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Ostseeküsten-Radweg SH (5)
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Etappe 5: Heiligenhafen - Lütjenbrode - Großenbrode - Fehmarnsundbrücke - Strukkamp - Albertsdorf - Westerbergen - Lemkenhafen - Orth - Sulsdorf - Püttsee - Flügge - Kopendorf - Bojendorf - (Wallnau) - Puttgarden - Klausdorf - Gahlendorf - Vitzdorf - (Burg auf Fehmarn) - Sahrensdorf - Burgstaaken - Wulfen - Fehmarnsund - Fehmarnsundbrücke - Großenbrode - Lütjenbrode - Sütel - Löhrstorf - Neukirchen - Satjewitz - Michaelsdorf - Kraksdorf - Siggen - Süssau - Dahme - Kellenhusen (113 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 15 KB).
Informationen zur CD TOP 200
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Es ist durchaus wahrscheinlich, daß Sie auf dieser Etappe mit einer ziemlich frischen Brise werden kämpfen müssen – nicht umsonst ist die Insel Fehmarn bei Wind- und Kitesurfern sehr beliebt. Das Radeln wird abschnittsweise ferner dadurch erschwert, daß der offizielle Ostseeküsten-Radweg auf dem Deich verläuft, dort aber kein befestigter Weg vorhanden ist, sondern nur eine schmale Spur infolge der ständigen Benutzung. Aber immerhin werden Sie – quasi zum Ausgleich – auf diesen Abschnitten der Küste ganz nah sein.
Die Etappe beginnt am „Markt“ und folgt der „Brückstraße“ (Fußgängerzone) sanft abwärts. Alsbald geht es rechts in den „Kattsund“ (ebenfalls Fußgängerzone) und damit zur „Hafenstraße“, auf der Sie gen Osten stadtauswärts radeln. Bei einem bald erreichten Kreisverkehr halten Sie sich geradeaus und zweigen bei der nächsten Möglichkeit mit Radhinweis nach Großenbrode links ab in die Straße „Am Ufer“. Kurz darauf verspringt die Radroute sanft links/rechts, und Sie folgen dem Asphaltband, bis sich geradezu zwei Schotterwege anschließen, von denen Sie den rechten wählen.
So geht es mit einem schönen Ausblick auf den Graswarder zum Ortsteil Ortmühle, wo der Weg breiter wird und Sie bald rechts auf eine asphaltierte Straße einbiegen. Derart radeln Sie schon bald direkt an der Bucht entlang – nun auch mit Ausblick auf den Fehmarnsund und die Brücke – und damit zum Ortsteil Strandhusen, wo Sie, wenn der Asphalt endet, die Fahrt geradeaus auf Schotter fortsetzen. Am Ortsende geht es rechts und beim alsbald erreichten ehemaligen Bahndamm nochmal rechts, so daß Sie ein paar Meter 'zurück' fahren, bevor Sie mit einer 180°-Linkskurve auf den ehemaligen Bahndamm einbiegen – alles solide beschildert.
Auf dem asphaltierten Geh- und Radweg radeln Sie hügelan, unterqueren bald die B 207 und kommen derart nach Lütjenbrode, wo Sie mit der Vorfahrt links abbiegen und schnurstracks durch den Ort fahren. Ohne Orientierungsprobleme geht es weiter nach Großenbrode, wo Sie bald nach dem Ortseingang auf die Fahrbahn wechseln.
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Ortsinfo
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Großenbrode, 16 m ü.N.N., 2.100 Einw., darf sich rühmen, bereits 1249 das erste Mal erwähnt worden zu sein, und führt seinen Namen auf das slawische 'Brody' – zu deutsch 'Furt' – zurück. Daß die Gegend aber schon früher besiedelt war, bezeugt das große Hünenbett nördlich des Ortes direkt am Fehmarnsund, das etwa 100 m lang ist und einen schönen Ausblick auf die Ostsee und nach Fehmarn bietet. Ein weiteres Hünengrab fiel dem Bau der Fehmarnsundbrücke – genauer der Auffahrt – zum Opfer; immerhin wurde aber ein großer Findling gerettet, der nun am Dorfplatz bewundert werden kann.
Schon früh dürfte der Ort von der Lage am Fehmarnsund und damit dem Fährverkehr auf die Insel profitiert haben. Nach dem Bau der Fehmarnsundbrücke wurde der Fährverkehr aber eingestellt, und zwar nicht nur der auf die Insel, sondern auch der nach Dänemark, der zuvor von hier nach Gedser auf Falster betrieben wurde. Die Suche nach einem neuen Erwerbszweig fiel wohl nicht allzu schwer, denn mit einem der wenigen nach Süden ausgerichteten Sandstrände Schleswig-Holsteins lag die Zuwendung zum Tourismus nahe. Seit 1966 durfte sich Großenbrode 'Seebad' und 20 Jahre später dank des neuen Kurmittelzentrums 'Ostseeheilbad' nennen. Nach der Auflösung des Marinestandortes am Binnensee im Jahre 1995 wurde die Promenade verlängert und mit einem Jachthafen etc. das touristische Angebot vervielfacht. Da wundert es nicht, daß man 800 Zweitwohnungen, 1.800 Gästebetten und über 150.000 Übernachtungen Nichtortsansässiger im Jahr zählt.
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Kurverwaltung, Teichstraße 12, 23775 Großenbrode, Fon 04367/997113, Fax 04367/997126,
E-Mail: info@grossenbrode.de,
Internet www.grossenbrode.de.
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Nun haben Sie die Qual der Wahl; denn es gibt drei Möglichkeiten, um auf die Insel Fehmarn zu gelangen:
Erstens mit der Bahn von Großenbrode nach Puttgarden, wofür alle zwei Stunden eine Regionalbahn zur Verfügung steht. Damit erspart man sich vor allem an sehr windigen Tagen unnötige Unsicherheiten auf den Brückendämmen und vor allem der Fehmarnsundbrücke selbst. Diese Variante empfehle ich vor allem denjenigen, die mit Kinderanhänger unterwegs sind. (Blättern Sie in der nachfolgenden Etappenbeschreibung entsprechend vor bzw. am Fehmarnsund angekommen wieder zurück, dann können Sie mit ihr die Insel genauso umrunden, wie diejenigen, die die Varianten 2 oder 3 wählen.)
Zweitens indem Sie auf der Hauptstraße durch Großenbrode radeln und am Ortsende auf die B 207 wechseln – ja wirklich, das Radfahren ist auf dieser meistens recht stark befahrenen Bundes- und Europastraße (auch 'Vogelfluglinie' genannt) erlaubt, und es steht sogar ein (so eben und eben) ausreichend breiter Randstreifen zur Verfügung. Am ersten Abzweig auf der Insel – auf der Höhe von Blieschendorf – verlassen Sie die B 207, fahren auf die Brücke der Landstraße und zweigen links ab. So wird die B 207 überquert und bei der zweiten Möglichkeit nochmal links abgebogen, um nach Albertsdorf zu radeln.
Drittens können Sie die Strecke auf der B 207, soweit es möglich ist, verkürzen, indem Sie gleich nach Großenbrode die B 207 überqueren und sodann mit einem Rechtsschwenk dem Asphaltband nahe an die Bundesstraße heran folgen. Bald entfernen Sie sich aber – vorbei an einer Tankstelle – wieder von ihr, bevor Sie auf freiem Feld einen Rechtsknick absolvieren und so erneut an die B 207 heran kommen. Dort knickt der Weg links ab, und dies ist für Sie das Zeichen, durch ein Gatter auf den schmalen Gehweg direkt an der B 207 zu wechseln. Auf einer Länge von ca. 2 km müssen Sie nun den Lärm der Automobile ertragen, wobei das meist weniger stört als die oft recht frische Brise. Wegen eben dieses Windes ist das Radfahren auf dem schmalen Weg auch untersagt, allerdings habe ich an einem Tag mit kräftigem Wind zwar viele Radler dort getroffen, von denen aber kein einziger geschoben hat – entscheiden Sie also selbst. Nach der Brücke finden Sie dann eine lange und schmale Abfahrt am Hang der Brückenauffahrt und kommen so zu einer einspurigen Asphaltierten, der Sie nach Strukkamp folgen. Unweit nördlich davon treffen Sie dann an einer Kreuzung auf diejenigen, die die zweite Variante gewählt haben und biegen links ab, um nach Albertsdorf zu fahren.
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Inselinfo
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Fehmarn, 13.000 Einw., 185 km², wurde im 11. Jh. erstmals erwähnt und dürfte ab Mitte des 12. Jh. von deutschen Bauern besiedelt worden sein. Jahrhundertelang gehörte die Insel zum Herzogtum Schleswig und besaß das Recht zur Selbstverwaltung – vielleicht gelten die Inselbewohner ja deshalb als mindestens selbstbewußt. Abgesehen davon, daß Insulaner immer gern als etwas eigen dargestellt werden, dürfte für den Stolz von nicht ganz unerheblicher Bedeutung sein, daß der Boden der Insel sehr fruchtbar ist, was den Bauern erkleckliche Einkünfte beschert haben dürfte. Und auch heute noch dürften viele der Insulaner zu den eher – finanziell – Glücklichen zählen, da Fehmarn zu den sonnenreichsten und regenärmsten Gebieten Deutschlands gehört und deshalb bei Touristen recht beliebt ist.
Dank der seit 1963 bestehenden Fehmarnsundbrücke fällt es den Besuchern auch sehr leicht, die Insel zu erreichen. Dabei wurde sie nicht – oder zumindest nicht in erster Linie – zur besseren Anbindung der Insel an das Festland gebaut. Viel wichtiger war die Verbesserung der Verbindung nach Dänemark. Zuvor mußten die Fähren von Großenbrode nach Gedser/Falster schippern, durch den Bau der sogenannten Vogelfluglinie wurde die viel kürzere Strecke von Puttgarden nach Rødby/Lolland möglich. Der erforderliche Aufwand war nicht unbeachtlich, denn die Brücke ist immerhin 963 m lang und 21 m breit. Um die Durchfahrtshöhe von 23 m im 240 m langen „Hauptteil“ zu erzielen und den Eisenbahnbetrieb zu ermöglichen, waren zudem sehr lange Brückenauffahrten notwendig, weshalb über 1,3 Mio. m³ Sand aufgeschüttet werden mußten.
Wie immer, wenn ein solches Bauwerk errichtet wird, gibt es gleichermaßen Klagen wie Lob. Während die einen die hohe Verkehrsbelastung auf der Insel bemängeln und sich darüber aufregen, daß es sich doch fast ausschließlich um Transitverkehr handele, von dem die Insel fast gar nichts hätte, erfreuen sich die anderen des 'Kleiderbügels', weil er der Insel so viele Touristen beschert und weil es für sie selbst nun viel einfacher ist vom 'Knust' aufs Festland zu kommen. (Als 'Knust' bezeichnet man in Norddeutschland die Endstücke eines Brotlaibs, und manch einen erinnert die Form der Insel eben an einen solchen.)
Tja, vor Ort werden Sie jedenfalls feststellen, daß natürlich auf der Europastraße 47 viel Verkehr ist, aber eben auch nur auf der. Die allermeisten kleinen Sträßchen auf der Insel, die oft nicht mal zwei Fahrspuren bieten, werden dagegen nur schwach und vor allem in der Regel langsam befahren.
Auch kann man darüber streiten, ob es nun gut oder schlecht ist, daß an schönen Sommerabenden der „Markt“ und die „Breite Straße“ in Burg auf Fehmarn die Menschenmassen kaum zu fassen vermögen und ein schon fast mediterranes Flair herrscht. Ebenso werden vielen die Betonburgen am Südstrand (Ortsteil Burgtiefe) nicht gefallen. Aber wenn dem so ist, so mögen sie sich von diesen Orten eben fern halten. Und das ist das Schöne auf Fehmarn – es geht! Denn der Rest der Insel ist – mal abgesehen von den Campingplätzen – weitestgehend noch Agrarland mit putzigen kleinen Dörfern und vor allem einer endlosen Küste mit Sandstränden, so weit das Auge reicht.
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Tourismus-Service Fehmarn, Südstrandpromenade 1, 23769 Fehmarn/Burgtiefe, Fon 04371 / 506300, Fax 04371 / 506390,
E-Mail: info@fehmarn.de,
Internet www.fehmarn.de.
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Als Ausgleich für den Streß der Fehmarnsund-Überquerung dürfen Sie sich auf eine gemütliche Insel-Rundtour freuen, wobei der Grad der Gemütlichkeit ganz wesentlich von Petrus bestimmt wird; denn nur er allein befindet darüber, wie sehr und vor allem aus welcher Richtung der Wind weht. Denken Sie also daran, wenn Sie gerade mal gegen den Wind radeln müssen: Bei einer Rundtour kommt der Wind logischerweise bald von hinten – außer er dreht, aber das wäre denn doch zu gemein, oder?
Für diejenigen, die die Variante 2 oder 3 gewählt haben, setzt sich die Etappe an der oben erwähnten Kreuzung östlich von Albertsdorf fort und führt in den Ort. Es geht mit ein paar Schlenkern durch ihn hindurch, bevor Sie bald darauf an einer T-Kreuzung links abbiegen. Gen Norden geht es so zur nächsten T-Kreuzung und dort wieder links, um über Westerbergen nach Lemkenhafen zu fahren, wo Sie links in eine Vorfahrtstraße einbiegen, um durch den Ort zu radeln.
In Lemkenhafen bietet sich ein kleiner Abstecher zum Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum an – Mühlenweg 45, geöffnet Juni-Okt. do-di 10-17 h –, welches neben und in der funktionstüchtigen Windmühle 'Jachen Flünk' Exponate zur Landwirtschaft zeigt.
Bald nach dem Ortsende von Lemkenhafen lernen Sie eine Besonderheit der Insel Fehmarn kennen; denn ein Radhinweis lenkt Sie auf den Deich, wo kein befestigter Weg, sondern nur eine Spur geboten wird, die von unzähligen Fußgängern und Radlern gebildet wurde. In dieser Spur kann man zwar so leidlich Rad fahren, muß sich aber auf sie konzentrieren, kann also kaum den Blick der Landschaft widmen. Tja, und für Kinderanhänger ist die Strecke gänzlich ungeeignet, d.h. wenn Sie einen solchen mit sich führen, sollten Sie auf der Straße bleiben.
Wer dem Deich folgt, hat keine Orientierungsprobleme, und so geht es nach Orth, wo Sie die Dorfstraße queren und die Fahrt sogleich auf dem Deich fortsetzen. Mitten in der Pampas knickt der Ostseeküsten-Radweg rechts ab, führt also vom Deich herunter. Wer nach Flügge (s.u.) möchte, kann weiter dem Deich folgen.
Die Etappe führt nach dem Verlassen des Deichs kurz auf Schotter, dann Asphalt (ach, herrlich!) nach Sulsdorf, wo Sie links in die Dorfstraße einbiegen. Nahe dem nördlichen Ortsende geht es links nach Püttsee weiter, wo die Route an der T-Kreuzung am westlichen Ortsende rechts abknickt – doch stellt sich die Frage, ob Sie erst einen kurzen Abstecher nach Flügge machen möchten, z.B. um dort die 162 Stufen des Leuchtturms Flügge zu meistern und einen schönen Rundumblick zu genießen – geöffnet di-so 10-17 h.
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Übernachtungsmöglichkeit in Flügge
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Ansonsten fahren Sie an der T-Kreuzung bei Püttsee rechts auf dem einspurigen Weg nur noch wenige Meter, bis der Asphalt nach links schwenkt und die Etappe sich rechts auf dem Deich fortsetzt, wozu Sie sich des kleinen Tores bedienen können. Auf dem unbefestigten Deich verläuft die Route für gut einen Kilometer, wobei Sie hin und wieder absteigen müssen, um weitere Tore zu öffnen. Für Kinderanhänger sind die übrigens zu schmal und der Weg ohnehin eine Tortur für den Anhang, weshalb es sich empfiehlt, von Sulsdorf aus direkt nach Kopendorf zu fahren.
Sind Sie 'solo' unterwegs, beißen Sie halt die Zähne zusammen, denken an etwas Schönes und freuen sich des Lebens, bevor es nach nur ca. 1 km rechts auf einspurigen Asphalt geht, auf dem es sich gut radeln läßt. Derart wird bald die kleine Landstraße gerade gequert, um mit einem weiten Linksbogen verkehrsfrei nach Kopendorf zu fahren.
Der Ort bleibt rechter Hand liegen, denn Sie fahren – nochmal die Landstraße gerade querend – nach Westen, bis die Route rechts abknickt und Sie nach Norden bis zu einer kleinen Nebenstraße fahren, deren Geh- und Radweg links nach Bojendorf leitet. Kaum den Ort erreicht gilt es, mal wieder eine Entscheidung zu fällen, und zwar ob Sie gleich weiter der Etappe folgen wollen, dann biegen Sie am Ortseingang an der Gabelung rechts (aber nicht scharfrechts!) ab, lassen damit das Dorf links liegen und biegen an der Kreuzung am nördlichen Ortsrand links ab – Radhinweise sind jeweils vorhanden –, um zum Strand von Bojendorf zu gelangen.
Oder ob Sie erst noch das Wasservogelreservat (s.u.) besuchen wollen, dann geht es am südlichen Ortsrand weiter und so zum Deich an der Küste, wo Sie automatisch links zum Naturschutzgebiet gelenkt werden.
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Info
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Das Wasservogelreservat Wallnau dient dem Schutz der Zugvögel, von denen über 100 Mio. alljährlich den Fehmarn-Belt zwischen Deutschland und Dänemark passieren. Viele Zug- und Brutvögel steuern dabei das 300 ha große Reservat an, da sie in den Teichen und Feuchtwiesen Nahrung und gute Bedingungen für die Aufzucht ihrer Jungen vorfinden. Bei einem Rundgang können Sie von verschiedenen „Hides“ (von engl. to hide = verstecken) aus, die Vögel beobachten. Wer mehr erfahren will, besucht die zugehörige Ausstellung des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) oder schließt sich einer der Führungen an – geöffnet täglich 10-17 h, Führungen 11, 13 & 15 h, Eintritt 6,50 €. Weitere Infos unter www.nabu-wallnau.de. Foto: Hendrik Weindorf.
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So oder so setzt sich die Etappe am Strand von Bojendorf fort, wo Sie bei Bedarf den Deich queren und den Blick über das weite Meer schweifen lassen oder auch Baden gehen können, bevor Sie auf der Landseite des Deiches auf glattem Asphalt radeln dürfen. Ach, nun eine frische Brise von hinten, das wäre schön!
Leider haben es die Dinge, die wirklich Spaß machen, an sich, daß sie partout nicht ewig währen wollen, und so ist es leider auch hier; denn auf der Höhe von Westermarkelsdorf führt die Etappe auf den Deich, wo wieder kein befestigter Weg geboten wird, sondern nur ein paar Spuren sind, die sich infolge der Nutzung durch Fußgänger und Radler sowie unzählige Schafe ergeben haben. Reisende mit Kinderanhänger müssen die Fahrt dort ihren Nachkommen als Abenteuer verkaufen (und den Anhänger gelegentlich über Pforten heben!) oder über die kleinen Nebenstraßen nach Puttgarden radeln. Die anderen sollten es ruhig angehen lassen und die schöne Aussicht auf die Ostsee, den Strand und die Insel genießen, da sonst die Strecke einem schnell den Spaß verdirbt.
Orientierungsprobleme werden Sie zum Ausgleich nicht haben; denn die Route verläuft beständig auf dem Deich bis kurz vor Puttgarden, wo die letzten ca. 2 km auf einem Schotterweg außendeichs zurückgelegt werden, bevor es rechts auf Asphalt und damit in den Ort geht.
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Ortsinfo
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Doch zuvor wollen Sie vielleicht ergründen, was es mit dem wegen der eckigen Aufbauten doch recht ungewöhnlichen Objekt im Fährhafen auf sich hat. Eine Bohrinsel? Im Hafen? Nein, es ist der Border Shop der Scandlines, ein schwimmendes Einkaufszentrum mit immerhin 8.000 m² Fläche und einem ziemlich beachtlichen Angebot an Spirituosen (z.B. 900 Weine, 250 Whisky-Sorten) sowie Süßwaren – geöffnet mo-so 8-20 h. Sie meinen, schwere Flaschen haben in Fahrradpacktaschen nichts verloren? Stimmt schon, aber ein Besuch lohnt allein wegen der internationalen Atmosphäre (und der leuchtenden Kinderaugen bei manchen Erwachsenen aus Skandinavien, wenn Sie das reichhaltige Alkoholangebot sehen).

Tja, und wenn Sie schon mal beim Hafen sind, erinnern Sie sich vielleicht des Liedes: „Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön, ...“ und möchten vielleicht einen Ausflug nach Rødby Havn auf Lolland machen. Kein Problem, es gibt auch Tickets für Hin- und Rückfahrt am gleichen Kalendertag. Weitere Infos unter www.scandlines.de.
Wenn es nach dem Willen der Regierungen von Dänemark und Deutschland geht, wird der Fehmarn-Belt ab 2018 nicht mehr von Fähren überquert werden; denn am 3. September 2008 haben sie einen Staatsvertrag zum Bau der 20 Kilometer langen Beltquerung zwischen Fehmarn und Lolland unterzeichnet, um eine direkte und besonders kurze Verbindung von Skandinavien und Kontinentaleuropa für den Straßen- und Eisenbahnverkehr zu schaffen. Man verspricht erhebliche Zeitvorteile und eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im norddeutschen Raum. Immerhin 5,6 Milliarden € soll die Brücke kosten, doch wird der Bau bestimmt, das kennen die Steuerzahler zur Genüge, wesentlich teurer werden. Den Löwenanteil müssen die dänischen Bürger tragen; denn gemäß dem Vertrag übernimmt Dänemark die Kosten für die Brücke und die Anbindung auf der dänischen Seite, während Deutschland 'nur' die Kosten für die Anbindung auf der deutschen Seite trägt.
Die Politiker und Planer hat es offensichtlich nicht gestört, daß das Bauwerk exakt der 'Vogelfluglinie' folgt, die nicht umsonst so heißt; denn mehr als 100 Millionen Land- und Wasservögel ziehen jährlich hier durch. Naturschützer befürchten, daß zahlreiche Vögel an den Pylonen und Seilen der Brücke verunglücken werden, da die meisten nachts - und damit 'blind' - in den Tod fliegen würden. Mehr dazu erfahren Sie auf der Website des NABU (s.o. beim Wasservogelreservat Wallnau).
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Durch Puttgarden leiten die Radhinweise sicher, und so geht es am südlichen Ortsende links Richtung Marienleuchte weiter. Nachdem die Bundesstraße und die Eisenbahn unterquert wurden, schwenkt die Etappe nach links, und Sie biegen gleich darauf mit Radhinweis rechts ab, um schnurstracks zum Deich zu radeln. Direkt unterhalb des Deiches verläuft eine Asphaltbahn, der Sie rechts vorbei an der Häuseransammlung Presen folgen, bis der Deich bei einem Parkplatz nach rechts verlassen wird.
Die Route führt kurz nach Osten, schwenkt dann aber wieder nach Süden und verläuft entlang einer Reihe von Windenergieanlagen bis zu einem Abzweig rechts, an dem zur Zeit der Recherchen kein Hinweis vorhanden war. Wenn Sie dort rechts abbiegen, gelangen Sie nach Klausdorf, wo Sie auf eine abknickende Straße stoßen, rechts einbiegen und wenige Meter weiter – nun wieder mit Radhinweis – links abzweigen, um das Dorf schon wieder zu verlassen.
Kurz vor Gahlendorf versetzen Sie links/rechts und radeln sodann ein wenig hügelan, bevor es mit Radhinweis rechts weiter geht. Damit rollen die Räder auf einspurigem Asphalt Richtung Burg, doch zweigt der Ostseeküsten-Radweg mitten in der Pampas links ab, um mit ein paar Haken nach Vitzdorf zu führen.
Exkurs:
Wenn Sie nach Burg auf Fehmarn möchten, können Sie den Abzweig links ignorieren und einfach geradeaus weiter der einspurigen Asphaltbahn nach Südwesten folgen; denn sie leitet schnurstracks nach Burg, wo geradezu das in der Saison recht rege besuchte Zentrum zu finden ist.
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Stadtinfo
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Burg auf Fehmarn, 10 m ü.N.N., 6.200 Einw., besitzt bereits seit dem 13. Jh. Stadtrechte und hatte einst auch einen Hafen, der dem Gemeinwesen im Mittelalter einen bescheidenen Wohlstand sicherte. Schließlich war Burg schon damals der Hauptort der Insel, die sehr fruchtbare Böden hat. Nachdem der Hafen aber verlandet war, versank die Stadt erstmal im Dornröschenschlaf, bevor im letzten Jahrhundert der Tourismus an Bedeutung gewann.
Den Namen verdankt die Stadt übrigens einer nicht mehr existierenden Befestigungsanlage. Noch besichtigen können Sie aber die Ruinen der Burg Glambek am südlichen Stadtrand, die Anfang des 13. Jh. errichtet wurde und mal Dänen, mal Lübeckern als Festung diente, bevor sie im Dreißigjährigen Krieg zerfiel und in Vergessenheit geriet, da sie unter Dünen begraben wurde. Durch eine mächtige Sturmflut wurden die Fundamente 1872 wieder sichtbar und 1908 freigelegt.
Wer sich über die Geschichte der Insel und der Stadt informieren möchte, besucht das Heimatmuseum Peter Wiepert, Breite Straße 49-51, das in zwei alten hübschen Fachwerkhäusern gleich neben der St.-Nicolai-Kirche untergebracht ist – geöffnet Juni-Okt. di-sa 11-16 h.
Wer es spektakulärer mag, wird wohl einen Besuch im Meereszentrum Fehmarn vorziehen, wo Haie in einem Becken mit 3 Mio. Liter Wasser durch 20 cm starke Panzerglasscheiben beobachtet werden können, die Vielfalt eines Korallengartens zu sehen ist und Sie in einem Rifftunnel immerhin 400.000 Liter Wasser samt zahlreicher tropischer Fische unterqueren dürfen; Gertrudenthaler Str. 12 (ca. 1 km nordwestlich des Zentrums), geöffnet März-Mai & Sept.-Okt. tägl. 10-18 h, Juni-Aug. tägl. 10-19 h und Nov.-Feb. 10-17 h – Eintrittspreise etc. unter www.meereszentrum.de.
Für den Fall, daß Sie Ihre naturwissenschaftliche Bildung auffrischen oder erweitern wollen, bietet sich das Experimenta-Labor an. Es werden verschiedenste Phänomene aus den Bereichen Natur und Technik präsentiert, wobei vieles selbst ausprobiert werden darf – Hafenstraße 69 in Burgstaaken (s.u.), www.experimenta-fehmarn.de.
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Tourismus-Service Fehmarn, Landkirchener Weg 46, 23769 Burg auf Fehmarn, Fon 04371 / 506358, Fax 04371 / 506391,
E-Mail: info@fehmarn.de,
Internet www.fehmarn.de.
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Wenn Sie nach einem Besuch der Stadt nicht zurückfahren wollen, können Sie abkürzen, indem Sie vom „Markt“ der „Breiten Straße“ nach Süden folgen, so daß Sie vorbei an der Nicolaikirche zum Ende des Radwegs kommen und dort auf die grob gepflasterte Fahrbahn wechseln, um nach Burgstaaken zu fahren. Später rollen die Räder kurz auf Asphalt, dann Kleinsteinpflaster oder, wenn Sie – wie viele andere Radler auch – den Gehweg wählen, auf einem Sand/Schottergemisch. In Burgstaaken biegen Sie kurz vor den hohen Getreidespeichern rechts in die „Hafenstraße“ ab – Radhinweis vorhanden – und befinden sich damit wieder auf dem Ostseeküsten-Radweg.
Ende des Exkurses.
Wenn Sie aber nicht nach Burg möchten, geht es wie bereits oben erwähnt links und mit ein paar Schlenkern nach Vitzdorf, wo Sie auf eine Vorfahrtstraße stoßen und rechts in diese einbiegen, um alsbald erneut rechts abzubiegen.
Außer Sie möchten zuvor das Freilichtmuseum Katharinenhof besuchen, welches u.a. Exponate zur Vor- und Frühgeschichte, vor allem aber Handwerk und Kunsthandwerk präsentiert. Um sich stärken zu können, gibt es auch noch ein Museumscafé, was will man mehr – geöffnet Ostern-Okt. mo-fr 11-17 h.
Der Ostseeküsten-Radweg führt von Vitzdorf auf einer Landstraße zum Abzweig links nach Sahrensdorf, womit die Räder wieder auf einspurigem Asphalt rollen. Am Ortsrand versetzen Sie mittels des Geh- und Radwegs einer Landstraße links/rechts, radeln sodann durch den Ort und zweigen schließlich in eine Vorfahrtstraße links ab, um den Ort sogleich zu verlassen.
Auf einspurigem Asphalt geht es bis zu einer weiteren Vorfahrtstraße, und zwar der zwischen Burg und Burgtiefe.
Dort wählen Sie den gegenüberliegenden Geh- und Radweg und folgen ihm ca. 100 m gen Süden, um sodann rechts auf einen guten Schotterweg abzuzweigen, der nah dem Ufer nach Burgstaaken leitet. Automatisch gelangen die Räder auf Asphalt, und Sie radeln vorbei an einem großen Parkplatz, bevor Sie eine Vorfahrtberechtigte gerade queren und gleich nach dem Lotsenhaus rechts abbiegen. Kurz hoppeln Sie über grobes Pflaster und dürfen sich sodann daran erfreuen, daß man den Raum zwischen zwei Gleisen mit Asphalt versehen hat – was es alles gibt! Kurz darauf erreichen Sie die „Hafenstraße“ und biegen mit Radhinweis links ab.
Mit einem Linksbogen gelangt man an das Hafenbecken, hält sich dort sogleich rechts und kommt wenige Meter weiter auf den Deich. Der ist passabel beradelbar; denn die Spur ist hier viel breiter als z.B. an der Nordküste, und so erreichen Sie alsbald bei einem Golfplatz eine Straße, der der Ostseeküsten-Radweg rechts nach Wulfen folgt.
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Übernachtungsmöglichkeit in Wulfen
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Im Dorf absolvieren Sie einen Links-/Rechtsversatz und fahren hernach auf 1½spurigem Asphalt sanft hügelan. An einer T-Kreuzung halten Sie sich rechts, radeln gen Westen auf eine Allee zu, biegen aber noch vor dieser halblinks ab, um nach Fehmarnsund zu fahren. Dort kommen Sie direkt ans Ufer, werden bald nach rechts gelenkt, zweigen aber sofort danach links ab und radeln auf den Damm der Fehmarnsundbrücke zu. Mit einem Schlenker – kurz auf Sand rollend – unterqueren Sie die Brücke und folgen sodann der Böschung der Brückenauffahrt bis zum Beginn des langen Fußwegs hinauf zur Brücke.
Nach der Überquerung des Fehmarnsunds rollen Sie abwärts (bzw. schieben Sie, denn das Radfahren ist dort untersagt), bis Sie durch ein Gatter auf eine schmale Asphaltierte gelangen, die mit einem Schlenker zur Brücke über die B 207 leitet – dies kennen Sie ggf. schon von der Anreise. Damit wird Großenbrode erreicht und auf der schon bekannten Strecke bis Lütjenbrode geradelt, wo Sie gleich nach dem Ortseingang unmittelbar vor dem ersten Haus linker Hand links auf den entsprechend ausgewiesenen 'Rad- und Wanderweg Großenbrode' abzweigen.
Nach gut 200 m gabelt sich die Strecke, und Sie wählen die rechte Möglichkeit, um auf einem ehemaligen Bahndamm, der teils mit feinem, teils grobem Schotter befestigt ist, bis zu einer kleinen asphaltierten Nebenstraße zu radeln, die links zum Gut Seekamp führt. Mit Kinderanhänger ist die ehemalige Bahnstrecke eher schlecht befahrbar, weshalb man in Lütjenbrode besser bis zum Rechtsknick der Vorfahrtstraße fährt, dort Richtung Klausdorf abbiegt und kurz darauf links nach Seekamp abzweigt.
Beim Gut schwenkt die Straße nach rechts und führt bald darauf vorbei an Sütel zu einem Eisenbahnübergang. Kurz davor macht ein Hinweis auf eine restaurierte 'Einbogenbrücke' links der Straße aufmerksam, die aus grob behauenen und fast ohne Mörtel gefügten Granitsteinen besteht und einst Teil des Pilgerwegs aus Skandinavien in die Mitte Europas (also der Vorläufer der heutigen 'Vogelfluglinie') war.
Der Ostseeküsten-Radweg führt weiter nach Löhrstorf, wo Sie links abbiegen und vorbei am großen Gutshof die Fahrt fortsetzen. Vor der Bahnlinie schwenkt die Route nach rechts, quert bald darauf die B 501 und leitet so hinein nach Neukirchen.
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Ortsinfo
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Neukirchen, 14 m ü.N.N., 1.100 Einw., überrascht angesichts seiner geringen Größe mit der beachtlichen frühgotischen St. Antonius-Kirche, in deren Chor reiche figürliche und ornamentale gotische Wandmalereien zu finden sind. Graf Adolf IV. von Schauenburg (mit der Grafschaft Holstein belehnt) stiftete die Kirche 1244, stattete sie reichlich mit Grundbesitz aus und siedelte um sie herum deutschstämmige Handwerker an. Der weithin sichtbare Turm soll einst noch höher gewesen sein: Der Sage nach verlor er bei einem Sturm 1786 seine Spitze, und der Hahn soll bis ins 1½ km entfernt gelegene Ölendorf geflogen sein – also, halten Sie sich gut fest.
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Auf der Höhe der Kirche biegen Sie links ab, verlassen den Ort gen Süden, queren erneut die B 501 und kurz darauf auch die Bahnlinie. Vorbei am Gutshof in Satjewitz geht es weiter auf etwas ältlichem Asphalt, der in der Mitte aber noch eine gut beradelbare Spur bietet, zu einer Kreuzung, wo Sie sich geradeaus halten, um nun auf breiterem und besserem Asphalt vorbei am links liegen bleibenden Michaelsdorf nach Kraksdorf zu radeln.
Bald nach dem Ort stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße – nämlich die, die Sie kurz vorher gerade gequert haben – und biegen nun links ein, um ein bißchen an Höhe zu gewinnen, bevor sich eine lange und sanfte Abfahrt nach Siggen anschließt. Vorbei am dortigen Gutshof radeln Sie beschaulich weiter nach Süssau, wo der Ostseeküsten-Radweg links abknickt und auf der „Strandstraße“ zum – genau – Strand führt.
Die Route leitet schnurstracks nach Süden, und bald ist wieder mal Radeln auf dem Deich ohne durchgängig befestigten Weg angesagt – eines Radwanderwegs ist das eigentlich nicht würdig, aber dafür ist man halt ganz nah der See. Reisende mit Kinderanhänger sollten diesen Abschnitt meiden, da sie sonst den Anhänger bei zu engen Toren hinüberheben müssen; folgen Sie ggf. lieber der Straße über Rosenfelde.
Die Hauptroute aber verläuft wie gesagt entlang der Küste und nähert sich, nachdem Sie einen Campingplatz und den dortigen Sportplatz passiert haben, vor dem nächsten Campingplatz einer Straße von rechts, auf die Sie rechts/links versetzen. Eine Weile können Sie nun noch auf Asphalt radeln – vorausgesetzt Sie verhalten sich freundlich und rücksichtsvoll am alsbald erreichten Eingang zum nächsten Campingplatz; denn die Straße ist offensichtlich keine öffentliche, sondern gehört zum Platz. So fährt es sich aber allemal besser als auf dem Deich, der nicht befestigt ist und nur hoppelige Spuren offeriert. Vielleicht zieht es Sie zum Bad an den Strand, dann können Sie dies unschwer kontrollieren.
Unterhalb des Deiches müssen Sie sich allerdings für ein paar hundert Meter auch mit Schotter zufrieden geben, der teils Schlaglöcher aufweist, doch läßt sich immer eine noch passable Spur finden. Zudem ist es nicht weit, bis sich wieder Asphalt anschließt, auf dem Sie vorbei an weiteren Campers 'Himmelreich auf Erden' nach Dahme radeln, wo Sie die Radhinweise am Beginn der Bebauung nach rechts leiten wollen. Wenn Sie dem folgen, müssen Sie einen weiten Bogen durch den Ort schlagen, was nicht wirklich reizvoll ist, weshalb ich empfehle, geradeaus weiter direkt hinter dem Deich zu radeln, bis die Straße rechts abknickt, Sie so auf die vorfahrtberechtigte „Seestraße“ treffen und links in diese einbiegen, womit Sie sich schon wieder auf der beschilderten Route befinden.
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Ortsinfo
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Dahme, 1 m ü.N.N., zählt zu den typischen einst kleinen Dörfern, die sich binnen weniger Jahrzehnte zu weithin bekannten und beliebten Badeorten entwickelten, was allein daran ermessen werden kann, daß heutzutage in Dahme bei nur 1.200 Einwohnern pro Jahr 60.000 Gäste gezählt werden. 6½ km feinsandiger, weißer Badestrand und 1½ km Strandpromenade üben offensichtlich eine magische Anziehungskraft aus. Aber selbst dann, wenn Sie sich nicht so recht dafür erwärmen können, den ganzen Tag am Strand zu verbringen, weiß Dahme mit zwei Besonderheiten zu einem längeren Aufenthalt zu überreden, und zwar zum einen damit, daß Dahme sich rühmen darf, der erste fledermausfreundliche Ort Deutschlands zu sein, und von einem NABU-Experten die abendlichen Flugshows im Kurpark erläutern läßt. Und zum anderen vielleicht damit, daß es Dahme gelungen ist, Radsportprofis zu einem hochsommerlichen Rennen im Seebad zu motivieren (wenngleich dabei kein fahrradreiseverträgliches Tempo gefahren wird) – mehr erfahren Sie unter www.kuesten-tour.de.
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Kurbetrieb Dahme, Strandpromenade 15, 23747 Dahme, Fon 04364 / 49200, Fax 04364 / 492028,
E-Mail: info@dahme.com,
Internet www.dahme.com.
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Die „Seestraße“ leitet durch den Ort, und Sie folgen, wenn die Straße einen Rechtsbogen absolviert, geradeaus – Tick links – dem Hinweis zur Jugendherberge, um alsbald halbrechts auf der „Leuchtturmstraße“ zu radeln. Ohne Orientierungsprobleme geht es beständig gen Süden und damit zum nicht mehr in Betrieb befindlichen und denkmalgeschützten Leuchtturm in Dahmeshöved, der übrigens bestiegen werden kann und bei guten Sichtverhältnissen einen über 40 km weiten Blick auf die Ostsee bietet – Führungen April-Okt. so-fr von 15.00-16.30 alle ½ Std. Und falls Sie sich auf der Reise sehr nahe gekommen sein sollten: Auf dem Leuchtturm werden auch Trauungen angeboten...
Danach absolvieren Sie auf dem Asphaltband einen Rechts-/Linksversatz, bevor sich ein Schotterweg anschließt, der zu einer T-Kreuzung leitet, an der Sie mit Radhinweis links abbiegen. So kommen Sie an die Küste, wo ein lehmiger Weg geboten wird, der nach stärkerem Regen viele Pfützen aufweisen und schlammig sein kann. Aber dafür wird ein schöner Ausblick auf die Ostsee geboten, und zudem ist es auch nicht mehr weit bis Kellenhusen, wo Sie, wenn die Strandpromenade erreicht wird, rechts/links versetzen, um einem Schotterweg zu folgen, der bald bei einem Parkplatz mit einem Rechts-/Linksschlenker auf den Deich führt, wo diese Etappe endet.
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Ortsinfo
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Kellenhusen, 4 m ü.N.N., 1.100 Einw., verdankt nach eigenem Bekunden den Aufstieg vom einst unbedeutenden Fischerdorf zum Badeort der großen Sturmflut vom 13. November 1872. Um die Niederungen vor künftigen Sturmfluten zu schützen, wurde nämlich beschlossen, einen Deich zu bauen, und dafür wurden Landvermesser, Ingenieure und Tiefbauer benötigt, deren Familien zum Teil mit- oder nachkamen. In der Folge wurden Verwandte und Bekannte eingeladen, um mit Ihnen die freien Tage an der See zu verbringen, und da die Preise dafür beinahe unvorstellbar niedrig waren, sprach sich die neuartige Form des Zeitvertreibs (wobei man damals noch sehr wenig freie Zeit im Vergleich zu heute hatte) herum. Seit 1884 darf sich Kellenhusen nun schon Ostseebad nennen und verfügt damit über genügend Erfahrung, um Ihnen einen schönen Aufenthalt ermöglichen zu können.
Stolz ist Kellenhusen auf seine neue, multifunktionale Seebrücke, auf der auch geheiratet werden kann, und die Promenade, 'Lady Prom' getauft, die nicht einfach schnurgerade am Strand entlang verläuft, sondern sich fantasievoll schlängelt und mit kleinen Wasserläufen, Findlingen, Ruhebuchten, Dünen, Irrgarten, Springbrunnen sowie 'Tümmler' und 'Orka' – zwei großen Statuen – bereichert wurde.
In der Umgebung: Während die einen sich am Strand tummeln, werden die anderen vielleicht lieber einen kleinen Ausflug unternehmen und die ca. 6 km zum Kloster Cismar zurücklegen, um nicht nur alte Klostermauern anzuschauen, sondern sich auch der Kunst zu widmen. Das ehemalige Benediktinerkloster wurde aufgrund einer 'Strafversetzung' gegründet; denn der zuständige Bremer Erzbischof glaubte der Anschuldigung, daß sich die Lübecker Benediktiner eines zu lockeren Lebenswandels hingegeben hätten, und ordnete entsprechend 1231 die Verlegung an. Erst 1256 erhielten die in Etappen und widerstrebend in die Einöde umziehenden Benediktiner alle vorherigen Rechte und bauten das Kloster zu einem bedeutenden Wallfahrtsort aus. 1544 wurde das Kloster säkularisiert und in der Folge teilweise abgetragen. Die Reste des einstigen Klosters – einschließlich des kostbaren Altars – können Sie im Rahmen einer Führung (mi & sa 17 h, Fon 04366 / 1288, E-Mail vwiese@hausdernatur.de) besichtigen.
Und wenn das nicht zu Ihrem Zeitplan paßt, bietet sich vielleicht der Besuch des benachbarten Hauses der Natur an, wo man sich mit wissenschaftlichem Anspruch der Sammlung von Schnecken und Muscheln verschrieben hat. Oder wußten Sie schon, daß die Größe der Schalen von einem Sandkorn bis zu einem Meter Länge reichen kann? Weitere Infos unter www.hausdernatur.de; geöffnet täglich 10-19 h, Eintritt 2,50 €.
Oder Sie widmen sich der Kunst; denn der Ort Cismar hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Künstlerdorf entwickelt, in dem die Künstler und Kunsthandwerker nicht nur arbeiten, sondern zum Teil auch leben. Schauen Sie Ihnen in den kleinen Galerien, Ateliers und Werkstätten doch mal über die Schulter...
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Kurbetrieb Kellenhusen, Strandpromenade 15, 23746 Kellenhusen, Fon 04364 / 49750, Fax 04364 / 497522,
E-Mail: info@kellenhusen.de,
Internet www.kellenhusen.de.
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Ostseeküsten-Radweg SH (5)
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