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Ostsee-Radweg MV (10)
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Etappe 10: Putbus - Garz - Dumsevitz - Schabernack - Groß Schoritz - Puddemin - Neparmitz - Poseritz - Glutzow Hof - Venzvitz - Sissow - Gustow - Nesebanz - Stralsund (43 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 4 KB). Informationen zur CD "TOP 200"
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Quelle: ATKIS(r) DTK200-V, (c) Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Nach einer Ehrenrunde auf dem Circus folgt der Ostseeradweg der Straße nach Bergen gen Norden bis zum letzten Gebäude auf der linken Straßenseite, wo Sie mit Radhinweis links abbiegen. Damit dies bei dichterem Kfz-Verkehr mit der nötigen Sicherheit geschehen kann, wurde so gar eigens rechts der Fahrbahn eine Aufstellfläche für die Radler geschaffen - hört, hört, das hat schon fast Schweizer Niveau!
Nun rollen die Räder auf einem passabel beradelbaren Schotterweg, und um Abzweige brauchen Sie sich nicht zu kümmern; denn Sie befinden sich auf einem ehemaligen Bahndamm des Rasenden Rolands, dem die Etappe beständig folgt. Zwar wird das Radeln auf dem Damm auch mal kurz unterbrochen, weil Sie auf die parallele Straße geführt werden, doch kommen Sie dann nach wenigen Metern schon wieder zurück auf den Damm. Eigentlich eine sehr schöne Strecke, doch leider ist die Pflege sehr aufwendig und der Damm entsprechend der leeren öffentlichen Kassen auf langen Abschnitten schon wieder ziemlich stark zugewachsen, weshalb sich die Route für Kinderanhänger überwiegend nicht eignet. Ein gutes Beispiel dafür, daß es besser wäre, den Weg zu asphaltieren, wobei auch der Umwelt kein nennenswerter Schaden zugefügt würde, da der Untergrund des Bahndamms ohnehin hoch verdichtet ist. Aber na ja, wird vielleicht noch.
Bei den ersten Häusern von Garz kommen Sie zu einer Landstraße, biegen links ein und folgen ihr bis in die Ortsmitte.
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Info
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Garz, 20 m ü.N.N., 1.700 Einw., liegt bei einer 1168 von den Dänen eroberten und zerstörten slawischen Burg. Der Wall blieb aber erhalten und kann noch heute besichtigt werden. 1319 erhielt Garz das Stadtrecht, womit sie die älteste Stadt Rügens ist. Aufgrund der Nähe zu Stralsund und in Ermangelung eines Hafens blieb Garz aber ein unbedeutendes, von der Landwirtschaft geprägtes Städtchen.
1769 wurde auf dem nahe gelegenen Gut Schoritz Ernst-Moritz Arndt geboren, der sich vehement für die Abschaffung der Leibeigenschaft (unter der auch sein Vater in den ersten Jahren seines Lebens noch gelitten hatte) einsetzte und 1803 in seinem Werk „Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen“ die Adligen anklagte. Das ihm gewidmete Museum finden Sie „An den Anlagen 1“ (geöff. Mai-Okt. di-sa 10-16 h, übrige Zeit 11-15 h, Eintritt 1,50 Euro).
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Stadt Garz, Lindenstraße 5, 18574 Garz, Fon 038304 / 211, Fax 038304 / 213,
E-Mail info@stadt-garz-ruegen.de,
Internet www.stadt-garz-ruegen.de.
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Wenn die Vorfahrtstraße in Garz nach rechts abknickt, biegen Sie mit Linksabbiegespur ab und folgen einfach dem Verlauf dieser Straße aus dem Ort hinaus. In der Häuseransammlung Wendorf geht es mit Radhinweis links auf altes Kopfsteinpflaster, doch ist es nicht weit, bis sich nach einem Rechts-/Linksbogen ein Schotterweg anschließt, der zu einem noch passabel beradelbaren Feldweg leitet, der rechts weiter nach Südosten führt. So kommen Sie bald zu einer fast zweispurig Asphaltierten, biegen gerade in Sie ein und folgen ihrem Verlauf bis an den Ortsrand von Dumsevitz, wo Sie noch vor dem ersten Haus rechts auf zweistreifige Betonplatten abbiegen.
Schabernack macht aus Radlersicht seinem Namen Ehre; denn es empfängt Sie mit neu(!) verlegtem Katzenkopfsteinpflaster, doch ist der Ort nur klein, so daß das alsbald überwunden ist, und Sie die Fahrt auf zweistreifigen Betonplatten fortsetzen können, die zu einer einspurigen Betonplattenstraße leiten, die rechts nach Groß Schoritz führt.
Auf neuem Betonsteinpflaster radeln Sie vorbei am Geburtshaus von Ernst-Moritz Arndt und hernach auf einer einspurigen Asphaltbahn, außer Sie halten sich an die Regeln; denn die Radler sollen rechts auf dem alten Bahndamm rollen, der allerdings geschottert ist. Vielleicht ein bißchen viel Aufwand, oder?
An der alsbald erreichten Landstraße haben Sie mal wieder die Qual der Wahl; denn Sie können entweder gemäß dieser Etappe die Rügenrundtour vollenden oder, wenn Sie nicht nach Stralsund, aber weiter nach Greifswald wollen, abkürzen, indem Sie links zur Fähre nach Stahlbrode fahren. Das hat außer dem Reiz der Fährfahrt den Vorteil, daß Sie sich ein beachtliches Stück auf der ehemaligen B 96 ersparen (s. dazu Etappe 11). Die Fähren verkehren tagsüber alle 20 Minuten; die Überfahrt kostet für einen Erwachsenen mit Velo 2,20 Euro.
Wenn Sie weiter der Rundtour folgen möchten, queren Sie die Landstraße gerade und dürfen sich daran 'erfreuen', daß sich das vorherige Muster fortsetzt, d.h. die asphaltierte Fahrbahn der dortigen alten Allee bleibt den Kfz, der schotterige Bahndamm den Radlern vorbehalten. Aber es ist auch nicht mehr weit bis Puddemin, wo die Route die Straße quert, damit zum Hafen leitet, wo Sie auf grobem Belag erst rechts/links verschwenken und dabei etwas an Höhe gewinnen, bevor sich rechts wieder der schotterige Bahndamm anschließt.
Mit einem weiten Bogen geht es zurück zur kleinen Landstraße, und dort wie zuvor parallel zu ihr über Neparmitz nach Poseritz. Gleich am Ortseingang wird die Straße gequert, um weiter dem ehemaligen Bahndamm zu folgen, der nach einer Weile in einen gröberen Schotterweg übergeht, bevor T-förmig eine 1½-spurige Asphaltstraße erreicht wird. Links geht es über Glutzow Hof nach Venzvitz, wo Sie mit Radhinweis rechts abbiegen und kurz auf sehr hoppeligen, dann aber gut verlegten Betonplatten radeln.
In Sissow verlieren Sie etwas an Höhe, drosseln aber besser das Tempo; denn alsbald geht es mit Radhinweis links erneut auf den ehemaligen Bahndamm. Dessen Beschaffenheit ist wie zuvor - Schotter, teils grasdurchwachsen -, und er leitet schnurstracks nach Gustow, wo mittels der kleinen Landstraße ein paar Meter links/rechts versetzt wird, um noch kurz der alten Bahntrasse zu folgen, bevor es auf Betonsteinpflaster rechts und etwas hügelan geht. Oben angekommen halten Sie sich links und folgen einer einspurigen Asphaltierten nach Nesebanz, wo wiederum wenige Meter links/rechts auf den ehemaligen Bahndamm versetzt wird.
Nach einem kleinen Anstieg lenkt der Damm an die Landstraße und begleitet sie noch ein Stückchen, bevor Sie links abbiegen auf die Straße zur Grahler Fähre. Auf einspurigem Asphalt radeln Sie zum Grahlfährer Gasthof, halten sich dort rechts, als ob Sie auf den Parkplatz fahren wollten, und finden dann im Zaun einen Durchschlupf auf einen Schotterweg. Kurz wird nochmal ein Ausblick auf Stralsund geboten, und es heißt, Abschied von Rügen zu nehmen; denn beim Bahnhof von Altefähr stoßen Sie auf die zuvor begleitete Landstraße, biegen links ein und gelangen sodann mittels Ampel auf den Geh- und Radweg an der westlichen Seite des Rügendamms.
Nach der Überquerung des Strelasunds, stellt sich die Frage, was zu tun ist, und zwar erstens natürlich, ob man in die Stadtmitte von Stralsund möchte, zweitens aber, wie die Reise fortgesetzt werden soll, aber dazu mehr in der folgenden Etappe.
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Ostsee-Radweg MV (10)
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[Etappenbeschreibung als pdf-Datei herunterladen. 3 Seiten, ca. 85 KB]
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