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Donauradweg (3)

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Etappe 3: Binzwangen – Riedlingen – Daugendorf – Bechingen – Zell – Zwiefaltendorf – Datthausen – ObermarchtalUntermarchtal – Algershofen – MunderkingenRottenacker – Dettingen – Ehingen – Nasgenstadt – Griesingen – Öpfingen – Ersingen – Erbach – Donaustetten (66 km)

 

Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 13 KB).
Informationen zur CD TOP 200

Donau-Radwanderweg: Etappe 3 von Binzwangen über Riedlingen, Obermarchtal, Untermarchtal Munderkingen, Rottenacker, Ehingen und Erbach nach Donaustetten

Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004

 

Die Etappe beginnt am Rastplatz in Binzwangen und versetzt - aus südlicher Richtung gesehen - wenige Meter rechts/links, um im Anschluß die Landstraße geradeaus zu queren. Schon bald geht es dann rechts und kurz darauf halblinks hinaus aufs freie Feld.

Völlig schutzlos dem Wind ausgeliefert (hoffentlich haben Sie Rückenwind) radeln Sie mehrere Kilometer, bis Sie bei einem Heuschober auf eine Kreuzung stoßen und links abbiegen, um alsbald mit einer Spitzkehre nach rechts auf den Hochwasserschutzdamm der Donau zu gelangen, der gut geschottert ist. Zwischendurch nochmal kurz auf Asphalt radelnd geht es so schnurstracks und verkehrsfrei nach Riedlingen, wo Sie direkt bei der Tourist-Information auf eine Vorfahrtstraße treffen und links in die Stadtmitte fahren können.

 

Stadtinfo

Riedlingen, DonauradwegRiedlingen, 540 m ü.N.N., 10.300 Einw., mag der eine oder andere vielleicht links liegen lassen wollen, weil zuerst die Donau überquert und sogar in der Altstadt ein wenig hügelan geradelt werden muß - aber Vorsicht, möglicherweise wird das später bereut; denn die um 1250 gegründete, teils noch umwehrte Stadt glänzt im Innern mit vielen schönen Häusern und malerischen Gassen. Und bekanntlich fühlt sich der Mensch dort wohl, wo es die Störche hinzieht, und die nisten seit Menschengedenken alljährlich auf dem spätgotischen Rathausgiebel.

Museum 'Schöne Stiege' in Riedlingen, DonauradwegWer am Wochende kommt und etwas Zeit mitbringt, sollte einen Besuch des Museums 'Schöne Stiege' erwägen, das seinen Namen der Außentreppe des Mitte des 16. Jh. errichteten Fachwerkbaus verdankt. Neben der Stadt- und Kirchengeschichte, der Revolution 1848/49, den örtlichen Künstlern, dem örtlichen Gewerbe und der Hinterglasmalerei widmet es sich auch der Geschichte von Zeitung und Druckerei in Riedlingen; denn die Ulrichsche Buchdruckerei ist seit 1712 tätig, und seit 1718 gibt es eine eigene Zeitung in Riedlingen. Geben Sie also Obacht bei dem, was Sie sagen, Sie haben es mit einem belesenen Völkchen zu tun (geöff. fr & sa 15-17 h, so 14-17 h, Eintritt 2 Euro).

Wer über Nacht bleiben und Informationen für einen Stadtrundgang haben möchte, schaue sich entweder vorab auf der Website der Stadt den Punkt „Stadtführung“ an oder bediene sich vor Ort der „Infopoints“, die am Rathaus, im Schaufenster der Schwäbischen Zeitung und im Glaspavillon bei der Post (direkt am Donauradweg) zu finden sind und die ebenso eine Stadtführung mit vielen Ansichten, einen geschichtlichen Überblick mit zahlreichen alten Fotos sowie Wissenswertes über Tradition und Brauchtum, Freizeit- und Sportmöglichkeiten, Ausflugsziele, Übernachtungsmöglichkeiten etc. bieten.

Riedlingen, Donauradweg Bürgermeisteramt, Marktplatz 1, 88499 Riedlingen, Fon 07371/183-10, Fax 07371/183-55,
E-Mail: info@riedlingen.de, Internet: www.riedlingen.de.

 

Die Etappe führt jedoch bei der Tourist-Information nicht links, sondern gerade (links der Post) über die Vorfahrtstraße hinweg und so ohne Orientierungsprobleme aus der Stadt hinaus, wobei die Räder bald auf einspurigem Asphalt rollen. So wird die B 312 unterquert und wenige hundert Meter weiter mittels eines schmalen, gerade noch für Kinderanhänger ausreichend breiten Holzstegs ein Graben überquert. Jenseits geht es links zu einer Häuseransammlung und dort bei einem Bahnübergang links in eine Vorfahrtstraße, mit der ein paar Höhenmeter gewonnen werden.

Bald schwenkt die Straße nach links und sodann abwärts nach rechts, wobei Sie das Tempo drosseln sollten; denn beim Klärwerk wurde extra eine Schranke errichtet, damit der anschließende Asphaltweg nicht von Kfz benutzt wird. Nach einer Weile überqueren Sie ein Gewässer und wählen an der sogleich folgenden Gabelung die linke Möglichkeit.

Mit ein paar Schlenkern radeln Sie zur Donaubrücke bei Daugendorf, überqueren den Fluß und biegen sogleich rechts ab, um mit einem Bogen den Ort schon wieder zu verlassen. Auf freiem Feld führt der Donauradweg nach links, so daß ein schöner Blick auf das am Hang liegende Dorf gewährt wird, bevor Sie an einer Kreuzung rechts abbiegen.

Später geht es links, gleich darauf rechts und damit vorbei an teils schon fast zugewachsenen Teichen weiter nach Bechingen. Noch vor den ersten Häusern schwenken Sie zweimal nach halbrechts und dann bald an einer T-Kreuzung nach links zum Dorf, wo Sie gleich bei den ersten Häusern rechts abbiegen, um sodann der Vorfahrtstraße nach rechts zu folgen. Ab dem Ortsende wird linker Hand ein Geh- und Radweg geboten, dessen Benutzung aber kaum lohnt, da er schon nach der Donaubrücke (in einer Kurve!) endet.

Damit befinden Sie sich in Zell und fahren auf der Hauptstraße durch den Ort, bis die Eisenbahn überquert wird, um direkt danach links abzubiegen. Nun rollen die Räder auf einem Asphaltweg, der bald kräftig abwärts führt, und Sie sollten den Schwung nach Möglichkeit nutzen; denn im Anschluß geht es auf einem schmalen Geh- und Radweg steil aufwärts zur Eisenbahnbrücke über die Donau. Mit ihr können Sie den Fluß überqueren; denn es wurde - man höre und staune - seitlich ein mit Gitterrosten versehener Gehsteig angelegt. Wer nicht schiebt, sondern fährt, darf sich an einem besonderen Fahrgefühl erfreuen: fast wie bei einem Platten...

Hinweis: Der Gehweg auf der Bahnbrücke ist recht schmal; gängige zweirädrige Kinderanhänger müßten aber passieren können.

Jenseits schließt sich ein schmaler Schotterweg an, der bald in einen breiteren übergeht und zu einem Bahnübergang leitet. Auf der anderen Seite der Bahn führt der Donauradweg auf Asphalt weiter und damit hinein nach Zwiefaltendorf, wo Sie beim Brauereigasthof auf eine abknickende Vorfahrtstraße stoßen.

Auf der Vorfahrtstraße rollen Sie vorbei am Schloß, über die Donau hinweg und bis zu einem Bahnübergang, um vor diesem links auf einen Schotterweg abzuzweigen. Später wird Asphalt geboten, der nach einer Weile steil hinauf zu einem Bahnübergang führt. Bei dieser Steigung sollten Sie Ihre Kräfte aber noch schonen; denn es folgt nach einem Stück, auf dem Sie nochmal kräftig Luft holen sollten, ein wirklich ernst zu nehmender Anstieg hinauf nach Datthausen.

Bei den ersten Häusern halten Sie sich rechts, stoßen so bei der Kirche auf eine Vorfahrtstraße, biegen links ab und queren sodann die B 311, um jenseits links abzubiegen und damit parallel zur Bundesstraße zu fahren.

Zunächst verlieren Sie an Höhe, radeln dann auf einer alten Allee - der früheren Bundesstraße - und müssen im folgenden die verlorene Höhe in einer langen Linkskurve zurückgewinnen. Wenn Sie dann glauben, es geschafft zu haben, freuen Sie sich zu früh; denn es geht mit einem Rechtsbogen noch etwas aufwärts, dann kurz abwärts und unter der B 311 her, bevor noch ein kleiner Anstieg folgt, der erst bei einer dreiecksförmig aufgeweiteten Kreuzung endet. Dort haben Sie die Qual der Wahl; denn man offeriert Ihnen eine Alternative zum Donau-Radweg über Rechtenstein.

Die Etappe folgt dem offiziellen Donau-Radweg nach rechts, so daß Sie bald eine ganze Weile abwärts rollen und zu den ersten Häusern von Obermarchtal gelangen. Dort stoßen Sie auf eine abknickende Straße, biegen links ein und folgen sogleich dem Rechts- und später einem Linksbogen. Dabei verlieren Sie ein wenig an Höhe, zweigen sodann rechts ab, rollen weiter abwärts und wählen an einer Gabelung die linke Möglichkeit - Radhinweis vorhanden. Nun müssen Sie ein wenig hügelan zur nächsten Gabelung radeln, wo es geradezu zum Kloster geht. Der Donauradweg führt links weiter, und Sie können - auch wenn Sie zum Kloster möchten - noch weiter abwärts zum Fluß rollen; denn dort werden rechter Hand Fahrradabstellplätze und ein Fußweg zum Kloster geboten.

 

Ortsinfo

Obermarchtal, DonauradwegObermarchtal, 539 m ü.N.N., 1.300 Einw., verdankt seine Entstehung dem Bau einer Burg auf dem Felsen über der Donau, die im 8. Jh. den Benediktinern aus St. Gallen vermacht wurde. Dieses Kloster sowie ein bald darauf folgendes konnten sich aber nicht lange halten, ganz im Gegensatz zur Neugründung von 1171; denn bis zur Säkularisation 1803 führten Prämonstratenser das 'neue' Kloster. Die heutigen Bauten - darunter das Münster St. Peter und Paul - stammen aus dem 17. und 18. Jh. und glänzen entsprechend mit frühem bis spätem Barock. Nach der Säkularisation diente das Kloster zunächst als Schloß, später u.a. als Realschule für Mädchen und beherbergt heute neben einer Lehrerfortbildung für die katholischen freien Schulen sowie die staatlichen Schulen von Baden-Württemberg auch ein Studienkolleg - ein freies katholisches Gymnasium, allerdings im Aufbau befindlich und bisher nur für die Klassen 11-13.

Obermarchtal, Donauradweg Bürgermeisteramt, Hauptstraße 21, 89611 Obermarchtal, Fon 07375/205, Fax 07375/1463,
E-Mail: gemeinde@obermarchtal.de.

 

Die Donau überqueren Sie mittels einem neuen Fußgänger- und Radlersteg, radeln jenseits durch die Wiesen und zweigen kurz vor einem Bahnübergang mit Hinweis nach Munderkingen rechts ab. Zunächst fahren Sie auf einspurigem Asphalt, später gutem Schotter mal näher am Fluß, mal näher an der Bahn. Nach einer Weile wird über die Bahn hinweg versetzt und weiter einem Schotterweg gefolgt, bevor sich wieder Asphalt anschließt, auf dem Sie die B 311 unterqueren. Gleich danach geht es links und in zwei Wellen etwas hügelan. So stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße, biegen rechts ab, fahren abwärts und gelangen bei der Donaubrücke in Untermarchtal wieder an eine Vorfahrtstraße, in die Sie links einbiegen.

 

Info

Untermarchtal, DonauradwegFalls es gerade Sonntag sein sollte und falls Sie sich dafür interessieren, wie noch vor nicht einmal einhundert Jahren Branntkalk (gebrannter, ungelöschter Kalk = Calciumoxid) gewonnen wurde, und falls Sie 25-30 Höhenmeter nicht scheuen, bietet sich ein Besuch des Kalkofens Untermarchtal an, der unweit nördlich direkt an der B 311 zu finden ist. Dieser Kalkofen wurde 1923 bis 1939 betrieben, Ende der 80er Jahre restauriert und ist funktionstüchtig, was bei Führungen gerne unter Beweis gestellt wird. In der Bauindustrie wird Branntkalk für die Herstellung von Kalkmörtel, Kalkputz und Kalkfarben genutzt, in der Chemie dient er zum Trocknen und Neutralisieren sowie in der Landwirtschaft zum Düngen - mehr erfahren Sie unter www.schwaebischer-heimatbund.de/denkmale_erhalten/shb_denkmale/kalkofen.html - geöff. April-Okt. so 11-17 h, Eintritt 2,00 Euro, Fon 07393 / 917383.

 

 

Die verlorene Höhe muß zurückerobert werden, wozu nach den letzten Häusern ein asphaltierter Radweg zur Verfügung steht. Erst wenn der Hügel gemeistert ist, geht es kurz vor einer Kirche rechts und damit - vorbei an einer Infotafel der Stadt Munderkingen - auf einer zweispurigen Asphaltierten rauschend abwärts nach Algershofen.

Im Ort folgen Sie der Vorfahrtstraße, um danach auf einer schönen Birkenallee durch die Wiesen zu radeln. Nach der Überquerung der Donau geht es kurz steil bergan und damit zu einer Vorfahrtstraße, die links sogleich wieder zu einer Vorfahrtstraße führt, die wiederum links in die Stadtmitte von Munderkingen leitet. Nahe der Stadtmitte zweigen Sie gemäß der Hinweise mittels einer Linksabbiegespur von der Hauptstraße ab, radeln damit auf Pflaster, halten sich an einem Brunnen links, kurz darauf rechts und sind somit schon beim Rathaus.

 

Stadtinfo

Rathaus von Munderkingen, DonauradwegMunderkingen, 516 m ü.N.N., 5.100 Einw., wurde 792 erstmals urkundlich erwähnt und soll um 1230 die Stadtrechte erhalten haben. Ende des 13. Jh. ging die Stadt in den Besitz der Habsburger über, die ihn aber in der Folgezeit mehrfach verpfänden mußten, um ihre Geldnöte zu lindern, darunter fast 300 Jahre lang an die Truchsessen von Waldburg. Für die Stadt bedeutete dies eine Quelle langandauernder Auseinandersetzungen, und man schloß sich gar mit den vom gleichen Schicksal betroffenen Städten Saulgau, Riedlingen, Mengen und Waldsee zum Bündnis der „Donaustädte“ zusammen. Der gemeinsame Widerstand gegen die Truchsessen mag das Leid gemindert haben, aber es dauerte dann doch bis zum Jahre 1680, bevor man wieder unter die direkte Herrschaft Österreichs zurückkehren konnte.

Wie sehr die Munderkinger zu den Habsburgern gestanden haben müssen, verdeutlicht auch das Schicksal Anfang des 19. Jh., als die Stadt an Württemberg ging; denn die neuen Herren mußten die Bürgerschaft zwingen, ihre Gewehre abzugeben, und man sah sich sogar genötigt, in der mit ca. 1.500 Einwohnern recht kleinen Stadt 500 Mann Besatzung zu stationieren.

Apropos Einwohner: Noch in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zählte man nur 1.850, und erst mit den Flüchtlingen Ende des zweiten Weltkrieges setzte eine rasche Zunahme ein. Das förderte auch die Wirtschaft, wie die Stadt in einer Broschüre betont, und ließ Munderkingen zu dem schnuckeligen Ort werden, der es heute ist. Durchaus ein Grund einmal anders über heutige Migrationsströme nachzudenken, oder?
Museum im Heiliggeistspital in Munderkingen, Donauradweg
Bei einem Rundgang durch die Altstadt verdient vor allem das Rathaus (s.o.) einen Blick; es wurde 1563 erbaut und diente zunächst nicht nur dem Rat, sondern auch dem Brot-, Fleisch- und Tuchhandel. Sollte es aber regnen, und Sie lieber nicht durch die Gassen wandeln wollen, empfiehlt sich ein Besuch des Museums im Heiliggeistspital, das übrigens vor 200 Jahren den Württembergern als Kaserne diente. Neben der Archäologie und der Stadtgeschichte widmet es sich dem Sammeln von Puppenstuben, womit wohl auch Kinderherzen erfreut werden können (Schulhof 1, geöff. Mai-Okt. so 14-16.30 h).

Munderkingen, Donauradweg Bürgermeisteramt, Marktstraße 1, 89597 Munderkingen, Fon 07393/5980, Fax 07393/598-130, E-Mail: rathaus@munderkingen.de, Internet: www.munderkingen.de.

 

Vom Rathaus geht es geradewegs auf der „Donaustraße“ abwärts, über die Donau hinweg und damit zu einer abknickenden Vorfahrtstraße, in die Sie rechts einbiegen,um auf der Fahrbahn entlang zahlreicher Gewerbebetriebe aus der Stadt hinaus zu radeln. Bald nachdem Sie die Bahn gequert haben, wechseln Sie rechts auf einen Geh- und Radweg und fahren - leicht an Höhe gewinnend - nach Rottenacker. Dort endet der Radweg bald, und es geht beachtlich abwärts. Bevor Sie sich nun dem Geschwindigkeitsrausch hingeben, sollten Sie einen Abstecher erwägen, links in die „Ledergasse“ und danach rechts in die „Bogenstraße“ abbiegen; denn die neu gestaltete Ortsmitte von

 

Stadtinfo

Rottenacker, DonauradwegRottenacker, 530 m ü.N.N., 2.200 Einw., wurde 2005 u.a. für das Ensemble von Rathaus, Museum und (Teufel's!) Dorfwirtschaft gleich doppelt prämiert, und zwar zum einen vom Wirtschaftsministerium und zum anderen vom Bund Deutscher Architekten. Aber Rottenacker ist nicht nur ein beschaulicher Ort mit Bürgern, denen man nachsagt, daß sie „im allgemeinen heiter, freimütig, lebensfroh und aus einer gewissen Gutmütigkeit heraus auch hilfsbereit“ seien, sondern bietet im Zentrum mit dem Aktiv-Museum „Wirtles Haus“ auch Hinweise darauf, daß die Bürger nicht immer so handzahm waren, sondern sich auch durchaus gegen die Obrigkeit aufzulehnen wußten, wenn die Steuerlasten zu hoch waren oder die Wehrpflicht dem Ort zu viele Männer nahm. In dem modernen Museum darf fast alles angefaßt und auch mitgemacht werden, um z.B. verstehen (begreifen) zu können, wie ein Teppich gefertigt wurde, wie ein Küfer ein Mostfaß baute oder zu Urgroßmutters Zeiten gekocht und Vorratshaltung betrieben wurde. Prachtstück des Museums dürfte das (nach der Methode Gunter von Hagens) plastifizierte Schwein sein, anhand dessen die Hausschlachtung erläutert wird (geöff. April-Okt. 1. & 3. So. im Monat, 14-17 h, Fon 07393 / 1369).

Rottenacker, Donauradweg Bürgermeisteramt, Bühlstraße 7, 89616 Rottenacker, Fon 07393/95040, Fax 07393/950420,
E-Mail: info@rottenacker.de, Internet: www.rottenacker.de.

 

Auf die Hauptstraße zurückgekehrt, ordnen Sie sich, gleich nachdem die Vorfahrtstraße nach rechts geschwenkt ist, links ein und biegen noch vor der Donau links ab. Damit verlieren Sie weiter an Höhe, drosseln das Tempo aber; denn genau am Ende des Gefälles geht es vor einem alten Backsteingebäude abrupt rechts auf die alte Donaubrücke.

Derart werden die Donau und ein Nebenarm überquert, bevor es links in eine Vorfahrtstraße geht. Diese begleitet bald an der rechten Seite ein Geh- und Radweg, und Sie achten darauf, daß Sie im Gewerbegebiet kurz nach dem Passieren eines Fahrradgeschäfts auf die linke Straßenseite wechseln, um wenige Meter weiter die Landstraße nach links zu verlassen.

So kommen Sie vorbei am Klärwerk zu einer Gabelung (halblinks lädt das Gasthaus Fischerhütte zur Rast), und die Route führt rechts zu Teichen, die die Hinterlassenschaft des örtlichen Kieswerkes darstellen. Dort geht es links und somit dicht an die Donau heran, der Sie bis zu einer Brücke folgen. Auf deren Höhe halten Sie sich geradeaus, verlassen die Donau, radeln später an einem Altarm entlang und ignorieren kurz darauf einen Abzweig rechts.

Beim Sportplatz von Dettingen können Sie sich anhand einer Info-Tafel über die Führung des Radwegs in Ehingen informieren. Sie müssen nämlich einen weiten Bogen schlagen, weshalb es die Nerven beruhigt, wenn Sie hier sehen, daß es nunmal so ist, wie es ist.

In Dettingen queren Sie die Bahnlinie gleich zweimal; denn es geht über sie hinweg zu einer Vorfahrtstraße, mit dieser rechts und damit gleich wieder über die Schienen. Kurz darauf leiten die Hinweise auf den Radweg links der Fahrbahn, und so geht es automatisch an der bald erreichten T-Kreuzung mit der B 465 links und damit beständig weiter an der Bundesstraße entlang. Erst nahe einer Kirche geht es mittels einer Fußgängerampel über die B 465 hinweg, und nun heißt es, auf die Donau-Radweg-Hinweise zu achten; denn in schneller Folge geht es links, nochmal links und dann rechts, so daß Sie auf der „Tuchergasse“ bis zu einer Kreuzung radeln, an der Sie sich rechts halten, um auf der „Kasernengasse“ alsbald mit Linksbogen ein wenig hügelan zum „Marktplatz“ zu fahren.

 

Stadtinfo

Marktplatz in Ehingen, DonauradwegEhingen (Donau), 515 m ü.N.N., 26.000 Einw., verdankt seinen ersten Aufschwung den Grafen von Berg, die den seinerzeit kleinen Ort an der Schmiech seit der ersten Hälfte des 12. Jh. ausbauen ließen und dafür sorgten, daß dies noch heute im Stadtbild erkennbar ist: Während nämlich die tiefer gelegene Altstadt einen unregelmäßigen Grundriß aufweist, ist der obere neue Teil mit planmäßigen, nahezu rechtwinklig angeordneten Straßen versehen.

1343 verkauften aber die von und zu Bergs ihre Herrschaft an die Österreicher, und in deren Besitz verblieb Ehingen dann auch gleich bis 1805. Geschadet hat dies der Stadt nicht; denn nach und nach konnten die wichtigsten Stadtrechte erworben werden (wie z.B. Gerichtsbarkeit) und nahm auch die politische Bedeutung zu, da sich hier die schwäbisch-österreichischen Stände trafen, um sich z.B. über Steuerfragen zu streiten. Diente zunächst das Rathaus diesen Treffen, mußte später sogar ein eigenes Haus her: das Landhaus am Marktplatz - heute Amtsgericht.

Museum in Ehingen, DonauradwegDreh- und Angelpunkt eines Stadtrundgangs dürfte der Marktplatz sein, wo neben dem Landhaus, dem Rathaus und dem beachtlichen Brunnen auch das etwas zurückgelegene „Schlößchen“ einen Blick verdient, u.a. weil es daran erinnert, daß der Landadel auch gern über ein repräsentatives Gebäude in der Stadt verfügte. Lohnenswert ist der Weg hinunter zur Schmiech (z.B. auf der Kasernengasse, über die Sie in die Stadt geradelt sind), denn auf der nördlichen Seite können Reste der Stadtbefestigung, genauer des Wehrgangs und des sog. Pfisterturms besichtigt werden. Dabei kommen Sie auch am Museum der Stadt vorbei, das verschiedene Sammlungen zur Stadtgeschichte präsentiert (geöff. mi 10-12 & 14-18 h, so 10-17 h, Eintritt 1 Euro) und auch ohne Besuch der Ausstellungen durch sein herrliches Fachwerk zu imponieren weiß.

Ehingen, Donauradweg Stadtmarketing, Marktplatz 1, 89584 Ehingen, Fon 07391/503-206, Fax 07391/503-4206,
E-Mail: info@ehingen.de, Internet: www.ehingen.de.

 

Vorbei am Rathaus, das am südlichen Ende des Platzes liegt und das Sie rechter Hand liegen lassen, geht es zur „Lindenstraße“ und dort links. Gleich bei der nächsten Möglichkeit zweigen Sie rechts ab („Müllerstraße“) und sehen dann schon, daß es sich lohnt, die Kräfte zu sammeln; denn nun geht es ordentlich hügelan. Wenn dies gemeistert ist, leiten die Hinweise links auf einen Geh- und Radweg in einer Grünanlage.

Achten Sie darauf, daß Sie den linken Weg in der Grünanlage wählen, und genießen Sie sodann den herrlichen Blick ins Tal; so ärgerlich es vielleicht zunächst erscheinen mag, daß Sie hier herauf mußten, so schön ist allemal die Fernsicht.

Nachdem diverse Sportanlagen passiert wurden, schwenkt der Weg links zu einer Vorfahrtstraße, in die Sie rechts einbiegen, um wenige Meter weiter noch zweimal rechts abzuzweigen, bevor es mit 180°-Bogen links und damit langanhaltend abwärts nach Nasgenstadt geht. Achtung: 30er-Zone, zügeln Sie also Ihr Velo!

Im Ort folgen Sie der Vorfahrt, bis Sie - schon in Sichtweite der Kirche - mit Hinweis halbrechts zu einer anderen Vorfahrtberechtigten gelenkt werden, deren Geh- und Radweg rechts über die Donau und weiter nach Griesingen leitet. Dort bleiben Sie unterhalb der auf einem Hügel gelegenen Ortsmitte und wechseln mit dem Geh- und Radweg bald auf die linke Seite der Straße, wo es alsbald mit Links-/Rechtsschwenk zu einer T-Kreuzung geht. Links radeln Sie auf einspurigem Asphalt hinaus in die Wiesen, wo Sie nach einer Weile rechts abbiegen und so bis zu einer kleinen Landstraße fahren, deren Geh- und Radweg links nach Öpfingen leitet. Dort knickt der Donau-Radweg gleich nach dem Ortseingang rechts ab, doch zuvor lohnt ein Besuch der Ortsmitte von

 

Ortsinfo

Unteres Schloß in Öpfingen, DonauradwegÖpfingen, 504 m ü.N.N., 2.300 Einw., wo nicht nur von der über dem Ort thronenden Kirche aus ein schöner Blick ins Donautal, sondern auch gleich zwei Schlösser geboten werden. Beide Schlösser wurden im 17. Jh. erbaut bzw. nach dem Dreißigjährigen Krieg wiederaufgebaut und gehörten derer von Freyberg. 1809 verkauften diese ihren Öpfinger Besitz an die Fürsten von Thurn und Taxis, bevor im Oberen Schloß ab 1866 vom nächsten Eigentümer eine Brauerei betrieben wurde - nun werde ich nicht so töricht sein, mich gegen eine Brauerei auszusprechen, aber sie in einem Schloß zu betreiben, na, ich weiß nicht.

Das Untere Schloß (s. Foto) wurde 1934 von der Gemeinde erworben und für entsprechende Einrichtungen genutzt. In den 90er Jahren konnten beide Schlösser saniert werden; das Obere Schloß dient nun als illustrer Rahmen von Eigentumswohnungen, das Untere Schloß beherbergt zwar in den Obergeschossen ebenso Wohnungen, bietet aber im Erdgeschoß Platz für die Gemeindeverwaltung.

Öpfingen, Donauradweg Bürgermeisteramt, Schloßhofstraße 10, 89614 Öpfingen, Fon 07391/ 7084-0, Fax 07391/7084-20,
E-Mail: info@oepfingen.de, Internet: www.oepfingen.de.

 

Nachdem Sie ggf. zum südlichen Ortsrand zurückgekehrt sind, verlassen Sie die Gemeinde auf einem einspurigen Fahrweg gen Osten. Ein Abzweig rechts wird alsbald ignoriert, um mit einem weiten Linksbogen durch die Wiesen und Äcker nach Ersingen zu radeln. Mit einem Rechtsbogen über zwei Bäche hinweg erreichen Sie den Ort, treffen dort auf eine Vorfahrtstraße und biegen links in diese ein.

Wenn die Vorfahrtstraße nach wenigen Metern nach links schwenkt, geht es halbrechts, also die vorherige Fahrtrichtung beibehaltend, in die „Mittelstraße“ weiter bis auf die Höhe der Kirche, wo die Vorfahrt erneut nach links abknickt und Sie ihr nun folgen, um alsbald auf eine weitere Vorfahrtstraße zu stoßen. Hier geht es rechts und bald auf dem einspurig asphaltierten Geh- und Radweg links der Straße weiter, um nach wenigen hundert Metern links auf eine einspurig Asphaltierte abzubiegen.

Die glatte Asphaltbahn führt zu einem Wasserkraftwerk und dann durch die Auen vorbei an diversen Teichen nach Erbach. Kurz vor der Stadt kommen Sie an die Eisenbahn heran, der Asphalt schwenkt nach links, und Sie unterqueren bei der nächsten Möglichkeit die Schienentrasse mit Rechts-/Linksschwenk. Danach kommen Sie mit einem Rechtsbogen zu einer Brücke und danach einer Vorfahrtstraße, wo Sie sich entscheiden müssen, ob Sie links in die Stadtmitte fahren oder gleich weiter dem Donauradweg folgen möchten; denn dann geht es geradeaus.

 

 Stadtinfo

Schloß und Pfarrkirche in Erbach, DonauradwegErbach, 529 m ü.N.N., 13.200 Einw., ist zwar erst seit dem 1. August 2002 Stadt, kann aber dennoch darauf verweisen, ein geschichtsträchtiger Ort zu sein; denn immerhin thront über der Stadt ein Renaissanceschloß, das seit 1620 den Reichsfreiherren von Ulm zu Erbach gehört. Das von einer mächtigen Wehrmauer umgebene Schloß erreicht man - nach kurzem Anstieg - stilecht über eine Zugbrücke und kann einen Teil der Räumlichkeiten besichtigen. Schön ist es aber auch, in den Sommermonaten im Schloßhof einer der Aufführungen (Konzerte, Serenaden, Theater) beizuwohnen. Und wenn Sie daher über Nacht bleiben, lohnt auch ein Blick in die Pfarrkiche St. Martin, die sich gleich neben dem Schloß befindet und eine prächtige Innenausstattung aufweist.

Erbach, Donauradweg Bürgermeisteramt, Erlenbachstraße 50, 89155 Erbach, Fon 07305/9676-0, Fax 07305/9676-76,
E-Mail: info@erbach-donau.de, Internet: www.erbach-donau.de.

 

Nach einem Besuch der Stadt und/oder Übernachtung kommen Sie am besten zu dieser Stelle zurück und radeln auf der Vorfahrtberechtigten gen Süden bis zur Auffahrt einer Brücke, um direkt davor wenige Meter nach links zu versetzen und einen Linksbogen um einen Gewerbebetrieb zu schlagen, bevor es am Hochwasserschutzdamm entlang auf einspurigem Asphalt weiter geht.

Bei einem Kraftwerk verschwenkt der Donauradweg nach rechts, und Sie lassen sich nicht durch einen Fahrradhinweis Richtung Ulm irritieren, sondern bleiben dicht an diesem Donaukanal. So kommen Sie auf der Höhe von Donaustetten zu einer Landstraße, und genau dort endet diese Etappe des Donauradwegs.

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Donauradweg (3)

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