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Donauradweg (10)
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Übersicht |
weiter Richtung Wien
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Etappe 10: Seebach – Niederalteich – Winzer – Flintsbach – Mitterndorf – Sattling – Hofkirchen – Hilgartsberg – Vilshofen – Windorf – Gaishofen – Irring – Schalding – Wörth – Passau (50 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 7 KB).
Informationen zur CD TOP 200
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Südlich der Autobahn schwenkt der Weg sogleich nach links, und Sie sollten die Gelegenheit nutzen, einen Blick auf die Donau werfen zu können; denn danach verläuft der Donauradweg hinter dem Hochwasserschutzdamm. Zwar kommen Sie bald auch mal wieder etwas höher, doch wird kein vergleichbarer Ausblick geboten. Dafür radeln Sie vorbei an einem großen Badeteich und danach weiter beständig auf Asphalt, der erst vor Niederalteich durch ein kurzes Schotterstück unterbrochen wird. Im Ort dürfen Sie ein Stückchen auf dem Damm radeln und kommen so auch zum Fähranleger, wo Sie einen Abstecher links in die Ortsmitte erwägen sollten, denn
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Ortsinfo
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Niederalteich, 312 m ü.N.N., 1.900 Einw., verdankt seine Entstehung der Gründung des Klosters Altaich im Jahre 731 (nach neueren Forschungen 741). Der ursprüngliche Name lautete wohl Altaha, was soviel wie am Altwasser gelegen bedeutet und auf die heute kaum noch nachvollziehbaren Schwierigkeiten verweist, an dieser Stelle ein Kloster aufzubauen. Entsprechend war eine der Hauptaufgaben der Mönche auch die Urbarmachung, und zwar nicht nur der Niederung, sondern auch der angrenzenden Teile des Bayerischen Walds. Den Erfolg, den sie dabei hatten, kann man trotz der heftigen Rückschläge, die sie auch einstecken mußten - z.B. wurde das Kloster im 30jährigen Krieg gleich viermal von den Schweden verwüstet - noch heute an den prächtigen Türmen der Basilika erkennen. Den Umfang der Anlage während seiner Blüte im 18. Jh. verdeutlich die obige Abbildung; allerdings folgte darauf 1803 die Säkularisation, die weniger auf weltanschaulichen Unterschieden zwischen weltlicher und kirchlicher Macht beruhte, als auf dem schlichten Umstand, daß im Reichsdeputationshauptschluß beschlossen worden war, die Fürsten, die ihre Besitztümer westlich des Rheins an die Franzosen abtreten mußten, entschädigt werden sollten, und was lag da näher, als sich z.B. bei den wohlhabenden Klöstern zu bedienen...
Aber nur gut 100 Jahre später waren die Mönche wieder da, und fingen alsbald schon wieder mit Neuerungen an, z.B. indem Sie sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Ökumene verpflichteten und nun täglich sowohl nach dem westlichen, lateinischen als auch dem östlichen, byzantinischen Ritus die Gebete gehalten werden. Hierfür gibt es in einem Flügel der Abtei sogar eine eigene byzantinische Kirche.
Auch den weltlich orientierten Wesen wird mit dem 'Kloster auf Zeit', das vor über 40 Jahren in Niederalteich erfunden wurde, etwas geboten, so daß Sie - sofern Sie männlichen Geschlechts sind - erwägen können, Ihre Reise vielleicht um ein oder zwei Wochen zu verlängern, damit Sie mit entsprechender Kleidung, Haltung, Schweigen und Gesang Ihre innere Welt neu ordnen und klären können. Frauen dürfen übrigens im benachbarten Ursulinenkloster Einkehr halten. Infos für das Benediktinerkloster unter Fon 09901 / 2080 bzw. www.abtei-niederaltaich.de und für das Ursulinenkloster unter Fon 09901 / 7116 bzw. www.ursulinen-niederalteich.de.
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Verkehrsamt, Guntherweg 3, 94557 Niederalteich, Fon 09901/9353-0, Fax 09901/9353-29,
E-Mail gemeinde@niederalteich.de,
Internet www.niederalteich.de.
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Nach dem Ort radeln Sie wieder hinter dem Deich auf glattem Belag, bis Sie mitten in der Pampa mit Radhinweis links abbiegen. Auf einspurigem Asphalt gelangen Sie bald an die T-Kreuzung mit einer zweispurigen Straße und biegen links ab. Nach der Überquerung erst eines kleinen, dann eines größeren Baches sowie schließlich der Unterquerung einer Landstraße kommen Sie nach Winzer, wo Sie bei den ersten Häusern nach links schwenken, um sodann rechts einbiegend der Vorfahrtstraße durch den sich lang hinziehenden Ort zu folgen.
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Ortsinfo
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Winzer, 311 m ü.N.N., 3.900 Einw., wurde erstmals 1005 urkundlich erwähnt und verdankt seinen Namen wohl dem lateinischen „Vinitor“ für Winzer-Weinbauer. Das kommt nicht von ungefähr; denn wenn es heute hier auch keinen Weinanbau mehr gibt, so gab es zu Beginn des 19. Jh. noch mehrere Weinberge bei Winzer. Die Entstehung des Orts ist der Burg geschuldet, die Mitte des 11. Jh. errichtet wurde. Die Burgherren wechselten im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach, und die Burg selbst wurde 1744 im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs gesprengt, so daß heute nur noch Ruinen bewundert werden dürfen - ist so aber für den einen oder anderen sowieso romantischer.
Anfang des 19. Jh. verarmte die Bevölkerung zusehends und stieß bei der Suche nach einer Erwerbsquelle auf die wild wachsenden Weiden am Ufer der Donau und in den Auen, weshalb fortan viele Familien ihren Lebensunterhalt mit dem Flechten (auch 'Zäunen' genannt) von Körben verdienten. Es dauerte nicht lange, da hatten die Winzer auch schon ihren Spitznamen weg: 'Körblzäuner'...
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Markt Winzer, Schwanenkirchner Str. 2, 94577 Winzer, Fon 09901/9357-0, Fax 09901/9357-59,
E-Mail poststelle@winzer.bayern.de,
Internet www.winzer-donau.de.
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Noch vor dem Ortsende beginnt auf der rechten Seite ein Geh- und Radweg, der erst noch nahe der Straße, nach einem Rechts-/Linksversatz aber weiter entfernt verläuft. Mitten auf freiem Feld erreichen Sie eine Kreuzung und müssen entscheiden, ob Sie links nach Flintsbach fahren wollen; denn dort befindet sich das
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Info
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Ziegel- und Kalkmuseum Flintsbachwelches sich - eingebunden in ein weitläufiges Freigelände - mit jährlich wechselnden Sonderausstellungen und monatlichen Aktionswochenenden an Groß und Klein wendet und die Geschichte der Ziegel- und Kalkherstellung erläutert, aber auch fühlbar macht, indem an den Aktionstagen (oder für Gruppen auch nach Vereinbarung) Mauersteine geformt, Dachziegel gestaltet, Tonplatten verziert, Mauern gebaut oder Dächer eingedeckt werden.
In der Ausstellung erfahren Sie, wie sich die Ziegel- und Kalkherstellung vom Handwerk zur hoch technisierten Industrie entwickelte, können den Hoffmannschen Ringofen von 1883 besichtigen und sich den Arbeitsablauf von der Lehmgrube über die Lorenbahn und die Trockenstadel bis zur Maschinenhalle vergegenwärtigen. Obwohl im ländlichen Bereich bis vor 200 Jahren fast ausschließlich Holzbauten üblich waren, kann auf eine fast tausendjährige Geschichte der Ziegel- und Kalkherstellung verwiesen werden; denn Kirchen, Klöster, Pfarrhöfe und sehr wohlhabende Bauern mochten schon früher nicht auf dieses haltbare Baumaterial verzichten. Daß inzwischen selbst Ställe aus Ziegeln hergestellt werden, hat übrigens seinen einfachen Grund darin, daß mit der Bevölkerungszunahme ab ca. 1800 der Baustoff Holz rar und damit teuer wurde. Das Museum ist von April bis Oktober sa & so 13-17 h geöffnet, Fon 08545 / 91041, weitere Infos unter www.ziegel-kalkmuseum.de.
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Der Donauradweg führt nach der oben genannten Kreuzung weiter durch die Wiesen, bevor Sie wieder nahe der Landstraße nach Mitterndorf gelangen, wo die Etappe sogleich nach rechts schwenkt und sodann mit einem Linksbogen um den Ort herum führt. Auf glattem Asphalt rollen die Räder danach wieder durch die Wiesen bis auf die Höhe von Sattling. Dort stoßen Sie auf einen querenden Weg, biegen links ein und zweigen unmittelbar vor einer Brücke, über die hinweg der Ort zu erreichen ist, rechts auf einen Schotterweg ab.
Unterhalb des Damms radelnd geht es vorbei an der nächsten Brücke zu einer weiteren und bei dieser rechts auf einen etwas hoppeligen Schotterweg, doch ist es nur ein kurzes Stück bis zum Damm der Donau, vor dem Sie links abbiegen und damit zu dem Wehr des zuvor begleiteten Baches kommen. Die Brücke dieses Wehres ist recht schmal, und mit Kinderanhänger kann man sie wohl nicht passieren, weshalb Sie ggf. an der vorherigen Brücke links zur Landstraße fahren sollten, um ihr nach Hofkirchen zu folgen.
Nach dem Wehr schwenkt die Route nach rechts, und Sie radeln auf Asphalt nahe an die Donau heran, bevor sich geradezu sowohl der Weg auf dem Damm als auch der hinter ihm liegende anbieten. In Hofkirchen rollen die Räder direkt hinter dem Damm, und Sie zweigen gemäß Radhinweis noch vor den letzten Häusern links ab, um zur Hauptstraße zu fahren.
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Ortsinfo
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Zu Hofkirchen, 309 m ü.N.N., 3.600 Einw., gehört auch der Ortsteil Hilgartsberg (unweit südwestlich), dessen Silhouette von einer Burgruine geprägt wird. 1112 wurde die Burg erstmals erwähnt und war offensichtlich begehrt; denn mehrfach wechselte sie den Eigentümer. Von den einst über 100 Räumlichkeiten ist kaum etwas erhalten; zu sehen sind heutzutage aber noch Ringmauern, Tore und Zwinger.
Im Dezember 1995 erwarb die Gemeinde die Ruine; ein mutiger Entschluß, den auch das erste Burgspielfest des „Fördervereins zur Erhaltung und Sanierung der Burgruine Hilgartsberg und der St.-Georgs-Kapelle e.V.“ vom August des gleichen Jahres befördert haben mag. Weitere Infos - auch zum Programm - finden Sie unter www.burgverein-hilgartsberg.de.
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Tourist-Information, Rathausstraße 1, 94544 Hofkirchen, Fon 08545 / 97180, Fax 08545 / 971828,
E-Mail info@hofkirchen.de,
Internet www.hofkirchen.de.
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Rechts in die Hauptstraße einbiegend radeln Sie noch ein paar Meter auf der Fahrbahn, bevor linker Hand ein Geh- und Radweg geboten wird. Dessen Nutzung lohnt aber kaum; denn der Donauradweg führt, wenn die Landstraße nach links schwenkt, rechts und damit vorbei am Sportplatz sowie einigen Gewerbetrieben hinaus aufs freie Feld. Dort schwenkt der gute Asphaltweg nach links, so daß Sie bald über einen Bach hinweg zu einem Gehöft mit Radlerrast gelangen. Direkt davor geht es rechts und damit weiter auf dem glatten Belag nach Hilgartsberg.
Da das Tal zusehends enger wird, radeln Sie nun beständig zwischen der Landstraße und dem Fluß und dürfen neuen, glatten Asphalt genießen. Zwar sind auch ein paar sanfte Wellen zu meistern - eine ist auch ziemlich steil -, dafür geht es aber ohne Orientierungsprobleme und verkehrsfrei bis zur Brücke hinüber nach Vilshofen.
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Stadtinfo
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Vilshofen, 308 m ü.N.N., 16.600 Einw., wird auch gern - in Anspielung auf Passau - als die 'kleine' Dreiflüssestadt bezeichnet; denn hier münden Vils und Wolfach in die Donau. Der Lage am Eingang des niederbayerisch-oberösterreichischen Donaudurchbruchs dürfte es geschuldet sein, daß Vilshofen schon früh besiedelt wurde und 776 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1206 wurde Vilshofen zur Stadt erhoben und blieb von kriegerischen Zerstörungen verschont. Daß dennoch nur wenige Gebäude aus dem Mittelalter erhalten geblieben sind, ist dem großen Stadtbrand von 1794 geschuldet, bei dem nahezu die gesamte Altstadt den Flammen zum Opfer fiel. Immerhin überstand der Stadtturm - erbaut 1643-47 und Wahrzeichen von Vilshofen - die Katastrophe, so daß die Orientierung beim obligatorischen Stadtrundgang leicht fallen dürfte. Außerdem verdient er einen Besuch; denn seit 2001 beherbergt der Stadtturm die Stadtgalerie Vilshofen, die sich der zeitgenössischen Kunst widmet und di-so 14-17 h geöffnet hat; mehr erfahren Sie unter www.kgv-vilshofen.de.
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Tourist-Information, Stadtplatz 27, 94474 Vilshofen, Fon 08541/208-112, Fax 08541/208-190,
E-Mail tourismus@vilshofen.de,
Internet www.vilshofen.de.
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Übernachtungsmöglichkeiten in Vilshofen
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Nach dem Stadtbesuch kehren Sie zu der Kreuzung nördlich der Donau zurück und fahren rechts auf dem Geh- und Radweg weiter flußabwärts, wobei Sie nun ggf. den Flugzeugen und Segelfliegern beim Start oder der Landung zuschauen können; denn Sie fahren direkt am kleinen Flugplatz entlang. An seinem Ende müssen Sie eventuell sogar den Kopf einziehen, denn dort verspringt der Donauradweg nah an den Fluß heran.
Später geht es mit einem Links-/Rechtsschwenk zurück an die Landstraße und damit nach Windorf hinein, wo Sie nach ein paar Metern auf die Fahrbahn wechseln, um ihr durch den Ort zu folgen.
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Ortsinfo
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Windorf, 306 m ü.N.N., 4.700 Einw., ist zwar ein kleiner, überschaubarer Ort, darf sich aber rühmen, an der längsten Donauinsel Deutschlands zu liegen, so daß denjenigen, die mal eine längere Rast einlegen möchten, genügend Raum zur Entspannung geboten wird. Wer dabei ins Sinnieren kommt und sich fragt, wie das eigentlich früher mit der Donauschifffahrt gewesen sein mag, ist in Windorf ebenso richtig, denn im Hause der Tourist-Information gibt es ein kleines Schiffsmuseum - geöff. mo-fr 8-12 h. Anlaß für das Museum war der Umstand, daß lagebedingt Windorf einst eine bedeutende Rolle im Handelsverkehr auf der Donau zukam und hier auch Schopper (Schiffbaumeister) ansässig waren. Angeblich wurde in Windorf sogar das erste Schiff der österreichischen Dampfschiffahrtsgesellschaft gebaut.
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Touristik-Information, Marktplatz 23, 94575 Windorf, Fon 08541 / 9626-40, Fax 08541 / 9626-50,
E-Mail touristbuero@markt-windorf.de,
Internet www.markt-windorf.de.
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Auch nach Windorf rollen die Räder zunächst noch auf der Straße, bis diese nach einem sanften Anstieg erneut und nun etwas stärker ansteigt, Ihnen genau dort aber dankenswerterweise ein Abzweig halbrechts geboten wird, so daß Sie sich die Höhenmeter sparen können. Vorbei an der Fähre nach Sandbach fahren Sie beschaulich nahe der Donau, kommen an einer Häuseransammlung vorbei und danach wieder dichter an die Landstraße heran. Schließlich wird das Tal so eng, daß Sie wie auf dem Standstreifen radeln, allerdings gleich doppelt gesichert: zur Donau hin durch ein Geländer und zur Fahrbahn durch eine Betontrennwand - wahrlich solide und beruhigend.
Wenn sich das Teil weitet, verlassen Sie die Landstraße wieder, indem Sie halbrechts einen Schotterweg wählen, der nach Gaishofen führt. Ohne Orientierungsprobleme geht es weiter nahe der Donau vorbei an Irring und Schalding, bis Sie die Autobahn unterquert haben und mittels Tunnel auf die nördliche Seite der Landstraße wechseln. Dort rollen die Räder auf einem asphaltierten Radweg erst noch eben, bevor auf der bald erreichten Straße noch ein paar Höhenmeter bewältigt werden müssen. Abwärts rollend kommen Sie nach Wörth, um im Anschluß wieder einem Geh- und Radweg zu folgen, der wieder zwei kurze Anstiege beschert.
Abwärts sausend gelangen Sie nach Passau, wo Sie gerade in eine abknickende Vorfahrtstraße 'einbiegen', um gleich darauf mit Rechtsschwenk auf die Landstraße zu stoßen. Der Donauradweg verläuft nun jenseits entlang der manchmal stark befahrenen Straße weiter, und damit Sie sicher queren können, wurde sogar ein Tunnel gebaut.
Der Radweg leitet noch ein Stückchen abwärts, bevor es kurz rechts/links versetzend hinauf zur Brücke über die Schleuse geht. Danach verläuft die Etappe mit einem Rechtsbogen zum Kraftwerk und dort über das Wehr zum rechten Donauufer. Jenseits radeln Sie links wenige Meter auf dem Geh- und Radweg direkt an der Straße, werden dann aber halblinks herunter zu einem Schotterweg nahe der Donau gelenkt. Erholen Sie sich ruhig noch ein wenig, denn der Ernst des Lebens folgt alsbald, da der Weg hinauf zu einer Straße führt und Sie rechts auf die B 8 („Regensburger Straße“) stoßen. Dank der Ampel können Sie sicher queren und jenseits dem Geh- und Radweg stadteinwärts folgen.
Nachdem Sie schon ein ordentliches Stück an der B 8 entlang geradelt sind, mögen sich noch einmal Sorgenfalten auf Ihre Stirn legen, wenn Sie geradezu die Auffahrt zu einer Brücke über die rechts verlaufenden Schienen erblicken. Doch Glück muß man haben: Rechts der Auffahrt schlängelt sich der Weg hindurch, so daß Sie eben weiter fahren dürfen. Bald darauf gelangen Sie an einen Abzweig nach halbrechts (mit Infotafel zur Führung der Radwege in Passau), biegen dort entsprechend ab und erreichen so vorbei an der Tourist-Information linker Hand den Bahnhof rechter Hand. Dort endet die Etappe und damit auch der Radwanderweg entlang der deutschen Donau.
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Stadtinfo
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Passau, 294 m ü.N.N., 51.000 Einw., liegt malerisch an der Mündung der Ilz und des Inns in die Donau, weshalb auch gern von der 3-Flüsse-Stadt gesprochen wird. Offenbar galt die Lage schon früher als attraktiv; denn die Römer fanden hier die keltische Siedlung Boiodurum vor. Entsprechend ließen sich auch die Römer nieder und gründeten ein Kastell. 1974 wurden in der Innstadt (Stadtteil südlich des Inns) Fundamente eines späteren römischen Kastells gefunden. Wer sich näher damit befassen möchte, besucht das Römermuseum in der Lederergasse 43 - geöffnet März bis Mitte Nov. di-so 10-16 h, Eintritt 2,00 Euro. Den Römern verdankt die Stadt übrigens auch ihren Namen; denn ab etwa der Mitte des 2. Jh. u.Z. diente der Domhügel einer batavischen Kohorte (Bataver = germanischer Stamm), wovon sich Batavis, später im Mittelalter Pazzawa und schließlich Passau ableitete.
Ab 739 übernahmen die Bischöfe das Ruder und waren so erfolgreich, daß sie ab 1217 in den Stand eines Reichsfürsten befördert wurden. Wegen der günstigen Lage florierte auch der Handel, so daß man sich prächtige Bauten leisten konnte. Aufgrund zweier verheerender Stadtbrände 1662 und 1680 präsentiert sich Passau heute aber im Kern nicht mittelalterlich, sondern barock, wobei die seinerzeit begehrten italienischen Baumeister dafür Sorge trugen, daß Passau manchen Städten an Inn und Salzach ähnelt.
Bei einem Rundgang durch die Altstadt können Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kaum verpassen, da die Landzunge zwischen Inn und Donau doch recht schmal ist. Daher werden Sie so oder so beim Schlendern durch die Gassen mit den vielfach durch Schwibbögen verbundenen Häusern irgendwann beim Dom vorbeikommen, der aus einem spätgotischen Ostbau mit Kuppel und einem barocken Langschiff besteht. Im Innern beherbergt der Dom eine der größten Orgeln der Welt (231 Register mit 17.388 Pfeifen).
Nordöstlich des Doms ist das Rathaus zu finden, wo man an der Promenade die zum Teil riesigen Hotelschiffe bewundern kann, die vor allem auf der Strecke Passau - Wien in großer Zahl verkehren. Nahebei lockt das Glasmuseum mit über 30.000 Gläsern (davon 13.000 ausgestellt), womit es über die weltweit größte Sammlung böhmischer Gläser verfügt. Böhmische Gläser, weil in den Glashütten und Veredelungswerkstätten zwischen Böhmerwald und Riesengebirge zwischen 1700 und 1950 mit die höchste Glaskunst erreicht wurde. Entsprechend werden Gläser aus dem Barock, Rokoko, Empire, Biedermeier, Historismus, Jugendstil, Art Deco bis zur Moderne gezeigt - geöffnet tägl. 13-17 h, Eintritt 5,00 Euro.
Entlang der Promenade an der Donau gelangt man in östlicher Richtung zum Dreiflußeck, wo man meistens staunen kann, wie sehr sich die Farben der drei Flüsse unterscheiden und wie lange es dauert, bis sich die Wassermassen vermischt haben. Wer noch Zeit hat (oder wegen ungünstiger Witterung noch bleiben möchte), sollte einen Spaziergang zur Veste Oberhaus in Betracht ziehen. Dort schützten sich einst die Passauer Bischöfe vor äußeren wie inneren Feinden, und die Burg erfüllte ihre Aufgabe mit Bravour; denn fünfmal wurde sie angegriffen und kein einziges Mal erobert. Zweimal waren die Angreifer übrigens die Passauer Bürger, die sich gegen die Obrigkeit zur Wehr setzten. Diese war sich aber nicht zu fein, die Stadt zu beschießen und so schwer zu beschädigen, daß sich die Bürger zur Aufgabe gezwungen sahen. Wie schön, daß die Veste heute zivilen Zwecken dient und sich neben der Stadtgeschichte vor allem diversen Spezialthemen widmet (z.B. dem Salzhandel, dem Zunftswesen oder der Feuerwehr) - geöffnet Mitte März bis Mitte Nov. mo-fr 9-17, sa & so 9-18 h, Eintritt 5,00 Euro.
Und zu guter Letzt: Passau ist seit 1978 Sitz einer Universität, und das dortige Institut für Geschichte der Psychologie sammelt - in Europa einzigartig - Materialien aus der Geschichte der Psychologie, also Instrumente und Apparate, Tests, Archivalien und Literatur. Einige herausragende Stücke sind in drei Schauräumen ausgestellt und können nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden - Leopoldstraße 4, Fon 0851 / 5609860.
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Tourist-Information, Rathausplatz 3, 94032 Passau, Fon 0851 / 955980, Fax 0851 / 35107,
E-Mail tourist-info@passau.de,
Internet www.passau.de. Zweigstelle Bahnhofstraße 36 - schräg gegenüber dem Hauptbahnhof.
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Übernachtungsmöglichkeiten und Fahrradservice in Passau
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© 2007 by Velo-Touring
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Donauradweg (10)
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weiter Richtung Wien
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