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Donauradweg (9)
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Etappe 9: Pondorf – Pittrich – Kößnach – Unterzeitldorn – Sossau – Straubing – Reibersdorf – Bogen – Pfelling – Maria-Posching – Metten – Deggendorf – Seebach (61 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 8 KB).
Informationen zur CD TOP 200
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Die Etappe folgt dem Hochwasserschutzdamm, und Sie können nach Belieben auf ihm oder 'landeinwärts' unterhalb von ihm fahren. Beide Wege sind geschottert, der eine etwas feiner, der andere etwas gröber - Qual der Wahl also. Nach ca. 2 km bietet es sich aber auf jeden Fall an, hinter dem Damm zu radeln; denn dort wird glatter Asphalt geboten. Die Abzweige ignorierend kommen Sie nach Pittrich, wo Sie fast bis ans Ortsende radeln, um dort links über einen Graben hinweg abzubiegen und somit durch die winzige Häuseransammlung Neudau zu fahren.
Im bald erreichten Kößnach stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße und queren gerade, um mittels der „Wirtsgasse“ zu einer weiteren Vorfahrtstraße zu radeln, in die Sie rechts einbiegen. Damit verlassen Sie das Dorf nach Süden, ignorieren die nach links abknickende Vorfahrt und fahren weiter geradeaus, so daß die Räder bald auf einem Geh- und Radweg rollen und Sie vorbei an Unterzeitldorn zu einer Unterführung kommen, die unter der zuvor parallel verlaufenden Landstraße hindurch nach Sossau leitet. Dort folgen Sie dem Verlauf der kleinen Wohnstraße, bis es mittels einer Brücke rechts über ein Gewässer hinweg geht.
Vorbei am Sportplatz wird ein Rechtsbogen absolviert, so daß Sie wieder an die Landstraße herankommen und dem Geh- und Radweg an ihrer linken Seite folgen können. So geht es über die Donau mit Schleuse und Wehr hinweg, und Sie radeln noch eine Weile, bis der Geh- und Radweg bald nach einer beampelten Kreuzung auf dieser Seite der Straße endet und Sie mittels Verkehrsinsel auf die andere Seite wechseln müssen. Nun mögen Sie den Eindruck haben, von der Stadt wieder weggelenkt zu werden, aber gemach: Das paßt schon! Es sind nur noch ein paar Höhenmeter zu erobern, dann geht es schon an einer beampelten Kreuzung links in die Innenstadt von Straubing, wo Sie geradezu die Fußgängerzone erreichen und schieben müssen. Linker Hand des Rathauses finden Sie die Tourist-Information.
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Stadtinfo
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Straubing, 322 m ü.N.N., 44.600 Einw., war 1435 der Tatort eines Verbrechens, und es gereicht der Stadt zur Ehre, daß sie noch heute alle vier Jahre mit einem Freilichtspiel im Herzogsschloß daran erinnert (nächste Spielzeit 2011). Es geht dabei um Agnes Bernauer, in die sich Herzog Albrecht III. von Bayern-München verliebt und die er sogar heimlich geheiratet haben soll. Heimlich, weil die Bernauer eine Frau aus einfachen Verhältnissen war und weil damit die Heirat nicht der 'von Gott gewollten' Ständehierarchie entsprach. Diese Ansicht teilte insbesondere der Vater Albrechts III., Herzog Ernst, der mit namentlichem Ernst die Lage betrachtete und zu dem Schluß kam, daß dem unbedingt ein Ende zu bereiten war. Also wurde der Sohn von einem Vetter zur Jagd andernorts geladen und die 'heimliche' Frau wegen Zauberei, Hochverrat und Landschädlichkeit angeklagt und zum Tode verurteilt. Am 12. Oktober 1435 wurde sie in den Fluten der Straubinger Donau ertränkt, was den 'heimlichen' Gemahl offenbar mit gar nicht so großer Trauer erfüllte; denn schon im Frühsommer 1436 versöhnten sich Herzog Ernst und sein einziger Sohn Albrecht. Der Vater stiftete zum Gedenken an Agnes eine Kapelle auf dem Friedhof St. Peter, und der Sohn heiratete im November des gleichen Jahres eine standesgemäße Dame, eine Herzogstochter aus Braunschweig. Tja, so lösen die feinen Herren eben solche Probleme (weitere Infos zum Freilichtspiel unter www.agnes-bernauer-festspiele.de).
Agnes Bernauer starb am 12. Oktober 1435, ertränkt in den Fluten der Straubinger Donau, was den 'heimlichen' Gemahl offenbar mit gar nicht so großer Trauer erfüllte; denn schon im Frühsommer 1436 versöhnten sich Herzog Ernst und sein einziger Sohn Albrecht. Der Vater stiftete zum Gedenken an Agnes eine Kapelle auf dem Friedhof St. Peter, und der Sohn heiratete im November des gleichen Jahres eine standesgemäße Dame, eine Herzogstochter aus Braunschweig. Tja, so lösen die feinen Herren eben solche Probleme...
Straubing hat aber nicht nur solch schauerliche Geschichten zu bieten, und bei einem Stadtrundgang verdienen neben den zahlreichen Kirchen das Rathaus (1382 von den Bürgern erworben, mehrfach umgebaut) und der immerhin 68 m hohe Stadtturm (14.-16. Jh.) einen Blick. Übersehen können Sie den Turm aber nicht nur wegen seiner Größe kaum, sondern auch weil er den breiten Straßenmarkt in den Ludwigs- und den Theresienplatz teilt. Mit etwas Glück können Sie beim Betrachten dem Glockenspiel lauschen, daß die Bürger ihrem jahrhundertelang glockenlosen Feuer- und Wachturm erst vor wenigen Jahren spendierten und das sowohl in Dur als auch in Moll gespielt werden kann.
Sollte es Petrus ausnahmsweise weniger gut mit Ihnen meinen, und Sie es daher vorziehen, sich im Trockenen aufzuhalten, bietet sich für einen Besuch das Gäubodenmuseum an - Fraunhoferstraße 9; Archäologie, u.a. mit dem weltberühmten „Römerschatz“, sakrale Kunst und Stadtgeschichte; geöff. di-so 10-16 h, weitere Infos unter www.gaeubodenmuseum.de.
Das Herzogsschloß finden Sie direkt an der Donau bei der „Schloßbrücke“ (ach!). Es wurde ab Mitte des 14. Jh. errichtet, als die Stadt zum Herzogtum Straubing-Holland gehörte (nein, Sie haben sich nicht verlesen, Holland wie Niederlande), und diente nicht nur als Wohnhaus des Fürsten, sondern auch der weltlichen Regierung mit z.B. Rentmeister-, Kasten- und Mautamt. Da paßt es doch ganz gut, daß heute neben anderen Einrichtungen auch das Finanzamt hier seinen Sitz hat.
Wenn Sie mehr über die Geschichte der Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten in Erfahrung bringen möchten, sollten Sie die Teilnahme an einer der Führungen der Tourist-Information erwägen. Geboten werden z.B. „Straubing zum Kennenlernen“ (Mitte Mai bis Mitte Okt., mi & sa 14 h), „Über den Dächern von Straubing“ (Mitte März bis Mitte Okt., do & so 14 h, sa 10.30 h), „Romantischer Friedhof St. Peter - Basilika und Kapellen“ und „Geschichte und Geschichten im Licht der Laterne“ (beide nur an einigen wenigen Tagen) - mehr Infos (z.B. über die lobenswert zivilen Kosten) finden Sie unter www.straubing.de -> Tourismus -> Straubing erleben -> Führungen.
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Amt für Tourismus, Theresienplatz 20, 94315 Straubing, Fon 09421/944-307, Fax 09421/944-103,
E-Mail: tourismus@straubing.de,
Internet: www.straubing.de.
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Nach der Fußgängerzone geht es geradeaus weiter zum „Unteren Tor“, und Sie biegen an der beampelten Kreuzung links ab, rollen auf dem Radweg abwärts, überqueren die hier doch deutlich schmalere Donau und biegen gleich danach rechts ab („Vogelauweg“). Die kleine Anliegerstraße verläuft hinter dem Hochwasserschutzdamm und geht bald in einen Geh- und Radweg über, der kurz in den Auwald, dann vorbei an einer Wiese und darauf wieder in den Wald leitet, bevor Sie links abzweigen und derart wieder an die Landstraße heran kommen. Dort halten Sie sich rechts und fahren auf dem Geh- und Radweg hinauf zur Brücke über den zweiten Arm der Donau. Am Anfang der Brücke befindet sich übrigens eine Gedenktafel für Agnes Bernauer.
Bei der Abfahrt sollten Sie das Tempo mäßigen; denn gleich nach der Brücke geht es rechts, an der nächsten T-Kreuzung links und sodann hinter dem Damm aus der Stadt hinaus. Bald stoßen Sie auf eine andere Straße, biegen halbrechts in diese ein und setzen Ihre Fahrt - sich allmählich vom Hochwasserschutzdamm entfernend - durch die Wiesen und Felder fort. Nach der Unterquerung der B 20 erreichen Sie Reibersdorf, radeln in die Ortsmitte, versetzen bei der Kirche kurz rechts/links und befinden sich damit direkt hinter einer Hochwasserschutzmauer. Übrigens ein guter Ort für ein Päuschen; denn in die Mauer wurden 'Balkone' integriert - glauben Sie nicht, na, dann schauen Sie es sich doch an...
Am Ortsende gabelt sich die Strecke, und Sie nehmen die rechte Möglichkeit, radeln damit hinter dem Damm und sehen, wenn Sie zweimal kurz auf den Damm gelangen, daß die Donau ziemlich weit entfernt fließt. Ohne Orientierungsprobleme nähern Sie sich derart Bogen, wo Sie an einen Eisenbahndamm heran kommen, kurz davor nach links schwenken und vorbei an Sportplätzen auf eine Landstraße zu fahren. Kurz vor ihr geht es rechts direkt an die Schienen heran und dort links auf einen schmalen Weg, so daß Sie direkt am Bahnübergang auf eine Straße gelangen.
Nach rechts werden die Schienen überquert und geradewegs in Richtung Stadtmitte geradelt. Nach der Brücke über den Bogen fahren Sie mit der Vorfahrt rechts und sanft ansteigend ins Zentrum.
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Stadtinfo
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Bogen, 322 m ü.N.N., 10.100 Einw., verdankt seiner Lage eine frühe Besiedlung, denn auf dem Bogenberg wurden zahlreiche Gegenstände aus der Bronze- und der Urnenfelderzeit (2. Jt. v.u.Z.) einschließlich noch heute erkennbarer Wallanlagen gefunden. Danach scheint es aber eine längere Phase gegeben zu haben, in der die Menschen die Lage weniger interessant fanden; zumindest gibt es Zeugnisse erst wieder seit dem 8. Jh. u.Z.
Wollen Sie auf den alten Spuren wandeln, müssen Sie sich auf den Bogenberg begeben, der sich - wie unschwer zu erkennen - ganz beachtlich aus dem Donautal erhebt. Für die Mühen können Sie sich dadurch entschädigen, daß Sie die Wallfahrtskirche (15. Jh., Einrichtung überwiegend 18. & 19. Jh.) und/oder das Heimatmuseum (geöffnet Mitte April bis Mitte Okt. mi, sa & so 14-16 h, so auch 10-12 h, Eintritt 1,50 Euro) besuchen.
Wenn Sie sich die fast einhundert Höhenmeter sparen möchten, lohnt vielleicht ein kleiner Ausflug mit dem Rad nach Oberalteich (unweit nordwestlich). Dort finden Sie die frühere Kloster- und heutige Pfarrkirche St. Peter und Paul (17. Jh.) und das Kulturforum (ehemalige Klostermühle, heute Veranstaltungs- und Ausstellungsort, weitere Infos unter www.oberalteich.de/kulturforum/).
Und wenn Sie zu Pfingsten in der Stadt weilen, sollten Sie sich nicht wundern, wenn Sie einer Fußwallfahrt begegnen, bei der eine etwa 13 m lange Kerze, ein mit Wachs umwickelter Fichtenstamm, auf den Schultern, manchmal sogar aufrecht stehend getragen wird, denn dann handelt es um die im 15. Jh. begründete Wallfahrt zur Kirche auf dem Bogenberg.
Daß sich die Stadt Bogen rühmt, 'die Wiege des bayerischen Rautenwappens' zu sein, beruht übrigens auf zwei Hochzeiten. Die erste fand Mitte der 80er Jahre des 12. Jh. statt, und es ehelichten einander der Bogener Graf Albert III. und Ludmilla, Tochter eines böhmischen Herzogs und Enkelin des ungarischen Königspaars - eine gute Partie also. Albert III. verstarb aber bereits 1198, und Ludmilla war mit gerade mal ca. 30 Jahren zu jung, um den Rest des Lebens solo zu verbringen. Ihre Suche nach einem adäquaten Partner war erfolgreich; es wurde Herzog Ludwig I. von Bayern, der sogleich die Rauten des Bogener Geschlechts übernahm, wie Holzfiguren des Paares im Kloster Seligenthal in Landshut zeigen, wo Ludwig ein weißblaues Wappenschild trägt.
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Kultur- und Festamt, Stadtplatz 56, 94327 Bogen, Fon 09422 / 505109, Fax 09422 / 505182,
E-Mail: info@bogen.de,
Internet: www.bogen.de.
Tourismus- und Informationszentrum, Bahnhofstraße 26, 94327 Bogen, Fon 09422 / 808855.
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Die Innenstadt wird auf der Vorfahrtstraße durchquert, und so kommen Sie zurück zur Landstraße, halten sich kurz davor links und folgen der Anliegerstraße, die bald in einen Geh- und Radweg übergeht. Wenn es nach einer Weile ein bißchen langweilig wird, entlang der schnell befahrenen Straße zu radeln, kommt auch schon eine kleine Abwechslung; denn der Donauradweg führt links kurz hügelan, so daß Sie auf eine Vorfahrtstraße stoßen und ihr links folgen, um alsbald rechts eine Unterführung zu wählen. Jenseits geht es im Zick-Zack-Kurs an die Landstraße und damit auf den Geh- und Radweg zurück.
Erst in Pfelling wird die Landstraße bei der Kirche verlassen, und man hat sich mal wieder eine sehr aufwendige Lösung einfallen lassen; denn Sie sollen die nicht sonderlich stark befahrene (und gut einsehbare) Landstraße mittels Tunnel unterqueren. Nun denn, so oder so geht es jenseits auf der Dorfstraße weiter und Sie versetzen einmal im Ort sowie einmal am Ortsende rechts/links, um im Anschluß hinter dem Hochwasserschutzdamm auf gutem Asphalt zu radeln.
Damit ist ein Abschnitt erreicht, auf dem Sie mal so richtig 'Gas geben' können; denn die Route verläuft stur hinter dem Damm auf dem guten Belag und nichts lenkt Sie vom Velo fahren ab. Wenn allerdings der Wind von vorn kommt...
Erst ca. 2,5 km hinter Maria-Posching müssen Sie wieder aufwachen; denn dann kommen Sie zu einer kleinen Landstraße und haben die Qual der Wahl: Entweder folgen Sie rechts den Hinweisen hinauf auf den Damm und radeln dort auf einem Schotterweg oder Sie bedienen sich der kleinen asphaltierten Straße. Reisende mit Kinderanhänger sollten auf jeden Fall zunächst auf der Straße bleiben, da der Weg auf dem Damm anfänglich in der Mitte grasbewachsen ist. Das ändert sich aber bald nach der Häuseransammlung Sommerstorf, und zwar dort, wo ein Bach überquert wird und ein Vogelbeobachtungsplatz eingerichtet wurde.
Auch wenn der Schotterweg nicht immer die beste Qualität aufweist, ist es doch ganz angenehm nun mal wieder den Blick über die Donau schweifen lassen zu können, obwohl diese - das sei zugegeben - hier mehr einer Wasserstraße als einem Fluß ähnelt. Kurz vor der Autobahn geht es vom Damm herunter, und die Räder rollen nun wieder auf Asphalt, und zwar bis zu einem Info-Punkt von Metten. Der Donauradweg führt geradeaus weiter, ich empfehle aber links nach Metten hineinzufahren; denn
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Stadtinfo
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Metten, 318 m ü.N.N., 4.500 Einw., verdankt seine Bekanntheit der Benediktinerabtei, die im 8. Jh. gegründet wurde, und die heute neben der markanten Kirche mit dem Doppelturm vor allem eine prunkvolle Bibliothek mit rund 200.000 Bänden auszeichnet. Bücherwürmer dürften schon hellhörig geworden sein und müssen sich auch nicht zurückhalten; denn es werden Führungen durch die Mettener Abtei einschließlich der Klosterkirche und der Bibliothek angeboten, und zwar di-so um 10 h & um 15 h.
Der Ort selbst entwickelte sich in den früheren Jahrhunderten nur zögerlich und zählte z.B. 1885 nur 1.858 Einwohner. Bis zum Zweiten Weltkrieg änderte sich daran nichts; doch danach stieg die Einwohnerzahl durch die Flüchtlinge auf fast das Doppelte an. Geschadet hat dies Metten nicht, ganz im Gegenteil - wie die Gemeinde auf ihrer Homepage berichtet - wandelte sich die Wirtschaft, die früher ihre Schwerpunkte einerseits in der Landwirtschaft, andererseits in der Steinindustrie hatte, und nun aus einer Vielzahl neu entstandener kleinerer und größerer Gewerbebetriebe besteht. Wer meint, daß Zuwanderung den bereits Ansässigen schadet, sollte wohl ins Grübeln geraten...
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Rathaus, Krankenhausstraße 22, 94526 Metten, Fon 0991/99805-0, Fax 0991/99805-50,
E-Mail rathaus@markt-metten.de,
Internet www.markt-metten.de.
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Nach einem Stadtbesuch radeln Sie wie gekommen zurück und achten darauf, daß die Straße eine aufgelassene Bahnlinie kreuzt. Dort geht es links auf den Geh- und Radweg, der später in eine kleine Straße übergeht, die schnurstracks nach Deggendorf führt. Dort gewinnen Sie ein paar Höhenmeter, verlieren sie aber auch gleich wieder und kommen in der Stadt zu einer abknickenden Vorfahrtstraße. In diese biegen Sie geradeaus ein, fahren damit auf einem Velostreifen und unterqueren alsbald die Eisenbahn. Direkt danach geht es rechts auf einen Geh- und Radweg und dann mit ein paar Schlenkern durch eine kleine Grünanlage, wobei auch die Autobahn/B 11 unterquert wird, bevor Sie an eine beampelte Kreuzung gelangen.
An dieser Kreuzung weisen die Schilder des Donauradwegs nach rechts. Hier ist aber ein guter Punkt, um in die Innenstadt zu fahren. Wenn Sie das möchten, biegen Sie links ab, halten sich sofort wieder rechts und radeln dann auf der „Veilchengasse“ (Einbahnstraße in dieser Richtung) ins Zentrum.
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Stadtinfo
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Deggendorf, 314 m ü.N.N., 34.200 Einw., wurde 1002 erstmals urkundlich erwähnt und entstand an einem natürlichen Donauübergang. 1316 erhielt Deggendorf das Stadrecht und entfaltete eine so rege Markttätigkeit, daß sich das Bürgertum 1535 ein repräsentatives Rathaus leisten konnte, daß noch heute den weiten Marktplatz beherrscht. Selbstverständlich weckte der Wohlstand Begehrlichkeiten bei diversen Eroberern, aber die Deggendorfer wußten sich zu wehren - vor allem die Deggendorferinnen, wie die folgende Geschichte belegt:
Als 1266 Ottokar von Böhmen mit seinem Heer das mit einem Stadtgraben und einem doppelten Mauerring gut geschützte Deggendorf belagerte, um die Bevölkerung auszuhungern und so zur Aufgabe zu zwingen, wurde ein Späher vorgeschickt, um zu schauen, wie es den Bürgern mittlerweile erging. Er kletterte also auf die Stadtmauer, tat dies allerdings unglücklicherweise genau an der Stelle, an der das Haus des Bürgermeisters lag und wo gerade die Frau des Bürgermeisters vis-á-vis der Mauer in der Küche beschäftigt war. Als diese den Eindringling entdeckte, fackelte sie nicht lange, sondern nahm einen der großen Knödel, die sie gerade zubereitete, und warf ihn dem Späher mitten ins Gesicht, so daß der rücklings von der Leiter in den Stadtgraben fiel und seinem Hauptmann nur vermelden konnte, daß die Deggendorfer noch soviel zu essen hätten, daß sie sogar mit Knödeln schießen könnten... Und so ziert heute die Stadt ein Knödelbrunnen mit der mutigen Werferin.
Bei einem Stadtrundgang verdient neben dem Rathaus, diversen Bürgerhäusern und den Kirchen vor allem auch das Kulturviertel einen Blick und/oder Besuch. Im Kulturviertel sind die Bibliothek, der Kapuzinerstadl (Konzerte, Vorträge, Kunstausstellungen) und das Stadt- sowie das Handwerksmuseum vereint. An einem regnerischen Tag können Sie sich dort also angenehm die Zeit vertreiben und z.B. dem Druckerhandwerk auf den Grund gehen oder in dem vollständig erhaltenen biedermeierlichen Verkaufsraum der Sell'schen Apotheke stöbern; geöffnet di-sa 10-16 h, so 10-17 h, Eintritt für beide Museen 1,50 Euro - weitere Infos finden Sie unter www.kulturviertel-deggendorf.de.
Wenn Sie lieber Ihren Gaumen verwöhnen wollen, empfiehlt sich vielleicht ein kurzer Ausflug in den Stadtteil Mietraching; denn dort können Sie bei einer Führung das Geheimnis des Bärwurz lüften lassen. Neben den Erläuterungen zur Entstehungsgeschichte bietet sich natürlich ein Schlückchen an; denn der Bärwurz ist ein Klarer mit mindestens 38 Vol.% (Eckert GmbH, Marienthal 3, 94469 Deggendorf-Mietraching, Fon 0991/22044, Fax 0991/22045, Internet www.baerwurz-eckert.de, geöff. mo-fr 9-12 & 14-18 h, sa 10-13 h).
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Touristinformation, Oberer Stadtplatz, 94469 Deggendorf, Fon 0991/2960-535, Fax 0991/2960-539,
E-Mail tourismus@deggendorf.de,
Internet www.deggendorf.de.
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Nach einem Besuch der Innenstadt und/oder Übernachtung verlassen Sie den Stadtplatz nach Süden, folgen einfach dem Straßenverlauf und gelangen so an eine beampelte Kreuzung, wo Sie links abbiegen, um noch kurz dem Radweg, später dem Radfahrstreifen stadtauswärts zu folgen.
So radeln Sie eine Weile, bis wieder ein Radweg geboten wird, mit dem Sie bald eine Seitenstraße queren, bevor der Weg erst nach rechts, dann nach links schwenkt und schließlich mit einem Rechts-/Linksversatz eine Eisenbahntrasse quert. Vorbei an einem Sportplatz geht es hinaus in die Wiesen, wo sich das einspurige Asphaltband mit vielen Schlängeln zunächst noch nahe der Eisenbahnlinie hält, später aber an den Damm der Autobahn heranführt.
Nachdem Sie ca. 2,5 km zwischen Eisen- und Autobahn geradelt und vielleicht des Summens und Brummens überdrüssig sind, kommen Sie zu der Brücke auf der Höhe von Seebach, fahren vor ihr links und dann mit einem 180°-Bogen rechts über die Autobahn hinweg. Hier endet die Etappe wegen des Kartenblattschnitts.
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