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Ostseeküsten-Radweg SH (2)
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Etappe 2: Kappeln - Ellenberg - Olpenitzdorf - Schönhagen - Damp - Groß Waabs - Eckernförde (37 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 7 KB).
Informationen zur CD TOP 200
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Auf dieser Etappe bekommen Sie die Halbinsel Schwansen bzw. einen Teil von ihr zu sehen, wobei Sie anfänglich ein paar Mal ganz dicht an die Küste gelangen und schöne Strände zum Baden passieren, den letzten Abschnitt aber weiter landeinwärts entlang einer schwach befahrenen Landstraße zurücklegen müssen.
Die Etappe beginnt an der Schleibrücke und führt nach Osten über die Förde, wozu Sie sich des Geh- und Radwegs auf der nördlichen Seite der Brücke bedienen. Jenseits rollen die Räder nur noch ein kurzes Stück geradeaus, bevor es links sanft hügelan und sodann mit einem Rechtsbogen durch Ellenberg geht. Nachdem Sie die nebenstehende moderne Kirche mit ihrem markanten Turm passiert haben, folgen Sie geradezu einem Geh- und Radweg mit Plattenbelag bis zu einer Landstraße und queren diese mit Tick links, um jenseits auf dem asphaltierten Geh- und Radweg weiter nach Olpenitz zu fahren.
Schnurstracks radeln Sie auf dem Geh- und Radweg gen Osten, bis ein Radhinweis links – vorbei am alten, beachtlich großen und schönen Gutshof – hinein nach Olpenitzdorf lenkt. Im Ort absolvieren Sie später einen Rechtsbogen, kommen so zurück zur Landstraße und queren sie geradewegs. Bei der nächsten Häuseransammlung zweigt die Etappe links ab, womit es nun schnurstracks zum Weidefelder Strand geht. Je nach Jahreszeit und Wetter wird dort entweder so gut wie nichts oder der Teufel los sein; Parkplätze hat es dort jedenfalls mehr als genug.
Hinter den Parkplätzen können Sie rechts auf einen Asphaltweg einbiegen und derart genüßlich nach Schönhagen radeln – erst noch hinter einer hohen Düne, später mit Blick auf die See. Kurz vor dem Ort lenkt ein Radhinweis rechts auf einen gut beradelbaren Schotterweg, der mit einem Linksbogen ins Dorf leitet, wo Sie nach einem kleinen Rechts-/Linksversatz rechts in die Vorfahrtstraße einbiegen, die linker Hand bald einen Geh- und Radweg bietet. Sodann geht es am großen Parkplatz des Schlosses Schönhagen vorbei – 17. Jh., heute Reha-Klinik.
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Tourist-Information, Strandstraße 13, 24398 Schönhagen, Fon 04644 / 9511, Fax 04644 / 9513,
E-Mail: info@schoenhagen-ostsee.de,
Internet www.schoenhagen-ostsee.de.
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Nachdem Sie einen weiten Rechtsbogen absolviert haben, zweigen Sie mit Radhinweis links auf einen einspurigen Asphaltweg ab und erreichen nach zweimaligem Versetzen links/rechts die Ostsee. Dort können Sie sich über die Entstehung des Schwansener Sees und das heutige Naturschutzgebiet informieren, bevor Sie die Fahrt hinter den Dünen auf einem Schotterweg fortsetzen, der teils von feinem Sand überdeckt bzw. durchdrungen ist und dadurch (vor allem mit Gepäck) etwas diffizil beradelbar ist – mit Kinderanhänger ist die Strecke abschnittsweise sogar nahezu unbefahrbar.
So geht es – u.a. vorbei an einem beachtlich großen Dauercampingplatz – nach Damp, wo Sie automatisch auf die den Fußgängern vorbehaltene Promenade gelenkt werden und die Atmosphäre beim Schieben des Rades genießen können. Wegen des Jachthafens werden Sie bald rechts ins Zentrum des Urlauberparadieses geführt und schlagen derart einen Bogen um den Hafen, bis Sie zurück an die Ostsee kommen und dort rechts wieder auf einem Schotterweg radeln können.
Dieser Schotterweg ist von besserer Beschaffenheit als der zuvor benutzte, so daß zügiges Radfahren bis zu einem Campingplatz ermöglicht wird, bei dem die Etappe rechts abknickt und dem asphaltierten Geh- und Radweg entlang einer kleinen Straße folgt. Die Ostsee damit verlassend ist es nur ein kurzes Stück, bis es mit Hinweis nach Klein und Groß Waabs links auf einen stark grasdurchwachsenen Schotterweg geht. Bald steht dann nur noch ein Pfad zur Verfügung, der zur Brücke über den dortigen Bach leitet, und wo Sie – je nach Ausstattung Ihres Rades – eventuell Ihre Taschen abnehmen müssen; denn die Brücke ist durch ein Drehgatter vor unbefugter Benutzung gesichert. Mein Rad paßte mit Packtaschen durch, also Ihres vielleicht auch, ein Kinderanhänger aber mit Sicherheit nicht, so daß der Anhänger entweder getragen oder der kleine Umweg über Schwastrum genommen werden muß.
Nach dem Bach ist es nur ein kurzes (nach Regen meist ziemlich schlammiges) Stück, bis Sie auf eine asphaltierte Nebenstraße stoßen, in die Sie rechts einbiegen und genüßlich nach Groß Waabs radeln, wo es links auf dem Geh- und Radweg an der Landstraße weiter geht. Nun fällt die Orientierung leicht; denn die Route verläuft beständig entlang dieser Straße auf dem mal besser, mal schlechter asphaltierten, auf wenigen kurzen Abschnitten auch mal betonsteingepflasterten Radweg bis nach Eckernförde.
Kaum in der Stadt angekommen wechseln Sie die Straßenseite und radeln noch ein paar hundert Meter, bis ein Hinweis links in die „Cäcilienstraße“ lenkt. Bald absolviert die Straße einen Linksbogen, und Sie zweigen gleich darauf rechts ab in den Weg mit dem schönen Namen „Letzte Pappel“, um durch eine Parkanlage hinunter zur Eckernförder Bucht zu sausen.
Dort geht es rechts bis zu einer Vorfahrtstraße (das ist die zuvor begleitete Landstraße), in deren Geh- und Radweg Sie links einbiegen und noch ein paar hundert Meter radeln, bevor Sie auf der Höhe eines Fußgängerübergangs links abzweigen, um – das Velo bitte schiebend (!) – mittels der nebenstehenden Hafenbrücke und der sich jenseits mit Tick rechts anschließenden „Frau-Clara-Straße“ in die Innenstadt zu gelangen.
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Stadtinfo
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Eckernförde, 3 m ü.N.N., 23.000 Einw., ist – obwohl eine richtige, wenn auch kleine Stadt – vielleicht der rechte Ort für ein oder zwei Strandtage; denn während sich die meisten Ostseebäder aus kleinen Dörfern entwickelten, in denen allein der Tourismus den Ton angibt, was für das Gemeinwesen nicht immer wirklich förderlich ist, gibt es in Eckernförde neben dem Baden und Sonnen am feinen Ostseestrand noch genügend andere Gelegenheiten, sich sinnvoll die Zeit zu vertreiben, damit Ihnen nicht langweilig wird.
Z.B. mit einem Besuch des Museums, welches sich u.a. der 'weißen Industrie', dem Tourismus, widmet und die mehr als 170 Jahre alte Geschichte des Badeortes aufzeigt – Rathausmarkt 8, geöffnet Mai-Okt. di-sa 10-12.30 & 14.30-17 h, so 11-17 h, Eintritt 2 €. Ein Raum des Hauses beherbergt Produkte der hier einst beheimateten Fayence-Manufaktur (weiß glasierte, bemalte Töpferwaren) der Kaufmannsfamilie Otte. Die Familie bescherte der Stadt im 18. Jh. einen rasanten Aufschwung – von den 36 im Jahre 1758 in Eckernförde beheimateten Kaufmannsschiffen gehörten der Familie Otte immerhin 17. Leider waren ihre Nachfahren nicht mehr so tüchtig, weshalb der Aufschwung denn auch schon bald wieder endete.
Das irritiert doch sehr, wenn man weiß, daß eine Inschrift in der Stadt – interessanterweise auf Hochdeutsch – besagt: 'In Eckernförde versteht man es, aus Silber Gold zu machen.' Dies bezieht sich allerdings nicht auf einen Erfolg in der Alchimie, sondern darauf, daß im 19. Jh. in Eckernförde im großen Stil die silbernen Sprotten (eine Heringsart) geräuchert und dabei gülden wurden. Sinnigerweise bescherte das der Stadt zwar zahlreiche räuchernde Schlote und den Fischern wenigstens einen bescheidenen Wohlstand – wie bescheiden kann man in der Altstadt anhand der kleinen Häuser unschwer erkennen –, aber den Ruhm sahnten andere ab. Und warum? Bis 1871 war Eckernförde noch nicht an das Eisenbahnnetz angeschlossen, weshalb die geräucherten Sprotten mit Pferdewagen mühsam nach Kiel transportiert und erst von dort per Zug in alle Gegenden Deutschlands verschickt wurden. Und schwuppdiwupp wurden aus eigentlich Eckernförder nun Kieler Sprotten. Sorry, aber soviel Kaufmannssinn hätte ich den Kielern gar nicht zugetraut. Oder andersherum, da werden sich die Ottes (s.o.) doch wohl im Grabe umgedreht haben!
Von den einst zahlreichen Räuchereien blieb keine einzige erhalten, weshalb Sie bei einem Spaziergang durch die Stadt Ihr Augenmerk vielleicht lieber auf die Kunst richten sollten. Neben diversen Bildhauerarbeiten an der neuen Promenade von Borby (Nordseite der Hafenbucht) sowie an der (östlichen) Strandpromenade, bietet sich z.B. für Interessierte direkt am Strand nahe der Stadthalle die Galerie Nemo für einen Besuch an, die in einem ehemaligen Bootshaus in ständig wechselnden Ausstellungen zeitgenössische Werke präsentiert. Spezialisiert ist sie auf Künstler aus den Ostseeanrainerstaaten und hat sich damit international einen beachtlichen Ruf erworben – Bootshaus am Südstrand, weitere Infos unter www.gonemo.de.
Und wenn es die Zeit erlaubt, gehen Sie doch mal bei meinem Bruder in der Langebrückstraße 22-24 vorbei und bestellen Sie ihm einen schönen Gruß. So es Ihnen gefällt, verwöhnt er Sie gern mit einem seiner erlesenen Weine. Falls Sie zu den Rauchern zählen, versorgt er Sie mit exquisiten Tabakwaren. Und wenn Sie auf der Reise Millionär werden wollen, kann er Ihnen auch – allerdings ohne Gewähr – weiterhelfen.
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Eckernförde Touristik und Marketing, Am Exer 1, 24340 Eckernförde, Fon 04351 / 71790, Fax 04351 / 6282,
E-Mail: info@ostseebad-eckernfoerde.de,
Internet www.ostseebad-eckernfoerde.de.
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© 2009 by Velo-Touring
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Ostseeküsten-Radweg SH (2)
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[Etappenbeschreibung als pdf-Datei herunterladen. 4 Seiten, ca. 165 KB]
[Etappenkarte als pdf-Datei herunterladen. 1 Seite, ca. 490 KB]
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