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Donauradweg (5)
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Etappe 5: Gundelfingen – Faimingen – Lauingen – Dillingen – Steinheim – Höchstädt – Sonderheim – Blindheim – Gremheim – Rettingen – Zusum – Donauwörth – Zirgesheim – Altisheim – Leitheim - Graisbach – Lechsend (61 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 11 KB).
Informationen zur CD TOP 200
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Die Etappe beginnt am Rathaus und führt auf der „Hauptstraße“ etwas hügelan nach Norden zu einer Vorfahrtstraße, in die Sie rechts einbiegen. Einfach dem Verlauf der Vorfahrt folgend radeln Sie auf der Fahrbahn (später wenn der Gehweg breiter ist, bei Bedarf auch auf diesem) bis zum Ortsteil Echenbrunn, wo Sie gemäß dem bundestraßentauglichen Radhinweis rechts in die „Leitenstraße“ abbiegen.
Geradewegs rollen die Räder nun aus dem Ort hinaus und damit auf einspurigem Asphalt nach Faimingen - ein Stadtteil von Lauingen. Gerade geht es weiter, bis Sie auf eine T-Kreuzung stoßen und mittels der „Römerstraße“ links/rechts in die „Kastellstraße“ versetzen. Danach passieren Sie das rechter Hand nicht zu übersehende große Bildungszentrum für Umweltschutz der Bayerischen Verwaltungsschule, wo sich nicht nur Mitarbeiter der Kommunal- und Staatsverwaltung, sondern auch der Wirtschaft fortbilden lassen können.
So geht es schnurstracks weiter bis zur querenden „Friedrich-Ebert-Straße“, die links zu einer beampelten Kreuzung leitet, wo Sie rechts auf den Geh- und Radweg einbiegen. Nach wenigen Metern geht dieser über in einen Velostreifen, wie er in deutschen Städten leider immer noch ziemlich unüblich ist, obwohl man damit in der Schweiz seit vielen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht hat. Wie schön, daß Lauingen diesbezüglich aufgeschlossen ist.
Vorbei an der Kirche mit ihrem mächtigen Turm radeln Sie auf der B 16 in die Stadtmitte, wo Sie schon bald den großen „Uhrturm“ erblicken. Gleich dahinter finden Sie rechts den Rathausplatz.
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Stadtinfo
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Lauingen (Donau), 439 m ü.N.N., 11.100 Einw., hat offenbar zu allen Zeiten selbstbewußte Bürger hervorgebracht; denn wie Sie schon bei der Fahrt in die Stadt bemerkt haben dürften, steht der städtische Schimmelturm dem Turm der Stadtpfarrkirche in nichts nach. Im Gegensatz zu diesem ist er auch noch reich geschmückt. Das deutet übrigens nicht nur auf ein ausgeprägtes Selbstbewußtsein der Bürger, sondern vor allem Wohlstand hin, der sich auch darin ausdrückte, daß der städtische Turm älter ist (1457-78 errichtet) als der kirchliche (1515-21). Mochte da etwa der Pfarrer nicht hintanstehen und meinte er gar, die Bürger nur noch mit einem ebenso mächtigen Turm zum Gottesdienst bewegen zu können? Wie auch immer, der Schimmelturm fällt noch heute auf und hebt Lauingen aus den übrigen Städten an der Donau hervor.
Übrigens hatte der Turm neben der Präsentation des Bürgerstolzes einen recht praktischen Nutzen; denn er diente als Wachturm und bot bzw. bietet eine gute Sicht auf das Umland. Wenn Sie dies überprüfen möchten, müssen sie ihn nur besteigen...
Für die Fundamente und das Untergeschoß des Schimmelturms bediente man sich eines bewährten Materials, nämlich römischer Quadersteine aus dem Kastell Faimingen. Daran dürfte es nicht gemangelt haben; denn in Faimingen soll einst der größte römische Tempel nördlich der Alpen gestanden haben, und zwar dort, wo auf einem Forum die römischen Straßen zusammenliefen. Als man 1981 unter der Pfarrkirche des benachbarten Gundelfingens zwei römische Meilensteine mit der Inschrift Phoebiana fand, erhielt man damit nicht nur einen Hinweis auf den Namen der römischen Siedlung, sondern auch auf die Widmung des Tempels, denn offenbar diente er der Huldigung des Apollon (lat. Apollo), der den Beinamen Phoibos trug (der Strahlende, Leuchtende). Da Apollon Recht, Ordnung und Frieden vertrat, wurde in seinem Namen Schuld gesühnt und in diesem Sinne auch eine Verbindung zur Heilkunde gesehen.
Andere Quellen sehen in den vermutlich hier praktizierten Kultbädern und Trinkkuren auch eine Verbindung zum keltischen Heilgott Grannus, womit die Römer versucht haben sollen, die in Rätien lebende keltoromanische Bevölkerung durch das Wiederbeleben einheimischer Religionstraditionen stärker an das römische Reich zu binden. Nun, zumindest sahen die Römer in Grannus ihren Apollo und gaben ihm ohne Umschweife „in der Fremde“ den Beinamen Grannus - so einfach kann Politik sein.
Und wo wir gerade bei der Religion (und der Politik) sind: Auch heute noch zeigt das im Mittelalter und der Neuzeit wohlhabende und selbstbewußte Lauingen ein Gespür für Toleranz, wie sie nur Bürger zeigen können, die nicht nur ihre eigenen Leistungen, sondern auch die aller anderen ohne falsche Scham zu würdigen wissen, und die daher deren Religion genauso akzeptieren wie die eigene. Und zwar mit einer modernen Moschee einschließlich dem zugehörigen Minarett. Selbst Großstädte tun sich damit oft schwerer.
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Stadtverwaltung, Herzog-Georg-Straße 17, 89415 Lauingen (Donau), Fon 09072/9980, Fax 09072/998190,
E-Mail: stadt@lauingen.de,
Internet: www.lauingen.de.
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Nach der Stadtmitte geht es weiter auf der Hauptstraße, nun allerdings ohne Velostreifen, bis nach einer Weile rechts ein Geh- und Radweg beginnt, und zwar sinnigerweise genau beim 'Radhaus Lauingen'. Noch vor dem Ortsende biegen Sie beim Gewerbegebiet mit Hinweis des Donauradwegs rechts ab und weniger später links. Während Sie so durch eine Einfamilienhaussiedlung radeln, achten Sie darauf, daß es bald rechts geht, worauf ein Linksbogen und eine rauschende Abfahrt folgen.
Nach der Abfahrt folgt ein Rechtsbogen, und Sie biegen an der alsbald erreichten Gabelung links ab, um die Ortsumfahrung zu kreuzen und jenseits einem Schotterweg in den Wald zu folgen. Der einspurige Weg wird nach einer Weile nach halblinks verlassen, so daß die Räder nun auf einem gut 1 m breiten Weg rollen und Sie bald Dillingen erreichen, welches Sie bei einem kleinen Park mit einer Radler-Infotafel empfängt.
Die Strecke gabelt sich dort; entweder folgen Sie den Hinweisen zum Campingplatz, dann umgehen Sie aber die schöne Altstadt, oder Sie machen sich die kleine Mühe und radeln kurz halblinks steil bergan. So kommen Sie zu einer Anliegerstraße, die bald halblinks zu einer weiteren kleinen Straße führt, so daß Sie auf eine abknickende Vorfahrtstraße stoßen. In diese geht es rechts, wobei Sie sich des Zweirichtungsradwegs auf der linken Straßenseite bedienen können.
Sie radeln noch eine ganze Weile durch Wohnviertel, bis Sie auf eine beampelte T-Kreuzung stoßen. Dort wechseln Sie zunächst geradeaus auf die gegenüberliegende Seite, halten sich dann rechts und biegen nach wenigen Metern in die nächste Straße links ab. Damit rollen die Räder auf Pflaster vorbei an der Studienkirche in die Altstadt. Dem Verlauf der „Königstraße“ folgend gelangen Sie zum „Mittleren Tor“ und biegen unmittelbar danach rechts in die Straße „Am Stadtberg“ ab.
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Stadtinfo
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Dillingen a.d. Donau, 433 m ü.N.N., 18.700 Einw., gelangte 1258 als eher noch unbedeutendes Gemeinwesen unter die Obhut der Ausgburger Bischöfe und verdankt deren Ausbau der ehemaligen Burg zur Residenz seine Entwicklung. Der Kardinal Otto Truchseß von Waldburg gründete 1549 eine Schule zwecks Ausbildung seines Klerus, die 1551 vom Papst zur Universität erhoben und 1563 an die Jesuiten übertragen wurde. Sie wurde zu einem Zentrum der Gegenreformation und wurde erst im Zuge der Säkularisation 1803 aufgelöst. Nach einem mehr als 100 Jahre währenden Dornröschenschlaf wurden die ehemaligen Universitätsgebäude von 1923 bis 1971 als Philosophisch-Theologische Hochschule genutzt und dienen seit 1972 der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung.
Der Donauradweg führt mitten durch das Zentrum, so daß Sie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nicht verpassen können (Studienkirche, ehem. Universität sowie abzweigend von der Königstraße in die Schloß- bzw. Kirchstraße eben das Schloß und die Basilika St. Peter). Sollten Sie am richtigen Tag in Dillingen verweilen, können Sie den Stadtrundgang auch noch mit einem Besuch des Stadt- und Hochstiftmuseums verbinden, welches sich der Archäologie, der Kulturgeschichte, der mittelalterlichen Strafjustiz, dem Handwerk und der Buchdruckerkunst widmet (Am Hafenmarkt 11, geöff. mi 14-17 h und am 1. & 3. So des Monats 10-13 h).
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Stadtverwaltung, Königstr. 37/38, 89407 Dillingen a.d. Donau, Fon 09071/54-0, Fax 09071/54-199,
E-Mail: stadtdlg@dillingen-donau.de,
Internet: www.dillingen-donau.de.
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Es geht etwas abwärts, und Sie folgen einfach dem Verlauf der Straße, bis Sie vor sich die Brücke über die Donau erblicken. Kurz vor der Brücke biegen Sie gemäß Radhinweis - leider ohne Abbiegespur - links in eine Straße ein, folgen ihr aber nur ein kurzes Stück, denn dann geht es rechts ans Ufer der Donau.
Der Schotterweg verläuft zunächst immer nahe der Donau, und bevor es Ihnen am Fluß zu langweilig werden könnte, versetzt die Route links/rechts, so daß Sie nun vorbei an diversen Teichen durch den Auwald radeln. Bald folgt ein Linksbogen, und Sie kommen über einen Hochwasserschutzdamm hinweg zu einer kleinen Straße, die rechts mit einem Linksbogen nochmal über den Damm leitet, bevor Sie vorbei am Sportplatz nach Steinheim gelangen.
Dort überqueren Sie einen Bach, halten sich geradeaus und gewinnen ein paar Höhenmeter, bevor es rechts in die „Römerstraße“ geht. Kurz vor dem Ortsende biegen Sie links in die „Markomannenstraße“ ab, kommen so zur B 16 und folgen rechts ihrem Geh- und Radweg nach Höchstädt. Bald rollen die Räder auf der Fahrbahn abwärts in die Stadtmitte, wo Sie rechter Hand das (alte) Rathaus finden.
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Stadtinfo
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Höchstädt a.d. Donau, 416 m ü.N.N., 6.800 Einw., darf sich rühmen, einmal im Mittelpunkt des Weltgeschehens gestanden zu haben, und zwar als sich 1704 vor den Toren der Stadt die seinerzeit mächtigsten Nationen um die Erbfolge Spaniens stritten. Dies nahm seinen Anfang, als der spanische Habsburger Karl II. 1700 starb und fortan Frankreich (verbündet mit Bayern und Köln) mit Östereich (verbündet mit Großbritannien und Portugal, die sog. Alliierten) um die Macht rang. Kriegsschauplätze finden sich in halb Europa - Spanien, Oberitalien, Niederlande und Süddeutschland -, und die Auseinandersetzungen fanden erst 1714 ihr Ende. Dafür wurde aber auch die (eurozentrische) Weltordnung auf den Kopf gestellt; denn Bayern, die Niederlande und Italien fielen in die Hände der Alliierten, Großbritannien erhielt Gibraltar und v.a. umfangreichen französischen Kolonialbesitz in Nordamerika, wodurch die Briten zum eigentlichen Sieger wurden.

1704 traf man sich also aus dem gegebenen Anlaß bei Höchstädt, und immerhin 100.000 Mann sollen um den Sieg gerungen haben. Geführt wurden sie in „The Battle of Blenheim“ (nach dem Ort Blindheim) von den seinerzeit besten und erfahrendsten Strategen: Für Frankreich und Bayern durch Marschall Tallard und Kurfürst Max Emanuel sowie für Östereich durch Prinz Eugen von Savoyen und den Herzog von Marlborough. Szenen der Schlacht offeriert das Heimatmuseum in zwei Dioramen mit rund 9.000 Zinnsoldaten auf immerhin rund 24 m² (im alten Rathaus, geöff. Mai-Okt. sa & so 14-17 h, übrige Zeit 1. So. im Monat 14-16 h).
Wenn Sie mehr über die politischen Hintergründe der Schlacht in Erfahrung bringen möchten, die durchaus auch Anlaß für die Suche nach einer neuen Friedensordnung in Europa war, sollten Sie das Schloß Höchstädt besuchen, wo dies in einer Dauerausstellung erläutert wird - geöff. April-Sept. di-so 9-18 h, Okt.-März di-so 10-16 h, Eintritt 3 Euro, weitere Infos unter www.europa1704.de. Wenn aber während Ihres Aufenthaltes das Wetter zu schön sein sollte, um ins Schloß zu gehen, und Sie sich trotzdem fortbilden wollen, bietet sich ein Ausflug mit dem Rad an; denn der Denkmalweg führt auf einer Länge von rund 23 km durch das Schlachtfeld, und Stelltafeln informieren über das Geschehene. Ein zugehöriges Faltblatt können Sie sich auch vorab auf der Website der Stadt als PDF-Datei herunterladen: www.hoechstaedt.de und weiter -> Kultur/Freizeit -> Denkmalweg.
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Verkehrsamt, Herzog-Philipp-Ludwig-Straße 10, 89420 Höchstädt a.d. Donau, Fon 09074/44-12, Fax 09074/44-55,
E-Mail: info@hoechstaedt.de,
Internet: www.hoechstaedt.de.
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Beim Rathaus von Höchstädt haben Sie mal wieder die Qual der Wahl; denn entweder fahren Sie nach dem Rathaus geradeaus auf der B 16 weiter oder Sie biegen direkt nach dem Rathaus rechts ab (Hinweise gibt es für beide Strecken, sinnigerweise aber hinter der Kreuzung!). Die rechte Variante ist die schönere, weshalb nur diese hier beschrieben wird.
Es geht also gleich hinter dem Rathaus rechts und dann dem Verlauf der Vorfahrt folgend vorbei am Schloß aus dem Ort hinaus, bevor ein Geh- und Radweg beginnt, den Sie aber schon nach wenigen hundert Metern nach links verlassen, um nun einer kleinen asphaltierten Straße an zahlreichen Fischteichen vorbei zu folgen. Nach einer ganzen Weile geht der Asphalt in eine Betonplattenstraße über, die bald mit einem Linksbogen über einen Bach hinweg nach Sonderheim leitet.
Im Ort stoßen Sie nach einem kurzen Anstieg auf eine Kreuzung und fahren rechts, so daß Sie nach dem Ortsende automatisch zur kleinen Landstraße gelenkt werden, deren Geh- und Radweg Sie rechts folgen.
In Blindheim endet der Geh- und Radweg, und Sie radeln mit der Vorfahrt durch den Ort, bis ein Bach überquert wird und es gleich danach rechts geht. Ab dem Ortsende steht wieder ein Geh- und Radweg zur Verfügung, und Sie radeln mit sanften Wellen nach Gremheim, wo Sie gleich am Ortsanfang auf die Dorfstraße gelenkt werden. Immer der Straße folgend schlagen Sie einen weiten Bogen durch das Dorf und kommen an dessen Ende zur Landstraße zurück. Dort hat man sich etwas Feines für die Radler ausgedacht; denn gemäß der Hinweise werden Sie mit mehreren Bögen hinauf zur Brücke über die Donau gelenkt.
Sie überqueren den Fluß, und die Räder rollen nun auf dem glatten Asphalt des Geh- und Radwegs, bis ein großer Hinweis die Radler nach links schickt. Dies bedeutet einen weiten Bogen auf der Fahrbahn; denn es geht zurück zur Landstraße und weiter an ihr entlang auf einem wieder breiten Geh- und Radweg bis zu einem Abzweig links. Sie zweigen ab und folgen der kleinen Straße mit ein paar Schlenkern durch die Felder und durch ein Wäldchen sowie vorbei an einer kleinen Häuseransammlung nach Rettingen, wo es rechts weiter nach Zusum geht.
Bald nach Zusum überqueren Sie einen kleinen Hochwasserschutzdamm und biegen kurz darauf links auf einen Schotterweg ab, der mit einem Rechtsbogen auf den Damm leitet. Es sind nur wenige Meter zu radeln, bis die Donau mittels des dortigen Sperrwerks überquert wird, um jenseits an einer T-Kreuzung rechts abzubiegen und parallel zum Hochwasserschutzdamm hinein nach Donauwörth zu radeln.
Wenn Sie sich nun durch Hubschrauber irritiert fühlen, hat das seinen Grund, denn Sie radeln vorbei am Eurocopter-Werk der EADS, unterqueren bald die Eisenbahn und kommen kurz darauf zu einer Vorfahrtberechtigten. Mit dieser versetzen Sie wenige Meter rechts/links, um über die Wörnitz hinweg in die Altstadt zu gelangen. Dem Verlauf der Hauptgasse („Hindenburgstraße“) folgend kommen Sie durch das „Rieder Tor“ zu einer abknickenden Vorfahrtstraße. In diese biegen Sie geradeaus ein, um sie gleich wieder geradeaus zu verlassen. Genau dort finden Sie die Tourist-Information.
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Stadtinfo
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Donauwörth, 410 m ü.N.N., 18.200 Einw., darf voller Stolz behaupten, einst Freie Reichsstadt gewesen zu sein, allerdings erfreute es sich nur von 1301 bis 1348 der damit verbundenen Privilegien. Später fiel die Stadt gar in Ungnade; denn die Mehrheit der Donauwörther hatte sich dem Protestantismus angeschlossen, was den Mächtigen nicht in den Kram paßte, weshalb 1607 die Reichsacht verhängt und 1608 von Bayern vollstreckt wurde.

An die Zeit der Reichsstadt erinnert noch heute die „Reichsstraße“ mit stattlichen Giebelhäusern, dank derer sich Donauwörth deutlich von Kommunen in der Nachbarschaft abhebt. Dort finden Sie übrigens im Tanzhaus das Archäologische Museum mit dem Schwerpunkt der Römerzeit (Reichsstraße 34, geöff. sa & so 14-17 h). Wenn Ihnen die Sinne mehr nach Pausieren stehen, ist vielleicht das Café Engel der rechte Ort (Reichsstraße 10); was keinen Verzicht auf Kultur bedeutet, denn immerhin befindet es sich im ältesten urkundlich erwähnten Haus der Stadt (1297) und war einst der Sitz der Donauwörther Meistersingerschule.
 Und apropos Kultur: Auf der Insel Ried (über die Sie in die Altstadt gefahren sind) finden Sie das Heimatmuseum, das sich u.a. dem Fischereiwesen, dem Metallhandwerk, der Kleidungssitten und der Wohnkultur widmet - Museumsplatz 2, geöff. Mai-Okt. di-so 14-17 h, Juni-Aug. mi -19 h, Nov.-April mi, sa & so 14-17 h. Damit ist das museale Angebot von Donauwörth aber noch lange nicht erschöpft; denn im Rieder Tor ist das Haus der Stadtgeschichte untergebracht - geöff. Juni-Aug. di 17-19 h, im Übrigen auf Anfrage unter Fon 0906 / 789-170 und -151).
1901 erblickte in Auchsesheim (unweit südlich der Stadt) Werner Egk - mit bürgerlichem Namen Werner Joseph Mayer - das Licht der Welt. U.a. war er 1936-40 Kapellmeister an der Berliner Staatsoper und 1950-53 Direktor der Berliner Hochschule für Musik. Neben Orchesterwerken und Klaviermusik komponierte er vor allem Opern - z.B. Columbus (1933), Die Zaubergeige (1935), Peer Gynt (1938) und 17 Tage und 4 Min. (1966). Donauwörth widmete er fünf Stücke für Bläserquintett und 1982 sein einziges Streichquartett 'Die Nachtigall' und setzte seine Heimatstadt als Erben ein. Daher können Sie in der Werner-Egk-Begegnungsstätte seinen Konzertflügel, Erinnerungen an sein persönliches Umfeld, Bücher, Partituren, Urkunden, Manuskripte, Bühnenbildmodelle und Inszenierungsentwürfe anschauen und aus einer Audioanlage 18 Stunden Egk-Musik abrufen, wobei das Museum aber ‘nur’ Mai-Sept. di-so 11-17 h, April & Okt. di-so 14-17 h und in der übrigen Zeit mi, sa & so 14-17 h geöffnet hat.
Die Begegnungsstätte finden Sie im ehemaligen Kapuzinerkloster in der „Pflegstraße 21a“ (am westlichen Ende der „Reichsstraße“ rechts) und eben dort ist auch das Käthe-Kruse-Puppen-Museum beheimatet. Damit gedenkt die Stadt der hier von 1947 bis 1990 produzierten Spiel- und Schaufensterpuppen. Die Tradition reicht sogar bis 1910 zurück, und 150 Puppen zeigen die Kunstfertigkeit - Öffnungszeiten wie bei der Werner-Egk-Begegnungsstätte.
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Tourist-Information, Rathausgasse 1, 86609 Donauwörth, Fon 0906/789-151, Fax 0906/789-159,
E-Mail: tourist-info@donauwoerth.de,
Internet: www.donauwoerth.de.
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Von der Tourist-Information fahren Sie zum „Ochsentörl“, welches einen engen Durchlaß gewährt. So kommen Sie durch die Wallanlagen zu einem querenden Weg und folgen diesem rechts aus der Altstadt hinaus. Die bald erreichte „Förgstraße“ leitet rechts sogleich zu einer Vorfahrtstraße, in die Sie links einbiegen, um mit ihr die Stadt zu verlassen.
Noch vor der Unterquerung der autobahnähnlich ausgebauten B 2 beginnt rechts der Landstraße ein asphaltierter Geh- und Radweg, der in Zirgesheim über einen Bach hinweg zur Landstraße lenkt. Dort wechseln Sie auf den Geh- und Radweg links der Straße und folgen ihm mit einigen kräftigen Wellen durch die lauschige Landschaft. Vorbei an einem Biergarten und dem Abzweig der Ortschaft Schäfstall geht es so nach Altisheim. Während der Recherchen endete noch vor dem Ortseingang der Geh- und Radweg, und die Landstraße war wegen Bauarbeiten gesperrt. Daher ging es auf der kleinen Straße halblinks steil bergan und bei der Kirche wieder hinunter zur Landstraße. Wundern Sie sich also nicht, wenn die Strecke zwischenzeitlich verlegt sein sollte.
Noch vor dem Ortsende beginnt rechts der Straße wieder ein Geh- und Radweg, und es geht nochmal kräftig hügelan. Beim Ortseingang von Leitheim ist der Anstieg aber gemeistert, und Sie versetzen gemäß der Radhinweise auf der Höhe der Kirche links rechts, um im Anschluß eine sagenhafte Abfahrt hinunter nach Graisbach geboten zu bekommen. Doch zuvor lohnt ein Blick auf das
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Info
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Schloß Leitheim, das 1680-96 als repräsentativer Sommersitz errichtet, 1740-51 um das zweite Obergeschoß erweitert und mit Fresken von Godefried Bernhard Göz geschmückt wurde, weshalb es heute als ein herausragendes Werk aus der Blütezeit des bayerischen Rokokos gilt. Das Schloß ist seit 1835 im Besitz einer Linie der Tucher von Nürnberg und wurde nach der Renovierung 1960-70 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bereits seit 1959 werden im Rokokosaal die „Leitheimer Schloßkonzerte“ aufgeführt.
Das Schloß beherbergt auch die Werkstatt „Bernhard von Tucher“, der sowohl Klavier- als auch Cembalobaumeister ist und sich neben der Restaurierung dem Bau von Cembali widmet, wobei nicht nur traditionelle Instrumente nachgebaut, sondern auch eigene Konstruktionen entwickelt wurden und werden. Weitere Infos, Konzertprogramm und Kartenvorverkauf: Schloß Leitheim, Schloßstraße 1-9, 86687 Kaisheim - Schloß Leitheim, Fon 09097/1016, Fax 09097/1019, E-Mail info@schloss-leitheim.de, Internet www.schloss-leitheim.de.
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Nach einem Schlenker durch den unteren Ortsteil von Graisbach kommen Sie an die Landstraße zurück, wo nun links wieder ein Geh- und Radweg vorhanden ist. Erneut müssen Sie hügelan radeln, kommen später auf die Landstraße, müssen weiter kräftig in die Pedale treten, haben es dann aber noch vor der Kirche von Lechsend geschafft. Tja, der Ort heißt nicht umsonst so; also eine gute Gelegenheit das Kartenblatt zu wechseln.
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Donauradweg (5)
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