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Donau-Radweg (D) :: Etappe 9

Ingolstadt – Großmehring – Vohburg – Dünzing – Wackerstein – Pförring – Neustadt – Bad Gögging – Sittling – Eining – Staubing – Weltenburg – Kloster Weltenburg (49 km)

Start:

Paradeplatz in Ingolstadt.

Strecke:

Bis Bad Gögging verläuft die Etappe nahezu eben, und zur Abwechslung müssen im Anschluss ein paar Hügel überwunden werden.

Ziel:

Schiffsanleger beim Kloster Weltenburg.

Downloads:

kml-Datei

für Google Earth

 

gpx-Datei

für GPS-Geräte/Kartenprogramme

 

pdf-Datei

auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Beschreibung der Strecke sowie Hinweisen zu den Orten und Sehenswürdigkeiten.

Aus der Fußgängerzone kommend wird das Neue Schloß mit einem Links-/Rechts-/Rechtsbogen umrundet, um zu einer beampelten T-Kreuzung an der Donau zu fahren, wo Sie links abzweigen. Nahe dem Fluss geht es auf einem Radweg weiter, bis dieser nach einer Eisenbahn- und einer Straßenbrücke nach links schwenkt und Sie an eine kleine Straße rechter Hand gelangen. Unmittelbar davor führt die Route rechts auf den Hochwasserschutzdamm.

Donau-Radweg bei Ingolstadt Beständig rollen die Räder nun auf einem guten Schotterweg – nur kurz bei der Autobahnbrücke unterbrochen –, und so geht es ohne Orientierungsprobleme nach einer Weile vorbei an einem Kraftwerk. Kurz darauf zweigen Sie mit Radhinweis links ab, verlassen also den Damm. Der Weg leitet bald nach rechts, dann nach links und wird sodann zu einem schmalen Pfad, der zu einem Steg über ein Gewässer führt.

Jenseits geht es auf dem schmalen Weg weiter, und bald versetzen Sie kurz rechts/links, um wenig später scharfrechts unter einer Bundesstraße her zu fahren. Gleich darauf in eine Straße einbiegend erreichen Sie Großmehring und brauchen nun nur dem Straßenverlauf in die Ortsmitte zu folgen.

Donau-Radweg kurz vor Vohburg Auf der Höhe der Kirche verlassen Sie die links abknickende Vorfahrtstraße geradeaus und folgen wieder einfach dem Verlauf der Straße, bis diese zu einer T-Kreuzung führt, Sie rechts abbiegen und so zu einem Kreisverkehr kommen. Dort geht es geradeaus über die Donau (nicht auf dem schmalen Fußweg, sondern auf der Fahrbahn) und jenseits bei der ersten Möglichkeit links auf einen Schotterweg, der noch eine Weile durch den Auwald leitet, bis Sie links abbiegen und so zum Damm an der Donau radeln. Um Sie nicht zu langweilen, verläuft der Donauradweg nun mal unterhalb des Damms, mal auf ihm.

Auf dem Damm gelangt man bis auf die Höhe eines Wasserkraftwerks und hält sich dort halbrechts, um einen Graben zu queren und an der nächsten Kreuzung links abzubiegen. So radeln Sie weiter auf dem Hochwasserschutzdamm bis zur nächsten Donaubrücke, wo Sie rechts in die Altstadt von Vohburg fahren können.

Burgturm in Vohburg, Donau-Radweg Vohburg a.d. Donau, 371 m ü.NHN, 7.700 Einw., wird von dem Burgberg und den darauf befindlichen Resten der einstigen Burg beherrscht. Funde belegen, dass der Burgberg bereits um 1.500 v.u.Z. besiedelt gewesen sein muss, doch eine größere Burganlage entstand erst im 10. Jh. Wie andernorts wechselten auch hier mehrfach die Eigentümer und bauten die Burg nach und nach zu einem beachtlichen Bollwerk aus. Dies war wohl auch der Grund für die Zerstörung zu Beginn des 14. Jh., bevor sie unter der Ägide von Herzog Ernst von Bayern Anfang des 15. Jh. wieder aufgebaut wurde. Übrigens soll sein Sohn Albrecht III. hier mit der schönen Bernauerin gewohnt und auch zwei Kinder gezeugt haben (zur Bernauerin mehr bei der Ortsbeschreibung von Straubing). Tourist-Information in Vohburg, Donau-Radweg

1641 endete die Blüte von Vohburg; denn die Schweden zerstörten die Burg, und in der Folge sank auch die Bedeutung des un- terhalb liegenden Orts. Die Reste der Burganlage präsentieren sich heute im restaurierten Zustand, und sie ist wie damals nur über das Burgtor erreichbar – abgesehen von einer steilen Stiege bei der Pfarrkirche St. Peter, die direkt in die Ortsmitte führt. Apropos Pfarrkirche: sie liegt überraschenderweise innerhalb der Burganlage, wurde aber auch erst rund 200 Jahre nach Zerstörung der Burg errichtet und glänzt mit einer klassizistischen Ausstattung.

Vohburg, Donauradweg Tourismusbüro, Agnes-Bernauer-Straße 1, 85088 Vohburg a.d. Donau, Fon 08457 / 9369700, E-Mail tourismus@vohburg.de, Internet www.vohburg.de.

Wackerstein, Donau-Radweg Der Donau-Radweg setzt sich am linken Ufer fort und folgt einem Geh- und Radweg, der außerorts auf die alte Trasse der Staatsstraße St 2232 leitet. So geht es nach Dünzing, wo Sie den Schlenkern der Dorfstraße folgen, um im Anschluss wieder auf der alten Trasse nach Wackerstein zu fahren. In Wackerstein verläuft die Route wieder auf der Dorfstraße, so dass Sie bald einen Rechtsbogen absolvieren und vorbei an der Schlossschenke dicht an die neue Staatsstraße heran kommen. Kurz davor lenken die Hinweise links in eine Sackgasse, die für die Velofahrer keine ist und die den Reiz hat, unmittelbar am Felsen und dem darauf thronenden Schloss zu führen.

Automatisch gelangen Sie von der 'Sackgasse' auf eine kleine Straße, durchradeln auf ihr den zweiten Ortsteil von Wackerstein und kommen so zu einer Gabelung, wo Sie die rechte Möglichkeit wählen. Ohne Orientierungsprobleme leitet die Straße bis in die Ortsmitte von Pförring, wo Sie in Sichtweite der Kirche auf eine Vorfahrtstraße stoßen.

Pförring, 356 m ü.NHN, 3.500 Einw., verdankt seinen Namen dem Umstand, dass hier im Mittelalter ein wichtiger Donauübergang lag und der für das Übersetzen benötigte Fährmann einst ‘Fergen’ genannt wurde. Dass die Donau auch schon früher von besonderer Bedeutung war, beweisen die Reste des unweit nördlich (an der B 299) gelegenen römischen Kastells Celeusum – heute eine von Hecken umsäumte, nahezu quadratische Erhebung, im Volksmund 'Biburg' genannt. Die Römer sicherten damit den Limes und eine ihrer Straßen, wie Sie unschwer dem Ausschnitt der topographischen Karte (westlich von Ettling) entnehmen können. Eine Reitertruppe mit rund 500 Soldaten soll hier auf einer Fläche von knapp vier Hektar untergebracht gewesen sein.

Pförring, Donauradweg Markt Pförring, Marktplatz 1, 85104 Pförring, Fon 08403 / 92920, Fax 08403 / 929248, E-Mail poststelle@vgpfoerring.de, Internet www.pfoerring.de.

Sie biegen rechts ab und wählen sodann die dritte Straße links - „Geisgries“. An der bald erreichten T-Kreuzung führt der Donau-Radweg links weiter, so dass Sie den Ort verlassen und durch ein Wäldchen sowie vorbei an einem Teich radeln. Bei einem Parkplatz stoßen Sie auf die Staatsstraße St 2232 und überqueren diese, um jenseits noch ein paar hundert Meter auf einstreifigem Asphalt zu fahren, bis es auf den Damm der Donau hinauf geht.

Donau-Auen bei Pförring, Donau-Radweg Bis zur nächsten Donaubrücke rollen die Räder nun auf dem geschotterten Weg des Damms. Direkt vor der Brücke verlassen Sie den Damm, unterqueren die Brücke, schlagen einen Linksbogen und stoßen auf eine Straße. Auf deren Geh- und Radweg geht es links, damit hinauf zur Einmündung in die nächste Straße und dort wieder links auf den Geh- und Radweg, um im Anschluss die Donau zu überqueren.

Jenseits leitet der Geh- und Radweg nach einer Weile links durch den Ortsteil Wöhr von Neustadt. Später endet der Geh- und Radweg, und es steht zum leichteren Einfädeln extra eine Mittelinsel zur Verfügung – sehr löblich. Alsbald leitet die Straße nach rechts – ins Zentrum von Neustadt –, der Donauradweg führt hier aber links weiter.

Nach den letzten Häusern steht wieder ein Geh- und Radweg zur Verfügung, der vorbei an einem Campingplatz nach Bad Gögging leitet. Dort radeln Sie wieder auf der Fahrbahn und gelangen mit einem Linksschwenk in die Ortsmitte.

St. Andreas-Kirche - Römisches Museum für Kur- und Badewesen - in Bad Gögging, Donau-Radweg In Bad Gögging, In Bad Gögging, 354 m ü.NHN, Ortsteil von Neustadt a.d. Donau, sollen bereits die Kelten die Schwefelquellen für kultische Zwecke genutzt haben, aber der Ausbau zum Bad erfolgte zu Zeiten der Römer, die nur unweit nördlich den Limes bewachten. Ab 80 u.Z. wurden die ersten Badeanlagen erbaut, um – wie ein Prospekt so schön formuliert – den schmerzenden Rücken und den arg belasteten Gelenken derer, die ein ganzes Weltreich zu Fuß eroberten und dabei ihre Ausrüstung selbst schleppen mussten, Linderung zu verschaffen. Alsbald entstand eines der größten Staatsbäder nördlich der Alpen, von dem allerdings nur ein kleiner Teil erhalten ist, weil man in den folgenden Jahrhunderten keine Scham dabei empfand, das Bad nebst Siedlung zu überbauen. Die erhaltenen Reste finden Sie in der St. Andreas-Kirche – Römisches Museum für Kur- und Badewesen, Trajanstraße 8, geöff. März-Okt. di-sa 16-17, so 10:30-11.30 h.

Kastell Abusina bei Bad Gögging, Donau-Radweg Wer durch einen Besuch auf den Geschmack gekommen ist und nun noch mehr über die Römer wissen möchte, sollte bei der Weiterfahrt einen Stopp im unweit nördlich gelegenen Eining einplanen; denn am südlichen Ortseingang befinden sich die erhaltenen Grundmauern des Römerkastells Abusina, dessen Lage darauf zurückzuführen ist, dass von hier aus sowohl der Schiffsverkehr auf der Donau als auch ein Straßenknotenpunkt kontrolliert werden konnten (Foto: Wolfgang Rieger). Das Kastell wurde ab 80 u.Z. nach und nach ausgebaut und soll bis zum Ende der römischen Herrschaft über die Provinz Raetien im 5. Jh. bestanden haben.

Viele Gäste von Bad Gögging dürfte die römische Vergangenheit aber nur am Rande interessieren, denn heute ist der Ort vor allem für drei Heilmittel bekannt: die schon erwähnten Schwefelquellen, Naturmoor und Mineral-Thermalwasser. Da müde Radlerwaden auch mal gepflegt werden wollen, fragt sich also, ob Sie die Limes-Therme besuchen sollten, wo im Erholungsbad verschiedene Becken mit Temperaturen von 28 bis 36 Grad geboten werden. Und damit Ihnen nicht langweilig wird, können Sie sich im Strömungskanal treiben lassen, auf Sprudelliegen entspannen, von Massagedüsen und -ringen massieren lassen oder in einem prickelnden Whirlpool den lieben Gott einen guten Mann sein lassen – www.limes-therme.de.

Bad Gögging, Donauradweg Tourist-Information, Heiligenstädter Straße 5, 93333 Bad Gögging, Fon 0800 / 463 444 64, E-Mail tourismus@bad-goegging.de, Internet www.bad-goegging.de.

Einfach dem Verlauf der „Neustädter Straße“ (Staatsstraße 2233) durch den Ort folgend geht es weiter nach Sittling, wo die Route kurz vor der Kirche links abknickt. Mit einem Rechts-/Linksversatz geht es hinunter in die Wiesen, wo die Abens überquert wird, um ihr sodann auf dem Hochwasserschutzdamm flussabwärts zu folgen. Die Donau ist zwar nicht weit weg, aber wegen des dichten Baumbestandes bekommen Sie sie kaum zu sehen.

Blick über die Abens nach Hienheim, Donau-Radweg Kurz vor Eining queren Sie die Abens erneut und radeln bis auf die Höhe der Donaufähre nach Hiening, wo der Radwanderweg rechts abknickt und hinauf in den Ort führt. Dort versetzen Sie mittels der Staatsstraße St 2233 rechts/links und fahren dann sozusagen landeinwärts gen Südosten. Warum die offizielle Route nicht weiter dem rechten Donauufer folgt (ein Weg, wenn auch teils grasdurchwachsen ist durchaus vorhanden), weiß der Himmel.

Donau-Radweg zwischen Bad Gögging und Kloster Weltenburg Nach ca. 2 km knickt der Donau-Radweg links ab, und Sie sollten schon mal die Kräfte sammeln; denn es geht, wie schon zu sehen, eine ganze Weile sanft hügelan. Die Belohnung folgt sogleich; denn es wird eine schöne Abfahrt geboten, bei der Sie einen Abzweig links ignorieren, bis Sie zu einer kleinen Landstraße kommen. Diese führt links bis zum Wald wieder aufwärts, doch dann radelt es sich unbeschwerter. Kurz vor Staubing müssen Sie noch einmal hügelan, aber dann schließt sich eine rauschende Abfahrt an, bei der Sie am Ortseingang einen Abzweig links ignorieren, Kloster Weltenburg, Donau-Radweg weiter abwärts sausen, die Staatsstraße unterqueren und dann nach einem Linksbogen rechts abknicken.

Es geht noch ein wenig abwärts und damit zu einer T-Kreuzung, an der Sie rechts abbiegen. Der kleinen Straße folgt die Route, bis ein Radhinweis links auf einen Schotterweg leitet, der zur Donau führt. Direkt an ihr entlang kommen Sie nach Weltenburg, wo Sie beim Parkplatz links in die Straße einbiegen, um zum Kloster Weltenburg zu gelangen (Foto: Gomera-b).

Donaudurchbruch zwischen Kloster Weltenburg und Kelheim, Donau-Radweg Wer noch nicht dort war, wird sich wohl wundern, warum bei einem so kleinen Dorf wie Weltenburg ein so großer Parkplatz (vor allem auch für Omnibusse) ist. Nun, das liegt nicht am Ort, schon eher, aber nicht nur am Kloster Weltenburg, sondern vor allem am Donaudurchbruch. Dies ist – wie der Name schon sagt – eine Stelle, an der die Donau entschieden hat, dass sie – Gebirge hin, Gebirge her – dort durch will.

Das Kloster wurde Anfang des 7. Jh. gegründet und erlebte seine größte Blüte in der ersten Hälfte des 18. Jh., als die heutigen barocken Bauten entstanden und damit auch die von den Brüdern Asam mit einem imposanten Innern versehene Kirche.

Und sollten Sie vom Radeln oder durch die Besichtigung der Kirche durstig geworden sein, sind Sie im Kloster Weltenburg genau richtig; denn die um 1050 gegründete Klosterbrauerei darf sich als die älteste der Welt bezeichnen und serviert entsprechend der Erfahrung in der Klosterschenke (samt großem Biergarten im Hof) erlesenen Gerstensaft.

Wenn ich es recht bedenke, ist die Attraktivität (von wegen Busparkplatz) Weltenburgs vielleicht doch weniger auf den Donaudurchbruch als auf das Kloster, also genauer die Brauerei zurückzuführen. Des Rätsels Lösung liegt wahrscheinlich in der Kombination: Schifffahrt und Bier – da kann man doch nicht widerstehen, oder?

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