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Donauradweg (8)

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Etappe 8: Herrnsaal – Kapfelberg – Poikam – Bad Abbach – Oberndorf – Matting – Regensburg – Schwabelweis – TegernheimDonaustauf - Walhalla – Demling – (Bach) – Frengkofen – Kiefenholz – Oberachdorf – WörthHofdorf – Pondorf (65 km)

 

Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 10 KB).
Informationen zur CD TOP 200

Donauradweg: Etappe 8 von Herrnsaal über Bad Abbach, Regensburg, Tegernheim, Donaustauf, Bach und Wörth nach Pondorf

Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004

 

In Herrnsaal biegen Sie zweimal kurz nacheinander rechts ab und kommen so an die Donau zurück. Ganz nah dem Fluß radeln Sie genüßlich bis zu einer schwach befahrenen Landstraße, die nun so nah an der Donau verläuft, daß kein Platz mehr für einen Radweg rechts davon verbleibt. In Kapfelberg zweigen Sie rechts in die Straße „Am Jachthafen“ ab und radeln vorbei an eben diesem und Campingplätzen nach Poikam. Sodann stellt sich die Eisenbahn in den Weg, und Sie müssen links etwas hügelan, um den Eisenbahndamm nach rechts unterqueren zu können.

In Schlängellinien rollen die Räder sanft abwärts durch den Ort, und Sie achten darauf, daß kurz vor der Kirche eine unscheinbare Kreuzung erreicht wird, an der Hinweise sowohl nach rechts als auch nach links leiten. Rechts geht es nach Bad Abbach, doch sollten Sie auch dann, wenn Sie dorthin möchten, dem Hinweis des Donauradwegs links folgen, da Ihnen so eine verkehrsärmere Führung geboten wird.

Es geht also links, damit sanft ansteigend aus Poikam hinaus, bis Sie nach rechts gelenkt werden und eine Landstraße gerade queren. Die gewonnene Höhe wird wieder verloren und der erste Arm der Donau überquert, bevor Sie das neue „Inselbad“ von Bad Abbach passieren. Unweit entfernt überqueren Sie den zweiten Donauarm, nun auf einer Fußgänger- und Radlerbrücke, die eindrucksvoll gespannt ist.

Wenn Sie nach Bad Abbach möchten, fahren Sie jenseits auf der Straße rechts.

 

Stadtinfo

Bad Abbach, DonauradwegBad Abbach, 371 m ü.N.N., 9.700 Einw., ist vor allem ein Kurort und kann auf eine diesbezüglich beachtliche Tradition verweisen, da die Anfänge bis ins Jahr 1465 zurückreichen. Stolz ist man darauf, daß hier am 6. Mai 973 Kaiser Heinrich II. geboren wurde, der sich durch Schenkungen an Bistümer und Klöster deren Ergebenheit sicherte und so die Macht seines Hauses mehrte. Besonders wurde er im Bistum Bamberg verehrt; denn dieses hatte er ins Leben gerufen. 1024 verstarb er und wurde 1146 heilig gesprochen.

Bad Abbach, Donau-Radweg Kurverwaltung, Kaiser-Karl-V.-Allee 5, 93077 Bad Abbach, Fon 09405 / 9599-0, Fax 09405 / 9599-20, E-Mail: info@bad-abbach.de, Internet: www.bad-abbach.de.

 

Wollen Sie weiter dem Donauradweg folgen, geht es nach der Brücke links und damit nach Oberndorf. Am Ortseingang haben Sie die Qual der Wahl; denn es bietet sich für die Weiterfahrt sowohl der Weg auf dem Hochwasserschutzdamm als auch die ruhige Straße durch den Ort an. So oder so geht es nach dem Ort auf der Straße weiter.

Aber nur ein paar hundert Meter; denn dann leitet ein Radhinweis links auf eine glatte Asphaltbahn, die ganz nah der Donau nach Matting führt. Dort endet die Bahn am Fähranleger, und Sie versetzen wenige Meter rechts/links, um an den Wiesen entlang bis auf die Höhe der letzten Häuser zu fahren. Dort gilt es sich zu entscheiden, ob Sie rechts zur kleinen Landstraße fahren wollen, die dann links weiter Richtung Regensburg führt, oder ob Sie noch dicht an der Donau bleiben möchten und dafür auch einen etwas gröberen Schotterweg in Kauf zu nehmen bereit sind.

So oder so verläuft die Route ab dem Gasthof „Zur Walba“ auf der kleinen asphaltierten Straße, die ohne Orientierungsprobleme immer nahe der Donau nach Regensburg führt. Nach einer Weile unterqueren Sie zuerst eine Auto- und dann eine Eisenbahn, wo kurz ein Bogen um einen Fähranleger herum geschlagen wird, bevor es wieder dicht an die Donau herangeht, nun aber die Räder auf Schotter rollen.

Der Schotter leitet noch eine ganze Weile entlang der Donau, bis eine Autobahnbrücke unterquert und gleich darauf ein Sperrwerk erreicht wird. Dort geht es halbrechts und im spitzen Winkel dann links zurück an die Donau, wo der Weg nun schmaler wird und bald asphaltiert ist. Jetzt ist es nur noch ein kurzes Stück, bis es halbrechts und etwas aufwärts zur „Holzländestraße“ geht, der Sie geradeaus folgen.

Bald gelangen Sie an eine abknickende Vorfahrtstraße, wo Sie sich geradeaus halten, um über den „Weinmarkt“ und den „Fischmarkt“ ins Zentrum von Regensburg zu radeln. Wer mag, biegt hier rechts in eine der schmalen Gassen der Altstadt ab. Der Donauradweg folgt ansonsten weiter geradeaus der „Thundorfer Straße“, bis man auf eine beampelte T-Kreuzung stößt. Wer direkt zum Bahnhof möchte, fährt hier rechts, der Donauradweg führt links über die Donau weiter.

 

Stadtinfo

Porta Praetoria in Regensburg, DonauradwegRegensburg, 343 m ü.N.N., 151.000 Einw., ist ein gutes Beispiel dafür, daß die Römer wußten, wo man eine Stadt gründen muß, wenn ihr Erfolg beschieden sein soll. Unweit einer keltischen Siedlung legten sie im 1. Jh. u.Z. ein Kohortenkastell an, daß 179 unter Mark Aurel zum Legionskastell Castra Regina ausgebaut wurde. Die Versorgung der Legion brachte Handel und Wandel und damit auch eine große zivile Siedlung mit sich, womit der Grundstein für die Stadt gelegt war. Reste aus dieser Zeit finden sich noch heute in Form der Porta Praetoria („Unter den Schwibbögen“, Foto links) und eines 56 m langen Restes der Befestigungsmauer („Dauchauplatz“). Um 400 gaben aber die Römer das - unzerstörte - Lager auf, und es folgte ein Dornröschenschlaf, bis Regensburg Anfang des 6. Jh. Residenz der Agilolfinger, der bayerischen Herzöge, wurde.

Karl der Große bereitete dem 788 ein Ende und erhob Regensburg zur Königspfalz. Ganz allmählich wuchs der Wohlstand, und man gönnte sich modernste Verkehrswege, so z.B. 1135-46 die Steinerne Brücke über die Donau, die 310 m lang ist und ein Meisterwerk mittelalterlicher Baukunst darstellt. Dies begünstigte den Handel, und so stieg Regensburg, nachdem es 1245 Reichsstadt geworden war, dank der weitreichenden Handelsbeziehungen (z.B. nach Venedig, Paris und Kiew) im 13. Jh. zur wohlhabendsten und bevölkerungsreichsten Stadt Süddeutschlands auf. Doch folgte dem schon bald ein langsamer Rückgang, da sich im 14. Jh. Augsburg und Nürnberg zu mächtigen Konkurrenten entwickelten.

Regensburg versank nun aber nicht in der Bedeutungslosigkeit, es war immer noch eine sehr wohlhabende Stadt, die auch in der Politik ein Wörtchen mitzureden hatte. Seinen besonderen Ausdruck fand dies in der Zeit von 1663 bis 1806, als im Alten Rathaus der Immerwährende Reichstag tagte, der gern als der erste parlamentarische Zusammenschluß Europas dargestellt wird (wobei aber beispielsweise die viel früheren Entwicklungen in England ignoriert werden). Dabei darf man sich den Immerwährenden Reichstag ohnehin nicht als ein vom Volk gewähltes Parlament vorstellen; vielmehr waren in ihm die Kur- und Reichsfürsten sowie die Reichsstädte vertreten.

Für Regensburg war die Ehre, Sitz des Reichstages zu sein, übrigens nicht umsonst. Es mußten nicht nur die Sitzungsräume zur Verfügung gestellt werden, sondern der Magistrat der Stadt hatte auch für Konfekttischchen zu sorgen. Vielleicht liegt deshalb ganz nah beim Alten Rathaus das älteste Kaffeehaus Deutschlands (seit 1676); übrigens soll dort der Kaffee eher Nebensache gewesen sein, wirklich wichtig waren die feinsten Pralinés aus Paris...

Den Vorsitz hatte beim Immerwährenden Reichstag der Prinzipalkommissar inne, der Vertreter des Kaisers, der z.B. auf die Einhaltung der strengen Sitzordnung zu achten hatte. 1748 übernahm diesen Job der kaiserliche Generalpostmeister, kein geringerer als Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis (dessen Familie übrigens bereits seit 1595 das Generalpostmeisteramt führte, und das sie in den mitteldeutschen Kleinstaaten erst 1866 abgeben mußte). Auf der Suche nach einem würdigen Zuhause wurde die Familie etwas später fündig: Das im 7. Jh. gegründete Benediktinerstift St. Emmeram wurde 1803 säkularisiert und ab 1812 zur Residenz derer von und zu ausgebaut.

Steinerne Brücke in Regensburg, DonauradwegZu sehen gibt es in einer so großen Altstadt natürlich mehr als genug, so daß es schwer fällt, eine hinreichende Auswahl zu treffen, aber versucht werden soll es doch: Als Startpunkt bietet sich die Steinerne Brücke an. Wenn Sie sich in Richtung der Altstadt orientieren und 'an Land' links halten, gelangen Sie entlang der Promenade der „Thundorfer Straße“ zur Eisernen Brücke. Auf dem Weg dorthin kommen Sie am Donau-Schifffahrts-Museum („Marc-Aurel-Ufer“) vorbei, welches im Zugraddampfer und Motorschlepper Exponate zur Geschichte der Schifffahrt auf der Donau zeigt (geöffnet April-Okt. tägl. 10-17 h, Eintritt 2,00 Euro).

Auf der Höhe der Eisernen Brücke rechts haltend und geradewegs der Hauptstraße nach Süden folgend gelangen Sie nach ein paar hundert Metern an den „Dachauplatz“. Dort befinden sich nicht nur die oben erwähnten Reste der Römermauer, sondern auch das Historische Museum, in welchem Sie z.B. die Regensburger Entwicklung im Mittelalter genau studieren können (geöffnet di-so 10-16 h, do -20 h, Eintritt 2,20 Euro).

Dom in Regensburg, DonauradwegDanach wird es Zeit, durch die Altstadt zu flanieren, wozu sich gegenüber dem Museum die „Drei-Kronen-Gasse“ anbietet, von der es rechts durch die „Speichergasse“ zum „Alten Kornmarkt“ geht. Dort sind Sie schon beinahe umzingelt von Kirchen, denn an der Südseite des Platzes steht die Alte Kapelle (1002), östlich ist die Karmelitenkirche (17. Jh.) zu sehen, unweit nordöstlich liegt die Niedermünsterkirche (12. & 17. Jh.) und nordwestlich ist der imposante Dom (13.-16. Jh.) zu finden. Das Domschatzmuseum zeigt übrigens Goldschmiedekunst und Textilien aus dem 11.-20. Jh. (geöffnet April-Okt. di-sa 10-17 h, so 12-17 h, Eintritt 2,00 Euro).

Westlich des Doms liegt der „Krauterermarkt“, und Sie können durch die „Kramgasse“ weiter nach Westen spazieren. Sofern sich in Ihrem Schlepptau Golfsportbegeisterte befinden, müssen Sie nun wohl auf sie achten; denn links zweigt die „Tändlergasse“ ab, wo im Haus Nr. 3 das Golfmuseum beheimatet ist (geöffnet mo-sa 10-18 h, Eintritt 7,50 Euro). Ansonsten geht es am Ende der „Kramgasse“ mittels der „Wahlenstraße“ rechts zum „Kohlenmarkt“, an den sich westlich der „Rathausplatz“ anschließt.

Damit befinden Sie sich im ehemaligen Kaufmannsviertel, wo mehrere Geschlechterburgen mit hohen Türmen nach italienischem Vorbild zu finden sind. Im Alten Rathaus können Sie das Reichstagsmuseum mit dem Beratungszimmer der Reichsstände und Dokumentensammlung besichtigen (Zugang nur mit Führungen, April-Okt. täglich 9.30, 10.00, 10.30, 11.00, 11.30, 12.00, 13.30, 14.00, 14.30, 15.30 & 16.00 h, Eintritt 6,00 Euro).

Es gibt natürlich noch viel mehr in Regensburg zu sehen, auch sind mehrere Museen und Ausstellungen noch nicht erwähnt, so daß sich die Nimmermüden darüber freuen werden, daß im Alten Rathaus auch die Tourist-Information zu finden ist. Den anderen sei ans Herz gelegt, daß nach all den schnuckeligen kleinen Orten entlang des Donauradwegs ein bißchen Großstadt auch mal ganz gut tut und Sie z.B. nach Herzenslust bummeln können, da es in Regensburg wahrlich nicht an Geschäften mangelt. Auch ist die Kulturszene beachtlich und vor allem gibt es jede Menge Cafés, Restaurants und Kneipen, so daß müde Veloreisende genug damit zu tun haben werden, aus dem großen Angebot das Passende auszuwählen.

Regensburg, Donau-Radweg Regensburg Tourismus GmbH, Rathausplatz 3, 93047 Regensburg, Fon 0941 / 507-4410, Fax 0941 / 507-1919, E-Mail: tourismus@regensburg.de, Internet: www.regensburg.de.

 

Nach einem Besuch des Zentrums geht es mittels der „Eisernen Brücke“ über die Donau hinweg, und Sie biegen sofort nach der Brücke halblinks ab, um der Gasse namens „Proskestraße“ zu zwei Fußgänger- und Radlerstegen zu folgen, mit denen weitere Arme der Donau überquert werden.

So gelangen Sie auf die „Andreasstraße“ und folgen ihrem Verlauf bald links, um vorbei an einer Kirche zu einer abknickenden Vorfahrtstraße zu radeln. In diese biegen Sie rechts ein und fahren auf dem Radfahrstreifen zur „Protzenweiherbrücke“, mit der nun die Schleusenanlagen überquert werden. An der bald erreichten beampelten Kreuzung zweigen Sie rechts ab und überqueren nach der nächsten beampelten Kreuzung den Regen.

Schon bei der dann folgenden beampelten Kreuzung verlassen Sie die stark befahrene B 8 nach halbrechts und folgen der ruhigen „Holzgartenstraße“, bis sich geradezu eine Einbahnstraße in den Weg stellt. Zwar dürfen Radler passieren, und es ist sogar extra eine Furt dafür vorgesehen, doch führt der Donauradweg halbrechts in die „Bedelgasse“ und an ihrem Ende halblinks mittels eines Tunnels unter der Brückenauffahrt einer Autostraße hindurch in die „Johannisstraße“.

An deren Ende verspringt die Route wenige Meter links/rechts, und Sie setzen die Fahrt auf der „Schwabelweiser Straße“ fort. Nach einer Weile scheint diese geradewegs zu enden; doch müssen Sie nur erneut wenige Meter links/rechts versetzen, um ihr weiter folgen zu können. Vorbei an ein paar kleinen Hochhäusern geht es schnurstracks weiter nach Schwabelweis, wobei der Donauradweg mal auf dem Hochwasserschutzdamm, mal rechts, mal links unterhalb verläuft.

In Schwabelweis rollen die Räder für ein paar hundert Meter auf Betonverbundsteinpflaster, bis dieser sanft nach links schwenkt und Sie rechts auf einen einspurigen Asphaltweg wechseln. Der schlängelt sich zunächst an kleinen Tümpeln vorbei durch den Auwald und folgt später dem Hochwasserschutzdamm, wobei Sie bald Tegernheim passieren, welches aber linker Hand liegen bleibt.

 

Tegernheim bei Regensburg, Donau-Radweg Gemeindeverwaltung, Ringstraße 47, 93105 Tegernheim, Fon 09403/9520-0, Fax 09403/9520-22, Internet: www.tegernheim.de.

Wörth, Hofdorf, Donau-Radweg Übernachtungsmöglichkeit in Tegernheim

 

Beständig rollen die Räder dabei auf Asphalt, nur auf einem kurzen Stück auf Schotter, und so nähern Sie sich zügig dem schon bald sichtbaren Donaustauf. Allerdings trennt eine Landstraße den Donauradweg vom Ort, weshalb es bald einen Hinweis gibt, der links in die Ortsmitte leitet.

 

Stadtinfo

Burgruine in Donaustauf, DonauradwegDonaustauf, 358 m ü.N.N., 3.900 Einw., wird von der weithin sichtbaren Burg Stauf überragt (womit auch gleich die Frage geklärt wäre, ob man den Ortsnamen Donaus-tauf oder Donau-stauf spricht; nein, hier wird nicht die Donau getauft, sondern der Ort wurde nach der Burg benannt). Anfang des 10. Jh. wurde die Burg erstmals urkundlich erwähnt, allerdings soll an ihrer Stelle auch schon eine keltische Befestigung existiert haben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg von den Schweden zerstört, Pläne für den Wiederaufbau wurden verworfen, und so verwundert umso mehr, wie mächtig die Burg noch heute wirkt. Eine Besichtigung lohnt also nicht nur wegen der schönen Ausblicke.

Donaustauf weiß sich von anderen Orten aber durch weitere Sehenswürdigkeiten zu unterscheiden. Eine echte Besonderheit stellt der Chinesische Turm im Fürstengarten dar. In der zweiten Hälfte des 18. Jh. entwickelte sich in Europa die 'Chinamode'; wer auf sich hielt, ließ Pavillons oder Brücken im chinesischen Stil in seinem Park errichten. Da wollten die Fürsten von Thurn und Taxis nicht hintanstehen und ließen zur Verschönerung ihrer Sommerresidenz in Donaustauf anläßlich der Einweihung der nahe gelegenen Walhalla 1842 einen chinesischen Turm erbauen. Nachdem das Schloß 1880 vollständig abbrannte, der Turm aber unversehrt blieb, wurde er zur neuen Sommerresidenz auf Chinesischer Turm in Donaustauf, DonauradwegSchloß Prüfening verbracht und verfiel dort in der zweiten Hälfte des 20. Jh.

Ein Donaustaufer Förderverein setzte sich jedoch in den Kopf, den Turm in seine Heimat zurückzuholen und ihn vollständig zu restaurieren. So geschah es, und im September 1999 konnte die Wiedereröffnung gefeiert werden. Er dient jetzt wechselnden Ausstellungen und Veranstaltungen - mehr Infos finden Sie unter www.chinesischerturm-donaustauf.de.

Walhalla bei Donaustauf, DonauradwegDas bekannteste Bauwerk in Donaustauf ist aber die Walhalla, die unweit östlich auf dem Bräuberg zu finden ist. So wie Sie sich in Kelheim schon wundern durften, was denn dort oben auf dem Hügel thront, wird es Ihnen wohl auch hier ergehen; denn etwas unvermittelt taucht zwischen den Ausläufern des Bayerischen Waldes ein mächtiger Marmorbau auf, der dem Parthenon in Athen nachempfunden ist. Die Entstehung verdankt der Bau dem bayerischen Kronprinzen, der 1807 ob der Unterwerfung der Deutschen durch Napoleon den Entschluß faßte, nach dem - noch zu erringenden - Sieg über die Franzosen den „rühmlich ausgezeichneten Teutschen“ einen Ehrentempel zu bauen (geöffnet April-Sept. 9-17.45 h, Okt. -16.45 h, Eintritt 4,00 Euro).

Donaustauf, Donau-Radweg Verwaltungsgemeinschaft, Wörther Straße 5, 93093 Donaustauf, Fon 09403/95020, Fax 09403/950280, E-Mail: poststelle@vg-donaustauf.de, Internet: www.vg-donaustauf.de.

 

Der Donauradweg verläuft weiter zwischen Fluß und Landstraße und folgt einem asphaltierten Fahrweg mal auf dem Hochwasserschutzdamm, mal unterhalb, wobei alsbald die Auffahrt zu einer Donaubrücke unterquert wird, bevor es schnurstracks weiter geht zur Walhalla. Wenn Sie zur hoch am Hang thronenden Walhalla wollen, zügeln Sie ihre Ungeduld; denn es gibt neben der Straßenverbindung unweit östlich von Donaustauf auch einen Fußweg weiter östlich, auf dem am Radweg extra hingewiesen wird.

Die Orientierung fällt im übrigen leicht; denn die Route verläuft vorbei an Sulzbach beständig zwischen der Landstraße und dem Fluß, bevor der Donauradweg bei der folgenden Häuseransammlung nach rechts schwenkt und nun immer hinter dem Hochwasserschutzdamm durch die topfebene Niederung führt. So geht es vorbei an Demling, und Sie müssen sich alsbald entscheiden, ob Sie einen kleinen Umweg über Bach a.d. Donau machen möchten.

 

Ortsinfo

Bach a.d. Donau, 334 m ü.N.N., 1.700 Einw., lohnt einen Abstecher; denn wie oft ergibt sich schon die Gelegenheit, ein Schmucksteinbergwerk zu besichtigen. Die Altvorderen suchten hier zunächst nach Silber (daher wird das Bergwerk auch als 'Silberschacht' bezeichnet), später nach Schmucksteinen. Heute ist die Grube als Erlebnisbergwerk hergerichtet, daß unter sachkundiger Führung im vollen Dress der alten Bergleute - einschließlich Zipfelmütze - besichtigt wird. Und Ihren vom vielen Radeln gestreßten Lungen wird es auch gut tun; denn die Luft ist dort unter Tage so rein, daß inzwischen sogar Wellness-Veranstaltungen angeboten werden (geöffnet April-Okt. di-so 11-17 h, Führung ca. 1 Stunde, Baierweinmuseum in Bach an der Donau, DonauradwegEintritt 5,00 Euro; Historisches Schmucksteinbergwerk Silberschacht, Am Kittenrain, 93090 Bach a.d. Donau, Fon 09403/961073).

Und wo Sie nun schon mal in Bach sind, bleibt vielleicht auch noch Zeit für einen Besuch im Baierweinmuseum. Es ist in einem Weinpresshaus aus dem 14. Jh. untergebracht und beherbergt u.a. eine Presse von Anfang des 17. Jh. Zusammen mit dem zugehörigen Weinlehrpfad sollten keine Fragen zum Baierwein offen bleiben (geöffnet Mai-Okt. 1. So im Monat 14-17 h, Eintritt 1,50 Euro).

Bach a.d. Donau, Donau-Radweg Verwaltungsgemeinschaft, Wörther Straße 5, 93093 Donaustauf, Fon 09403/95020, Fax 09403/950280, E-Mail: poststelle@vg-donaustauf.de, Internet: www.vg-donaustauf.de.

 

Nach einem eventuellen Besuch in Bach geht es zurück an die Donau und weiter hinter dem Damm nach Frengkofen, wo Sie auf den Damm hinauf kommen, um im Anschluß auf einer zweispurigen Betonplattenstraße zu fahren, die aber später wieder in eine Asphaltbahn übergeht.

Unter der Autobahn hindurch wird Kiefenholz erreicht, wo Sie die Qual der Wahl haben; denn entweder folgen Sie nun weiter dem Weg hinter dem Damm und kosten damit die Donauschleife in ihrer Gänze aus oder Sie fahren über Oberachdorf - mit einem Abstecher nach Wörth - und kürzen damit die Donauschleife ab.

Die Etappe folgt der 'Abkürzung', und so geht es auf der Straße in die Ortsmitte von Kiefenholz hinein, um bei der Kirche links abzuzweigen. Damit rollen Sie zur Kreuzung mit einer vorfahrtberechtigten Landstraße, für deren sichere Querung kurz zuvor ein Geh- und Radweg beginnt. Der setzt sich auf der anderen Seite fort, und wenn es nach einer Weile so ausschaut, als ob er enden würde und Sie wieder auf der Fahrbahn radeln müßten, geht es mit einem Linksschwenk auf den dortigen Damm. Sie werden über den Bach geleitet, fahren nach Oberachdorf hinein und stoßen nach einem Rechtsbogen auf eine Vorfahrtstraße. Links einbiegend und einfach dem Straßenverlauf folgend geht es durch das Dorf, dann über die Autobahn hinweg und sofort danach an einer T-Kreuzung rechts hinein in die Ortsmitte von Wörth.

 

Stadtinfo

Schloß Wörth, DonauradwegWörth a.d. Donau, 335 m ü.N.N., 4.500 Einw., stand im Sommer 1806 kurz im Rampenlicht der europäischen Geschichte, als der Mainzer Kurfürst Karl Theodor von Dalberg im Rondellzimmer des Wörther Schlosses die Rheinbundakte unterzeichnete. Damit unterwarf er sich den Allmachtsfantasien Napoleon I., der fortan für seine Feldzüge auf die Truppen der Rheinbundstaaten zurückgreifen konnte. Anfänglich beteiligten sich 16 deutsche Fürsten, traten aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation aus und akzeptierten gern die französische Schutzherrschaft; denn die versüßte Napoleon mit Standeserhöhungen (vom Herzogtum zum Großherzogtum und dergl.) und der Abschaffung der althergebrachten Rechte diverser Reichsstände, die direkt dem jeweiligen Landesherrn unterstellt wurden. Kurfürst Karl Theodor dürfte der Rheinbund besonders gefallen haben; denn er wurde dessen „Fürstprimas“. Aber es gilt eben immer und überall, wie gewonnen, so zerronnen: 1813 war es mit der Herrlichkeit vorbei, und er mußte abdanken.

Immerhin hat Napoleon dafür gesorgt, daß ständische, provinziale, lokale und feudale Sonderrechte zurückgedrängt wurden, und damit Deutschland so nebenher einen Modernisierungsschub verpaßt - manche muß man eben zum Jagen tragen.

Das Schloß wurde übrigens auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg unter dem bayerischen Pfalzgraf und Herzog Johannes, der auch bischöflicher Administrator des Bistums Regensburg war, in den Jahren 1522 bis 1525 erbaut und diente den Regensburger Bischöfen als Sommerresidenz. Heute beherbergt es ein Alten- und Pflegeheim und kann daher nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden - Mai-Okt. jeden ersten Sa im Monat um 15.30 Uhr, Treffpunkt am Vorwerk (äußeres Tor des Schlosses); Sonderführungen nach Vereinbarung unter Fon 09482 / 3035.

Wörth, Donau-Radweg Verwaltungsgemeinschaft, Rathausplatz 1, 93086 Wörth a.d. Donau, Fon 09482/9403-0,
Fax 09482/3291, E-Mail: vg-woerth@realrgb.de, Internet: www.stadt-woerth.de.

 

Die „Abkürzung“ des Donauradwegs führt an der Brücke bei Oberachdorf südlich des Baches auf Asphalt weiter und verläuft hinter dem Damm - bei den Brücken jeweils kurz auf dem Damm -, bis die Vorfahrt links über den Bach hinweg führt und Sie unmittelbar vor der Autobahn rechts abzweigen. Nun ist „Standstreifenradeln“ angesagt; denn das Rauschen der Kfz läßt sich kaum überhören, allerdings währt dies nicht sehr lange, da Sie nach zwei sanften Wellen und anschließender Abfahrt an den Abzweig nach Hofdorf kommen. Dort müssen Sie sich entscheiden, ob es gleich weiter gehen soll, dann queren Sie die kleine Vorfahrtstraße nach halbrechts, oder ob Sie Zeit für einen Besuch des Nostalgiemuseums haben, dann geht es links unter der Autobahn hinweg dorthin.

 

Info

Nostalgiemuseum in Wörth-Hofdorf, DonauradwegDas Nostalgiemuseum Hofdorf bietet in fünf Gebäuden eine Sammlung aus 3. Jahrhunderten: Blech- und Holzspielzeug; Marionetten und Puppen nebst -stuben, -küchen und Kaufläden; Foto-, Film- und Projektionsgeräte; Radios, Fernseher und Funkgeräte; landwirtschaftliche Maschinen und Geräte; Oldtimer und, und, und. Wenn Ihnen danach erstmal der Kopf schwirrt, kein Problem: Es gibt ja noch das angeschlossene Café mit Leckereien nach Omas Rezepten (geöffnet Ostern bis Okt. sa & so 14-18 h; Privatmuseum Alexander Freiherr und Silvia Freifrau von Eyb, Zur alten Donau 4, 93086 Wörth-Hofdorf, Fon 09482 / 90086, Fax 09482 / 959444, E-Mail nachricht@nostalgie-museum.de, Internet: www.nostalgie-museum.de).

Wörth, Hofdorf, Donau-Radweg Übernachtungsmöglichkeit in Wörth-Hofdorf

 

Der Donauradweg setzt sich also südlich der Autobahn fort und führt kurz hügelan aufs freie Feld. Dort geht es bald links und damit zu einer Vorfahrtstraße, mittels der Sie wenige Meter rechts/links versetzen, um die Fahrt auf einspurigem Asphalt fortzusetzen, der schnurgerade durch die Felder leitet.

Zweimal werden in der Folge kleine Vorfahrtstraßen gerade gequert, bevor Sie zur dritten Vorfahrtstraße kommen, die im Gegensatz zu den beiden vorherigen nun zweispurig ist und in die Sie rechts einbiegen, um nach Pondorf zu gelangen. Im Ort stoßen Sie bei der Kirche auf eine abknickende Vorfahrtstraße, biegen geradeaus ein, zweigen aber alsbald links ab und fahren mit einem Schlenker zum Hochwasserschutzdamm, wo die Etappe wegen des Kartenblattschnitts endet.

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Donauradweg (8)

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