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Flaeming-Skate® (2)

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Etappe 2: Luckenwalde – Jänickendorf – Holbeck – Stülpe – Ließen – Petkus – Wahlsdorf – Schlenzer – Fröhden – Markendorf – Werder – Neuhof – Kolzenburg – Luckenwalde (59 km)

 

Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 6 KB).
Informationen zur CD "TOP 200"

Flaeming-Skate®: Etappe 2 von Luckenwalde über Stülpe, Wahlsdorf, Fröhden und Werder nach Luckenwalde

Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004

 

Eine 'Kleine Runde', die im wesentlichen dem Rundkurs 5 folgt und für die An- und Abfahrt den Rundkurs 2 einbezieht. Kreislauffördernd wirken sich die Höhenunterschiede aus, z.B. liegt Petkus fast 100 m höher als Luckenwalde.

Tourist-Information und Museum in Luckenwalde, Flaeming-Skate®Davon ausgehend, daß Sie mit der Bahn anreisen, beginnt die Etappe am Bahnhof von Luckenwalde. Diesen verlassen Sie gen Südosten, gelangen so auf den Vorplatz, finden dort den ersten Hinweis zur Flaeming-Skate®, halten sich entsprechend links und folgen damit kurz der „Bahnhofstraße“ Richtung Nordosten. Schon bald leitet ein Hinweis rechts in die „Poststraße“, und Sie queren später geradewegs die B 101, bevor Sie das Museum und die Tourist-Information passieren und wenige Meter weiter rechts durch die Fußgängerzone radeln.

 

Stadtinfo

Luckenwalde, 48 m ü.N.N., 21.000 Einw., verdankt seine Entwicklung (u.a.) einem Drama, das 150 km südwestlich stattfand. 1780 nämlich wurde Gera bei einem Großbrand weitgehend zerstört, wobei auch über 200 Zeugmacher Haus und Hof verloren. Vierseithof in Luckenwalde, Flaeming-Skate®Die Preußen erkannten ihre Chance, bauten auf Staatskosten die 'Große Fabrik' und sollen derart immerhin 24 Tuchmacherfamilien nach Luckenwalde gelockt haben. Dem Kaufmann Thomas de Vins jedenfalls wurde am 12. Oktober 1781 die Konzession zum 'Betrieb einer Wollzeugfabrik nach Geraer Art'(!) erteilt, und dieser ließ sich in der Folge das Herrenhaus des Vierseithofs errichten (Haag 20, unweit westlich der Touristinformation). Kunsthalle in Luckenwalde, Flaeming-Skate®200 Jahre lang diente das Gelände der Produktion – in der DDR dem VEB Volltuch –, und beherbergt heute neben einem Hotel und Restaurant auch eine Bowlingbahn sowie in der nebenstehenden ehemaligen Turbinen- nun die Kunsthalle, in der außer Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auch Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen präsentiert werden. Geöffnet mi-so 14-19 h, Eintritt frei; weitere Infos sowie das Programm finden Sie unter www.kunsthalle-vierseithof.de.

Da man sich in Luckenwalde auf die Tuchmacherei verstand, lag es nahe, auch in die Hutproduktion einzusteigen, was offensichtlich von Erfolg gekrönt war, denn als die Hutfabriken der Herren Salomon und Gustav Herrmann, Felix sowie Robert Steinberg senior und junior 1921 fusionierten, konnte man sich den Bau einer neuen Fabrik in der Industriestraße 2 (südwestlich des Zentrums) leisten. Ob es der unternehmerischen Sparsamkeit oder der Bekanntschaft mit einem der Bauherrn geschuldet war, daß man den damals noch unbekannten Architekten Erich Mendelsohn beauftragte, Hutfabrik in Luckenwalde, Flaeming-Skate®kann dahingestellt bleiben; denn was zählt ist, daß dieser Anfang der 20er Jahre mit den vier Produktionshallen, einem Kessel- und Turbinenhaus, einer Färberei sowie zwei Torhäusern eines seiner Meisterwerke schuf. Insbesondere die Färberei sorgte für Aufsehen, da sie ein mächtiger Abluftschacht krönt, der einem Hut ähnelt und prompt zum Markenzeichen wurde. Wer mehr über das Baudenkmal erfahren möchte, folgt dem Link zur 'Deutschen Stiftung Denkmalschutz': www.monumente-online.de/05/01/streiflicht/hutfabrik_luckenwalde.php.

Beim Stichwort Architektur darf ein Hinweis auf das Stadttheater nicht fehlen, wobei ursprünglich der Bau einer Volksschule mit Aula beabsichtigt war, man aber im Verlaufe der Planung und des Baus 1927-30 die Aula zum Theater mit immerhin über 700 Sitzplätzen erweiterte. Daher bildet die viergeschossige Schule nun den Mittelteil, der links von der Turnhalle mit Zeichenterrasse und Astronomieturm sowie rechts vom Theater begrenzt wird. Zeichenterrasse? Astronomieturm? Wundern Sie sich auch? Stadttheater in Luckenwalde, Flaeming-Skate®Auf der von mir besuchten Schule gab es dergleichen jedenfalls nicht. Bisher kannte ich auch keine Volks(!)schule mit einer derartigen Ausstattung. Aber die Luckenwalder waren eben sehr fortschrittlich und sahen für ihre Schule ein reformpädagogisches Konzept vor, gemäß dem aber nur von 1930-33 gelehrt werden konnte, da die Nazis – kaum an der Macht – die Friedrich-Ebert-Schule in Hindenburg-Schule umbenannten, den Rektor entließen und später sogar verhafteten sowie ins Konzentrationslager steckten.

Heimatmuseum in Luckenwalde, Flaeming-Skate®Wer noch mehr über Luckenwalde erfahren möchte, sollte einen Besuch des Heimatmuseums in Betracht ziehen – geöffnet di, mi, fr 10-17 h, do 10-18 h, sa & so 11-16 h (Nov.-April 13-16 h); Eintritt € 2,00. Dort wird man Ihnen z.B. gern bestätigen, daß seit 1896 in Luckenwalde eine Pianofabrik ansässig ist, die ihre Salon- und Stutzflügel – auch zu DDR-Zeiten – weltweit vertrieb und noch immer verkauft; weitere Infos unter www.niendorfpiano.de. Feuerwehrgerätefabrik in Luckenwalde, Flaeming-Skate®Oder daß seit 1878 in Luckenwalde eine Feuerwehrgerätefabrik besteht, die von Hermann Koebe gegründet wurde und schon bald beachtliche Verkaufserfolge erzielen konnte. 1948 wurde Koebe enteignet, das Werk bestand aber fort und wurde nach der Wende privatisiert. Seit 1998 gehört es zum Rosenbauer Konzern, einem der größten Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen weltweit – weitere Infos unter www.rosenbauer.com.

Bibliothek in Luckenwalde, Flaeming-Skate®Daß man auch heute noch in Luckenwalde ein Herz für moderne Architektur hat, beweist die Stadt unschwer am Bahnhof; denn im ehemaligen Bahnhofsgebäude befindet sich eine Bibliothek, für deren Kinder- und Jugendabteilung der nebenstehende goldene Anbau errichtet wurde (Architekten: Arbeitsgemeinschaft Wronna, Feldhusen, Fleckenstein aus Berlin).

Luckenwalde, Flaeming-Skate® Touristinformation, Markt 11, 14943 Luckenwalde, Fon 03371/672500, Fax 03371/ 672510, E-Mail touristinfo@luckenwalde.de, Internet www.luckenwalde.de.

 

Am Ende der Fußgängerzone folgen Sie geradezu der „Breiten Straße“, um schon nach wenigen Metern halblinks auf einen schmalen Weg direkt entlang des Nuthefließes zu wechseln. So geht es zu einer Straße, mittels der Sie – vorbei am Neuen Kreishaus – links/rechts versetzen und damit den hiesigen Beginn der Flaeming-Skate® erreichen.

Wer die Flaeming-Skate® noch nicht kennt, wird wohl staunen, welch herrlicher Rollbelag geboten wird, und sich schon bald daran erfreuen, daß die Orientierung dank der blauen Linien und der gelegentlichen Hinweisschilder leicht fällt. So geht es unbeschwert durch eine Kleingartenanlage zu einem Park und einem Sportplatz. Rechts führt die Route sodann parallel zum „Meisterweg“ zu einer Kreuzung, und Sie halten sich geradeaus, um jenseits alsbald in den Wald einzutauchen. Bei der Jagdgaststätte Elsthal biegen Sie in eine kleine Straße ein, passieren alsbald das Freibad und zweigen nach einer S-Kurve halblinks ab, um vorbei an einem Hochseilgarten zu einer querenden Asphaltbahn zu gelangen, wo jenseits mit etwas Glück ein paar BMX-Fahrer beim Fliegen über die Dirts zu sehen sind.

Links abbiegend radeln Sie noch ein paar hundert Meter bis zu einem Abzweig, an dem die Rundkurse 1 und 2 beginnen, und Sie geradezu das Nuthetal durchqueren, bevor die Etappe durch den Wald und schließlich vorbei an einem Wasserwerk zu einer Landstraße führt. An ihr entlang verläuft die Flaeming-Skate® nach Jänickendorf, wo Sie gleich am Ortseingang den Rundkurs 2 rechts liegen lassen und links – über die Straße hinweg – weiter den Rundkursen 1 und 5 folgen.

Die leiten beständig entlang der Straße durch den sich lang hinziehenden Ort, wobei durchgängig glatter Asphalt geboten wird, so daß Sie passabel radeln können. Danach geht es wie gehabt auf der Skaterbahn weiter nach Holbeck, wo die Etappe am östlichen Ortsrand rechts über die Straße und sodann halblinks in den Wald und zum Holbecker See führt.

Kurvenreich leiten die Rundkurse 1 und 5 entlang der Grenze eines früheren Truppenübungsplatzes zum südlichen Ortsrand von Stülpe, wo Sie auf eine Landstraße stoßen. Jenseits der Straße setzt sich die Skaterbahn rechter Hand fort, und Sie dürfen nun auf dem Weg nach Ließen auf vorzüglichem Belag ganz allmählich rund 60 Höhenmeter bewältigen. Daß die Steigung so verträglich ist, hat übrigens einen einfachen Grund: Einst verkehrte hier eine Kleinbahn, die die Städte Luckenwalde und Dahme/Mark miteinander verband. Falls Ihnen dennoch arg warm werden sollte, mag es Sie trösten, daß die Gastwirte in Ließen und Petkus Erfrischungen bereit halten und man sich in Wahlsdorf im Freibad erholen kann.

Rastplatz bei Ließen mit Hinweis zu einem nahegelegenen Biergarten, Flaeming-Skate®Direkt vor Ließen quert die Route die Landstraße, und es geht mit ein paar Schlenkern zu einer kurzen steilen Steigung, wobei Sie das 'Haus Hoher Golm' passieren und mit etwas Glück von den dort weilenden Kindern und Jugendlichen angefeuert werden. Sodann wird die Höhe wieder verloren und im Ort die Landstraße erneut gequert, um hernach einen weiten Bogen zu schlagen. Vorbei an einem Rastplatz kommen Sie zurück zur Landstraße und erobern noch 20 Höhenmeter, bevor Sie Petkus erreichen.

Mühle in Petkus, Flaeming-Skate®Im Ort wird wieder ein Haken geschlagen und die B 115 überquert, um danach zum Gutshaus zu gelangen – heute Hotel und Restaurant. Danach führt der Rundkurs zum südlichen Ortsrand, schlägt dort noch zwei Haken und quert schließlich – genau auf der Höhe der Mühle – die Landstraße.

Bald nach Petkus taucht die Route in den Wald ein, und Sie können die Räder rollen lassen; denn die Strecke offeriert nicht nur viele Kurven, sondern auch ein angenehmes, teils sogar recht ordentliches Gefälle. Beim Ortseingang von Wahlsdorf schlagen Sie zwei Haken, bevor die Etappe auf der Höhe der Ortsmitte rechts abknickt und Sie alsbald den Abzweig des Rundkurses 1 ignorieren, um geradezu weiter dem Rundkurs 5 zu folgen.

Zur Abwechslung radeln Sie nun abseits irgendwelcher Straßen, müssen also keine lärmenden Motoren und Reifen ertragen und können die sanftwellige Landschaft so recht genießen. Erst geht es etwas bergab, dann aufwärts nach Schlenzer; nicht umsonst nennt sich der Ort stolz „Bergdorf“. Zur Belohnung rauschen Sie im Anschluß abwärts und gelangen in Fröhden an eine T-Kreuzung mit dem dort querenden Rundkurs 4. Dort biegen Sie rechts ab, radeln kurz auf einem schmalen Weg und gelangen alsbald wieder auf freies Feld, wo die Räder sodann auf einem ehemaligen Eisenbahndamm nach Markendorf rollen. Vom Ort bekommen Sie direkt an der Strecke aber kaum etwas mit.

Nach der Kreuzung mit der B 115 schwenkt die Etappe bald halblinks in den Wald, und Sie können wieder genüßlich pedalieren. Um das Vergnügen noch zu steigern, fällt die Strecke schließlich recht ordentlich ab, bevor Sie südlich entlang des hübschen Angerdorfs Werder radelnd den Kreuzungspunkt mit dem Rundkurs 1 erreichen, und zwar bei einem Parkplatz des Erlebnishofs Werder (mit Hotel, Restaurant, Stall- und Reitanlagen sowie einem 'Landwirtschaftspark', in dem insbesondere Kindern und Jugendlichen die heutige Landwirtschaft näher gebracht wird – mehr erfahren Sie unter www.erlebnishof-werder.de).

Die Etappe führt vorbei am Parkplatz, schlägt einen Haken links/rechts und leitet so zu einer Nebenstraße, die Sie erst queren und der Sie dann rechts folgen, um kurz darauf links abzuzweigen. Sanftwellig geht es nach Neuhof, wo die Räder auf der Fahrbahn rollen und Sie sich an einer Kreuzung geradeaus halten, bevor sich wieder glatter Asphalt anschließt, der über die Felder zum Wald führt.

Dort folgt ein Rechtsbogen, bevor die Flaeming-Skate® mit ein paar Kurven auf eine alte Ortsverbindungsstraße nach Kolzenburg leitet. Kurz vor den ersten Häusern geht es scharfrechts, damit zurück in den Wald und bald zum Kreuzungspunkt der Rundkurse 1, 2 und 5. Links leitet der Asphalt aus dem Wald heraus, und Sie versetzen nach einer Lagerhalle rechts/links, um nun vorbei an Pferdekoppeln zum Anger von Kolzenburg zu radeln, wo Gasthöfe zur Rast einladen.

Den Ort verlassen Sie nach Norden, absolvieren noch ein paar Bögen durch die schöne Niederung der Nuthe und kommen derart zu einem Abzweig links nach Luckenwalde, der Ihnen schon vom Anfang der Etappe her bekannt ist, weshalb ich hier auf die Beschreibung des Rückwegs zur Innenstadt und zum Bahnhof verzichte.

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Flaeming-Skate® (2)

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