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Ostseeküsten-Radweg SH (1)
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Etappe 1: Flensburg - Glücksburg - Schausende - Bockholm - Siegum - Langballigholz - Westerholz - (Unewatt) - Dollerupholz - Neukirchen - Habernis - Norgaardholz - Steinbergholz - Steinberghaff - Gelting - Wackerballig - Nieby - Pommerby - Kronsgaard - Hasselberg - Wormshöft - Rabel - Kappeln (72 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 12 KB). Informationen zur CD TOP 200
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Diese Etappe ist lehrreich für diejenigen, die schon immer wußten, daß es überall in Norddeutschland topfeben ist. Alle anderen können sich auf eine weitgehend verkehrsarme Führung durch das schöne Angeln mit vielen kleinen Feldern, unzähligen Knicks und so manch beachtlicher Welle in der Bilderbuchlandschaft freuen.
Da viele Velo-Touristen mit der Bahn anreisen, beginnt die Etappe am Bahnhof. Wenn Sie dessen Ausgang im Rücken haben, halten Sie sich kurz rechts, fahren sogleich links etwas abwärts und stoßen so auf eine Y-förmige Kreuzung mit einer Vorfahrtstraße, in die es links geht. Dort gibt es übrigens auch einen Radweg, doch haben die Verkehrsplaner die Kantsteinabsenkung an dieser Kreuzung vergessen – tja, die werden wohl nicht fürs Mitdenken bezahlt.
Wer mag, kann bald auf den Radweg wechseln, und es geht noch etwas abwärts, bis die Eisenbahn – bereits wieder auf der Fahrbahn rollend– unterquert und eine beampelte Kreuzung erreicht wird. An dieser geht es rechts und damit sogleich zu einem beampelten Fußgängerübergang. Dort sollten Sie auf die andere Straßenseite wechseln und jenseits der „Dr.-Todsen-Straße“, die allerdings Einbahnstraße in Gegenrichtung ist, folgen, um schon nach wenigen Metern des Schiebens zum „Südermarkt“ zu gelangen, womit Sie sich am südlichen Ende der Fußgängerzone und damit auch der Stadtmitte befinden.
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Stadtinfo
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Flensburg, 20 m ü.N.N., 87.500 Einw., umschließt den südlichen Zipfel der Flensburger Förde und verfügt damit über einen günstigen natürlichen Hafen, der im 12. & 13. Jh. die Entwicklung von gleich drei kleinen Marktsiedlungen ermöglichte: Zunächst südlich der Förde bei der ältesten Kirche St. Johannis, später am Westufer um den „Nordermarkt“ herum und schließlich am „Südermarkt“. Bis zum 15. Jh. wuchsen die Orte zusammen und genossen gemeinsam den Aufschwung unter der dänischen Krone. Der Niedergang der Hanse beschleunigte im folgenden Jahrhundert noch das Wachstum und machte Flensburg zur größten Hafenstadt Dänemarks. Der Dreißigjährige Krieg unterbrach diese Entwicklung aber und führte zu einem wirtschaftlichen Einbruch.
Erst im 18. Jh. blühte der Handel wieder auf und verschaffte Flensburg erneut beachtlichen Wohlstand, wovon noch heute viele Kaufmannshöfe zeugen; denn die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört. Zum Ende des Krieges war Flensburg übrigens für wenige Tage Reichshauptstadt, da nach dem Selbstmord Hitlers Dönitz zum Staatsoberhaupt geworden war und hier die letzte Regierung Nazideutschlands etablierte. Diese waltete noch über die Kapitulation am 8. Mai hinaus bis zum 23. Mai ihres Amtes, bevor die Engländer dem Spuk ein Ende bereiteten.
Für den Start eines Stadtrundgangs bietet sich der „Südermarkt“ am südlichen Ende der Fußgängerzone an. In ihr und den Seitenstraßen bzw. Gassen findet man mehrere der bereits erwähnten einstigen Kaufmannshöfe, die sich von der Straßenfront mit Laden und Wohntrakt bis weit ins Blockinnere erstrecken, wo traditionell Werkstatt und Lager untergebracht waren.
Mittels der Fußgängerzone – zunächst „Holm“ genannt – kommt man zur Kreuzung mit der „Rathausstraße“, wo sich ein Abstecher links hinauf zum „Museumsberg“ lohnt, um die städtischen Museen namens – eben – Museumsberg aufzusuchen. Dort werden di-so 10-17 h Sammlungen zur Kultur, Kunst sowie Natur- und Volkskunde der Region präsentiert.
Zurück in der Fußgängerzone geht es weiter nach Norden – nun „Große Straße“ genannt – und damit zum „Nordermarkt“, der Perle der Altstadt, wo diverse Cafés und Kneipen zum Bleiben einladen. Der mit roten und gelben Backsteinen 1595 gemauerte Arkadengang zwischen dem Markt und der Marienkirche heißt übrigens Schrangen und wurde früher von den Bäckern und Schlachtern belebt, die dort ihre Stände hatten.
Wer sodann einen Blick über die Stadt und die Förde werfen möchte, biegt kurz nach dem „Nordermarkt“ links in die „Marienstraße“ ab und hält sich nach gut 100 m rechts, um durch den architektonisch reizvollen „Burghof“ zur „Toosbüystraße“ zu gelangen. Dort schließt sich etwas nach links versetzt der „Rummelsgang“ an, der zur „Marientreppe“ leitet, mittels der Sie zur Straße namens „Am Schloßwall“ kommen, wo eine schöne Aussicht gewährt wird.
Um nun nicht den gleichen Weg zurück laufen zu müssen, können Sie vom Schloßwall kurz links der „Ritterstraße“, dann rechts der „Königstraße“ und schließlich rechts der „Schloßstraße“ zur „Norderstraße“ folgen – das ist die nördliche Verlängerung der Fußgängerzone. Wer noch fit ist, macht von hier aus noch einen Abstecher zum Nordertor (1595), dem Wahrzeichen von Flensburg, in dessen Nachbarschaft (Norderstraße 157-161) der Phänomenta e.V. Versuche aus den Bereichen Natur und Technik zum Ausprobieren anbietet – geöffnet mo-fr 10-18 h, sa & so 11-18 h; www.phaenomenta.com.
Wer abkürzen möchte, folgt der „Norderstraße“ nur ein paar Meter gen Norden, um sodann rechts mittels der „Norderfischerstraße“ zum Museumshafen zu gelangen, wo eine Promenade entlang der Museumswerft sowie der Sammlungen verschiedener Segelschiffe und Dampfer leitet und Sie sich mittels der Infotafeln vor Ort informieren können. Wenn Ihnen dies aber nicht genügt und Sie noch mehr über die Flensburger Schifffahrtsgeschichte in Erfahrung bringen wollen, dann sollten Sie das gleich jenseits der Straße gelegene Schifffahrtsmuseum besuchen (Schiffbrücke 39, geöffnet di-so 10-17 h, Eintritt 5,00 €), wo man Ihnen u.a. im zugehörigen Rum-Museum erläutern wird, daß dank des regen Handels mit den westindischen Kolonien Flensburg im 18. Jh. zu einer wahren Rum-Metropole wurde: In über 200 Rumhäusern wurde verschnitten und veredelt, was das Zeug hielt. Übrig geblieben sind davon nur zwei: Das Rumhaus Johannsen in der „Marienstraße“ und das Wein- und Rumhaus Braasch in der „Roten Straße“ – c'est la vie!
Beim Schifffahrtsmuseum beginnt übrigens auch der Flensburger Kapitänsweg, der in dieser oder ähnlicher Form zur Zeit der Segelschifffahrt von den Herren zur See zurückzulegen war, wenn sie die gelieferten Waren verzollen mußten, das Schiff entladen lassen wollten und eventuell erforderliche Reparaturen am Schiff in Auftrag zu geben hatten. An 14 Stationen erläutern Infotafeln detailliert die einstige Situation der Handelsschifffahrt; den zugehörigen Prospekt gibt es im Schifffahrtsmuseum und weitere Infos unter www.historischer-hafen.info/de/kapitansweg.php.
Wer nun vom vielen Herumlaufen durstig geworden ist, fragt sich vielleicht, ob nicht die Besichtigung der Flensburger Brauerei eine feine Sache wäre. Im Prinzip schon, doch sollten Sie dafür weise und vorausschauend planen; denn die Brauerei empfiehlt, sich mindestens vier Wochen vorher unter Fon 0461 / 318 02 110 anzumelden. Tja, das 'Flens' ist halt dank der Werner-Comics weithin bekannt und beliebt – Führungen mo-fr 10, 14 & 17.30 h, Dauer 3 Std., Eintritt 7,00 Euro, weitere Infos unter www.flens.de.
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Flensburg Fjord Tourismus GmbH, Rathausstraße 1, 24937 Flensburg, Fon 0461 / 9090920, Fax 0461 / 9090936,
E-Mail: info@flensburg-tourismus.de,
Internet www.flensburg-tourismus.de.
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Übernachtungsmöglichkeit in Flensburg
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Die Etappe führt vom „Südermarkt“ durch die Fußgängerzone – Radeln ist morgens bis 10 h, abends ab 20 h erlaubt -, bis Sie an die Kreuzung mit der „Rathausstraße“ gelangen, die auch von Kfz befahren werden darf und der Sie mit Hinweis rechts hinunter zur Tourist-Information am ZOB folgen. An der dortigen beampelten Kreuzung halten Sie sich geradeaus, wechseln sogleich auf den linken Geh- und Radweg und queren hernach eine mehrspurige Straße gerade, um nur wenige Meter weiter zwischen zwei Brücken links abzubiegen („Am Kanalschuppen“).
Derart gelangen Sie an das südliche Ende der Förde und halten sich dort rechts, um entlang des östlichen Ufers auf dem zunächst betonsteinpflasterten, später asphaltierten Geh- und Radweg vorbei am Jachthafen zu radeln und einen schönen Blick auf die Skyline von Flensburg zu genießen. Nach einer Weile kommen Sie dicht an die parallel verlaufende Straße heran, und ein Hinweis des Ostseeküsten-Radwegs lenkt rechts zu einer Kreuzung. Sie queren gerade und folgen jenseits dem „Unteren Lautrupsweg“, der alsbald eine Weile sanft hügelan leitet.
An der nächsten beampelten Kreuzung führt der Ostseeküsten-Radweg links auf dem Radweg der „Mürwiker Straße“ noch ein wenig hügelan, bevor Sie gemäß Radhinweis bei einer Fußgängerampel links abbiegen. Exakt beim weithin sichtbaren Wasserturm geht es erneut links – dreimal links, das ist verdächtig –, doch keine Sorge, schon bald knickt die Etappe rechts ab und führt auf Schotter an der nächsten Kreuzung geradeaus. Hernach geht es erst sanft, nach einem Bogen halbrechts dann steiler abwärts. Das rächt sich, Sie müssen also die verlorene Höhe sogleich erneut erklimmen.
Dafür werden Sie vollkommen verkehrsfrei durch den Wald geführt, wobei die Hinweise an den Abzweigen sicher leiten. Vorbei an einem Aussichtsplatz (mit Spielplatz etc.) und schönem Blick auf die Werft sowie die Förde geht es so bis zur Jugendherberge, wo Sie auf Asphalt gelangen und links noch kurz hügelan radeln, bevor Sie – ach, da schau her – wieder zur „Mürwiker Straße“ kommen, deren Radweg Sie links folgen.
Zunächst verlieren Sie ein wenig an Höhe, dürfen(!) dann aber auch wieder sanft hügelan fahren, wobei Sie u.a. das Kraftfahrt-Bundesamt passieren und sich bei Bedarf nach Ihrem Punktestand erkundigen können. An der nächsten beampelten Kreuzung zweigt die Etappe gemäß der Radhinweise nach Glücksburg und Solitüde links ab und folgt damit der ruhigen Wohnstraße „Twedter Mark“. Bei einem alsbald erreichten Sportplatz geht es ohne Radhinweis rechts, wenige Meter weiter an einer Kreuzung geradeaus und gleich darauf halblinks. Damit rollen die Räder weiter auf der „Twedter Mark“, die bald links auf einen Schotterweg leitet. So geht es alsbald abwärts, später auf Asphalt, und schließlich zu einer Treppe. Jawohl, Sie haben richtig gelesen, zu einer Treppe, und zwar einer mit Rampe, so daß Sie das Velo nicht tragen müssen.
Derart passieren Sie den Jachthafen und dürfen hernach auf einem asphaltierten Weg direkt entlang des Ufers der Förde zum Pavillon Solitüde radeln. Und? Schon Lust auf ein erfrischendes Bad? Strand, Liegewiese, Spielplatz etc., alles da. Viel Spaß!
Auf Schotter geht es noch ein wenig weiter an der Förde entlang, bis Sie zu einer kleinen Asphaltierten gelenkt werden und links in diese einbiegen. Wenn sich die Strecke sogleich gabelt, wählen Sie die rechte Möglichkeit sanft hügelan. So kommen Sie zur Landesstraße L 249 und müssen für eine Weile das Rauschen der Automobile ertragen, da ihr der Ostseeküsten-Radweg folgt, bis es mit Radhinweis links hinein nach Glücksburg geht („Sandwigstraße“).
Erst rollen die Räder noch auf dem asphaltierten Geh- und Radweg – u.a. vorbei an der Fördeland Therme –, dann auf der Fahrbahn, wobei ein kurzer Anstieg zu meistern ist. Danach geht es wieder etwas abwärts, bevor Sie rechts der „Paulinenallee“ folgen. An der Einmündung in eine Vorfahrtstraße halten Sie sich links und radeln damit weiter auf der „Paulinenallee“, die bald steil aufwärts leitet. Während der Ostseeküsten-Radweg sodann links abknickt, geht es geradezu in die Stadtmitte. Wenn Sie dorthin möchten, brauchen Sie nur der Vorfahrt zu folgen und gelangen schließlich an einer beampelten Kreuzung rechts abbiegend zum Schloß und der Tourist-Information.
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Stadtinfo
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Glücksburg, 10 m ü.N.N., 6.000 Einw., verdankt seine Bekanntheit dem 1582 bis 1587 an der Stelle eines säkularisierten Klosters errichteten Wasserschloß – geöffnet Mai-Sept. tägl. 10-18 h. 1622 bis 1779 diente das Schloß als Regierungssitz der Herzöge von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, dann starb die sog. ältere Linie aus. Dennoch beruft man sich in Glücksburg gern darauf, daß ein Sohn des Hauses als Christian IX. 1863 zum König Dänemarks aufstieg und seine Kinder kreuz und quer mit diversen Königshäusern Europas vermählte – welcher Linie der Herr Christian entstammte und ob die Berufung auf ihn statthaft ist, vermochte ich aber – bin schließlich ehrlich – nicht abschließend zu klären.
Wer lieber an der frischen Luft bleiben möchte, besucht vielleicht das Rosarium gleich neben dem Schloß, wo auf einer Fläche von über 1 ha Rosen in all ihrer Pracht bestaunt werden dürfen – geöffnet Mitte Mai-Sept. tägl. 10-18 h, Eintritt 3,00 €. Oder Sie entscheiden sich für eine 'Watt-Wanderung' auf dem Bremsberg (ca. 1 km östlich des Schlosses). Mit 'Watt' ist hier die Leistungseinheit gemeint; denn im artefact Powerpark geht es um die Energieerzeugung und -umwandlung, die an diversen Stationen 'begriffen' werden kann – geöffnet mo-fr 9-18 h, sa & so 10-18 h, weitere Infos unter www.artefact.de.
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Tourist Service Center, Schloß Glücksburg, 24960 Glücksburg, Fon 0800 / 2020040, Fax 04631 / 407737,
E-Mail: touristinfo@gluecksburg.de,
Internet www.gluecksburg-ostsee.de.
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Die Etappe setzt sich an dem oben erwähnten Abzweig fort und führt zunächst auf Asphalt, später einem zweistreifigen Betonplattenweg durch eine Bilderbuchlandschaft nach Schausende, wo Sie in eine Vorfahrtstraße rechts einbiegen und damit Jachthafen und Leuchtturm links liegen lassen. Bei der nächsten Häuseransammlung zweigen Sie wenige Meter vor einer Vorfahrtberechtigten rechts ab und radeln damit alsbald durch Bockholm, bevor die Vorfahrtstraße gerade gequert und sodann einer kleinen Landstraße gefolgt wird.
Nach einer Weile verlassen Sie die Landstraße mit Radhinweis nach links, queren derart bald einen Golfplatz – offensichtlich gefällt den Golfern die Landschaft genauso wie den Radlern – und dürfen bald darauf die Abfahrt hinunter zur Förde genießen, wo Sie aber gleich wieder landeinwärts gelenkt werden und eine kurze Steigung meistern müssen. Geradeaus einer etwas breiteren Asphaltierten – bald vorbei am Abzweig zum Campingplatz – folgend verlieren Sie nach einem Rechtsbogen erneut an Höhe und zweigen im Tal links auf eine für Kfz gesperrte Einspurige ab, um erneut hügelan zu fahren – tja, eine wahre Achterbahn ist das hier.
Damit kommen Sie zu einer Einmündung und radeln halblinks nach Siegum, wo Sie an einer T-Kreuzung links abbiegen. Kurz darauf halten Sie sich an der Gabelung rechts und genießen weiter die Fahrt in der beachtlich welligen Landschaft mit den schönen Knicks. An einer T-Kreuzung folgt Abwechslung; denn es geht gemäß Radhinweis links auf einem Schotterweg in den Wald. Dort halten Sie sich erst halbrechts, dann 'richtig' rechts und radeln sodann – wieder auf Asphalt – durch das sich lang hinziehende Langballigholz. Im Ort geht es an einer T-Kreuzung links und bald darauf bei der Einmündung in die Landstraße erneut links, um auf deren Geh- und Radweg mit Blick auf die Förde an den dortigen großen Campingplätzen vorbei fahren zu können.
Westerholz empfängt Sie mit einem langen Anstieg, und Sie folgen im Ort einfach dem Verlauf der Vorfahrtstraße, bis es nach dem Ortsende links weiter nach Dollerupholz geht – außer Sie möchten zunächst noch einen Abstecher zum Landschaftsmuseum Unewatt unternehmen; denn dann geht es erst geradeaus und in Norderfeld rechts weiter.
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Info
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Unewatt ist weder ein Dorf noch ein Freilichtmuseum im herkömmlichen Sinne, sondern ein Versuch, Museum und Dorf stärker als sonst üblich miteinander zu verbinden. Der Ort mit ca. 140 Bewohnern beherbergt das Landschaftsmuseum Angeln mit fünf über das Dorf verteilten Museumsinseln (Marxenhof, Räucherei, Buttermühle, Windmühle Fortuna und Christesen-Scheune). Daneben wurden seit 1987 zahlreiche private Häuser landschaftstypisch renoviert und so die herkömmliche Lebenswelt ein Stück weit bewahrt. Entsprechend ist auch der Besucher gefordert; denn er sollte sein Verhalten dem Wechsel von öffentlichen und privaten Bereichen anpassen. Öffnungszeiten der Museumsgebäude Mai-Sept. di-so 10-17 h, April & Okt. fr-so 10-17 h, Eintritt 3,50 €, weitere Infos unter www.museum-unewatt.de.
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Touristikverein Amt Langballig / Ostsee, Süderende 1, 24977 Langballig, Fon 04636 / 8880, Fax 04636 / 8837,
E-Mail: tourismus@langballig.de,
Internet www.tourismus-langballig.de.
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Ansonsten führt die Etappe weiter über Dollerupholz nach Neukirchen, wobei teils ein schöner Ausblick auf die Förde geboten wird. Im Ort versetzen Sie mit der Vorfahrt rechts/links, so daß die Räder weiter auf einer nur schwach befahrenen Straße rollen. In Habernis gelangen Sie nah an die Förde, werden aber gleich nach dem Campingplatz wieder landeinwärts gelenkt und radeln bald darauf auf ein Wäldchen zu. Direkt davor biegen Sie mit Radhinweis links ab, fahren auf einspurigem Asphalt bis fast zu einem einsam gelegenen Gehöft und biegen dort rechts auf einen zweistreifigen Betonsteinpflasterweg ab. Durch den Wald gelangen Sie derart zum nächsten Gehöft und folgen dort rechts weiter dem Betonpflaster, bevor es links und damit hinunter nach Norgaardholz geht.
Beim dortigen Gasthof rollen die Räder wieder auf Asphalt, und so fahren Sie vorbei am Strand durch den sich lang hinziehenden und in Steinbergholz übergehenden Ort, wobei Sie sich des bald gebotenen Geh- und Radwegs bedienen können. Nach einer Weile – noch in Steinbergholz – lenken die Radhinweise links auf eine Asphaltierte, und an dieser Stelle ist es von Bedeutung, ob Sie mit einem Kinderanhänger unterwegs sind, denn es folgen nun Abschnitte, die mit Anhänger nur schwerlich zu befahren sind – und auf denen selbst das Schieben schwer fallen dürfte. Ggf. sollten Sie geradeaus zur B 199 fahren, um mittels dieser zum Geltinger Hafen zu gelangen.
Velofahrer ohne Anhänger können hingegen der schöneren Route nach Steinberghaff folgen, wo es bei einem Hotel direkt an den Strand geht. Allerdings ist es nicht weit, bis der Strand schon wieder nach rechts verlassen wird, und die Räder auf einem Fahrweg rollen, der bald links durch den Wald führt. Dort geht es erneut links und so zurück an die Geltinger Bucht, wo der Weg zusehends schmaler wird und schließlich nur noch als Pfad zur Brücke über die Lippingau führt.
Jenseits werden Sie sogleich nach rechts auf einen groben Schotterweg gelenkt, auf dem Sie nach einer Linkskurve auch noch kurz hügelan radeln müssen – ein Vergnügen ist das nicht gerade. Aber dafür ist es auch nicht weit bis zur Einmündung in eine Asphaltierte. Bald darauf knickt die Route links ab, bevor es vorbei an einem Abzweig rechts auf Asphalt bis ans Ende einer Sackgasse geht.
Bei einem einsam gelegenen Haus schwenkt die Route nach links und damit direkt ans Ufer, wo es lohnt abzusteigen; denn nun gilt es, auf vielleicht 100 m Länge über das mit groben Steinen befestigte Ufer zu balancieren. Immerhin sind die Hohlräume teils mit Asphalt aufgefüllt, so daß das Kunststück selbst mit Gepäck einigermaßen gelingen müßte.
Danach können Sie sich wieder in den Sattel schwingen und zunächst auf Gehwegplatten, dann Schotter und schließlich Betonverbundsteinpflaster ganz nah der Bucht und später dem Jachthafen von Gelting radeln. Beim Jachthafen sollen Sie übrigens schieben, und es ist schon beachtlich, wie bitterböse die schnöseligen Segler schauen können, wenn man dort im Schneckentempo rollt, aber eben nicht schiebt. Oh, oh!
Beim Hafenmeister geht es rechts und dann links um das Abfertigungsgebäude des hier einst beheimateten Fährbetriebs herum – ein etwas eigentümlicher Anblick –, bis ein Radhinweis rechts auf den etwas groben Schotterweg lenkt, der nach Wackerballig führt. Dort stoßen Sie auf eine Straße, biegen links ein und radeln kurz noch auf zweispurigem, dann einspurigem Asphalt, bevor es, wenn dieser nach dem Campingplatz nach rechts schwenkt, geradeaus auf einem gut beradelbaren Schotterweg weiter geht. So kommen Sie auf den Deich und rollen bald auf Gehwegplatten, bevor der Ostseeküsten-Radweg abrupt rechts vom Deich steil abwärts und damit auf einen Schotterweg durch die Niederung in den Wald führt.
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Info
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Wenn Sie in Begleitung junger Mädchen reisen, werden Sie nicht umhin kommen, alsbald einen Abstecher zu machen; denn der Ostseeküsten-Radweg führt vorbei am Naturschutzgebiet Geltinger Birk, wo man für die Landschaftspflege Highlands und Koniks 'beschäftigt'. Während die robusten Highland-Rinder schon seit längerer Zeit in Landschaftsschutzgebieten zur ganzjährigen Beweidung eingesetzt werden, wurden die Koniks – eine Ponyrasse aus Polen, die dem osteuropäischen Wildpferd zumindest sehr ähnlich, wenn nicht mit ihm identisch ist – in Deutschland erstmals 2002 auf der Geltinger Birk ausgewildert. Die Tiere leben ganzjährig auf einer rund 100 ha großen Fläche und werden zwar regelmäßig kontrolliert, bleiben aber ansonsten sich selbst überlassen. „Heu wird nur gegeben, wenn über mehrere Tage eine geschlossene Schneedecke liegt“, heißt es auf der Website des Naturschutzbunds Deutschland (NABU), der das Gebiet betreut. Weitere Infos finden Sie unter www.schleswig-holstein.nabu.de sowie auf der Seite der Tourist-Information von Gelting (s.u.), wo Sie auch eine Wanderkarte für die Birk als PDF-Datei herunterladen können. Vor Ort gibt es weitere Informationen bei der Hütte des Naturschutzwarts nahe Beveroe (dänisch für Bieberinsel) und in der sog. 'Integrierten Station' in Falshöft (mit Ausstellung etc.).
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Ferienland Ostsee - Geltinger Bucht, Nordstraße, 24395 Gelting, Fon 04643 / 777, Fax 04643 / 442,
E-Mail: info@ferienlandostsee.de,
Internet www.ferienlandostsee.de.
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Im oben genannten Wald rollen die Räder auf einem einspurigen Weg bis zu einer Asphaltierten, die über ein Gewässer hinweg zu einer nur schwach befahrenen Landstraße leitet, in die Sie links einbiegen, um – vorbei am Abzweig zur Geltinger Birk – über Nieby bis zu den ersten Häusern von Pommerby zu fahren. Dort leitet ein Radhinweis nach Kronsgaard links auf eine schmale Asphaltierte, die bei einem Gehört endet. Rechts setzt sich die Etappe auf einem Schotterweg fort, der später in eine zweistreifige Betonpiste übergeht, die zu einer Landstraße leitet, wo Sie links auf den asphaltierten Geh- und Radweg nach Kronsgaard einbiegen.
Nach dem Ort kommen Sie nochmal direkt an die Ostsee, wo zweistreifiges Betonsteinpflaster mit Asphalt in der Mitte geboten wird, so daß Sie angenehm radeln und die nahe Ostsee samt Strand genießen können. Beim Campingplatz von Hasselberg schwenkt die Route landeinwärts, wo Sie mit Radhinweis links auf den Radweg einer Vorfahrtstraße einbiegen, um nach Wormshöft zu fahren. Dort geht es rechts in die Vorfahrtberechtigte und auf dem Geh- und Radweg sofort wieder aus dem Ort hinaus.
Sodann gilt es aufzupassen, denn mitten in der Pampas knickt der Ostseeküsten-Radweg bei einem einsam gelegenen Haus links auf einen Schotterweg ab, der teils recht grob ist, da er auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird. Schon beim großen Gutshof Buckhagen ist das aber überwunden, und die Räder rollen wieder auf Asphalt. In Rabel verschwenkt die Route nahe der Ortsmitte sanft links/rechts, so daß wenige Meter weiter die B 199 erreicht wird. Direkt vor ihr können Sie linker Hand auf einen Geh- und Radweg wechseln, damit die Bundesstraße unterqueren und jenseits sofort links dem Radhinweis nach Kappeln folgen.
Für eine Weile müssen Sie nun das Sausen der Kfz ertragen, bis die Route nach einer sanften Abfahrt in einer lang gezogenen Rechtskurve mit Radhinweis links abknickt. Kurz rollen die Räder noch auf Asphalt, dann schließt sich Schotter an, und Sie passieren den Jachthafen, bevor es auf der neu gestalteten Promenade hinein nach Kappeln geht. Direkt an der Schlei entlang kommen Sie so auf die Höhe der Stadtmitte und biegen, wenn Sie in diese möchten, ca. 200 m vor der schon zu sehenden Schleibrücke rechts in die Fußgängerzone ab („Fährberg“).
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Stadtinfo
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Kappeln, 10 m ü.N.N., 9.800 Einw., wurde 1357 erstmals urkundlich erwähnt, doch lassen Funde darauf schließen, daß der Ort erheblich älter ist – in Anbetracht des vor Stürmen geschützten Hafens durchaus plausibel. Da Angeln und die Halbinsel Schwansen in Kappeln einander sehr nahe rücken, wurde schon früh ein Fährbetrieb aufgenommen – vgl. z.B. den Straßennamen „Fährberg“. Infolge der Zunahme des Verkehrs wurde 1867 die erste Brücke gebaut – übrigens als Pontonbrücke, also Schwimmbrücke. 1927 wurde diese durch eine Drehbrücke und diese wiederum 2002 durch die heutige Klappbrücke ersetzt.
Wenn Sie zu denen zählen, die auf der Brücke warten müssen, weil gerade ein paar Schiffe durch die schmale Förde fahren – die Schlei ist nämlich kein Fluß, sondern eine sehr lang gestreckte, schmale Ostseebucht –, sollten Sie nicht nur die Schiffe bestaunen, sondern auch mal einen Blick auf die nördliche Seite der Brücke werfen. Denn die vielen Pfähle dort, die die Möwen so gern als Rastplatz nutzen, gehören zum letzten funktionstüchtigen Heringszaun Europas. Ab dem 15. Jh. war diese Fangmethode an der unteren Schlei weit verbreitet, geriet aber später wegen des nachlassenden Fischreichtums in Vergessenheit. 1978 wurde die hiesige Anlage instandgesetzt und fängt nun wieder Heringe.
Wenn Sie auf der Brücke stehen und zur Stadt hinüberschauen, können Sie die zweite Attraktion von Kappeln nicht übersehen. Die Holländer-Windmühle Amanda gilt als die größte ihrer Art in Schleswig-Holstein und beherbergt sowohl die Tourist-Information als auch das Standesamt – schließlich muß man sich nicht unbedingt in einer muffigen Amtsstube das Jawort geben, damit es der Staat anerkennt.
Zum Flanieren am frühen Abend bietet sich die neu gestaltete Promenade am Hafen an, wo im so genannten Gastliegerhafen bis zu 35 Sportboote festmachen und sich die Segler Ihrer nicht erwehren können, wenn Sie mal neugierig schauen wollen, wie es denen so ergeht, da ein 160 m langer Laufsteg direkt an den Booten entlang führt. Wenn Sie darob auf den Geschmack gekommen sein sollten, sprich gern noch mehr über Segelschiffe in Erfahrung bringen möchten, sind Sie in Kappeln genau richtig; denn unweit südlich der Klappbrücke ist der Museumshafen zu finden, wo über 20 kleine und große einstige Fracht- und Fischereisegler ihren Liegeplatz haben. Während mancherorts die Skipper lieber unter sich bleiben, stört es hier nicht, wenn die Besucher zuschauen, wie mal wieder das Tauwerk in Ordnung gebracht, ein Mast repariert, ein Segel geflickt oder schlicht das Deck geschrubbt wird. Wer den Seglern bei der Arbeit aber nicht nur zuschaut, sondern sie mit Fragen löchert, darf sich nicht wundern, wenn bei den Antworten etwas Seemannsgarn dabei ist – das muß so sein.
Sie haben noch immer nicht genug von Segelschiffen? Dann nutzen Sie doch die Möglichkeit, mit Ihrem Netbook oder Laptop in Kappeln kostenlos per WLAN surfen zu können (womit die Stadt anderen seit Jahren (!) um Längen voraus ist), und schauen Sie doch mal auf der Website des in Bau befindlichen Port Olpenitz vorbei. An der Stelle des einstigen, 170 ha großen Marinehafens gut 5 km östlich der Stadt soll eine Feriensiedlung mit über 1.000 Immobilien entstehen, alle mit einem eigenen Bootsliegeplatz – entweder direkt am Haus oder 'nur' im Yachthafen. Hotels, Restaurants und Shops dürfen natürlich nicht fehlen. Der erste Spatenstich war im Oktober 2008, die Fertigstellung ist für 2012 vorgesehen.
Sie möchten lieber an Land bleiben, ob nun virtuell oder real - egal -, und sich trotzdem nicht langweilen? Kein Problem, auch Ihnen kann geholfen werden. Vielleicht mögen Sie auf den Spuren des 'Landarztes' wandeln, einer ZDF-Serie, die in Kappeln und Umgebung gedreht wurde und wird. Interessenten erhalten bei der Tourist-Information ein Infoblatt mit Drehorten und Motiven. Wenn Sie an einem Sonn- oder Feiertag in Kappeln weilen, bietet sich zudem eine Fahrt mit der Angelner Dampfeisenbahn von Kappeln nach Süderbrarup und zurück an. Der Betreiberverein hält vorwiegend skandinavische Feuerrösser und Waggons in Schuß – mehr können Sie unter www.angelner-dampfeisenbahn.de in Erfahrung bringen.
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Tourist-Information, Schleswiger Straße 1, 24376 Kappeln, Fon 04642 / 4027, Fax 04642 / 5441,
E-Mail: touristinfo@kappeln.de,
Internet www.kappeln.de.
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© 2009 by Velo-Touring
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Ostseeküsten-Radweg SH (1)
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[Etappenbeschreibung als pdf-Datei herunterladen. 10 Seiten, ca. 330 KB]
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