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Flaeming-Skate® (1)
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Etappe 1: Luckenwalde – Jänickendorf – Holbeck – Stülpe – Ließen – Petkus – Wahlsdorf – Heinsdorf – Hohenseefeld – Wiepersdorf – Welsickendorf – Körbitz – Langenlipsdorf – Oehna – Dennewitz – Niedergörsdorf – (Altes Lager – Neues Lager) – Jüterbog – Skate-Arena – Kloster Zinna – Werder – Neuhof – Kolzenburg – Luckenwalde (101 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 10 KB).
Informationen zur CD "TOP 200"
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Diese 'Große Runde' folgt dem Kurs 1 der Flaeming-Skate® und beschert einen angenehmen Wechsel von Wald und Flur sowie ebenen und sanftwelligen Abschnitten. Um den Kreislauf zu trainieren, darf man vor Ließen über mehrere Kilometer ganz sanft hügelan radeln und sich darüber freuen, daß ausnahmsweise für die Skater und Radler ein erheblich besserer Belag als für die Kraftfahrer geboten wird: Es gibt eben doch Gerechtigkeit! Wenn Ihnen die 'Große Runde' zu lang ist, können Sie 'schon' in Oehna oder Jüterbog wieder in den Regional-Express einsteigen.
Davon ausgehend, daß Sie mit der Bahn anreisen, beginnt die Etappe am Bahnhof von Luckenwalde. Diesen verlassen Sie gen Südosten, gelangen so auf den Vorplatz, finden dort den ersten Hinweis zur Flaeming-Skate®, halten sich entsprechend links und folgen damit kurz der „Bahnhofstraße“ Richtung Nordosten. Schon bald leitet ein Hinweis rechts in die „Poststraße“, und Sie queren später geradewegs die B 101, bevor Sie das Museum und die Tourist-Information passieren und wenige Meter weiter rechts durch die Fußgängerzone radeln.
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Stadtinfo
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Luckenwalde, 48 m ü.N.N., 21.000 Einw., verdankt seine Entwicklung (u.a.) einem Drama, das 150 km südwestlich stattfand. 1780 nämlich wurde Gera bei einem Großbrand weitgehend zerstört, wobei auch über 200 Zeugmacher Haus und Hof verloren. Die Preußen erkannten ihre Chance, bauten auf Staatskosten die 'Große Fabrik' und sollen derart immerhin 24 Tuchmacherfamilien nach Luckenwalde gelockt haben. Dem Kaufmann Thomas de Vins jedenfalls wurde am 12. Oktober 1781 die Konzession zum 'Betrieb einer Wollzeugfabrik nach Geraer Art'(!) erteilt, und dieser ließ sich in der Folge das Herrenhaus des Vierseithofs errichten (Haag 20, unweit westlich der Touristinformation). 200 Jahre lang diente das Gelände der Produktion – in der DDR dem VEB Volltuch –, und beherbergt heute neben einem Hotel und Restaurant auch eine Bowlingbahn sowie in der nebenstehenden ehemaligen Turbinen- nun die Kunsthalle, in der außer Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auch Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen präsentiert werden. Geöffnet mi-so 14-19 h, Eintritt frei; weitere Infos sowie das Programm finden Sie unter www.kunsthalle-vierseithof.de.
Da man sich in Luckenwalde auf die Tuchmacherei verstand, lag es nahe, auch in die Hutproduktion einzusteigen, was offensichtlich von Erfolg gekrönt war, denn als die Hutfabriken der Herren Salomon und Gustav Herrmann, Felix sowie Robert Steinberg senior und junior 1921 fusionierten, konnte man sich den Bau einer neuen Fabrik in der Industriestraße 2 (südwestlich des Zentrums) leisten. Ob es der unternehmerischen Sparsamkeit oder der Bekanntschaft mit einem der Bauherrn geschuldet war, daß man den damals noch unbekannten Architekten Erich Mendelsohn beauftragte, kann dahingestellt bleiben; denn was zählt ist, daß dieser Anfang der 20er Jahre mit den vier Produktionshallen, einem Kessel- und Turbinenhaus, einer Färberei sowie zwei Torhäusern eines seiner Meisterwerke schuf. Insbesondere die Färberei sorgte für Aufsehen, da sie ein mächtiger Abluftschacht krönt, der einem Hut ähnelt und prompt zum Markenzeichen wurde. Wer mehr über das Baudenkmal erfahren möchte, folgt dem Link zur 'Deutschen Stiftung Denkmalschutz': www.monumente-online.de/05/01/streiflicht/hutfabrik_luckenwalde.php.
Beim Stichwort Architektur darf ein Hinweis auf das Stadttheater nicht fehlen, wobei ursprünglich der Bau einer Volksschule mit Aula beabsichtigt war, man aber im Verlaufe der Planung und des Baus 1927-30 die Aula zum Theater mit immerhin über 700 Sitzplätzen erweiterte. Daher bildet die viergeschossige Schule nun den Mittelteil, der links von der Turnhalle mit Zeichenterrasse und Astronomieturm sowie rechts vom Theater begrenzt wird. Zeichenterrasse? Astronomieturm? Wundern Sie sich auch? Auf der von mir besuchten Schule gab es dergleichen jedenfalls nicht. Bisher kannte ich auch keine Volks(!)schule mit einer derartigen Ausstattung. Aber die Luckenwalder waren eben sehr fortschrittlich und sahen für ihre Schule ein reformpädagogisches Konzept vor, gemäß dem aber nur von 1930-33 gelehrt werden konnte, da die Nazis – kaum an der Macht – die Friedrich-Ebert-Schule in Hindenburg-Schule umbenannten, den Rektor entließen und später sogar verhafteten sowie ins Konzentrationslager steckten.
Wer noch mehr über Luckenwalde erfahren möchte, sollte einen Besuch des Heimatmuseums in Betracht ziehen – geöffnet di, mi, fr 10-17 h, do 10-18 h, sa & so 11-16 h (Nov.-April 13-16 h); Eintritt € 2,00. Dort wird man Ihnen z.B. gern bestätigen, daß seit 1896 in Luckenwalde eine Pianofabrik ansässig ist, die ihre Salon- und Stutzflügel – auch zu DDR-Zeiten – weltweit vertrieb und noch immer verkauft; weitere Infos unter www.niendorfpiano.de. Oder daß seit 1878 in Luckenwalde eine Feuerwehrgerätefabrik besteht, die von Hermann Koebe gegründet wurde und schon bald beachtliche Verkaufserfolge erzielen konnte. 1948 wurde Koebe enteignet, das Werk bestand aber fort und wurde nach der Wende privatisiert. Seit 1998 gehört es zum Rosenbauer Konzern, einem der größten Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen weltweit – weitere Infos unter www.rosenbauer.com.
Daß man auch heute noch in Luckenwalde ein Herz für moderne Architektur hat, beweist die Stadt unschwer am Bahnhof; denn im ehemaligen Bahnhofsgebäude befindet sich eine Bibliothek, für deren Kinder- und Jugendabteilung der nebenstehende goldene Anbau errichtet wurde (Architekten: Arbeitsgemeinschaft Wronna, Feldhusen, Fleckenstein aus Berlin).
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Touristinformation, Markt 11, 14943 Luckenwalde, Fon 03371/672500, Fax 03371/ 672510,
E-Mail touristinfo@luckenwalde.de,
Internet www.luckenwalde.de.
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Am Ende der Fußgängerzone folgen Sie geradezu der „Breiten Straße“, um schon nach wenigen Metern halblinks auf einen schmalen Weg direkt entlang des Nuthefließes zu wechseln. So geht es zu einer Straße, mittels der Sie – vorbei am Neuen Kreishaus – links/rechts versetzen und damit den hiesigen Beginn der Flaeming-Skate® erreichen.
Wer die Flaeming-Skate® noch nicht kennt, wird wohl staunen, welch herrlicher Rollbelag geboten wird, und sich schon bald daran erfreuen, daß die Orientierung dank der blauen Linien und der gelegentlichen Hinweisschilder leicht fällt. So geht es unbeschwert durch eine Kleingartenanlage zu einem Park und einem Sportplatz. Rechts führt die Route sodann parallel zum „Meisterweg“ zu einer Kreuzung, und Sie halten sich geradeaus, um jenseits alsbald in den Wald einzutauchen. Bei der Jagdgaststätte Elsthal biegen Sie in eine kleine Straße ein, passieren alsbald das Freibad und zweigen nach einer S-Kurve halblinks ab, um vorbei an einem Hochseilgarten zu einer querenden Asphaltbahn zu gelangen, wo jenseits mit etwas Glück ein paar BMX-Fahrer beim Fliegen über die Dirts zu sehen sind.
Links abbiegend radeln Sie noch ein paar hundert Meter bis zu einem Abzweig, an dem der Rundkurs 1 beginnt, und Sie geradezu das Nuthetal durchqueren, bevor die Etappe durch den Wald und schließlich vorbei an einem Wasserwerk zu einer Landstraße führt. An ihr entlang verläuft die Flaeming-Skate® nach Jänickendorf, wo Sie gleich am Ortseingang den Rundkurs 2 rechts liegen lassen und links – über die Straße hinweg – weiter dem Rundkurs 1 folgen.
Der leitet beständig entlang der Straße durch den sich lang hinziehenden Ort, wobei durchgängig glatter Asphalt geboten wird, so daß Sie passabel radeln können. Danach geht es wie gehabt auf der Skaterbahn weiter nach Holbeck, wo die Etappe am östlichen Ortsrand rechts über die Straße und sodann halblinks in den Wald und zum Holbecker See führt.
Kurvenreich leitet der Rundkurs 1 entlang der Grenze eines früheren Truppenübungsplatzes zum südlichen Ortsrand von Stülpe, wo Sie auf eine Landstraße stoßen. Jenseits der Straße setzt sich die Skaterbahn rechter Hand fort, und Sie dürfen nun auf dem Weg nach Ließen auf vorzüglichem Belag ganz allmählich rund 60 Höhenmeter bewältigen. Daß die Steigung so verträglich ist, hat übrigens einen einfachen Grund: Einst verkehrte hier eine Kleinbahn, die die Städte Luckenwalde und Dahme/Mark miteinander verband. Falls Ihnen dennoch arg warm werden sollte, mag es Sie trösten, daß die Gastwirte in Ließen und Petkus Erfrischungen bereit halten und man sich in Wahlsdorf im Freibad erholen kann.
Direkt vor Ließen quert die Route die Landstraße, und es geht mit ein paar Schlenkern zu einer kurzen steilen Steigung, wobei Sie das 'Haus Hoher Golm' passieren und mit etwas Glück von den dort weilenden Kindern und Jugendlichen angefeuert werden. Sodann wird die Höhe wieder verloren und im Ort die Landstraße erneut gequert, um hernach einen weiten Bogen zu schlagen. Vorbei an einem Rastplatz kommen Sie zurück zur Landstraße und erobern noch 20 Höhenmeter, bevor Sie Petkus erreichen.
Im Ort wird wieder ein Haken geschlagen und die B 115 überquert, um danach zum Gutshaus zu gelangen – heute Hotel und Restaurant. Danach führt der Rundkurs zum südlichen Ortsrand, schlägt dort noch zwei Haken und quert schließlich – genau auf der Höhe der Mühle – die Landstraße.
Bald nach Petkus taucht die Route in den Wald ein, und Sie können die Räder rollen lassen; denn die Strecke offeriert nicht nur viele Kurven, sondern auch ein angenehmes Gefälle. In Wahlsdorf werden ein paar Schlenker absolviert – u.a. vorbei am Abzweig der Rundkurse 5 und 6 –, wobei der Ort überwiegend linker Hand liegen bleibt. Aber immerhin kommen Sie direkt am Freibad vorbei, was den einen oder anderen zu einer Pause verleiten mag.
Nach Wahlsdorf dürfen Sie sich bei unangenehmem Wind darüber freuen, daß die Strecke quasi im Knick verläuft; denn rechts zum Acker und links zur Straße hin säumen Bäume und Büsche den Weg. In Heinsdorf wiederholt sich das schon bekannte Spiel: Also bei den ersten Häusern Rechts-/Linksversatz und westlich der Ortsmitte bis zu einer querenden Straße sowie danach hinter den Grundstücken entlang bis zur Landstraße, entlang der es schnurstracks nach Südwesten geht. Bei einem Waldstück versetzt die Route nach Westen, und dank der Felder haben Sie einen perfekten Ausblick auf die Windenergieanlagen, denen Sie im Anschluß recht nahe kommen.
Der „Niebendorfer Weg” leitet in Hohenseefeld zur B 102, die Sie queren, um mit einem kleinen Schlenker links/rechts zur Straße „Am Graben” zu gelangen. Sodann müssen Sie Obacht geben; denn schon beim nächsten Abzweig führt der Rundkurs 1 rechts weiter – Hinweise vorhanden.
Die Route verläuft Richtung Kirche, versetzt bald ein wenig rechts/links und leitet dann am westlichen Ortsrand entlang nach Süden, bevor es mit einem Rechtsknick hinaus in die Felder und ein wenig hügelan geht. In Wiepersdorf fahren Sie geradewegs in den Ort, bevor die Räder rechts am Dorfanger entlang rollen und Sie wenige Meter weiter auf die „Bettina-von-Arnim-Straße” stoßen. Diese Straße heißt nicht umsonst so; denn links abbiegend gelangen Sie zum
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Info
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Schloß Wiepersdorf, das Joachim Erdmann von Arnim auf Friedenfelde in der Uckermark (ach, was für ein Titel) 1780 zusammen mit dem sogenannten Ländchen Bärwalde käuflich erwarb. Ein Jahr später wurde sein zweiter Sohn Ludwig Achim von Arnim geboren. Kurz darauf verstarb die Mutter an den Folgen der Geburt, und Ludwig Achim sowie sein Bruder Carl Otto wuchsen bei der Großmutter in Berlin auf. Nach dem Tod des Vaters 1804 erbten die Brüder das Ländchen Bärwalde, und Ludwig Achim heiratete 1811 Bettina Brentano (1785-1859), mit der er 1814 auf das Gut Wiepersdorf zog.
Allerdings hat es Bettina von Arnim auf dem Lande wohl nicht sonderlich gefallen; denn sie siedelte schon 3 Jahre später nach Berlin um. Da Ludwig Achim bis zu seinem Tod 1831 als Gutsherr und Dichter in Wiepersdorf blieb, lebten die beiden getrennt, was zu einem umfangreichen Briefwechsel führte, der nicht nur Einblicke in die Ehe gestattet, sondern in dem auch kulturgeschichtliche Ereignisse und das dörfliche Leben zu Beginn des 19. Jh. geschildert werden. Mehr erfahren Sie im Bettina und Achim von Arnim-Museum, das von Feb. bis Nov. sa & so 13-16 h geöffnet ist – Eintritt 2,00 €.
Das Schloß blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Besitz der von Arnims, diente sodann kurz als sowjetische Kommandantur und später als Flüchtlingsunterkunft, bevor es seit 1947 für Arbeits- und Erholungsaufenthalte von Künstlern genutzt wurde. Die dafür zuständigen Träger wechselten mehrfach; heute gehört das Schloß der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Im jetzt so genannten Künstlerhaus werden weiterhin Arbeitsaufenthalte von bis zu sechs Monaten für Künstlerinnen und Künstler aller Disziplinen aus dem In- und Ausland mit Stipendien gefördert.
Wenn Sie an einem Wochenende nach Schloß Wiepersdorf kommen, können Sie nicht nur dem Museum einen Besuch abstatten, sondern sich auch dem leiblichen Wohl widmen, indem Sie das Café in der Orangerie aufsuchen (geöffnet April-Okt. sa & so 13-17 h). Bei der Gelegenheit bietet sich auch ein Spaziergang durch den schönen Park an, der ganzjährig zugänglich ist. Wer mehr über das Künstlerhaus und die dortigen öffentlichen Veranstaltungen erfahren möchte, sollte die unten genannte Website besuchen.
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Künstlerhaus Schloß Wiepersdorf, Bettina-von-Arnim-Straße 13, 14913 Wiepersdorf, Fon 033746 / 699-0, Fax 033746 / 699-19,
E-Mail info@schloss-wiepersdorf.de,
Internet www.schloss-wiepersdorf.de.
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Unweit des Angers quert die Etappe schräg die „Bettina-von-Arnim-Straße” und leitet zu einem langen Steg, mittels dem Sie einen weiten Linksbogen schlagen und sodann den Ort verlassen. Wieder wird hervorragender Rollbelag geboten, und so radeln Sie genüßlich durch den Wald und passieren dabei auch den Abzweig zum Flugplatz Reinsdorf, worauf ob der dortigen Gaststätte (direkt am Tower!) große hölzerne Hinweise aufmerksam machen.
In Welsickendorf queren Sie die B 101 gerade, knicken am Ortsrand rechts ab, genießen sodann den schönen Blick auf die Kirche und schlagen noch zwei Haken, bevor die Räder entlang einer kleinen Straße nach Körbitz rollen. Gleich am Ortseingang geht es rechts über die Straße und damit am nördlichen Dorfrand entlang, bis die Route rechts über eine sanfte Welle vorbei an Windenergieanlagen und dem nebenstehenden schicken Rastplatz nach Langenlipsdorf leitet.
Kurz vor dem Ort schwenkt die Etappe bei einer querenden Straße nach halbrechts und führt bald zu einer T-Kreuzung, an der Sie links abzweigen, um kurz darauf die Landstraße zu queren. Nahe der Kirche versetzt die Etappe rechts/links, bevor es ein paar hundert Meter weiter rechts entlang einer kleinen Landstraße schnurstracks nach Norden bis zu einem Abzweig geht: Die Etappe knickt mit dem Rundkurs 1 der Flaeming-Skate® links ab; wer abkürzen (und nach Jüterbog) will, kann geradezu dem Rundkurs 4 nach Bochow folgen, um von dort auf einer gut asphaltierten und nur schwach befahrenen Landstraße nach Jüterbog zu gelangen.
Dem Rundkurs 1 folgend queren Sie die Landstraße, dürfen alsbald recht ordentlich abwärts sausen und können den Schwung nutzen, um die verlorene Höhe sogleich zurückzugewinnen. Wenig später passieren Sie den Abzweig zum Freibad von Oehna und radeln zur Abwechslung mal auf einer zweispurig Asphaltierten. An der kurz darauf erreichten Landstraße geht es links und damit zu einem 'Vorort' von Oehna, wo die Route auf der Fahrbahn verläuft und die Eisenbahntrasse quert wird. Wer 'schon' genug hat, kann hier in den zweistündlich verkehrenden Regional-Express einsteigen.
Nach dem Bahnübergang wird rechter Hand wieder der gewohnte Skaterbelag auf einem eigenen Weg geboten. Direkt vor dem eigentlichen Ort versetzt die Route rechts/links und führt am nördlichen Ortsrand entlang zur Kirche, wo Sie eine Landstraße gerade queren. Danach kommen Sie einen Haken schlagend zur Dorfstraße, überqueren sie und radeln auf dem Geh- und Radweg aus dem Ort. Zunächst verläuft die Strecke über Felder, dann durch den Wald, wo Sie später rechts abzweigen, um sodann gen Norden zu fahren.
Nach einer Weile wird mitten in der Pampas links/rechts versetzt, und es geht weiter über die Felder nach Dennewitz, wo Sie die Hochzeitsmühle passieren, bevor Sie auf eine Vorfahrtstraße stoßen, die halbrechts in die Ortsmitte leitet, während die Flaeming-Skate® scharflinks abknickend die Straße quert.
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Ortsinfo
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Dennewitz, 84 m ü.N.N., 300 Einw., ist ein Ortsteil der Gemeinde Niedergörsdorf und trotz seiner geringen Größe weithin bekannt, weil hier am 6. September 1813 eine Schlacht im Rahmen der Befreiungskriege stattfand. Nachdem die Grande Armée unter der Führung Napoleons 1812 in Rußland vernichtend geschlagen worden war, sammelten sich die versprengten Truppenteile im mit Frankreich verbündeten Sachsen. 1813 strebte man die (erneute) Eroberung von Berlin an, doch konnten die Preußen zusammen mit den Russen und Schweden den Angriff abwehren – insbesondere in der Schlacht bei Großbeeren am 23. August 1813. Durch zahlreiche Gefechte, u.a. das bei Dennewitz, wurde das napoleonische Heer gezwungen, sich nach Leipzig zurückzuziehen, wo es in der Völkerschlacht vom 16. bis zum 19. Oktober 1813 von den alliierten Truppen besiegt wurde.
In und bei Dennewitz gibt es gleich mehrere Denkmäler, die an die Befreiungskriege erinnern, und im Heimatmuseum können Sie sich ein Diorama der Schlacht anschauen (geöffnet sa & so 13-16 h).
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Tourist-Information, Kastanienallee 21, 14913 Niedergörsdorf - Altes Lager, Fon 033741 / 80906, Fax 033741 / 80904,
E-Mail tourismus@niedergoersdorf.de,
Internet www.niedergoersdorf.de.
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Die Flaeming-Skate® leitet südlich der Nuthe vorbei an einem Teich, bevor der Bach überquert wird und es hinauf zur Dorfstraße geht. Dort biegen Sie links ab, unterqueren alsbald eine Bahnlinie und fahren hernach noch ein paar Meter auf der Fahrbahn, bevor rechter Hand wieder ein Geh- und Radweg in der gewohnten Qualität geboten wird. Kurz darauf passieren Sie übrigens linker Hand einen Hinweis zur Nuthequelle, die sich – wie der Inschrift eines Findlings am Geh- und Radweg zu entnehmen ist – 138 m weiter südwestlich auf dem Feld befindet.
Die Route zweigt wenige Meter weiter rechts in die Straße mit dem schönen Namen „Denkmalsberg” ab, und es geht tatsächlich bald nicht nur recht steil hügelan (wobei der Weg sinnigerweise auch schmaler wird, aber: paßt schon!), sondern auch vorbei am nebenstehenden Denkmal, das an die Befreiungskriege erinnert (s.o.). Nach dem Anstieg queren Sie eine Landstraße und folgen jenseits dem Geh- und Radweg rechts, so daß Sie erst noch über freies Feld, dann durch den Wald radeln und dort nach einer Weile an einen Abzweig links gelangen. Hier müssen Sie sich entscheiden, ob Sie einen Abstecher zum Alten und Neuen Lager machen wollen, dann geht es links, oder ob Sie den direkten Weg nach Jüterbog bevorzugen, dann geht es erst über die abzweigende Straße, dann über einen Bahnübergang und hernach rechts über die zuvor begleitete Straße hinweg, da nun die Rundkurse 1 und 4 auf einer ehemaligen Bahntrasse bis zur Kreuzung mit der B 102 verlaufen.
Variante über Altes und Neues Lager (8 km):
Die Variante folgt der Strecke S 11, und ich empfehle sie vor allem jenen, die mit eigenen Augen gesehen haben wollen, welch ungeheure Bedeutung das Militär einst für Jüterbog gehabt hat. Der Weg ist (zunächst) wieder 3 m breit asphaltiert und schlängelt sich durch den Wald, bevor Sie eine S-Kurve absolvieren und im Anschluß den einstigen
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Info
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Militärflugplatz Altes Lager erreichen, der heutzutage als Sonderflughafen für Hängegleiter, Gleitsegel und Ultraleichtflugzeuge genutzt wird. Daß hier einst andere Fluggeräte bewegt wurden, kann man schon unschwer aus der Rollbahn ableiten. Bald passieren Sie aber auch die Shelter Albrecht und Baer – bogenförmige, erdüberdeckte Unterstände –, in denen die Rote Armee Jagdflugzeuge unterstellte und so vor Luftangriffen schützte. Nachdem Sie noch ein Stückchen weiter geradelt sind, kommen Sie zudem an großen Hangars vorbei, so daß es keiner Phantasie bedarf, um sich vorstellen zu können, was für ein Betrieb geherrscht haben dürfte, als hier noch die sowjetischen Truppen stationiert waren.
Daß die Sowjets einen Flugplatz beim Alten Lager betrieben, hatte einen einfachen Grund; denn seit 1870 hatten die Deutschen hier Militärlager erbaut, unterhielten im Ersten Weltkrieg einen Luftschiffhafen und bildeten ab 1934 in der sog. Höheren Fliegertechnischen Schule Techniker und Ingenieure für die Wartung und Reparatur der Flugzeuge der Luftwaffe aus. Im einstigen Offizierskasino befindet sich heutzutage übrigens das Kulturzentrum DAS HAUS, wo nicht nur die Tourist-Information beheimatet ist, sondern wo seit Ende 1996 auch Theater gespielt wird – weitere Infos finden Sie unter www.das-haus-altes-lager.de.
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Tourist-Information, Kastanienallee 21, 14913 Niedergörsdorf - Altes Lager, Fon 033741 / 80906, Fax 033741 / 80904,
E-Mail tourismus@niedergoersdorf.de,
Internet www.niedergoersdorf.de.
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Wer mag, folgt nach dem Flugplatz weiter der Nebenstrecke der Flaeming-Skate® vorbei an einer Motocross-Bahn, diversen Hangars und hernach sich beinahe endlos hinziehender einstiger Kasernen nach Norden. Nach Überquerung einer Bahntrasse (mit niet- und nagelneuem Bahnhof!), geht es rechts auf dem Geh- und Radweg entlang der B 102. Und wundern Sie sich nicht: Die Strecke zieht sich ganz schön hin, bevor Sie an einer beampelten Kreuzung die dort querenden Rundkurse 1 und 4 erreichen.
Ende der Variante.
Ab der Kreuzung mit der B 102 führt die Etappe auf dem Geh- und Radweg links der Straße nach Nordosten und absolviert erst einen Rechts-, dann einen Linksbogen, wobei Sie (mal wieder, s.o.) an allmählich verfallenden, zum Teil auch im Abriß befindlichen ehemaligen Kasernen vorbeifahren. Wenn nach einer Weile linker Hand sanierte Plattenbauten und rechter Hand neue Häuser (u.a. eine Freikirche) zu sehen sind, stellt sich die Frage, ob Sie zum Bahnhof und/oder in die Innenstadt von Jüterbog möchten. Wenn ja, dann geht es rechts.
Variante in die Altstadt von Jüterbog (5,5 km):
Auf der kleinsteingepflasterten „Tauentzienstraße” geht es nach wenigen Metern automatisch rechts, kurz darauf links in eine namenlose Straße (daß es so etwas in Deutschland gibt!), dann rechts in die „Brückenstraße”, schließlich links in die „Bergstraße” und damit vorbei an einem Wohnblock und einem Jugendclub zu einem Gehweg mit ein paar Treppenstufen. Ja, Sie haben richtig gelesen, Treppenstufen. Aber keine Sorge: Zahlreiche Radler haben dafür gesorgt, daß man das Velo daneben bequem schieben kann. Am Bahnhof angelangt müssen Sie Ihren Drahtesel allerdings in die Unterführung hinunter tragen. Zu den Bahnsteigen gelangt man hingegen, so denn gewünscht, auch per Fahrstuhl. (Sowohl in dieser als auch in der entgegengesetzten Richtung ist der Weg zum Bahnhof bzw. zur Flaeming-Skate® solide beschildert.)
Wenn Sie vom Bahnhof aus in die Altstadt und auf dem Weg dorthin eine unnötige Kfz-Verkehrsbelastung vermeiden möchten, sollten Sie sich nach dem Verlassen des Bahnhofs links halten und von den beiden in etwa vis-à-vis der Fahrradstellplätze befindlichen Gehwegen den linken wählen. Das bedeutet zwar, daß Sie Ihr Velo ein paar Stufen abwärts tragen müssen, doch müssen Sie danach nur noch eine Straße queren, über eine Wiese abwärts rollen, kurz links in eine Betonplattenstraße fahren und wenige Meter weiter rechts in den „Wilhelm-Kempff-Weg” abzweigen, um sodann lauschig radeln zu dürfen.
Denn die Route führt zu einem Graben, wobei der Weg erst noch ein bißchen schmal ist, später aber breiter wird und als Allee ausgebaut wurde. Wenn nach einer ganzen Weile der Weg auf der linken Seite des Grabens endet, versetzen Sie mittels einer Brücke rechts/links und radeln wenige Meter weiter rechts zu einer Straße. Leicht nach links versetzend 'biegen' Sie in die „Lessingstraße” ein und fahren – sich an der nächsten Kreuzung einfach geradeaus haltend – zum „Markt” von
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Stadtinfo
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Jüterbog, 71 m ü.N.N., 12.800 Einw., wo Sie sogleich das mächtige Rathaus bewundern können, dem die einstige Bedeutung und der beachtliche Wohlstand der Stadt anzusehen ist. 1174 wurden der erstmals 1007 schriftlich erwähnten Kommune die Stadtrechte verliehen, und die wußten die Bürger augenscheinlich zu ihrem Vorteil zu nutzen; denn man konnte sich im 13. Jh. eine machtvolle Stadtmauer mit drei Doppeltoren leisten (nebenstehend das Dammtor, Foto: Lienhard Schulz). An den Toren findet man übrigens kleine Tafeln mit der denkwürdigen Inschrift: „Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den schlage man mit der Keule tot.” Sinnigerweise hängt die Keule auch gleich daneben, so daß gewisse Sorgen durchaus berechtigt erscheinen. Und ob sich die Jüterboger auch heute noch an die Regel halten, verrate ich natürlich nicht.
Nach über 50jähriger Bauzeit wurde das Rathaus 1507 vollendet, parallel wurden aber auch die Nikolaikirche und die Mönchenkirche des Franziskanerklosters fertiggestellt, so daß die Jüterboger mit ihrem Schaffen recht zufrieden gewesen sein dürften. Die Blütezeit endete aber im Dreißigjährigen Krieg, und Jüterbog verblieb nur noch die Rolle eines bedeutungslosen Provinznestes.
Von 1635 an gehörte Jüterbog zu Sachsen, geriet aber 1815 unter preußische Fittiche, da die Sachsen an der Seite Napoleons gekämpft hatten und dafür dadurch bestraft wurden, daß sie zwei Drittel ihrer Fläche sowie ein Drittel ihrer Bevölkerung an Preußen verloren. Der Stadt ging es in der Folge so schlecht, daß sie die Obrigkeit mehrfach aufforderte, doch bitteschön eine Garnison anzusiedeln. Der Wunsch wurde schließlich erhört, und 1832 bezog eine Reiterkompanie ihr Quartier in Jüterbog.
Ab 1860 begann man mit dem Bau eines Artillerie-Schießplatzes, der in den folgenden Jahrzehnten immer wieder umgebaut und erweitert wurde. So wurden z.B. 1870 gleich 9.000 französische Kriegsgefangene in einem Barackenlager, dem späteren 'Alten Lager', untergebracht und zum Ausbau der militärischen und zivilen Infrastruktur gezwungen, darunter natürlich auch zur Vergrößerung des Schießplatzes. 1889 reichte das nicht mehr, man beschloß den Bau eines zweiten Schießplatzes und damit auch eines 'Neuen Lagers'. Nach der Jahrhundertwende experimentierte man auch mit Luftschiffen, trainierte den Bombenabwurf im Wald bei Markendorf (östlich von Jüterbog) und baute die Luftschiffhallen 'Albrecht' und 'Baer'. Noch während des Ersten Weltkriegs begann der Ausbau des Stadtteils Damm (südlich der Altstadt) zum Fliegerhorst. Darauf bauten die Nazis auf und erweiterten u.a. mal wieder den Truppenübungsplatz, wofür die Dörfer Zinna, Mehlsdorf und Felgentreu (nördlich von Jüterbog) geräumt und die Bewohner umgesiedelt wurden. Im nebenstehenden Offiziers-Kasino wird man vom Endsieg geträumt haben, doch übernahmen 1945 die Sowjets die Regie und bauten – na?, ja genau – den Truppenübungsplatz aus. Nicht kleckern, sondern klotzen, war angesagt, und durch Brandrodungen wurden mal eben auf 120 km² ein Panzerschießplatz und ein Bombodrom geschaffen. Schließlich lebten rund 40.000 Sowjets in und um Jüterbog, dreimal soviel wie die Stadt an Einwohnern zählte, doch seit 1994 ist der Spuk vorbei und Konversion angesagt.
Von schweren Bombenangriffen blieb die Stadt im Zweiten Weltkrieg verschont, und da seit der Wende erhebliche Mittel in die Altstadtsanierung geflossen sind, präsentiert sich Jüterbog heutzutage mit mittelalterlichem Stadtgrundriß und zahlreichen Einzeldenkmalen. Viele Straßen und Plätze wurden instandgesetzt, der Umbau der Ortsdurchfahrt der B 102 soll in den nächsten Jahren erfolgen. Wenn Sie mehr über die Geschichte der Stadt in Erfahrung bringen wollen, sollten Sie die nebenstehende Mönchenkirche besuchen; denn auf dem dortigen Areal des einstigen Franziskanerklosters befindet sich außer der Stadtinformation, der Stadtbibliothek, einer Bühne für verschiedenste Veranstaltungen und dem kulturhistorischen Archiv auch das Stadtmuseum – geöffnet di-so 12-17 h, do -18 h.
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Stadtinformation im Mönchenkloster, Mönchenkirchplatz 4, 14913 Jüterbog, Fon 03372 / 463113, Fax 03372 / 463450,
E-Mail stadtinformation@jueterbog.de,
Internet www.jueterbog.de.
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Nach einem Besuch der Altstadt fragt sich, ob Sie wieder zurück zum Bahnhof möchten oder ob Sie den Weg zur Flaeming-Skate® abkürzen wollen. Die Abkürzung folgt vom „Markt” der schon zuvor benutzten Straße namens „Wursthof” (Einbahnstraße, die in Gegenrichtung für Radfahrende freigegeben ist) und der „Lessingstraße”, bevor Sie mit der Vorfahrt rechts/links in die „Heffterstraße” versetzen. Dieser folgen Sie – bald eine andere Vorfahrtberechtigte geradeaus querend –, bis die Vorfahrt rechts abknickt und kurz darauf eine weitere Vorfahrtstraße erreicht wird („Galgenberg”). Der Name schreckt uns ehrbare Bürger nicht, und so geht es links auf ältlichen Betonplatten ein wenig hügelan. Geradezu schließt sich der „Neuheimer Weg” an, und es wird mal wieder eine Vorfahrtstraße gerade gequert, bevor Sie schnurstracks – nun auf Asphalt – zur Draisinentrasse radeln und bei Bedarf das Verkehrsmittel wechseln können. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie unter www.erlebnisbahn.de.
Ende der Variante.
Nach der Überquerung der Draisinenstrecke geht es rechts auf den buttersüßen Asphalt der Rundkurse 1, 3 und 4, und Sie würden hier diejenigen treffen – wenn sie nicht längst weg wären –, die Bahnhof und Altstadt rechts liegen gelassen haben, um statt dessen vom Abzweig zum Bahnhof aus schnurstracks bis zu einer T-Kreuzung zu fahren (an der sich übrigens eine große Biogasanlage befindet) und jenseits der Asphaltbahn rechts zum obigen Treffpunkt zu folgen.
Also vermutlich nicht wiedervereint, aber trotzdem glücklich geht es an der Draisinenbahn entlang, bald mit Rechts-/Linksversatz über sie hinweg und sodann schnurstracks zur Skate-Arena, wo Skater auf einer ovalen Bahn mit einer Länge von 200 Metern und 'Steilkurven' sich mal so richtig ins Zeug legen können. Dank der digitalen Zeiterfassung, des Rundenzählers, des Anzeigendisplays und einer Beschallungsanlage mit drahtlosem Mikrofon steht einem echten Rennen nichts im Wege. Außerdem gibt es ein Hockeyfeld mit einer Größe von 20 mal 40 Metern sowie eine Flutlichtanlage, so daß die Skater auch in der Dunkelheit ihrem Hobby frönen können.
Direkt vor der Skate-Arena knickt die Etappe links ab, schlägt vor dem Wald noch einen Links-/Rechtshaken und führt dann über die Draisinenstrecke hinweg in den Wald. Dort leitet der gute Rollbelag sicher zum nördlichen Waldrand, an dem entlang Sie nun nach Osten bis zur B 101 fahren. Obwohl die Obrigkeit durch verschiedene Maßnahmen deutlich gemacht hat, daß man die B 101 hier tunlichst nicht queren soll, können manche offenbar nicht anders und müssen sich – vielleicht gerade wegen der Hindernisse – an dieser Stelle über die Autopiste mogeln.
Diejenigen, die sich durch (gut gemeinte) Verbote nicht provozieren lassen, fahren genüßlich nach Kloster Zinna, wo Sie direkt vor dem Ort die Nuthe überqueren und sich ein Abstecher zum Kloster anbietet, wozu Sie gleich nach dem Bach links abzweigen und dem Rundkurs 3 bis zu einem Linksknick folgen. Dort geht es mit Hinweis zum Kloster geradezu auf einen Trampelpfad und so zu einer Straße, die Sie queren, um jenseits sogleich zur Klosterkirche zu gelangen.
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Ortsinfo
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Das Kloster Zinna wurde 1170 vom Magdeburger Erzbischof Wichmann gegründet, und die Zisterziensermönche erwiesen sich bei der Urbarmachung der Nutheniederung als so erfolgreich, daß sie umliegende Dörfer und sogar die Stadt Luckenwalde kaufen konnten und schließlich über die beachtliche Fläche von 300 km² herrschten. 1553 wurde das Kloster säkularisiert, erhalten blieben aber einige Gebäude, darunter die romanisch-frühgotische Klosterkirche (geweiht 1226) sowie das alte (frühes 14. Jh.) und das neue Abtshaus (1430-35). In der Alten Abtei widmet man sich der Herstellung des Kräuterlikörs 'Zinnaer Klosterbruder'. In der Neuen Abtei können Sie sich über die Geschichte des Klosters informieren und die einstige Anlage anhand eines Modells nachvollziehen. Das wohl wichtigste Exponat ist aber das Gebäude selbst, insbesondere wegen der Fresken. Beide Häuser sind di-so 10-17 h geöffnet, Eintritt für beide (einschließlich Verkostung des Zinnaer Klosterbruders) € 5,00.
Sollte Ihnen das noch nicht genügen, können Sie auch das Webhaus besuchen (im obigen Eintrittspreis enthalten), das stilecht 1777 von einem Tuchfabrikanten errichtet wurde. Damit hatte sich auch eine Hoffnung Friedrichs des Großen erfüllt, der nämlich 1764 auf dem einstigen Klostergelände (nahe der damaligen Grenze zwischen Preußen und Sachsen) eine Stadt gründete und damit versuchte, Weber aus der Lausitz anzulocken. Heutzutage wird im Webhaus an drei Handwebstühlen aus den Jahren 1838, 1920 und 1948 gewebt, und Sie können die Produkte (z.B. Geschirrtücher, Tischdecken, Taschen, Beutel und Gardinen) auch gleich im angeschlossenen Laden kaufen. Und für den Fall, daß Sie ob der Besichtigungen hungrig und durstig geworden sein sollten, gibt es im Hause auch noch ein Café.
Und wer nun annimmt, daß ein so kleiner Ort (1.000 Einw.) wohl kaum noch mehr zu bieten hat, irrt; denn in der Klosterkirche finden alljährlich die 'Kloster-Zinna-Sommermusiken' statt. Entsprechend dem Veranstalter, nämlich der evangelischen Kirchengemeinde, liegt der Schwerpunkt auf Orgelmusik; aber es werden auch Events wie z.B. „E. A. Poe - H. Chr. Andersen meets J. S. Bach - Lesung und Orgelmusik in der nächtlichen Klosterkirche” geboten. Mehr zu den Veranstaltungen erfahren Sie auf der Website www.kloster-zinna-sommermusiken.de.
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Nach dem Besuch des Klosters geht es zum südlichen Ortseingang zurück, wo Sie auf die östliche Seite der B 101 wechseln können und sodann auf einem glatt asphaltierten Geh- und Radweg bis zu einem Abzweig links radeln. Dort lassen Sie die gelegentlich doch recht zahlreichen Kfz hinter sich und pedalieren auf dem jüngst erneuerten Skaterbelag bis zu einer Straße, entlang derer mal wieder die Nuthe überquert und sodann ein recht ordentlicher Anstieg bewältigt wird, bevor Sie den Ortseingang des hübschen Angersdorfs Werder erreichen.
Dort befindet sich im Übrigen nicht nur ein Parkplatz für die Skater, sondern auch der Erlebnishof Werder mit Hotel, Restaurant, Stall- und Reitanlagen sowie einem 'Landwirtschaftspark', in dem vor allem Kindern und Jugendlichen die heutige Landwirtschaft näher gebracht wird – mehr erfahren Sie unter www.erlebnishof-werder.de.
Die Etappe führt vorbei am Parkplatz, schlägt einen Haken links/rechts und leitet so zu einer Nebenstraße, die Sie erst queren und der Sie dann rechts folgen, um kurz darauf links abzuzweigen. Sanftwellig geht es nach Neuhof, wo die Räder auf der Fahrbahn rollen und Sie sich an einer Kreuzung geradeaus halten, bevor sich wieder glatter Asphalt anschließt, der über die Felder zum Wald führt.
Dort folgt ein Rechtsbogen, bevor die Flaeming-Skate® mit ein paar Kurven auf eine ehemalige Ortsverbindungsstraße nach Kolzenburg leitet. Kurz vor den ersten Häusern geht es scharfrechts, damit zurück in den Wald und bald zum Kreuzungspunkt der Rundkurse 1, 2 und 5. Links leitet der Asphalt bald aus dem Wald heraus, und Sie versetzen kurz nach dem Passieren einer Lagerhalle rechts/links, um nun vorbei an Pferdekoppeln zum Anger von Kolzenburg zu radeln, wo Gasthöfe zur Rast einladen.
Den Ort verlassen Sie nach Norden, absolvieren noch ein paar Bögen durch die schöne Niederung der Nuthe und kommen derart zu einem Abzweig links nach Luckenwalde, der Ihnen schon vom Anfang der Etappe her bekannt ist, weshalb ich hier auf die Beschreibung des Rückwegs zur Innenstadt und zum Bahnhof verzichte.
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© 2010 by Velo-Touring
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Flaeming-Skate® (1)
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