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Radweg Berlin - Usedom

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Übersicht: Radweg Berlin - Usedom (355 km)

 

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Radweg Berlin - UsedomDer Radweg Berlin - Usedom ist ein noch ziemlich neuer, aber bereits sehr beliebter Radwanderweg, was vor allem dem Umstand geschuldet sein dürfte, daß er für die velofahrenden Berliner die erste brauchbare Verbindung zu ihrer 'Badewanne' darstellt. Von besonderem Belang ist dabei, daß der Weg - zumindest zum Teil - gut bis sehr gut ausgebaut ist und daß sich die Kommunen und Kreise um den weiteren Ausbau erkennbar bemühen.

Die Landschaft ist nicht sensationell, aber allemal abwechslungsreich genug, um Langeweile nicht aufkommen zu lassen. Für Fahrradtouristen gilt dies auch hinsichtlich der Topographie; denn die Strecke ist teilweise ganz schön hügelig, und auf Usedom rühmt man sich, den Radreisenden sogar Steigungen bzw. Gefälle von bis zu 16 % bieten zu können.

Geschuldet ist dieses Relief den Eiszeiten, während derer die Gletscher das Land mit bis zu 1.000 m starken Eisschichten bedeckten. Da die Gletscher von Skandinavien kommend nach Süden vordrangen, schoben sie an ihrem südlichen Rand sog. Endmoränen zusammen, die ihre Umgebung noch heute Pause am Radweg Berlin - Usedomum rund 50 bis 100 m überragen. Beim Rückzug des Eises, also dem Abschmelzen, stauten sich die Wassermassen teilweise an diesen Moränen, so daß sich zahlreiche Seen bildeten. Zudem modellierten die Schmelzwasser die Landschaft und sorgten so zusätzlich für Höhenunterschiede, die den weniger geübten Radfahrern durchaus zu schaffen machen können - vor allem bei Gegenwind.

Allee auf dem Radweg Berlin - UsedomDa die Böden vielfach nicht sehr fruchtbar sind, ist die Besiedlungsdichte traditionell gering. Besonders auffällig ist dies in der Uckermark; wer die Gegend noch nicht kennt, wird wohl staunen, wie winzig viele Dörfer sind. Entsprechend verhält es sich mit den Städten, deren Bedeutung durchgängig auf die Region beschränkt blieb. Dennoch wurden einige im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, was z.B. Prenzlau, Pasewalk und Anklam im Zentrum sozialistischen Wohnungsbau bescherte.

Andere Städte hatten Glück, konnten ihre Altstädte retten und mittlerweile sanieren - so z.B. Angermünde, Ueckermünde oder Wolgast -, so daß sie nicht nur schön anzuschauen sind, Am Radweg Berlin - Usedomsondern auch viele Touristen anziehen. Die Seebäder auf Usedom wurden seit der Wende auf Hochglanz poliert, was für keinen Leser eine Neuigkeit darstellen wird, dafür ist die 'Badewanne' der Berliner zu bekannt und z.B. wegen ihrer Bäderarchitektur zu beliebt. Apropos beliebt: Je nach Jahreszeit und Witterung werden Sie vielleicht ebenso wie meine Wenigkeit staunen, wie begehrt die Insel mit dem endlosen feinen Sandstrand ist. Da mag man dann kaum mehr glauben, daß es den Deutschen doch sooo schlecht ginge oder daß doch sowieso alle ins Ausland fliegen würden, weil das viel billiger sei. Fahrradtouristen sollten dies vor allem bei der rechtzeitigen Buchung von Unterkünften berücksichtigen.

Der Radweg Berlin – Usedom bietet sich sowohl für jene an, die sich mal austoben und binnen zwei Tagen zur Ostsee fahren wollen, als auch für solche, die eine gemütliche Fahrradreise mit abschließendem Badeurlaub planen. Beide profitieren z.B. von dem perfekten Ausbau im Landkreis Barnim (nördlich an Berlin anschließend), wo nicht nur superglatter Skater-Asphalt, sondern auch eine gute Beschilderung geboten werden. Radler auf dem Radweg Berlin - UsedomIm weiter nördlich gelegenen Landkreis Uckermark bemüht man sich redlich, dieses Niveau alsbald zu erreichen und baut Weg und Beschilderung mit Nachdruck aus. Längere Abschnitte, die so auf Dauer eines Radfernwegs nicht würdig sind, finden sich allerdings in Mecklenburg-Vorpommern, zum Beispiel auf der Insel Usedom. Dabei kommt es übrigens zu der eigentümlichen Situation, daß gerade auf der Insel besonders viele Radfahrer unterwegs sind, weshalb man meinen könnte, die Kritik sei unangebracht. Es ist aber vielmehr so, daß bei einem kurzen Tagesausflug ein grober Schotterweg weit weniger stört als auf einer längeren Reise. Hoffen wir mal, daß sich die Verantwortlichen besinnen.

Viel Vergnügen sowie Rad- und Speichenbruch wünscht

Radweg Berlin - Usedom

 

Kartenblattübersicht (Sie können die einzelnen Etappen direkt anklicken.)

Übersichtskarte für den Radweg Berlin - Usedom

Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004

© 2008 by Velo-Touring

Radweg Berlin - Usedom

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Radweg Berlin - Usedom: Etappe 1 von Berlin nach Bernau Radweg Berlin - Usedom: Etappe 2 von Bernau über Lobetal, Biesenthal, Finowkanal, Werbellinsee, Joachimsthal und Glambeck nach Wolletz Radweg Berlin - Usedom: Etappe 3 von Wolletz über Blumberger Mühle, Angermünde, Görlsdorf, Warnitz und Prenzlau nach Schönwerder Radweg Berlin - Usedom: Etappe 4 von Schönwerder über Bandelow, Pasewalk, Torgelow und Eggesin nach Ueckermünde Radweg Berlin - Usedom: Etappe 5 von Ueckermünde über Anklam, Insel Usedom, Karnin und Stadt Usedom nach Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin Radweg Berlin - Usedom: Etappe 6 von Ahlbeck über Heringsdorf, Bansin, Ückeritz, Kölpinsee, Koserow, Zempin, Zinnowitz, Trassenheide, Karlshagen und Peenemünde nach Wolgast