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Ostseeküsten-Radweg SH (3)
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Etappe 3: Eckernförde - Schnellmark - Neudorf - Borghorst - Stubbendorf - Krusendorf - Surendorf - Dänisch-Nienhof - Stohl - Marienfelde - Strande - Schilksee - Pries - Altenholz - Kiel - Mönkeberg - Möltenort - Laboe - Stein - Heidkoppel - Kalifornien - Brasilien - Schönberger Strand (82 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 12 KB).
Informationen zur CD TOP 200
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Eine abwechslungsreiche Etappe; denn schon bald nach Eckernförde verläßt sie die Küste und führt über die Dörfer des Dänischen Wohld. Erst in Strande kommen Sie zurück an die Ostsee, genauer nun an die Kieler Förde. Wer sich den weiten Weg ins Zentrum der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein sparen möchte, kann die Reise durch eine Fährfahrt bis zur Kieler Bahnhofsbrücke bereichern. Ab Mönkeberg kann man den östlichen Teil der Förde genießen; denn der Ostseeküsten-Radweg verläuft beständig nah dem Ufer.
Der Fußgängerzone („Kieler Straße“) folgen Sie gen Süden, kommen so zu einem beampelten Fußgängerübergang, wechseln auf die Fahrbahn und versetzen sogleich links/rechts, um auf der Straße „Am Exer“ – vorbei an der Kurverwaltung mit der Tourist-Information – weiter Richtung Süden zu radeln. Die Richtung haltend wird die Stadt parallel zum Kurpark verlassen, wobei die Räder zunächst noch auf der Fahrbahn rollen. Wenn sich später eine Einbahnstraße in den Weg stellt, wird auf den Geh- Radweg gewechselt, und so geht es weiter entlang der Eckernförder Bucht.
Eine ganze Weile müssen Sie den Lärm der Automobile ertragen, denn die Route verläuft direkt neben der B 76 bis Schnellmark. Dort zweigen Sie automatisch links ab, halten sich im Ort geradeaus – ignorieren damit den dortigen Radhinweis nach Kiel – und radeln sodann entlang einer wesentlich schwächer befahrenen Landstraße. Schon bald nach dem Ort knickt der Ostseeküsten-Radweg – mit einem weiteren Hinweis nach Kiel – rechts ab und folgt einer einspurig Asphaltierten, die durch ein Wäldchen leitet, bevor Sie links abzweigen und nach Neudorf fahren.
Im Ort biegen Sie links ab und folgen sodann einfach dem Verlauf der Straße nach Osten aus dem Dorf hinaus. So geht es schnurstracks nach Borghorst, wo die Route beim Teich des Guthofes automatisch nach rechts führt, bevor Sie kurz darauf mit Radhinweis halblinks abzweigen. Über die Häuseransammlung Austerlitz radeln Sie zu jener namens Aukamp, wo Sie mittels einer Vorfahrtstraße ca. 100 m links/rechts versetzen und weiterfahren nach Stubbendorf, wo die Richtung gehalten wird, was das 'Einbiegen' in eine dort abknickende Vorfahrtstraße einschließt.
Hernach sind ein paar Höhenmeter zu gewinnen – kein Wunder, führt der Ostseeküsten-Radweg doch alsbald durch die Häuseransammlung Hochtor. Immerhin beschert die Höhe einen schönen Blick auf die Eckernförder Bucht, bevor Sie die Landstraße gerade queren, deren Geh- und Radweg Sie bei Schnellmark schon gefolgt sind. Jenseits geht es mit einem leichten Schwenk nach rechts hinein nach Krusendorf (ein Ortsteil von Schwedeneck) und sodann – einfach dem Verlauf der Straße folgend – weiter nach Surendorf.
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Touristinformation, Zum Kurstrand, 24229 Schwedeneck, Fon 04308 / 331, Fax 04308 / 1260,
E-Mail: info@ostseebad-schwedeneck.de,
Internet www.schwedeneck.de
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Im Ort 'biegen' Sie geradeaus in eine Vorfahrtstraße ein und radeln – zur Abwechslung mal wieder auf einem Geh- und Radweg – nach Dänisch-Nienhof. Auch dort fällt die Orientierung leicht; denn es geht einfach auf dem Geh- und Radweg durch das Dorf. Nachdem erneut ein schöner Blick auf die Ostsee geboten wurde, passieren Sie bald darauf Stohl, welches rechter Hand liegen bleibt, bevor Sie auf eine Vorfahrtstraße stoßen und links einbiegen.
Vorbei an Marienfelde führt der Ostseeküsten-Radweg weiter zu einem Kreisverkehr, an dem Sie links nach Strande abbiegen. Im Ort geht es rechts in die „Dorfstraße“, die hinunter zum Strand, dem Yachthafen sowie dem Fähranleger leitet, wo Sie die Qual der Wahl haben; denn es fragt sich, ob Sie per Velo nach Kiel fahren möchten oder sich lieber der Schlepp- und Fährgesellschaft anvertrauen wollen, die einen herrlichen Ausblick auf die Förde sowie auf große und kleine Pötte beschert. Mehrere Abfahrten täglich, je nach Saison wechselnd, Infos unter www.sfk-kiel.de.
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Touristinformation, Strandstraße 12, 24229 Strande, Fon 04349 / 290, Fax 04349 / 909974,
E-Mail: info@strande.de,
Internet www.ostseebad-strande.de
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Wenn Sie sich für die Fahrt mit dem Velo entscheiden, folgen Sie der „Strandstraße“ vorbei am Yachthafen und biegen noch vor dem Ortsende links auf den breiten Gehweg ab, auf dem man bei geringem Fußgängeraufkommen radeln kann und der direkt zum Olympiazentrum von Kiel-Schilksee leitet. Nachdem Sie die terrassierten Bauten passiert haben, verwehrt der Hinweis 'Gehweg: Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad, den anderen ist es verboten' die Weiterfahrt, und Sie biegen rechts ab. Es geht ein wenig aufwärts, bevor Sie mit Tick links zu einer Straße mit dem schönen Namen „Tempest“ kommen.
In diese Straße geht es rechts, bevor Sie einen Linksbogen absolvieren und auf die Landstraße stoßen, deren Geh- und Radweg Sie links folgen. An der nächsten beampelten Kreuzung lenkt ein Hinweis des Ostseeküsten-Radwegs rechts Richtung Pries, und die Etappe folgt der „Schilkseer Straße“, bis es mit Radhinweis erneut rechts geht, und zwar in den „Alten Kirchweg“. Dieser führt hinaus aufs freie Feld, wo Sie mit Radhinweis an einer Kreuzung links abbiegen.
Damit rollen die Räder auf einem zweistreifigen Betonsteinpflasterweg bis zum Wald, wo die Etappe sogleich rechts auf einen Schotterweg abzweigt. Am Waldrand entlang geht es bald bis zu einem steilen Hang, und schließlich verlieren Sie an Höhe, wobei Sie wegen des groben Schotters das Rad aber nicht so recht gehen lassen können. Im Anschluß muß die verlorene Höhe zurückgewonnen werden, bevor Sie auf eine dort abknickende Asphaltierte stoßen und gerade in diese 'einbiegen'. Kurz darauf wird eine Vorfahrtberechtigte erreicht, deren Geh- und Radweg Sie links nach Pries folgen, um dort in der Ortsmitte mit Radhinweis rechts abzuzweigen.
So radeln Sie durch das sich lang hinziehende Dorf, verlieren kurz an Höhe, unterqueren eine Landstraße sowie bald darauf die B 503 und gelangen derart nach Altenholz – Ortsteil Stift. Nachdem Sie die verlorene Höhe zurückgewonnen haben, stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße, queren gerade und gelangen kurz darauf an eine T-Kreuzung, wo es links auf den gegenüberliegenden Geh- und Radweg geht. Diesem folgend kommen Sie zur dort autobahnähnlich ausgebauten B 503 und dürfen parallel zu ihr bis zur nächsten Ausfahrt radeln, wo die Bundesstraße überquert wird, bevor Sie auf eine beampelte Kreuzung stoßen.
Sie biegen links ab (im Zickzackkurs, weil die Verkehrsplaner es doch so lieben, die Radler zu schikanieren, wo es nur geht) und zweigen nach dem sich anschließenden Rechtsbogen bei der nächsten Kreuzung rechts ab („Gravensteiner Straße“). Sich einfach geradeaus haltend erreichen Sie den Nord-Ostsee-Kanal, biegen dort links ab und radeln noch ein Stückchen bis zum Fähranleger; denn nun wird der Kanal gequert. Die Fähre verkehrt tagsüber im ¼-Stunden-Takt und ist kostenlos, so daß sich niemand an der Weiterfahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal gehindert fühlen muß.
Jenseits folgt der Ostseeküsten-Radweg dem betonsteingepflasterten Geh- und Radweg der „Schleusenstraße“ gen Süden bis zu einer beampelten Kreuzung, an der es gemäß Radhinweis zum Zentrum links geht. Nach einem sanften Rechtsschwenk wird die nächste beampelte Kreuzung erreicht, und die Route zweigt mit Radhinweis erneut links ab. Wie es der Straßenname „Hindenburgufer“ verspricht geht es derart alsbald direkt an der Förde entlang, so daß Sie den Blick schweifen lassen können.
Ohne Orientierungsprobleme radeln Sie gemäß den Radhinweisen Richtung Zentrum immer weiter entlang der Hauptverkehrsstraße, bis Sie schließlich den Schwedenkai (Anleger der Stena-Line) passieren und dort einen Hinweis zum Zentrum ignorieren, um kurz darauf zum nebenstehenden Hafenhaus zu gelangen. Wenn Sie an der dortigen beampelten Kreuzung rechts abbiegen, kommen Sie auf den „Stresemannplatz“, wo Sie wenige Meter weiter die Tourist-Information finden.
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Stadtinfo
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Kiel, 5 m ü.N.N., 234.000 Einw., wurde wegen der riesigen Anlagen der Marine und Rüstungsindustrie im Zweiten Weltkrieg sehr stark zerstört, was offenbar den Stadt- und Verkehrsplanern ganz recht war, hatten sie doch so Platz genug für eine neue Stadt – und wo noch was im Wege stehen geblieben war, mußte es eben weichen. Entsprechend präsentieren sich heute weite Teile von Kiel im Stil der 50er-70er Jahre. Interessanterweise stören dieses Bild auch neuere Bauten nicht; denn sie fügen sich mit Leichtigkeit in die sogenannte funktionale, d.h. nach den Funktionen Wohnen, Arbeiten, Erholung und Verkehr getrennte Stadt ein.
Dabei hatte alles so harmlos begonnen: Kiel wurde in den 30er Jahren des 13. Jh. gegründet und erhielt 1242 das lübische Stadtrecht. Trotz des günstig gelegenen Hafens und der späteren Mitgliedschaft in der Hanse blieb es aber ein unbedeutendes Nest. Daran vermochte die 1665 eingerichtete Universität nichts zu ändern, und auch die Verlegung der Residenz der damaligen Landesherren nach Kiel (ab 1720) brachte keinen Aufschwung mit sich.
Erst als 1866 Kiel mit Holstein preußische Provinz wurde, wendete sich das Blatt; denn 1867 wurde die Stadt zum Kriegshafen des unter preußischer Führung stehenden Norddeutschen Bundes und 1871 schließlich des neuen Deutschen Reiches. Das führte natürlich zur Gründung diverser Kasernen, Marineschulen und Werften, so daß die Bevölkerung von rund 25.000 (1867) auf über 100.000 bis zur Jahrhundertwende anwuchs.
Im November 1918 erlangte Kiel nationale Bedeutung, da sich ein Großteil der Matrosen der Kriegsmarine zunächst den Befehlen ihrer Offiziere widersetzte und schließlich am 3. November zu einer Demonstration an Land ging, bei der regierungstreue Soldaten in die Menge schossen. Das führte in den Folgetagen zum Generalstreik und der Besetzung der Werften, so daß Kiel zu einem Zentrum der deutschen Revolution wurde.
Die Erfolge waren aber bekanntlich nur begrenzt, und schon zwei Jahrzehnte später war Kiel wieder einer der Mittelpunkte eines bombastischen Aufrüstungsprogramms. Entsprechend wurden Werften und Hafenanlagen – und mit ihr drei Viertel der Stadt – von den Alliierten im Zweiten Weltkrieg zerstört und damit der Grundstein für den schon erwähnten fragwürdigen Wiederaufbau gelegt.
Das hat natürlich auch zur Folge, daß es fast keine altehrwürdigen Gebäude zu besichtigen gibt, was nicht heißt, daß sich ein Rundgang nicht lohnen würde. Angenommen Sie starten am Hauptbahnhof, dann können Sie unweit nordwestlich gleich eine der neueren Errungenschaften der Stadt studieren. Der Sophienhof wurde 1988 eröffnet und steht an der Stelle eines Jugendstil-Komplexes, der der Kieler Stadtregierung zu altmodisch war, was ihr 1981 die ersten Hausbesetzer bescherte. Da denen aber Mißerfolg beschieden war, finden sich heute dort eine Vielzahl von Geschäften und Restaurants in einem eher langweiligen Zweckbau.
Der Straße „Sophienblatt“ weiter nach Norden folgend und bald links in den „Ziegelteich“ abbiegend kommen Sie zum weiten „Exerzierplatz“ – in Kiel kurz Exer genannt. An seinem östlichen Rand liegt das größte städtebauliche Unikum von Kiel – die Sparkassen-Arena-Kiel, früher schlicht Ostseehalle genannt. Sie ist eine ehemalige Flugzeughalle, die auf Sylt ihre Schuldigkeit getan hatte und hier 1951 neu errichtet wurde. Zwar ist sie in den 80ern architektonisch geliftet worden, blieb aber ein eher häßliches Entlein.
Sich wieder gen Osten wendend geht es durch die Fußgängerzone zur „Holstenstraße“, die als die älteste Fußgängerzone (1951) Deutschlands gilt. Diese führt nach Norden in die Altstadt, wo Kiel einst auf einer Halbinsel gegründet wurde, wovon Sie heute aber nichts mehr spüren werden, da der Kleine Kiel nur noch in Form zweier Seen zu finden ist und ansonsten unterirdisch verläuft.
Im Kern der Altstadt erhebt sich am „Alten Markt“ die Nikolaikirche, vor der die Plastik Geistkämpfer von Ernst Barlach steht. Nördlich des Gotteshauses befindet sich in der „Dänischen Straße“ der Warleberger Hof, ein 1616 erbauter Adelssitz, in dem heute das Kieler Stadtmuseum untergebracht ist – geöffnet Mitte April-Mitte Okt. täglich 10-18 h.
Östlich liegt übrigens das Kieler Schloß, was eine arg übertriebene Bezeichnung ist, handelt es sich doch bei dem heute zu sehenden Komplex weitestgehend um einen Neubau der 60er Jahre. Vom alten Schloß blieb nur der Westflügel – Rantzau-Bau – erhalten. Von dort sind es entlang der „Burgstraße“ nur noch ein paar Schritte in südöstlicher Richtung bis zu einem Abzweig links, mittels dem Sie zum „Wall“ und damit auch zum Schifffahrtsmuseum mit Museumsbrücke nebst Museumsschiffen gelangen. Es ist in einer ehemaligen Fischhalle untergebracht (das Gebäude im Hintergrund mit dem auffälligen Giebel) und hat Mitte April-Mitte Okt. täglich 10-18 h geöffnet, Eintritt 3 €.
In der Umgebung: Wenn Sie mehr über die Vergangenheit des nördlichsten Bundeslandes in Erfahrung bringen wollen, empfiehlt sich ein Besuch des Schleswig-Holsteinischen Freilichtmuseums an der Hamburger Landstraße in Molfsee – ca. 8 km südwestlich, auch mit dem Bus ab Hauptbahnhof erreichbar. Dort wurden auf einem rund 60 ha großen Gelände über 70 historische Gebäude, Hofanlagen und Mühlen aus den verschiedenen Landesteilen mit Mobiliar, Hausrat und Arbeitsgeräten wiederaufgebaut, so daß ein richtiges Dorf entstand, das zudem lebt, denn alte Handwerke werden teils noch ausgeübt und den Besuchern vorgeführt, ja selbst einen historischen Jahrmarkt mit Karussells gibt es – geöffnet April-Okt. täglich 9-18 h, Eintritt 7 € – weitere Infos unter www.freilichtmuseum-sh.de.
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Tourist Information, Andreas-Gayk-Str. 31, 24103 Kiel, Fon 0431 / 679100, Fax 0431 / 6791099,
E-Mail: info@kurskiel.de,
Internet www.kurskiel.de.
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Nach einer Stadtbesichtigung und ggf. Übernachtung setzen Sie die Reise am Hafenhaus fort und radeln bis auf die Höhe des Bahnhofs, um links abbiegend die Förde mittels der hölzernen „Bahnhofsbrücke“ zu überqueren. Jenseits schlagen Sie alsbald einen Haken rechts/links/links, bevor es mit einem Rechtsbogen zu einer Vorfahrtstraße geht – alles als Geh- und Radweg ausgewiesen und solide beschildert. Sie biegen links ab und folgen sodann beständig dem Verlauf zunächst der „Werftstraße“, später der „Schönberger Straße“, bis Sie nach einer ganzen Weile an eine sanfte Gabelung gelangen. Ein Radhinweis bedeutet, daß es geradeaus weiterginge, womit hier die Straße mit Tick links gemeint ist. Das ist immer noch die „Schönberger Straße“.
Wegen der Enge des Straßenprofils steht dort kein Radweg mehr zur Verfügung, auf dem Gehweg ist aber das Radfahren erlaubt. Wer Rücksicht auf die dort in der Regel zahlreichen Fußgänger nehmen will, wechselt auf die Fahrbahn, auf der die Räder nur noch ein kurzes Stück bis zu einem beampelten Abzweig rollen, an dem der Ostseeküsten-Radweg links abknickt und gleich darauf die Schwentine überquert.
Jenseits halten Sie sich links und radeln sanft hügelan zu einer Vorfahrtstraße, deren Zweirichtungsradweg Sie nach links folgen. Wenn die Vorfahrtstraße bald nach links schwenkt, biegen Sie geradeaus mit Tick rechts ab – Hinweis vorhanden – und radeln sodann auf dem „Heikendorfer Weg“ sowie der sich anschließenden „Helenenstraße“ auf gutem Asphalt weiter hügelan.
So kommen Sie zu einer Vorfahrtstraße und biegen links in diese ein, um bald darauf Kiel zu verlassen, was anhand des Grenzsteins des Kreises Plön erkennbar ist. Im alsbald erreichten Mönkeberg zweigen Sie an der ersten beampelten Kreuzung gemäß Radhinweis links in den „Gänsekrugredder“ ab, halten sich bald – vorbei an zwei Abzweigen rechts – etwas links und dürfen hernach eine lange Abfahrt hinunter zur Kieler Förde genießen.
Dort geht es rechts auf wechselnden Belägen an der Förde entlang, wobei der Weg teils so eng ist, daß man bei hohem Fußgängeraufkommen am besten gleich schiebt. Es ist aber nicht weit, bis der Ostseeküsten-Radweg in den „Stormdeich“ mündet, der bald mit einem Rechtsbogen in den „Schönkamp“ übergeht, und den Sie wenige Meter weiter nach halblinks verlassen, um nach einem sanften Anstieg mit Hinweis zum Förde-Wanderweg links abzuzweigen und auf Schotter hinunter zum Ufer zu sausen.
Immer direkt oder zumindest nah am Ufer radelnd passieren Sie erst die Promenade von Heikendorf, dann einen großen Jachthafen und später in Möltenort den Strand, bevor der Ostseeküsten-Radweg auf eine ältliche Asphaltbahn verschwenkt und Sie kurz darauf einen Campingplatz passieren. Später schließt sich ein Bundeswehrgelände an, daß Sie durchqueren dürfen, und für den Fall, daß dies wegen besonderer Vorkommnisse mal nicht möglich sein sollte, gibt es sogar weit davor eine elektronische Anzeige, so daß Sie nicht unnötig viel vor und zurück radeln müssen. Alle Achtung, so geht es also auch.
Apropos Bundeswehr: Dort ist der Rollbelag am besten – zuvor wird so ziemlich jede Sorte geboten, die man sich nur vorstellen kann –, aber dort ist wegen der Zufahrt zu einem Anleger an der Förde auch eine Brücke mit Treppen zu meistern. Schieberillen erleichtern dies, Kinderanhänger müssen aber getragen werden.
In Laboe gelangen Sie automatisch auf die „Hafenstraße“, passieren entsprechend den Hafen und biegen gleich darauf mit Hinweis links ab, um nach einem folgenden Rechtsbogen auf der „Strandstraße“ parallel zum Strand, aber sozusagen in zweiter Reihe zu radeln.
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Ortsinfo
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Laboe, Laboe, 21 m ü.N.N., 5.300 Einw., wurde vermutlich in den dreißiger Jahren des 13. Jh. als deutsches Dorf in der Form eines Rundlings gegründet. Der Rundanger ist noch heute im sog. Oberdorf nachvollziehbar. Unterhalb bestand aber zuvor schon ein slawischer Fischerort namens 'Lubodne', zu deutsch 'Schwanenort', weshalb das Wappentier Laboes denn auch ein Schwan ist. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Laboe sehr gemächlich, erst durch die aufkommende Badelust Ende des 19. Jh. setzte ein größerer Aufschwung ein.
Auch wenn inzwischen über 100.000 Gästeübernachtungen jährlich gezählt werden, ist Laboe weniger für die Badefreuden als für das Marineehrenmal bekannt, welches am nördlichen Ortsrand zu finden ist. Der markante, 72 m hohe Turm ist nicht nur weithin sichtbar, er bietet bei günstiger Witterung auch einen kilometerweiten Ausblick. Freunde der Marine werden sich auch bei einem im Sommer durchaus vorkommenden starken Andrang kaum von einem Besuch des Ehrenmals abhalten lassen. Den anderen sei ans Herz gelegt, daß das Ehrenmal, welches 1927 bis 1936 erbaut wurde, anfänglich nur der Erinnerung an die Gefallenen der Kaiserlichen Marine diente, seit 1954 hier aber neben den deutschen Seefahrern auch denen der anderen an den beiden Weltkriegen beteiligten Nationen gedacht wird. 1996 schließlich entschloß man sich gar, fortan nicht nur der Soldaten, sondern auch der zivilen Seefahrer zu gedenken, weshalb es nun auch ein 'Mahnmal für eine friedliche Seefahrt auf freien Meeren' ist – geöffnet April-Okt. täglich 9.30-18 h, Eintritt 4 €.
Während die einen ggf. im Anschluß noch das U 995, ein vor dem Ehrenmal am Strand aufgebautes Hochseetauchboot aus dem Zweiten Weltkrieg besichtigen werden, zieht es die anderen vielleicht noch ein Stückchen weiter, um die Meeresbiologische Station aufzusuchen. Die privat betriebene Station widmet sich den Lebewesen in der Ostsee und erläutert bei Führungen in kleinen Gruppen z.B., warum die Scholle beide Augen auf einer Körperseite hat, wovon ein Seestern lebt und ob Muscheln schwimmen können – geöffnet April-Okt. di-so 11-18 h, Eintritt 5 €.
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Kurbetrieb, Börn 2, 24235 Laboe, Fon 04343 / 427553, Fax 04343 / 427559,
E-Mail: info@laboe.de,
Internet www.laboe.de.
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Die Etappe folgt der „Strandstraße“ zum Marineehrenmal. Wenn kurz danach die Straße rechts abknickt, führt der Ostseeküsten-Radweg geradeaus auf einem Geh- und Radweg weiter, der bald an eine Landstraße heran leitet, wo Sie die Fahrt auf dem dortigen Geh- und Radweg fortsetzen. Vorbei an zwei großen Campingplätzen radeln Sie derart zum Ortseingang von Stein, biegen sogleich mit Radhinweis links ab, rollen direkt an die Küste, folgen rechts noch kurz einem Schotterweg und gelangen sodann zum Deich, wo der Ostseeküsten-Radweg seeseitig auf der sehr breiten Asphaltbahn verläuft.
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Fremdenverkehrsverein, Dorfring 20a, 24235 Stein/Ostsee, Fon 04343 / 9299, Fax 04343 / 496613,
E-Mail: tourist.info@stein-ostseebad.de,
Internet www.stein-ostseebad.de.
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Nach dem Hafen knickt der Deich links ab, und Sie können ihm bei geringem Fußgängeraufkommen – inoffiziell – folgen, um die Aussicht zu genießen. Oder Sie bedienen sich der offiziellen Route und fahren auf der kleinen Straße landeinwärts gleich unterhalb des Deiches bis zu einem Campingplatz, wo der Ostseeküsten-Radweg dann auf den Deich verschwenkt. Hernach ist es nur noch ein kurzes Stück, bis ein Graben gequert wird und die Etappe mit einem Links-/Rechtsversatz an die Dünen heranführt, wo eine teils sehr breite Asphaltbahn geboten wird, die sich über zig Kilometer erstreckt und sagenhaftes Radeln gestattet. Linker Hand entlang der Dünen und dem Strand, rechter Hand vorbei an Campingplätzen, Ferienhäusern und den strikt dem Tourismus gewidmeten Orten Heidkoppel, Kalifornien und Brasilien geht es schnurstracks zum Etappenziel Schönberger Strand. Mit Rückenwind ein Traum!
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Ortsinfo
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In Schönberger Strand geht es zuallererst einmal ums Baden in der Ostsee und das Sonnenbaden am Strand – und das ist auch gut so! Wenn Sie länger bleiben und Ihnen das Strandleben auf Dauer doch ein wenig zu langweilig werden sollte oder wenn das Wetter nicht so recht mitspielen mag (skandalös!), dann können Sie sich aber auch auf andere Art und Weise die Zeit vertreiben. Z.B. durch einen Besuch der Museumsbahnen Schönberger Strand am Museumsbahnhof. Die Eisen- und Straßenbahnen werden von einem Verein nicht nur restauriert und ausgestellt, sondern in den Sommermonaten an Sams- und Sonntagen auch betrieben, so daß Sie z.B. morgens mit der Museumsbahn nach Kiel und von dort per Schiff zurück fahren können, um mittags bereits wieder in Schönberger Strand speisen zu können. Fahrpläne und Kartenverkauf bietet die Tourist-Info (s.u.), weitere Infos finden Sie auch unter www.vvm-museumsbahn.de.
Wenn zwischen Sonnen und Baden, Essen und Trinken noch Zeit verbleibt und die Kultur nicht zu kurz kommen soll, lohnt ein Besuch des Probstei-Museums im ca. 4 km entfernten Schönberg. Das Museum widmet sich insbesondere der Geschichte der Region, der Land- und Hauswirtschaft sowie dem Handwerk und ist Mitte Mai-Okt. di-so 14-17 h & do 10-12 h geöffnet, Eintritt 2 €.
Wenn Sie in Begleitung von Kindern reisen – aber nicht nur dann –, empfiehlt sich ebenfalls eine kurze Radtour nach Schönberg, um dort das Kindheitsmuseum zu besuchen. Es präsentiert u.a. Spielzeug, Kinderliteratur, Kleidung sowie Möbel und erläutert mit zahlreichen Fotos die Lebens- und Wohnsituation von Kindern seit 1890 bis heute. Betrieben wird das Museum von einem gemeinnützigen Verein in ehrenamtlicher Tätigkeit – allein das rechtfertigt einen Besuch und wohl auch eine Spende. Öffnungszeiten: Mai so 14-17 h, Juni-Okt. di-so 14-17 h & do 10-12 h, weitere Infos finden Sie unter www.kindheitsmuseum.de.
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Tourismusverband Probstei, Knüll 4, 24217 Schönberg, Fon 04344/306163, Fax 04344/306250,
E-Mail: info@probstei.de,
Internet www.probstei.de.
Tourist-Service, Käptn’s Gang 1, 24217 Schönberger Strand, Fon 04344 / 41410, Fax 04344 / 414114,
E-Mail: info@schoenberg.de,
Internet www.schoenberg.de.
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© 2009 by Velo-Touring
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Ostseeküsten-Radweg SH (3)
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