.

 

Der Altmühltal-Radweg verläuft auf der nordwestlichen Talseite, und Sie passieren kurz an Höhe gewinnend nahe dem Klärwerk eine alte Eisenbahnbrücke rechter Hand. Diese deutet schon darauf hin, daß Sie bald auf einer ehemaligen Bahntrasse fahren werden, und so geht es auf Asphalt nach Grösdorf, wo sich geradezu Schotter anschließt.

Nach einer Weile verschwenken Sie ein wenig nach rechts und radeln weiter auf Schotter nach Ilbling, wo es auf Asphalt geradewegs durch den Ort geht. Auf dem Weg dorthin wundern Sie sich vielleicht irgendwann über das eigenartige Summen in der Luft. Dies ist auf die am gegenüberliegenden Hang verlaufende A 9 zurückzuführen, deren beiden Fahrtrichtungen in verschiedenen Höhe liegen, und wo insbesondere die bergauf schnaufenden Lkw für eine beachtliche Geräuschkulisse sorgen.

Nach Ilbling wird für eine Weile neben der schmalen Straße ein geschotterter Geh- und Radweg geboten, bevor es auf einem breiten asphaltierten Radfahrstreifen über die Tunnelein- bzw. -ausfahrt der neuen Hochgeschwindigkeitstrasse der Bahn hinweg geht. Nach rasanter Abfahrt unterqueren Sie die Autobahn und gelangen an einen Kreisverkehr. Dort wählen Sie die dritte Ausfahrt, um hinein nach Kinding zu fahren. Im Ort wird alsbald die Schwarzach überquert, kurz darauf rechts auf einen schmalen Weg abgebogen, der wenige Meter weiter über einen kleinen Wasserarm leitet, bevor es mit einem Rechtsschwenk zur Dorfstraße geht.

 

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Ruine Rumburg bei Kinding, Altmühltal-RadwegKinding, 378 m ü.N.N., 2.500 Einw., liegt zwar nahe der Autobahn und auch der ICE-Strecke, doch werden Sie im Ort davon nichts mitbekommen. Schließlich hat Kinding Erfahrung damit, wie man sich einer widrigen Umwelt erwehrt. Zumindest könnte man den Eindruck gewinnen, wenn man sich der Kirche Mariä Geburt nähert; denn ganz abgesehen davon, daß die Kirche selbst schon einen recht wehrhaften Eindruck macht, ist auch der Friedhof durch eine Mauer so umgrenzt, daß kein Zweifel an der Verteidigungsbereitschaft aufkommen kann. Diese war wohl auch erforderlich, denn die Lage an der Mündung der Flüsse Anlauter und Schwarzach in die Altmühl brachte es mit sich, daß die Gegend früh als für die Ansiedlung attraktiv galt. Wer länger bleibt, kann entsprechend auf Wanderungen Wälle und Gräben einer keltischen Fliehburg auf dem Schellenberg und unweit westlich die Ruine Rumburg besichtigen.

Kinding, Altmühl-Radweg Touristikbüro, Kipfenberger Straße 4, 85125 Kinding, Fon 08467 / 84010, Fax 08467 / 840120,
E-Mail: gemeinde@kinding.de, Internet: www.kinding.de.

 

Am Dorfplatz biegen Sie links ab und radeln mit einem baldigen Rechtsschwenk auf der „Beilngrieser Straße“ sanft ansteigend aus dem Ort hinaus. Danach wählen Sie halblinks den kurz steil ansteigenden Asphaltweg und radeln sodann auf Schotter mit ein paar Wellen überwiegend abwärts - später auch wieder auf Asphalt -, bis Sie auf einen kleinen Parkplatz der Landstraße stoßen.

An dessen Ende quert die Route die Landstraße und führt jenseits auf Schotter mal näher, mal weiter entfernt von der Altmühl bzw. ihrer Altarme und einem Fischteich zur Straße nach Unteremmendorf, in die Sie rechts einbiegen, um kurz vor der Brücke über den Fluß links abzuzweigen. Dort endet die Etappe wegen des Kartenblattschnitts.

 © 2007 by Velo-Touring

Altmühltal-Radweg (3)

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