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Radweg Berlin - Usedom (2)
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Etappe 2: Bernau - Ladeburg - Lobetal - Biesenthal - Finowkanal - Marienwerder - Rosenbeck - Eichhorst - Wildau - Werbellinsee - Joachimsthal - Parlow - Glambeck - Wolletz (64 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 7 KB).
Informationen zur CD "TOP 200"
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Auf dieser Etappe radeln Sie durch den Landkreis Barnim (nur die letzten drei Kilometer legen Sie im Landkreis Uckermark zurück) und dürfen sich darüber freuen, daß man im Barnim weder Mühen noch Kosten gescheut hat, es den Radreisenden so bequem wie möglich zu machen. Es wird nicht nur ein sehr guter Belag geboten (fast durchgängig Asphalt in Skaterqualität), sondern auch die Beschilderung ist schon fast perfekt – nur manchmal würde man sich einen Hinweis vor dem Abbiegen und nicht erst an der Kreuzung wünschen. Dafür wird immer mal wieder nicht nur der nächste Ort aufgeführt, sondern es werden auch solche genannt, die weiter entfernt liegen, so daß man die einzelnen Abschnitte gut einschätzen kann. Zudem ist die Streckenführung angenehm verkehrsfrei, nur dort, wo es sich nicht vermeiden ließ, müssen Sie mal ein paar Kfz ertragen. Und schließlich sorgen der Wechsel von Wald und Flur sowie die netten kleinen Ortschaften zusammen mit der beachtlich welligen Landschaft dafür, daß Ihnen bestimmt nicht langweilig wird.
Da so manche mit der Bahn anreisen werden, beginnt die Etappe am Bahnhof. Wenn Sie diesen verlassen haben, halten Sie sich rechts und finden an der sogleich erreichten T-Kreuzung rechter Hand eine Unterführung. Von dort kommen diejenigen, die in Berlin gestartet sind. Sie zweigen links ab, rollen nur wenige Meter bis zu einer Vorfahrtstraße („Breitscheidstraße“) und biegen erneut links ab – ein kleiner Radhinweis ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu finden.
So geht es bis zur „Alten Goethestraße“, dort rechts und gleich bei der nächsten Möglichkeit erneut rechts, um nun entlang der Stadtmauer – vorbei am mächtigen Steintor – einen weiten Bogen um die Innenstadt zu schlagen. Dieser endet erst, nachdem Sie schon die St.-Marien-Kirche passiert haben, wo die Route rechts abknickt und auf dem Geh- und Radweg der „Mühlenstraße“ verläuft.
Wenn Sie mehr von der Innenstadt sehen wollen, folgen Sie der „Alten Goethestraße“ – vorbei an der Stadtmauer – bis zur Einmündung in die „Berliner Straße“, biegen links in diese ein, bevor Sie bald rechts in die Fußgängerzone („Bürgermeisterstraße“) fahren können. Einfach dieser folgend kommen Sie zur St.-Marien-Kirche und damit auch zur „Mühlenstraße“. Die Stadtinformationen finden Sie am Ende der Etappe 1.
Nach dem Besuch der Altstadt geht es am Friedhof vorbei zu einer beampelten Kreuzung, dort rechts und damit auf einem asphaltierten Geh- und Radweg bis zu einem beampelten Abzweig links. Sie biegen links ab und folgen dem betonsteingepflasterten Geh- und Radweg entlang der „Ladeburger Chaussee“. Noch vor dem Ortsende versetzen Sie gemäß Radhinweis wenige Meter rechts/links und erfreuen sich sodann des bereits angekündigten guten Asphaltbelags.
In Ladeburg rollen die Räder einfach dem Straßenverlauf folgend beständig auf Betonsteinpflaster, bevor Sie bald nach der Kirche automatisch halbrechts auf den „Biesenthaler Weg“ gelenkt werden. Wieder fährt es sich herrlich auf dem glatten Asphalt der hier ausgewiesenen Fahrradstraße(!), so daß auch der kleine Hügel mit Leichtigkeit überwunden werden kann. Zwischendurch mal auf etwas älterem Asphalt radelnd kommen Sie nach Lobetal und halten sich einfach geradeaus, um nach der „Bodelschwinghstraße“ in den Wald einzutauchen.
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Ortsinfo
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Lobetal? Bodelschwingh? Da war doch was... Ja, stimmt, auch wenn Sie am Radweg nur ein Neubauviertel zu sehen bekommen und dieses wie viele andere aussieht, der größere, westlich gelegene Teil des Ortes dient den Hoffnungstaler Anstalten Lobetal, die von Friedrich von Bodelschwingh (geboren 1831, gestorben 1910) gegründet wurden. Bodelschwingh übernahm 1872 die Leitung der "Rheinisch-westfälischen Anstalt für Epileptische" bei Bielefeld (später Bethel) und entwickelte in der Folge beachtliche Aktivitäten, um Menschen zu einem würdigeren Leben zu verhelfen. Zunächst integrierte er die nebenan gelegene Diakonissenanstalt "Sarepta", wodurch schließlich eine Siedlung mit über 4.000 Kranken und Gesunden entstand, die zusammenlebten und gemeinsam arbeiteten (mit eigenen Handwerksbetrieben, Schulen und Ausbildungsstätten, Mitarbeiterwohnhäusern, sogar einer eigenen Strom- und Wasserversorgung etc.). Zum Ende des 19. Jh. widmete er sich den (bitterarmen) Wanderarbeitern, gründete gemäß seinem Motto 'Arbeit statt Almosen' Kolonistenhöfe und so auch 1905 den "Verein Hoffnungstal", der ein Gut bei Rüdnitz (unweit östlich) pachtete. Die Kolonie 'Hoffnungstal' bot 150 Personen Platz, was dem Ansturm nicht genügte, weshalb schon 1906 unweit westlich die Kolonie 'Lobetal' gegründet wurde. Was die Hoffnungstaler Anstalten Lobetal heute leisten, erfahren Sie auf der Website www.lobetal.de bzw. vor Ort beim ...
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Verein Alte Schmiede Lobetal e.V., An der Schmiede 2, 16321 Bernau bei Berlin, Fon 03338 / 66435, Fax 03338/66246, geöffnet mo-fr 15-17 h, sa & so 14 –17 h.
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Im Wald können Sie überprüfen, was ich eingangs zum Ausbaustandard des Radwegs Berlin – Usedom im Landkreis Barnim geschrieben habe. Buttersüßer Asphalt wird geboten und gestattet es, die durchaus beachtlichen Wellen mit Leichtigkeit zu nehmen und vor allem die Abfahrten zu genießen. Aber Abwechslung muß sein, weshalb Sie, wenn Sie sich nach einer Weile einem einsam stehenden Haus nähern, darauf achten, kurz davor an der Gabelung die linke – geschotterte – Möglichkeit zu wählen. Bis nach Biesenthal rollen die Räder nun beständig auf dem gutem Schotter – und bald sogar recht malerisch durch eine Niederung.
Wenn Sie die ersten Häuser erreicht haben, geht es geradezu auf Asphalt bis zu einer Vorfahrtstraße, in die Sie mit Tick links einbiegen und der Sie sanft hügelan in die Stadtmitte folgen, wo die Etappe links abknickt. Doch zuvor lohnt es sich, auf dem Marktplatz von
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Stadtinfo
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Biesenthal, 50 m ü.N.N., 5.400 Einw., eine Pause zu machen und dem Alten Rathaus seine Aufmerksamkeit zu widmen, da es sich nicht nur um ein schönes Fachwerkgebäude handelt, das von 1762-68 erbaut wurde, sondern weil es neben Diensträumen und der Tourist-Information auch noch eine Galerie und die Heimatstube beherbergt. Die Heimatstube betreut der Heimatverein und ist do 10-12 h sowie nach Vereinbarung unter Fon 03337 / 3162 & 40159 zugänglich.
Im Jahre 1258 wurde Biesenthal erstmals urkundlich erwähnt und entwickelte sich im Schatten einer slawischen Burg auf dem Schloßberg (unweit nordwestlich des Marktplatzes am Wehrmühlenweg). Im Zuge der deutschen 'Ostkolonisation' wurde diese Burg von den askanischen Markgrafen erobert und als Ausgangspunkt zur Erschließung der Region Barnim genutzt. Später verfiel die Burg, so daß heute nur noch der Turm erhalten ist, wo alljährlich das Schloßbergfest stattfindet.
Und apropos Fest: Wie gesagt, wurde Biesenthal 1258 erstmals urkundlich erwähnt (Stadtrechte seit 1315), weshalb man 2008 das 750-Jahr-Fest feiern kann. > Wenn Sie mehr über die Veranstaltungen, die vom 26.6. bis zum 6.7. geplant sind, erfahren möchten, besuchen Sie die Website der Stadt, wo Sie gleich auf der Startseite einen entsprechenden Link in Form der nebenstehenden Grafik finden.
Zur Bereicherung einer längeren Pause oder eines Aufenthaltes in der Stadt mag auch ein Besuch des Strandbades Wukensee beitragen, welches 2 km nordwestlich des Marktplatzes gelegen ist und Mai bis September täglich geöffnet hat. Mehr über das Angebot, Preise etc. erfahren Sie unter www.strandbad-wukensee.de.
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Tourismusbüro im Rathaus, Am Markt 1, 16359 Biesenthal, Fon & Fax 03337 / 490718,
E-Mail touristinfo@biesenthal.de,
Internet www.biesenthal.de.
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Nachdem Sie in der Ortsmitte links abgebogen sind, rollen die Räder auf der „Breiten Straße“ sanft abwärts, doch sollten Sie das Tempo drosseln; denn schon bald knickt die Route rechts in den „Wehrmühlenweg“ ab, wo Sie grobes Pflaster erwartet. Auf diesem hoppeln Sie abwärts, bevor sich Asphalt anschließt. Diesem folgend kommen Sie zu einem Gehöft und schlagen einen Rechts-/Linksbogen, bevor Sie ein interessantes Gebäude passieren: Hinter der alten Fassade ist alles niet- und nagelneu. Ja, so läßt sich's leben.
Ein wenig hügelan fahrend gelangen Sie nach ein paar hundert Metern wieder in den Wald und dürfen sich über das nächste Stück freuen, das allerherrlichstes Radeln gestattet. Nach einer Weile knicken Sie links ab, überqueren später die Finow und pedalieren genüßlich bis zur Autobahn. Abgesehen davon, daß das Gesäusel der Kfz nervt, stört hier vor allem das uralte Pflaster der Brückenauffahrt: Offenbar ist hierfür jemand zuständig, der sich nicht für die Velofahrer erwärmen kann – schade eigentlich.
Bald nach der Autobahnüberquerung geht es dann aber weiter wie gehabt, und auf glattem Asphalt sausen Sie durch den Wald bis zur Einmündung in eine Pflasterstraße. Doch keine Sorge, die müssen Sie nicht benutzen, sondern finden links abbiegend neben der Fahrbahn einen asphaltierten Geh- und Radweg. Nach einer Weile müssen Sie allerdings kurz mit dem Pflaster vorlieb nehmen, um einen Bach zu überqueren, doch dann rollen die Räder wieder auf dem Geh- und Radweg, bevor die Straße einspurig glatt asphaltiert ist, sie den Wald verlassen, einen weiteren Bach überqueren und zu einer T-Kreuzung radeln. Dort zweigen Sie rechts ab und kommen mit einem Rechts-/Linksschwenk zu einer Schleuse des Finowkanals – ein schöner Platz für eine Rast, oder?
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Info
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Der Finowkanal ist die älteste noch schiffbare künstliche Wasserstraße Deutschlands, wobei man eigentlich von zwei Finowkanälen sprechen muß; denn der erste Finowkanal wurde von 1605 bis 1620 zwischen der Havel und der Oder erbaut, war gut 38 km lang und hatte 11 Schleusen. Er war jedoch seiner Zeit zu weit voraus; denn statt die Wirtschaft mittels des neuen Verkehrswegs zu entwickeln, stürzte man sich 1618 in den Dreißigjährigen Krieg, was den Verfall des Kanals mit sich brachte.
Erst fast 100 Jahre nach Kriegsende konnte man sich an einen Neubau wagen und 1746 nach nur drei Jahren Bauzeit den 'zweiten' Finowkanal mit einem Schiff, das immerhin 100 Tonnen Salz geladen hatte, einweihen. Im 19. Jh. erreichte der Finowkanal seine Kapazitätsgrenze, und an den Schleusen kam es zu Staus, die mehrtägige Zeitverluste mit sich brachten. Also wurden diese erweitert und für Schiffe des durch königliche Order festgelegten 'Finowmaßes' ausgebaut (40,2 m lang, 4,6 m breit und mit einem Tiefgang von bis zu 1,4 m bei einer Tragfähigkeit von bis zu 170 Tonnen). Daß diese große Masse ohne allzu großen Krafteinsatz trotz des Höhenunterschieds zwischen der Oder und der Havel von 36 m und damit einhergehenden Wasserverlustes beim Schleusen kanalaufwärts gezogen werden konnte, zeigt das nebenstehende Bild - warum der sog. moderne Mensch dafür sieben Lastwagen mit zusammen über 2.000 PS braucht, weiß der Teufel.
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Nach der Schleuse geht es links weiter auf einspurigem Asphalt durch den Wald, bis Sie bei den ersten Häusern von Marienwerder halbrechts auf einen ebenso einspurig glatt asphaltierten Geh- und Radweg abbiegen. Dieser leitet zu einer Landstraße, in deren asphaltierten Geh- und Radweg Sie rechts einbiegen, um alsbald hinauf zum Wassertor des Oder-Havel-Kanals, dem Nachfolger des Finowkanals, zu fahren. Jenseits stoßen Sie auf die B 167 und finden auf der gegenüberliegenden Seite einen Geh- und Radweg, dem Sie nach links folgen.
Auf der Brücke über den Werbellin-Kanal sollen Sie schieben, wohl weil der Weg recht schmal ist (aber so gerade noch für Kinderanhänger ausreichend breit sein müßte), und da fand man es offenbar passend, an beiden Enden der Brücke tiefe Regenabflußrinnen vorzusehen – hoppla! Beim nächsten Abzweig rechts lassen Sie die Automobile hinter sich, zweigen gleich nochmal halbrechts ab und bedienen sich des einspurigen und guten Asphaltwegs, der eine ganze Weile durch den Wald bis zu einem Abzweig leitet, an dem es rechts nach Rosenbeck geht.
Mit einem Rechts-/Linksschwenk werden Sie über die Schleuse des Werbellin-Kanals geführt und schlagen nochmal einen Haken, bevor die Route sanft ansteigend zu einer Kreuzung leitet, an der Sie links abzweigen. Etwas älterer, teils von Wurzeln beachtlich aufgeworfener Asphalt führt schnurstracks zur ehemaligen B 198 (jetzt Landesstraße L 220), wo Sie links dem glatt asphaltierten Geh- und Radweg hinein nach Eichhorst folgen. Schon bei den ersten Häusern wechselt der Weg auf die rechte Seite der Straße, und die Räder rollen abwärts, bevor Sie direkt vor einer Brücke mittels einer einmündenden Straße rechts/links auf einen Schotterweg verschwenken. Unterhalb der Straßenbrücke geht es so zur nächsten Schleuse, die Sie über grobes Pflaster hoppelnd erreichen und zur erneuten Querung des Kanals nutzen.
Gasthöfe laden zur Rast ein, und für diejenigen, die sich lieber selbst versorgen, gibt es sowohl im Ort als auch auf dem folgenden Stück entlang des Kanals einige Pausenplätze. Übrigens: Bei schönem Wetter nutzen auch zahlreiche Fußgänger den guten Asphaltweg – nehmen Sie also ggf. Rücksicht, sportliches Fahren ist schon bald wieder möglich. Aber erstmal kommen Sie nach dem Passieren einer Holzbrücke zum
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Info
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Werbellinsee, der gut 10 km lang, bis zu 1½ km breit und bis zu 55 m tief ist, wobei sein Wasserspiegel bei 43 m ü.N.N. liegt und sich somit die tiefsten Bereiche des Sees unterhalb des Meeresspiegels befinden. Seine Entstehung verdankt er der Eiszeit. Er ist ein sog. Rinnensee, womit gemeint ist, daß Schmelzwasser unter einem Gletscher den Boden ausspülte und dabei eine (Abfluß-) Rinne bildete. Wegen der beachtlichen Kräfte, die dabei wirkten, konnten die Rinnen auch sehr tief werden. Später wurde diese Rinne durch sog. Toteis (vom Gletscher abgespaltenes Eis) gefüllt, so daß sie auch nicht durch Schmelzwasser und Sedimente gefüllt wurde und schließlich der heutige See entstehen konnte.
Beim Werbellinsee werden viele jedoch nicht an die Entstehungsgeschichte des Sees, sondern die nordwestlich angrenzende Schorfheide denken und vor allem deren Rang als Jagdgebiet der Großkopferten. Den Anfang machte der preußische König Friedrich Wilhelm IV., indem er sich 1847-49 das Jagdschloß Hubertusstock errichten ließ. 1898 reiste Kaiser Wilhelm II. mit der Bahn zur Jagd an, weshalb der Bahnhof Werbellinsee (am südöstlichen Ortsrand von Joachimsthal) denn auch als Kaiserbahnhof bezeichnet wird. Im 'Tausendjährigen Reich' ließ sich der 'Reichsjägermeister' – au weia – Hermann Göring Carinhall errichten (und 1945 wieder sprengen, na, das hat sich doch gelohnt, oder?). Und schließlich gönnte sich ein gewisser Erich Honecker ein 'Staatsjagdgebiet', um mit seinen Gästen dem Rotwild den Garaus zu machen. Weit mehr über die Geschichte der Jagd in der Schorfheide und das Schloß Hubertusstock erfahren Sie auf der Website des 'bbw Kommunikationszentrums': www.bbw-hubertusstock.de unter -> 'Unser Haus' -> 'Geschichte'.
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Apropos sportliches Radeln: Auf einer Einspurigen führt die Route zur ehemaligen B 198, wo es rechts auf den asphaltierten Geh- und Radweg geht, der alsbald ordentlich hügelan leitet. Beim Gasthof „Am Spring“ werden Sie nach links gelenkt, überqueren die Landstraße und setzen die Fahrt nun auf dem breiten und schön glatt asphaltierten Geh- und Radweg fort, der noch so manche Steigung beschert. Wer den anderen zeigen möchte, wie gut er oder sie mit der Schaltung umgehen kann, hat hier Gelegenheit dazu. Wird dann aber wohl die gelegentlich recht schönen Ausblicke auf den See verpassen.
Da auf einem kurzen Abschnitt wegen des steilen Hangs neben der Straße kein Platz für den Radweg war, dürfen Sie später nochmal ordentlich klettern, bevor Sie mit einer rauschenden Abfahrt belohnt werden und vorbei am „Ferienparadies Werbellinsee“ (aber hallo!) sowie einem Parkplatz nebst Badestelle an einen Abzweig gelangen. Dort führt der Radweg Berlin – Usedom links sanft hügelan, und Sie halten sich an einer Gabelung rechts, um noch eine ganze Weile weiter aufwärts zu fahren – ja, ja, die Eiszeit schuf diese herrliche Landschaft. Immerhin muß Ihnen beim Anstieg nicht zu warm werden; denn der dichte Wald mindert die Sonneneinstrahlung erheblich.
Wenn Sie den Wald verlassen haben, geht es vorbei an ein paar Häusern zurück zur ehemaligen B 198, in die Sie links einbiegen. Der Radfernweg führt sogleich wieder links und auf einer Nebenstraße noch etwas hügelan, so daß offenbar eine ausreichende Höhe erreicht zu sein scheint, denn rechter Hand ist der Aussichtsturm von Joachimsthal – Biorama genannt (s.u.) – zu sehen. Wenn Sie den Turm besteigen möchten, biegen Sie von der ehemaligen B 198 nicht gleich wieder links ab, sondern folgen ihr ein Stück zur bald linker Hand gelegenen Auffahrt zum Turm – geöffnet März-Okt. do-so 11-18 h.
Einfach dem Verlauf der Straße folgend rollen die Räder bald sanft abwärts, und Sie knicken rechts ab, um später auf eine Kreuzung zu stoßen, an der die Radhinweise nach rechts lenken („Rosenstraße“), bevor es automatisch links auf die grob gepflasterte „Marktstraße“ geht. Wenn Sie nun zur Tourist-Information möchten, biegen Sie bei der nächsten Möglichkeit links in die „Schulstraße“ ab.
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Ortsinfo
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Joachimsthal, 72 m ü.N.N., 3.300 Einw., wurde 1604 vom brandenburgischen Kurfürsten Friedrich Joachim, daher auch der Name, gegründet und mit Stadtrechten ausgestattet. Nahebei lag eine ebenso von ihm gegründete, gerade mal erst drei Jahre alte Glashütte, für die er böhmische Glasmacher angeworben hatte und die die Hütte sehr erfolgreich betrieben haben sollen. Der bald ausbrechende 30jährige Krieg beendete aber diese Entwicklung, und Joachimsthal verschwand erstmal in der Bedeutungslosigkeit.
Heute ist Joachimsthal ein Tor zum Biosphärenreservat Schorheide-Chorin, dessen Gebiet im September 1990 – quasi auf den letzten Drücker – von der Volkskammer der DDR unter Schutz gestellt wurde. Es umfaßt eine Fläche von fast 1.300 km² und ist damit eines der größten Schutzgebiete Deutschlands. Passenderweise ist die Besiedlungsdichte mit unter 30 Einwohnern pro km² äußerst gering. Dafür gibt es aber über 240 Seen, tausende Moore und, und, und. Einen ersten Blick auf das Reservat gestattet das Biorama, und zwar von einer Aussichtsplattform auf einem ehemaligen Wasserturm aus den 60er Jahren in der luftigen Höhe von 24 m (entspricht immerhin 123 m ü.N.N.). Und keine Sorge, Ihre müden Radlerwaden werden geschont, denn in dem Turm aus Stahl und Glas neben dem alten Wasserturm befindet sich ein Aufzug. Der Standort dient im übrigen auch noch einem Designprojekt und kulturellen Veranstaltungen, mehr erfahren Sie unter www.biorama-projekt.org.
Wenn Sie etwas länger oder auch über Nacht bleiben und in der richtigen Jahreszeit reisen, bietet sich für den Nachmittag und/oder Abend vielleicht auch noch ein Besuch des Hörspielbahnhofs im Kaiserbahnhof an, wo neben Hörspielen auch Lesungen und Konzerte geboten werden – weitere Informationen sowie das Programm finden Sie auf der Website www.hoerspielbahnhof.de.
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Tourist-Information, Joachimssplatz 1-3, 16247 Joachimsthal, Fon 033361 / 64632,
E-Mail bibliothek@joachimsthal.de,
Internet www.joachimsthal.de.
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Die Route verläuft von der „Marktstraße“ aus geradezu auf der „Templiner Straße“ bis zur abknickenden Vorfahrtstraße, in die Sie gerade – Tick links – einbiegen und ihr eine Weile folgen, um gleich nach einem Bahnübergang rechts abzubiegen. Damit rollen die Räder vorübergehend auf Betonplatten, bevor Sie nach dem Ortsende, wenn die Vorfahrt nach rechts schwenkt, die Reise geradeaus auf dem guten Asphalt einer Nebenstraße fortsetzen. So geht es eine ganze Weile durch den Wald, bevor sich auf freiem Feld eine schöne alte Allee anschließt, die natürlich gepflastert war. Damit Sie aber angenehm pedalieren können, wurden rechts und links Streifen asphaltiert und nur in der Mitte das Pflaster erhalten – eine eigenwillige, aber für die Velotouristen sehr wohltuende und zudem ansehnliche Lösung.
Dieser Belag leitet auch sicher durch Parlow, und Sie kommen mit Rechts-/Linksschwenk an der Kirche vorbei, bevor es kurz darauf rechts geht. Hernach rollen die Räder wieder auf einspurigem Asphalt, und wenn Sie bald ordentlich an Höhe verlieren, passieren Sie einen Rastplatz nebst Aussichtsturm, von dem aus Sie die schöne Niederung bewundern können. Danach führt die Route in den Wald, bevor Sie die ersten Häuser von Glambeck erreichen und auf eine Vorfahrtstraße stoßen, die links in die Ortsmitte zum Parkplatz beim Taubenturm leitet.
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Ortsinfo
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Für Glambeck, 61 m ü.N.N., gilt uneingeschränkt: Klein, aber oho! Klein, weil man zusammen mit Parlow auf gerade einmal 176 Einwohner kommt – zusammen mit Parlow übrigens, weil beide zusammen einen Ortsteil von Friedrichswalde bilden. Oho, weil man bei einem solch kleinen Ort nicht unbedingt erwartet, daß mit nicht unerheblichem Aufwand ein Taubenturm saniert und als Ausstellungsraum hergerichtet wird. Der Turm soll einst übrigens inmitten eines Gutshofs gestanden haben, von dem heutzutage aber nur sehr wenig zu sehen ist, da ein Großteil der Gebäude abgetragen wurde. Immerhin mag es die Phantasie anregen, wenn man vor Ort auf der großen Freifläche steht.
Wenn Sie die Fahrt fortsetzen (s.u.), kommen Sie alsbald zur nächsten Besonderheit von Glambeck: Der Radfahrer-Kirche. Ja, Sie haben richtig gelesen, eine Kirche für unsereins. Gut, das Gotteshaus ist nicht sonderlich groß, ja, sogar eher ziemlich klein, aber erstens ist Glambeck auch ein kleiner Ort und zweitens stellen die Radfahrer ja auch immer noch eine Minderheit der Verkehrsteilnehmer dar, weshalb wir uns – noch(!) wohlgemerkt – mit kleinen Kirchen zufrieden geben müssen. Aber im Ernst: Auch wenn Sie zu den Ungläubigen zählen, verdient die Kirche einen Blick; denn sie ist eine typische 'Arme-Leute-Kirche', nicht nur ohne Turm, sondern auch aus schlichten, heimischen Materialien und ohne aufwändigen Zierrat. Und wenn man bedenkt, daß sie schon dreihundert Jahre auf dem Buckel hat, fragt man sich, wie sie sich so gut halten konnte. Nun, das verdankt sie dem 'Denkmale Glambeck e.V.', der 1999 mit Fördermitteln und ABM-Kräften die Kirche sanierte, die übrigens seit 1980 wegen Baufälligkeit gesperrt (und von Efeu – sogar im Innern – erobert worden) war.
Die Kirche dient heutzutage übrigens auch als Veranstaltungsort der Glambecker Konzertreihe. In der Regel einmal, manchmal auch zweimal im Monat kommen professionelle Musiker in den kleinen Ort – ich sage ja, klein, aber oho! Das Programm sowie weitere Informationen zu Glambeck finden Sie unter www.barnim.de und weiter unter -> Tourismus -> Barnim Tourist Spezial -> Glambeck.
 Und vor Ort können Sie sich gleich neben der Kirche informieren, jedenfalls do-so 11-17 h; denn dort hat man in der Kirchenklause einen Radler-Point eingerichtet – was es alles gibt!
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Radler-Point, in der Kirchenklause, Wolletzer Weg, 16247 Friedrichswalde - Glambeck, Fon 033361 / 70265, E-Mail glambeck-ev@barnim.de.
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Auf der Höhe des Taubenturms halten Sie sich geradeaus, wenn die Vorfahrt nach links schwenkt, und radeln auf Betonsteinpflaster zur Kirchenklause, wo übrigens eine Meßstrecke für die allseits beliebten Fahrradcomputer beginnt. Nach der Radfahrer-Kirche geht es ein wenig abwärts zu einer Autobahnunterführung, wo der gute Rollbelag kurz unterbrochen ist, weshalb Sie das Tempo drosseln sollten. Im Anschluß können Sie aber genüßlich durch den Wald radeln und verlassen mit ihm auch den Landkreis Barnim. Der weiterhin gute Rollgrund leitet bald zum Wolletzsee, wo Sie geradezu auf eine einspurig Asphaltierte einbiegen, die schnurstracks entlang des Sees nach Wolletz führt. Kurz vor dem Ort müssen Sie nochmal kräftig in die Pedale treten, folgen sodann dem Verlauf der betonsteingepflasterten Dorfstraße und gelangen nach einem Linksschwenk zu einem Abzweig rechts, an dem diese Etappe endet.
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