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Flaeming-Skate® (3)

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Etappe 2: Jüterbog – Neuheim – Grüna – Kloster Zinna – Werder – Markendorf – Fröhden – Hohengörsdorf – Bochow – Oehna – Dennewitz – Niedergörsdorf – (Altes Lager – Neues Lager) – Jüterbog (47 km)

 

Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 7 KB).
Informationen zur CD "TOP 200"

Flaeming-Skate®: Etappe 3 von Jüterbog über Kloster Zinna, Werder, Fröhden, Bochow, Oehna, Dennewitz und Altes Lager nach Jüterbog

Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004

 

Diese 'Kleine Runde' folgt den Rundkursen 3 und 4 der Flaeming-Skate® und bietet nicht nur eine abwechslungsreiche, sanftwellige Strecke, sondern auch diverse Gelegenheiten fürs Sightseeing.

Davon ausgehend, daß Sie mit der Bahn anreisen, beginnt die Etappe am Bahnhof von Jüterbog, wo sich die Frage stellt, ob Sie sogleich starten oder erst noch einen Abstecher in die Innenstadt machen wollen. (Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, daß man mit der Bahn – zweistündlich – auch nach Oehna [südlich von Jüterbog] fahren und direkt am Bahnhof die Etappe beginnen kann.)

Wer sofort starten will, verläßt den Bahnhof durch die Unterführung gen Nordwesten, trägt sein Fahrrad eine Treppe hoch und fährt nur wenige Meter, da die nächste Treppe Ihrer harrt, allerdings haben zahlreiche Radler dafür gesorgt, daß man sein Velo daneben schieben kann. Oben angekommen geht es vorbei an einem Wohnblock und einem Jugendclub zur „Brückenstraße“, in diese rechts und hernach in die zweite Straße links. Derart stoßen Sie T-förmig auf die „Tauentzienstraße”, mit der Sie rechts/ links versetzen, um an der nächsten Kreuzung den Flaeming-Skate® zu erreichen. (Sowohl in dieser als auch in der entgegengesetzten Richtung ist der Weg zwischen Bahnhof und Flaeming-Skate® solide beschildert.)

Der Skater-Bahn folgen Sie rechts und radeln schnurstracks bis zu einer T-Kreuzung, an der sich übrigens eine große Biogasanlage befindet. Mit einem Schlenker überqueren Sie die dortige Straße, entlang derer diejenigen fahren werden, die zunächst der Variante zu folgen gedenken.

Variante in die Altstadt von Jüterbog (5 km):

Wenn Sie vom Bahnhof aus zunächst in die Innenstadt und auf dem Weg dorthin eine unnötige Kfz-Verkehrsbelastung vermeiden möchten, sollten Sie sich nach dem Verlassen des Bahnhofs gen Südosten links halten und von den beiden in etwa vis-à-vis der Fahrradstellplätze befindlichen Gehwegen den linken wählen. Das bedeutet zwar, daß Sie Ihr Velo ein paar Stufen abwärts tragen müssen, doch müssen Sie danach nur noch eine Straße queren, über eine Wiese abwärts rollen, kurz links in eine Betonplattenstraße fahren und wenige Meter weiter rechts in den „Wilhelm-Kempff-Weg” abzweigen, um sodann lauschig radeln zu dürfen.

Denn die Route führt zu einem Graben, wobei der Weg erst noch ein bißchen schmal ist, später aber breiter wird und als Allee ausgebaut wurde. Wenn der Weg nach einer ganzen Weile diesseits des Grabens endet, versetzen Sie rechts/links über das Gewässer hinweg und fahren wenige Meter weiter rechts zu einer Straße. Leicht nach links versetzend 'biegen' Sie in die „Lessingstraße” ein und radeln – sich an der nächsten Kreuzung einfach geradeaus haltend – zum „Markt” von

 

Stadtinfo

Jüterbog, 71 m ü.N.N., 12.800 Einw., wo Sie sogleich das mächtige Rathaus bewundern können, dem die einstige Bedeutung und der beachtliche Wohlstand der Stadt anzusehen ist. 1174 wurden der erstmals 1007 schriftlich erwähnten Kommune die Stadtrechte verliehen, und die wußten die Bürger augenscheinlich zu ihrem Vorteil zu nutzen; Dammtor in Jüterbog, Flaeming-Skate®denn man konnte sich im 13. Jh. eine machtvolle Stadtmauer mit drei Doppeltoren leisten (nebenstehend das Dammtor, Foto: Lienhard Schulz). An den Toren findet man übrigens kleine Tafeln mit der denkwürdigen Inschrift: „Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den schlage man mit der Keule tot.” Sinnigerweise hängt die Keule auch gleich daneben, so daß gewisse Sorgen durchaus berechtigt erscheinen. Und ob sich die Jüterboger auch heute noch an die Regel halten, verrate ich natürlich nicht.

Inschrift an den Toren in Jüterbog: 'Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den schlage man mit der Keule tot.'Nach über 50jähriger Bauzeit wurde das Rathaus 1507 vollendet, parallel wurden aber auch die Nikolaikirche und die Mönchenkirche des Franziskanerklosters fertiggestellt, so daß die Jüterboger mit ihrem Schaffen recht zufrieden gewesen sein dürften. Die Blütezeit endete aber im Dreißigjährigen Krieg, und Jüterbog verblieb nur noch die Rolle eines bedeutungslosen Provinznestes.

Von 1635 an gehörte Jüterbog zu Sachsen, geriet aber 1815 unter preußische Fittiche, da die Sachsen an der Seite Napoleons gekämpft hatten und dafür dadurch bestraft wurden, daß sie zwei Drittel ihrer Fläche sowie ein Drittel ihrer Bevölkerung an Preußen verloren. Der Stadt ging es in der Folge so schlecht, daß sie die Obrigkeit mehrfach aufforderte, doch bitteschön eine Garnison anzusiedeln. Der Wunsch wurde schließlich erhört, und 1832 bezog eine Reiterkompanie ihr Quartier in Jüterbog.

Ab 1860 begann man mit dem Bau eines Artillerie-Schießplatzes, der in den folgenden Jahrzehnten immer wieder umgebaut und erweitert wurde. So wurden z.B. 1870 gleich 9.000 französische Kriegsgefangene in einem Barackenlager, dem späteren 'Alten Lager', untergebracht und zum Ausbau der militärischen und zivilen Infrastruktur gezwungen, darunter natürlich auch zur Vergrößerung des Schießplatzes. 1889 reichte das nicht mehr, man beschloß den Bau eines zweiten Schießplatzes und damit auch eines 'Neuen Lagers'. Nach der Jahrhundertwende experimentierte man auch mit Luftschiffen, trainierte den Bombenabwurf im Wald bei Markendorf (östlich von Jüterbog) und baute die Luftschiffhallen 'Albrecht' und 'Baer'. Noch während des Ersten Weltkriegs begann der Ausbau des Stadtteils Damm (südlich der Altstadt) zum Fliegerhorst. Offiziers-Kasino in Jüterbog Altes Lager, Flaeming-Skate®Darauf bauten die Nazis auf und erweiterten u.a. mal wieder den Truppenübungsplatz, wofür die Dörfer Zinna, Mehlsdorf und Felgentreu (nördlich von Jüterbog) geräumt und die Bewohner umgesiedelt wurden. Im nebenstehenden Offiziers-Kasino wird man vom Endsieg geträumt haben, doch übernahmen 1945 die Sowjets die Regie und bauten – na?, ja genau – den Truppenübungsplatz aus. Nicht kleckern, sondern klotzen, war angesagt, und durch Brandrodungen wurden mal eben auf 120 km² ein Panzerschießplatz und ein Bombodrom geschaffen. Schließlich lebten rund 40.000 Sowjets in und um Jüterbog, dreimal soviel wie die Stadt an Einwohnern zählte, doch seit 1994 ist der Spuk vorbei und Konversion angesagt.

Von schweren Bombenangriffen blieb die Stadt im Zweiten Weltkrieg verschont, und da seit der Wende erhebliche Mittel in die Altstadtsanierung geflossen sind, Mönchenkirche in Jüterbog, Flaeming-Skate®präsentiert sich Jüterbog heutzutage mit mittelalterlichem Stadtgrundriß und zahlreichen Einzeldenkmalen. Viele Straßen und Plätze wurden instandgesetzt, der Umbau der Ortsdurchfahrt der B 102 soll in den nächsten Jahren erfolgen. Wenn Sie mehr über die Geschichte der Stadt in Erfahrung bringen wollen, sollten Sie die nebenstehende Mönchenkirche besuchen; denn auf dem dortigen Areal des einstigen Franziskanerklosters befindet sich außer der Stadtinformation, der Stadtbibliothek, einer Bühne für verschiedenste Veranstaltungen und dem kulturhistorischen Archiv auch das Stadtmuseum – geöffnet di-so 12-17 h, do -18 h.

Jüterbog, Flaeming-Skate® Stadtinformation im Mönchenkloster, Mönchenkirchplatz 4, 14913 Jüterbog, Fon 03372 / 463113, Fax 03372 / 463450, E-Mail stadtinformation@jueterbog.de, Internet www.jueterbog.de.

 

Nach einem Besuch der Altstadt fragt sich, ob Sie wieder zurück zum Bahnhof möchten oder ob Sie den Weg zur Flaeming-Skate® abkürzen wollen. Die Abkürzung folgt vom „Markt” der schon zuvor benutzten Straße namens „Wursthof” (Einbahnstraße, die in Gegenrichtung für Radfahrende freigegeben ist) und der „Lessingstraße”, bevor Sie mit der Vorfahrt rechts/links in die „Heffterstraße” versetzen. Dieser folgen Sie – bald eine andere Vorfahrtberechtigte geradeaus querend –, Draisine auf der 'Erlebnisbahn', Flaeming-Skate®bis die Vorfahrt rechts abknickt und kurz darauf eine weitere Vorfahrtstraße erreicht wird („Galgenberg”). Der Name schreckt uns ehrbare Bürger nicht, und so geht es links auf Betonplatten ein wenig hügelan. Geradezu schließt sich der „Neuheimer Weg” an, und es wird mal wieder eine Vorfahrtstraße gerade gequert, bevor Sie schnurstracks – nun auf Asphalt – zur Draisinentrasse radeln und bei Bedarf das Verkehrsmittel wechseln können. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie unter www.erlebnisbahn.de.

Nach der Schienenquerung wechseln Sie rechts auf die Skater-Bahn, folgen damit weiter der parallel verlaufenden Straße gen Nordwesten und dürfen sich über die schöne Abfahrt freuen. Nachdem eine Bahnlinie unterquert wurde, sind es nur noch ein paar Meter bis zu einem Abzweig links, an dem Sie diejenigen treffen würden, die gleich zur Flaeming-Skate® gefahren sind – wenn sie nicht längst weg wären.

Ende der Variante.

Vorbei an einer Biogasanlage linker Hand und einer Moto-Cross-Piste zur Rechten geht es schnurstracks nach Neuheim, welches komplett westlich der Skaterbahn liegen bleibt. Unweit des nördlichen Ortsendes queren Sie die dortige Landstraße gerade, knicken sogleich rechts ab und radeln weiter nach Grüna. Direkt vor dem Ort knickt die Etappe am Bahndamm links ab, um wenige Meter weiter durch einen Fußgänger- und Radlertunnel in das Dorf zu führen.

Nach dem Queren einer Ortsstraße gilt es, wie die Hasen Haken zu schlagen: erst zweimal rechts, dann zweimal links. Am östlichen Ortsende wird die Landstraße gequert, um jenseits sogleich links nach Kloster Zinna zu fahren. Dort folgen Sie der Flaeming-Skate® am südlichen Ortsrand entlang, und wer mag, zweigt kurz nach dem Überqueren der Nuthe mit Hinweis zum Kloster links ab.

 

Ortsinfo

Kloster Zinna, Flaeming-Skate®Das Kloster Zinna wurde 1170 vom Magdeburger Erzbischof Wichmann gegründet, und die Zisterziensermönche erwiesen sich bei der Urbarmachung der Nutheniederung als so erfolgreich, daß sie umliegende Dörfer und sogar die Stadt Luckenwalde kaufen konnten und schließlich über die beachtliche Fläche von 300 km² herrschten. 1553 wurde das Kloster säkularisiert, erhalten blieben aber einige Gebäude, darunter die romanisch-frühgotische Klosterkirche (geweiht 1226) sowie das alte (frühes 14. Jh.) und das neue Abtshaus (1430-35). In der Alten Abtei widmet man sich der Herstellung des Kräuterlikörs 'Zinnaer Klosterbruder'. In der Neuen Abtei können Sie sich über die Geschichte des Klosters informieren und die einstige Anlage anhand eines Modells nachvollziehen. Das wohl wichtigste Exponat ist aber das Gebäude selbst, insbesondere wegen der Fresken. Beide Häuser sind di-so 10-17 h geöffnet, Eintritt für beide (einschließlich Verkostung des Zinnaer Klosterbruders) € 5,00.

Sollte Ihnen das noch nicht genügen, können Sie auch das Webhaus besuchen (im obigen Eintrittspreis enthalten), das stilecht 1777 von einem Tuchfabrikanten errichtet wurde. Damit hatte sich auch eine Hoffnung Friedrichs des Großen erfüllt, der nämlich 1764 auf dem einstigen Klostergelände (nahe der damaligen Grenze zwischen Preußen und Sachsen) eine Stadt gründete und damit versuchte, Webhaus in Kloster Zinna, Flaeming-Skate®Weber aus der Lausitz anzulocken. Heutzutage wird im Webhaus an drei Handwebstühlen aus den Jahren 1838, 1920 und 1948 gewebt, und Sie können die Produkte (z.B. Geschirrtücher, Tischdecken, Taschen, Beutel und Gardinen) auch gleich im angeschlossenen Laden kaufen. Und für den Fall, daß Sie ob der Besichtigungen hungrig und durstig geworden sein sollten, gibt es im Hause auch noch ein Café.

Kloster Zinna, Flaeming-Skate®Und wer nun annimmt, daß ein so kleiner Ort (1.000 Einw.) wohl kaum noch mehr zu bieten hat, irrt; denn in der Klosterkirche finden alljährlich die 'Kloster-Zinna-Sommermusiken' statt. Entsprechend dem Veranstalter, nämlich der evangelischen Kirchengemeinde, liegt der Schwerpunkt auf Orgelmusik; aber es werden auch Events wie z.B. „E. A. Poe - H. Chr. Andersen meets J. S. Bach - Lesung und Orgelmusik in der nächtlichen Klosterkirche” geboten. Mehr zu den Veranstaltungen erfahren Sie auf der Website www.kloster-zinna-sommermusiken.de.

 

 

Nach dem Besuch des Klosters geht es zur Flaeming-Skate® zurück und an der Nuthe entlang zum südlichen Ortseingang, wo Sie auf die östliche Seite der B 101 wechseln, um auf einem glatt asphaltierten Geh- und Radweg bis zu einem Abzweig links zu radeln. Dort lassen Sie die gelegentlich doch recht zahlreichen Kfz hinter sich und pedalieren auf dem jüngst erneuerten Skaterbelag bis zu einer Straße, entlang derer die Nuthe erneut überquert und sodann ein recht ordentlicher Anstieg bewältigt wird, bevor Sie den Ortseingang des hübschen Angersdorfs Werder erreichen.

Am Ortsrand befindet sich im Übrigen nicht nur ein Parkplatz für die Skater, sondern auch der Erlebnishof Werder mit Hotel, Restaurant, Stall- und Reitanlagen sowie einem 'Landwirtschaftspark', in dem vor allem Kindern und Jugendlichen die heutige Landwirtschaft näher gebracht wird – mehr erfahren Sie unter www.erlebnishof-werder.de.

Rastplatz zwischen Werder und Markendorf, Flaeming-Skate®Indem Sie weiter dem Rundkurs 4 folgen, lassen Sie den Erlebnishof und das Dorf linker Hand liegen und verlieren ein wenig an Höhe, bevor es im Wald wieder etwas hügelan geht. Hernach radeln Sie genüßlich durch den Wald nach Markendorf, wo die B 115 geradewegs gequert wird, um auf einem ehemaligen Bahndamm nach Fröhden zu gelangen. Im Ort müssen Sie sich mit etwas schmalerem Asphalt zufrieden geben, setzen aber hernach die Fahrt auf dem gewohnten Belag fort und radeln beständig sanft ansteigend an Höhe gewinnend nach Hohengörsdorf.

Der Ort bleibt linker Hand liegen, und Sie kreuzen die B 102, bevor es bald ordentlich abwärts geht. Schon wieder etwas hügelan radelnd queren Sie die B 101 – bei so vielen Bundesstraßen könnte man meinen, Jüterbog müsse eine Großstadt sein – und gelangen hernach an den Ortsrand von Bochow, an dem entlang Haken geschlagen werden, bevor die Etappe parallel zu einer kleinen Landstraße sanft ansteigt und Sie einen Abzweig erreichen.

Dort knickt der Rundkurs 4 rechts ab, und entsprechend queren Sie sofort die Landstraße, dürfen alsbald recht ordentlich abwärts sausen und können den Schwung nutzen, um die verlorene Höhe sogleich zurückzugewinnen. Wenig später kommen Sie am Abzweig zum Freibad von Oehna vorbei und radeln zur Abwechslung mal auf einer zweispurig Asphaltierten. An der kurz darauf erreichten Landstraße geht es links zu einem 'Vorort' von Oehna, wo die Route auf der Fahrbahn verläuft und Sie den zweistündlich bedienten Bahnhof passieren.

Nach dem Bahnübergang wird rechter Hand wieder der gewohnte Skaterbelag geboten, bevor direkt vor dem eigentlichen Ort die Route rechts/links versetzt Auf der Flaeming-Skate® zwischen Oehna und Dennewitzund am nördlichen Ortsrand entlang zur Kirche führt, wo Sie eine Landstraße gerade queren. Danach kommen Sie einen Haken schlagend zur Dorfstraße, überqueren sie und radeln auf dem Geh- und Radweg aus dem Ort hinaus. Zunächst verläuft die Strecke über Felder, dann durch den Wald, wo Sie später rechts abzweigen, um sodann gen Norden zu fahren.

Nach einer Weile wird mitten in der Pampas links/rechts versetzt, und es geht weiter über die Felder nach Dennewitz, wo Sie die Hochzeitsmühle passieren, bevor Sie auf eine Vorfahrtstraße stoßen, die halbrechts in die Ortsmitte leitet, während die Flaeming-Skate® scharflinks abknickend die Straße quert.

 

Ortsinfo

Dennewitz, 84 m ü.N.N., 300 Einw., ist ein Ortsteil der Gemeinde Niedergörsdorf und trotz seiner geringen Größe weithin bekannt, weil hier am 6. September 1813 eine Schlacht im Rahmen der Befreiungskriege stattfand. Nachdem die Grande Armée unter der Führung Napoleons 1812 in Rußland vernichtend geschlagen worden war, sammelten sich die versprengten Truppenteile im mit Frankreich verbündeten Sachsen. 1813 strebte man die (erneute) Eroberung von Berlin an, doch konnten die Preußen zusammen mit den Russen und Schweden den Angriff abwehren – insbesondere in der Schlacht bei Großbeeren am 23. August 1813. Durch zahlreiche Gefechte, u.a. das bei Dennewitz, wurde das napoleonische Heer gezwungen, sich nach Leipzig zurückzuziehen, wo es in der Völkerschlacht vom 16. bis zum 19. Oktober 1813 von den alliierten Truppen besiegt wurde.

In und bei Dennewitz gibt es gleich mehrere Denkmäler, die an die Befreiungskriege erinnern, und im Heimatmuseum können Sie sich ein Diorama der Schlacht anschauen (geöffnet sa & so 13-16 h).

Dennewitz, Flaeming-Skate® Tourist-Information, Kastanienallee 21, 14913 Niedergörsdorf - Altes Lager, Fon 033741 / 80906, Fax 033741 / 80904, E-Mail tourismus@niedergoersdorf.de, Internet www.niedergoersdorf.de.

 

Die Flaeming-Skate® leitet südlich der Nuthe vorbei an einem Teich, bevor der Bach überquert wird und es hinauf zur Dorfstraße geht. Dort biegen Sie links ab, unterqueren alsbald eine Bahnlinie und fahren hernach noch ein paar Meter auf der Fahrbahn, bevor rechter Hand wieder ein Geh- und Radweg in der gewohnten Qualität geboten wird. Kurz darauf passieren Sie übrigens linker Hand einen Hinweis zur Nuthequelle, die sich – wie der Inschrift eines Findlings am Geh- und Radweg zu entnehmen ist – 138 m weiter südwestlich auf dem Feld befindet.

Obelisk unweit Dennewitz, Flaeming-Skate®Die Route zweigt wenige Meter weiter rechts in die Straße mit dem schönen Namen „Denkmalsberg” ab, und es geht tatsächlich bald nicht nur recht steil hügelan (wobei der Weg sinnigerweise auch schmaler wird, aber: paßt schon!), sondern auch vorbei am nebenstehenden Denkmal, das an die Befreiungskriege erinnert (s.o.). Nach dem Anstieg queren Sie eine Landstraße und folgen jenseits dem Geh- und Radweg rechts, so daß Sie erst noch über freies Feld, dann durch den Wald radeln und dort nach einer Weile an einen Abzweig links gelangen. Hier müssen Sie sich entscheiden, ob Sie einen Abstecher zum Alten und Neuen Lager machen wollen, dann geht es links, oder ob Sie den direkten Weg nach Jüterbog bevorzugen, dann geht es erst über die abzweigende Straße, dann über einen Bahnübergang und hernach rechts über die zuvor begleitete Straße hinweg, da nun die Rundkurse 1 und 4 auf einer ehemaligen Bahntrasse bis zur Kreuzung mit der B 102 verlaufen.

Variante über Altes und Neues Lager (8 km):

Die Variante folgt der Strecke S 11, und ich empfehle sie vor allem jenen, die mit eigenen Augen gesehen haben wollen, welch ungeheure Bedeutung das Militär einst für Jüterbog gehabt hat. Der Weg ist (zunächst) wieder 3 m breit asphaltiert und schlängelt sich durch den Wald, bevor Sie eine S-Kurve absolvieren und im Anschluß den einstigen

 

Info

Militärflugplatz Altes Lager erreichen, der heutzutage als Sonderflughafen für Hängegleiter, Gleitsegel und Ultraleichtflugzeuge genutzt wird. Daß hier einst andere Fluggeräte bewegt wurden, kann man schon unschwer aus der Rollbahn ableiten. Bald passieren Sie aber auch die Shelter Albrecht und Baer – bogenförmige, erdüberdeckte Unterstände –, in denen die Rote Armee Jagdflugzeuge unterstellte und so vor Luftangriffen schützte. Nachdem Sie noch ein Stückchen weiter geradelt sind, kommen Sie zudem an großen Hangars vorbei, so daß es keiner Phantasie bedarf, um sich vorstellen zu können, was für ein Betrieb geherrscht haben dürfte, als hier noch die sowjetischen Truppen stationiert waren.

Daß die Sowjets einen Flugplatz beim Alten Lager betrieben, hatte einen einfachen Grund; denn seit 1870 hatten die Deutschen hier Militärlager erbaut, unterhielten im Ersten Weltkrieg einen Luftschiffhafen und bildeten ab 1934 in der sog. Höheren Fliegertechnischen Schule Techniker und Ingenieure für die Wartung und Reparatur der Flugzeuge der Luftwaffe aus. Im einstigen Offizierskasino befindet sich heutzutage übrigens das Kulturzentrum DAS HAUS, wo nicht nur die Tourist-Information beheimatet ist, sondern wo seit Ende 1996 auch Theater gespielt wird – weitere Infos finden Sie unter www.das-haus-altes-lager.de.

Altes Lager, Flaeming-Skate® Tourist-Information, Kastanienallee 21, 14913 Niedergörsdorf - Altes Lager, Fon 033741 / 80906, Fax 033741 / 80904, E-Mail tourismus@niedergoersdorf.de, Internet www.niedergoersdorf.de.

 

Wer mag, folgt nach dem Flugplatz weiter der Nebenstrecke der Flaeming-Skate® vorbei an einer Motocross-Bahn, diversen Hangars und hernach sich beinahe endlos hinziehender einstiger Kasernen nach Norden. Nach Überquerung einer Bahntrasse (mit niet- und nagelneuem Bahnhof!), geht es rechts auf dem Geh- und Radweg entlang der B 102. Und wundern Sie sich nicht: Die Strecke zieht sich ganz schön hin, bevor Sie an einer beampelten Kreuzung die dort querenden Rundkurse 1 und 4 erreichen.

Ende der Variante.

Ab der Kreuzung mit der B 102 führt die Etappe auf dem Geh- und Radweg links der Straße nach Nordosten und absolviert erst einen Rechts-, dann einen Linksbogen, wobei Sie an allmählich verfallenden, zum Teil auch im Abriß befindlichen ehemaligen Kasernen vorbeifahren. Wenn nach einer Weile linker Hand sanierte Plattenbauten und rechter Hand neue Häuser (u.a. eine Freikirche) zu sehen sind, ist der Abzweig zum Bahnhof von Jüterbog und damit das Etappenziel erreicht.

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Flaeming-Skate® (3)

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