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In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entwickelten amerikanische Eishockeyspieler die bis dahin bekannten Rollschuharten (es gab zuvor sowohl welche mit Rollen hinter- und nebeneinander als auch nur hintereinander) zu den heute bekannten Inline-Skates weiter, um auch außerhalb der Saison angemessen trainieren zu können. Am Ende des Jahrzehnts war das Inline-Skaten in den USA schon zur Trendsportart Nummer eins geworden, so daß es nur noch eine Frage der Zeit war, bis die Europäer nachziehen würden. Mitte der 90er war es dann so weit, und im Landkreis Teltow-Fläming beschloß man, den Skatern eines der denkbar besten Angebote zu machen. 1995 begann man mit den Vorarbeiten und konnte im April 2001 bei Luckenwalde den ersten 11½ km langen Rundkurs (heute RK 2 genannt) fertig stellen. Bereits im August 2002 folgte der 100 km lange RK 1, und zwei Jahre später wurde in Jüterbog die Skate-Arena eröffnet. Parallel wurde das Wegenetz ausgebaut und wird es noch immer (derzeit Neubau eines Abschnitts zwischen Fröhden und Wahlsdorf). Zudem sieht man vielerorts, daß die Strecke gut gepflegt und – wenn dies z.B. wegen Wurzelaufbrüchen erforderlich ist – mit hohem Aufwand instandgesetzt wird. (Foto: Tourismusverband Fläming e.V.)
Wie es der Name verspricht, verläuft die(!) Flaeming-Skate® durch den Fläming, genauer den Niederen Fläming, einen eiszeitlich gebildeten Höhenzug, weshalb teils durchaus beachtliche Höhenunterschiede zu verzeichnen sind. Da Skater nicht so gut bremsen können wie die Radfahrenden, werden Sie gelegentlich auf Schilder wie das nebenstehende stoßen, aber womöglich enttäuscht sein, wenn das Gefälle aus Radlersicht nicht sonderlich beachtlich ist. In Gegenrichtung – also hügelan – gilt aber, daß so manche Radfahrer durchaus ins Schwitzen kommen werden. Zum Ausgleich gibt es auch sehr lange nahezu ebene Strecken (z.B. im nördlich an den Fläming angrenzenden Baruther Urstromtal), so daß für jeden etwas dabei ist. (Foto: Lienhard Schulz)
Die Orte werden meist umfahren, weshalb gelegentlich beachtlich enge Kurven zu absolvieren sind. Damit Sie weder die Sehenswürdigkeiten noch die gastronomischen Einrichtungen verpassen, machen diese vor Ort mit Hinweisen auf sich aufmerksam. Im Falle von Luckenwalde und Jüterbog ist es aber so, daß Sie sich von den Rundkursen recht weit entfernen müssen, um in das jeweilige Zentrum zu gelangen. Daher finden Sie in den Etappenbeschreibungen entsprechende Tipps.
Im Übrigen müssen Sie sich um die Orientierung unterwegs nicht sorgen; denn zum einen sind nahezu alle Abzweige durch eine blaue Linie so markiert, daß man sofort erkennt, wo es weiter geht, zum anderen gibt es alle 200 m Streckenpfosten, auf denen die Routen und Entfernungen angegeben sind. Und schließlich befinden sich an manchen wichtigeren Abzweigen metallene Hinweise (mit Entfernungsangaben) und hölzerne Hinweise (die allerdings schwer bzw. erst im Stand lesbar sind).
Erfreulich ist, daß die Strecken vielfach als Fahrradstraßen ausgewiesen sind, so daß sie (im Gegensatz zu Geh- und Radwegen) z.B. auch von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt werden können, was die Akzeptanz bei der ortsansässigen Bevölkerung deutlich erhöht haben dürfte. Und die ist im Übrigen beachtlich: Man wird nicht nur freundlich begrüßt (sofern man selbst anständig genug ist, zu grüßen), sondern die Anwohner nutzen die Strecke auch durchaus selbst zum Skaten und Rad fahren. Wer vorab mehr über die Strecke, die Region, Land und Leute in Erfahrung bringen möchte, besucht die Website der Flaeming-Skate GmbH, die für Werbung, Vermarktung und Sponsoring rund um die Flaeming-Skate® verantwortlich zeichnet -> www.flaeming-skate.de, oder die des Landkreises, dem Träger des Projekts -> www.teltow-flaeming.de, bzw. die des Tourimusverbands -> www.reiseregion-flaeming.de.
Viel Vergnügen sowie Rad- und Speichenbruch wünscht

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