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Radweg Berlin - Usedom (4)
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Etappe 4: Schönwerder - Bandelow - Trebenow - Werbelow - Nechlin - Nieden - Schmarsow - Rollwitz - Pasewalk - Viereck - Torgelow - Torgelow-Holländerei - Eggesin - Hoppenwalde - Ueckermünde (61 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 6 KB).
Informationen zur CD "TOP 200"
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Quelle: ATKIS® DTK200-V, © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Zunächst radeln Sie zur Abwechslung eine Weile auf wenig befahrenen Landstraßen, bevor wieder schmale Wege geboten werden, darunter einer, der noch nicht für Velofahrer hergerichtet wurde und bei Nässe schon beinahe unbefahrbar wird – ein bißchen Abenteuer muß sein. Bald nach Pasewalk heißt es dann, den Kopf einziehen; denn es folgt ein ziemlich ermüdendes Stück entlang großer Truppenübungsplätze. In Torgelow angekommen haben Sie das überwunden, und sodann ist es auch nicht mehr weit bis Ueckermünde und damit zum Stettiner Haff.
Schönwerder verlassen Sie auf der Landstraße und radeln ohne Orientierungsprobleme nach Bandelow, wo Käseliebhaber sogleich eine Pause einlegen werden, um der
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Info
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Bauernkäserei einen Besuch abzustatten. 1994 kam die Familie Wolters aus Holland in die Uckermark und baute zunächst einen Milchviehbetrieb auf, der mittlerweile über 500 Milchkühe und ebenso viele Kälber betreut. Da man von der Qualität der eigenen Milch überzeugt war und da holländische Bauern traditionell aus der Milch ihrer Kühe Käse herstellen, lag es nahe, eben dies nun auch in Bandelow zu tun. 2001 begann man mit der Produktion des 'Uckerkaas'(!) und verarbeitet inzwischen täglich 2.500 Liter Milch zu einem dem Gouda ähnlichen Käse mit diversen Kräutervarianten. Der Hofladen ist mo-fr 7-18 h und sa 8-12 h geöffnet und gestattet mo-fr 10-13 h mittels Glasscheiben einen Blick in die Produktionsräume -> Bauernkäserei Wolters GmbH, Bandelow 50, 17337 Uckerland, Fon 039740 / 20572, Fax 039740 / 20573, Internet www.uckerkaas.de.
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Gemeinde Uckerland, Hauptstraße 35, 17337 Uckerland, Fon 039745 / 8610, Fax 039745 / 86155,
E-Mail gemeinde-uckerland@t-online.de,
Internet www.uckerland.de.
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Frisch gestärkt bzw. mit prall gefüllten Packtaschen geht es weiter über Trebenow, Werbelow und Nechlin nach Nieden, wobei als Rollgrund mal älterer, mal neuerer Asphalt sowie auch mal Betonplatten geboten werden. Die Strecke ist überwiegend sanftwellig, kurz vor Trebenow geht es aber wegen eines Baches mal ordentlich ab- und gleich wieder aufwärts.
In Nieden zweigen Sie vor der Kirche links ab und dürfen sich über eine gute, einspurige Asphaltbahn freuen, die nach Schmarsow leitet, wo Sie nach einem Rechtsknick der Straße auf einen querenden Weg stoßen und links abbiegen, um sodann zum gleichnamigen Gut zu fahren. An der Gabelung nahe dem nördlichen Ortsende geht es links, womit alsbald das Ende der Ausbaustufe erreicht ist; denn zumindest zurzeit der Recherchen schloß sich hier ein Weg an, der teils gut, teils aber auch kaum befahrbar war. Dafür leitet die Route gut beschildert bald rechts an einem Wäldchen entlang, schlägt in Sichtweite der Autobahnbrücke einen Rechts-/Links-/Rechtsbogen und führt schließlich hügelan, damit Sie auf Asphalt die Autobahn überqueren können.
Jenseits geht es wie zuvor auf einem Feldweg weiter, bis dieser in eine Straße mündet, die sogleich zur B 109 führt. Dort folgen Sie links dem betonsteingepflasterten Geh- und Radweg durch Rollwitz, wo Sie früher oder später auf die rechte Seite der B 109 wechseln müssen, da sich nach dem Ort ein asphaltierter Weg rechts der Bundesstraße anschließt, der nach Pasewalk leitet.
In der Stadt angekommen passieren Sie eine große Klinik rechter Hand und achten darauf, sich bald nach der Querung der dortigen Zufahrt halbrechts zu halten und dem Radhinweis auf einen festgrundigen Weg im Wald zu folgen, der weiter Richtung Stadtmitte führt. Später kommen Sie wieder dicht an die B 109 heran und queren an einem beampelten Abzweig die B 104 gerade, um sich jenseits über den Geh- und Radweg wenige Meter rechts/links versetzend zur „Prenzlauer Straße“ durchzumogeln, mittels der Sie zum Prenzlauer Tor gelangen, wo gleich nebenan die Stadtinformation untergebracht ist. Sich nach dem Tor einfach geradeaus haltend erreichen Sie kurz darauf den „Marktplatz“.
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Stadtinfo
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Wenn Sie mehr über die Geschichte von Pasewalk, 15 m ü.N.N., 11.900 Einw., erfahren wollen, sind Sie beim Prenzlauer Tor schon richtig; denn in den Obergeschossen widmet man sich genau dieser. Dort werden Sie nicht nur über die Pasewalker Ur- und Frühgeschichte aufgeklärt oder mit der Blütezeit im Mittelalter und dem Niedergang im Dreißigjährigen Krieg vertraut gemacht, sondern auch darüber informiert, daß Pasewalk von 1648-1720 von den Schweden beherrscht wurde. Nachdem Preußen (wieder) das Regime übernommen hatte, mußte die Stadt gesichert werden, Pasewalk wurde Garnisionsstadt und vor allem alsbald Sitz eines Dragoner-Regiments.
1819 erfolgte die Aufwertung zum Kürassier-Regiment, und da es der jeweilgen preußischen Königin unterstand, sprach man von den Königin-Kürassieren – tja, Namen (und Titel) regieren nun mal die Welt. Weil das Regiment 1919 aufgelöst wurde – hoch zu Roß für das Vaterland sterben, paßte wohl nicht mehr in die Zeit -, ist heutzutage eher von Bedeutung, daß 1878-82 die noch bestehende Garnisionskaserne gebaut wurde. Zu dem Komplex, der bis 1991 dem Militär diente, gehört auch der einstige Marstall, der inzwischen saniert und zum Kulturforum Historisches U um- und ausgebaut wurde. Es wird für Konzerte, Tanz, Theater, Kabarett, Lesungen, ständige und wechselnde Ausstellungen bildender Künstler, aber auch Tagungen, Workshops und Messen genutzt – den Veranstaltungskalender finden Sie auf der Website der Stadt unter -> Kultur.
Apropos bildende Kunst: Wenn Sie diese lieber an der frischen Luft genießen möchten, bietet sich ein Spaziergang zum KunstgARTen an (sorry, aber ich habe geflissentlich die 'offizielle' Schreibweise übernommen). Dieser ist westlich der Stadtmitte nahe der Uecker und unweit der B 109 zu finden. Die Betonung liegt auf Garten, d.h. die Pflanzen sind nicht nur ein Teil des Kunstwerkes, sondern sorgen dafür, daß sich die Projekte stetig verändern und entwickeln. Derzeit ist die Arbeit 'Die Wege von Europa' der Künstlerin Ping Qiu zu sehen, die mit alten Pflastersteinen die Grenzen zwischen den europäischen Staaten als begehbare Fußwege darstellt; denn der KunstgARTen soll auch der europäischen Verständigung dienen. Das Gelände ist ganzjährig und täglich zugänglich, der Eintritt frei.
Und wo ich schon bei der Kunst bin, darf das Schloß Bröllin – International Art Research Location – nicht unerwähnt bleiben. Es ist zwar nicht im Rahmen eines Spaziergangs erreichbar, da es gut 6 km südöstlich der Stadtmitte zu finden ist, aber mit dem Velo ist das doch ein Klacks, oder? Und der Ort muß etwas abgelegen sein; denn wie heißt es so schön im Prospekt: "Hier entstehen Projekte, für die in Städten weder Raum noch Zeit ist." Neugierig geworden? Dann besuchen Sie doch schon mal virtuell das 800 Jahre alte Rittergut unter www.broellin.de. Und auf der Reise können Sie dann dort real übernachten, so daß die kleine Extratour nicht allzu schwer fallen dürfte.
Hinsichtlich der Übernachtungsmöglichkeiten hat Pasewalk übrigens noch etwas sehr Exklusives zu bieten: Nördlich der Stadtmitte ist nahe dem Bahnhof nämlich das Eisenbahnerlebniszentrum Lokschuppen Pasewalk beheimatet, wo man nicht nur alte Lokomotiven und dergleichen bestaunen, sondern von Mai bis Oktober auch im Schlafwagen übernachten kann. Sollten Sie in Begleitung von Kindern reisen, können diese womöglich sogar den Luxus einer Nacht im Dornröschen-Abteil oder in der Villa Kunterbunt genießen. Und stilecht wird am Morgen im Speisewagen gefrühstückt. Mehr erfahren Sie unter www.pomerania.net/lokschuppen.
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Stadtinformation, Prenzlauer Straße 23a, 17309 Pasewalk, Fon 03973 / 213995, Fax 03973 / 213972,
E-Mail stadtinfo@pasewalk.de,
Internet www.pasewalk.de.
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Obwohl am nordwestlichen Ende des Marktplatzes wegen einer Einbahnstraße in Gegenrichtung den Veloreisenden die (legale) Weiterfahrt auf einem kurzen Stück verwehrt wird, führt der Radweg Berlin – Usedom gemäß – spärlicher – Beschilderung stur geradeaus, bis Sie eine Volksbank passiert haben und gleich darauf mit Radhinweis rechts in die „Haußmannstraße” abbiegen. Nach einem weiten Rechtsbogen geht es – wieder mit Radhinweis – links in die „Lindenstraße” und so – wie schon zuvor – auf einem betonsteingepflasterten Radweg bis zur beampelten Kreuzung mit der „Torgelower Straße“, die links stadtauswärts führt.
Nach einer Weile rollen die Räder zur Abwechslung auch mal auf Asphalt, was erheblich angenehmer ist, dann nochmal kurz auf Betonsteinpflaster und schließlich auf einer niet- und nagelneuen Asphaltbahn bis kurz vor Viereck. Die lärmenden Kfz können Sie sodann eine Weile hinter sich lassen, denn die Route verläuft auf einer zunächst asphaltierten Straße. Im Ort lohnt es aber, das Tempo zu drosseln, denn dort bildet derbes Pflaster den Rollgrund. Danach geht es jedoch weiter wie gehabt: Erst auf dem Asphalt der Fahrbahn, dann entlang der Landstraße wieder auf dem des Geh- und Radwegs, woran sich nun für zig Kilometer nichts ändert; denn links wie rechts beherrscht die Bundeswehr die Szenerie – auf die Dauer ist das doch ziemlich öde!
Leider wird die Landstraße auch von gar nicht mal so wenigen gar nicht mal so langsam befahren, so daß man sich – in Torgelow angekommen – vor allem über die Minderung des Geräuschpegels freut (und darüber ärgern kann, daß sich die Verantwortlichen nicht zu der wesentlich weniger befahrenen und ziemlich brauchbaren Alternative über Liepe und Hammer entschlossen haben). Bei den ersten Wohnhäusern endet der Asphalt, und es schließt sich bis zu einer beampelten T-Kreuzung Betonsteinpflaster an. Links geht es Richtung Stadtmitte; der Radweg Berlin – Usedom zweigt aber rechts ab.
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Stadtinfo
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Torgelow, 10 m ü.N.N., 10.000 Einw., kann zwar auf eine lange Geschichte verweisen - die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1281 -, erhielt aber erst am 4. Mai 1945 die Stadtrechte und zählt damit zu den jüngsten Städten Deutschlands. Interessant: Da haben also die Sowjets noch vor der Kapitulation Nazideutschlands am 9. Mai 1945 Torgelow bereits zur Stadt erhoben.
Zu der Zeit war Torgelow übrigens schon fast 200 Jahre lang Industriestandort. Nachdem man in der Nähe Raseneisenstein gefunden hatte, gründete man nämlich 1753 das "Königlich-Preußische Eisenhüttenwerk". Raseneisenstein (manche sagen Raseneisenerz)? Nun ja, zum Teil wird er nah unter der Oberfläche angetroffen - eben direkt unter dem Rasen -, und kann ohne Schwierigkeiten mit Hacke und Spaten abgebaut werden. Das wird dadurch erleichtert, daß er im engeren, geologischen Sinne kein Gestein oder Erz darstellt, sondern lediglich eine nachträglich verfestigte Ablagerung - allerdings eine mit einem Eisengehalt von bis zu 45 %.
In der Gründerzeit blühte die Eisenindustrie in Torgelow auf, und es entstanden schließlich 14 Eisengießereien. In der DDR gab es der Ideologie gemäß nur einen vereinigten Betrieb, der vor allem für den Schiff- und Elektromaschinenbau produzierte - 1989 mit immerhin 2.300 Mitarbeitern. Da nach der Wende der Schiffbau in der DDR nahezu eingestellt wurde, mußten zahlreiche Betriebsteile stillgelegt werden. Aber nicht alle, und aus einem entstand die Eisengießerei Torgelow GmbH, die heute zu den modernsten Betrieben ihrer Branche zählt und 2007 schon wieder 600 Menschen beschäftigte. Wenn Sie sich für die Erfolgsstory interessieren, sollten Sie dem Link www.dradio.de/dlf/sendungen/firmen/467632/ folgen und den Beitrag von Almuth Knigge vom 10.02.06 für den Deutschlandfunk lesen.
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Tourist-Information, Friedrichstraße 1, 17358 Torgelow, Fon 03976 / 255730, Fax 03976 / 255806,
E-Mail info.stadt.torgelow@t-online.de,
Internet www.torgelow.de.
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Nach einem Besuch der Stadtmitte kehren Sie am besten zur oben genannten T-Kreuzung zurück und folgen noch ein kurzes Stück der „Friedrichstraße“, bevor die Route links in die „Schleusenstraße“ abknickt. Auf dem glatten Asphalt geht es hinunter zur Uecker, über diese hinweg und ein wenig hügelan, bevor Sie, wenn die Fahrbahn nach links schwenkt, rechts/links versetzen und auf Betonsteinpflaster bis zur „Karlsfelder Straße“ fahren, die rechts stadtauswärts leitet.
Wenn die Straße bald einen Rechtsbogen absolviert, biegen Sie links ab und dürfen sich darüber wundern, daß Sie trotz des Abbiegens immer noch der „Karlsfelder Straße“ folgen. Bald nachdem die Eisenbahn gequert wurde, halten Sie sich an einer Kreuzung geradeaus, bevor die Route in den Wald führt, wo Sie an einer Gabelung die rechte Möglichkeit wählen und nun für den etwas nervigen Abschnitt vor Torgelow entschädigt werden; denn der Radweg Berlin – Usedom verläuft recht angenehm durch den Wald und später kurvenreich durch die Häuseransammlung Torgelow-Holländerei. Der Ortsname hat übrigens nichts mit der Ansiedlung von Holländern zu tun, sondern erinnert an die 'holländische' Art und Weise der Trockenlegung des hier einst vorhandenen Sumpfes.
Nach einem Linksbogen stoßen Sie auf eine abknickende Vorfahrtstraße, biegen rechts ein und rollen ein paar Meter auf der Fahrbahn, bevor rechter Hand ein asphaltierter Geh- und Radweg beginnt, der aber schon nach der nächsten Rechtskurve die Straßenseite wechselt. Damit Ihnen nicht langweilig wird, wechselt der Radweg bald wieder die Seite, und so geht es hinein nach Eggesin, wo Sie auf eine Vorfahrtstraße treffen, ihr links folgen und nach dem Queren der Randow sowie der Eisenbahn zum schönen, neuen Platz beim Rathaus und der Kirche fahren.
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Tourismusinformation, Stettiner Straße 2, 17367 Eggesin, Fon 039779 / 26415, Fax 039779 / 26442,
E-Mail tourismus@eggesin.de,
Internet www.eggesin.de.
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Für den Abschnitt bis Ueckermünde ist den Verantwortlichen leider recht wenig eingefallen, und man hält es offensichtlich für gut, Touristen einfach entlang der Landesstraße mal auf Betonsteinpflaster, mal auf Asphalt, mal rechts, mal links der Fahrbahn radeln zu lassen. Nein, meine Damen und Herren, das ist keine gute Lösung, das ist äußerst langweilig und ideenlos! Und vor dem Hintergrund, daß es Alternativen gibt (wie z.B. die durch den Wald [erst Richtung Nordost, dann Nordwest, in der Karte gut zu erkennen]), auch sehr ärgerlich.
Und als ob das noch einer Krönung bedurfte, sollen Sie in Ueckermünde schließlich kurz vor einer beampelten Einmündung von der linken auf die rechte Straßenseite wechseln, dann mit den Fußgängern die dortige Straße queren, dabei aber links abbiegen, wozu auf der Fahrbahn sogar ein Radfahrstreifen aufgetragen wurde – aber erst hinter der Kreuzung. Au weia Leute, das ginge viel einfacher, wenn Ihr die Radler ganz normal auf der Fahrbahn links abbiegen lassen würdet, aber nein, ein jeder muß ja die Welt neu erfinden.
Dafür gibt es keine Orientierungsprobleme; denn die Route folgt schlicht der „Ueckerstraße“, bis Sie mittels der komplett sanierten Klappbrücke die Uecker überqueren bzw. vielleicht das Glück haben, stoppen zu müssen, weil die Brücke gerade für die Schifffahrt geöffnet ist (in der Saison bis zu sechs mal täglich für jeweils 15 Minuten), was die maritime Stimmung natürlich erheblich steigert. Jenseits gelangen Sie geradezu sogleich in die wahrlich schöne Altstadt, wo Sie bei der Kirche rechts abbiegen und wenige Meter weiter einen Linksbogen schlagen, bevor Sie bald darauf linker Hand den hübschen Marktplatz finden.
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Stadtinfo
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Ueckermünde, 5 m ü.N.N., 10.400 Einw., wurde 1223 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1260 lübisches Recht, also das Gewohnheitsrecht, das in der Reichsstadt Lübeck – vor allem zum Wohle des Rats und der Kaufleute – galt. Offensichtlich fuhr Ueckermünde damit nicht schlecht; denn beim Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges zählte man immerhin 1.600 Einwohner. Die Kämpfe, die Pest und ein Stadtbrand setzten der Stadt aber so zu, daß am Ende die Bevölkerungszahl auf ein Hundertstel geschrumpft war und nur noch 10 Gebäude gestanden haben sollen. Die vielen hübschen Häuser in der Altstadt, die Sie heutzutage bewundern können, sind also alle erst später entstanden.
Allerdings mit einer Ausnahme: Das einstige Schloß der pommerschen Herzöge wurde 1546 an der Stelle einer früheren Burg errichtet und beherbergt heute neben dem Rathaus das Haffmuseum. Es widmet sich neben der Stadtgeschichte auch der der Herzöge sowie der der einfachen Bevölkerung, dem Handwerk, dem Schiffbau, der Fischerei, der Ziegelindustrie etc. pp. – weitere Infos und die Öffnungszeiten finden Sie unter www.ueckermuende.de/haffmuseum. Und wer die Exponate fleißig studiert, darf dabei auch den immerhin 27 m hohen Schloßturm besteigen und den herrlichen Blick über die Stadt und das Haff genießen.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg fiel der Wiederaufbau offenbar nicht leicht, jedenfalls blühte Ueckermünde erst im 18. Jh. wieder auf, als der Handel sowohl über Land als auch die Uecker und das Haff zunahmen. Im Zuge dessen wurde der Hafen ausgebaut, entstanden neue Werften, Sägewerke und Ziegeleien. Und da man für die wertvollen Waren auch Lagerplätze brauchte, wurden mehrere Fachwerkspeicher errichtet, darunter der in der Bergstraße 2, der heute als Kulturspeicher dient. Geboten werden verschiedenste Kurse, Lesungen und Ausstellungen; mehr erfahren Sie unter www.speicher-ueckermuende.de.
Wenn Ihnen der Sinn eher (oder auch) nach Baden steht, weil man das Meer fast sehen und vor allem schon riechen kann, dann sollten Sie einen kleinen Fahrradausflug zum Haffbad in Erwägung ziehen, wo nicht nur ein 800 m langer Sandstrand, sondern auch eine Promenade mit schöner Strandhalle geboten werden. Auf dem Weg dorthin passieren Sie übrigens die Lagunenstadt, eine große Ferienanlage mit Ferienwohnungen und vor allem einem Yachthafen, der 400 Liegeplätze bietet.
Bei dem einen oder anderen, der die schicken Yachten in der Lagunenstadt, auf dem Haff oder auch im Stadthafen (bei der Altstadt) sieht, mag das die Sehnsucht wecken; denn nicht umsonst heißt es: "Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön....". Aber keine Sorge, Ihr Bedürfnis kann befriedigt werden; denn in Ueckermünde ist eine Reederei beheimatet, die außer Rund- und Ausflugsfahrten auch einen Shuttle(!) von Ueckermünde nach Kamminke auf Usedom (siehe Kartenblatt zur Etappe 5) anbietet und dabei auch Fahrräder transportiert. Wenn Sie also das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden wollen, bietet sich ein Besuch auf der Website www.reederei-peters.de bzw. vor Ort im Stadthafen am "Alten Bollwerk" (westliche Seite des Hafens) an - Abfahrt Ueckermünde tägl. 8.10 & 15.10 h, Fahrpreis € 12,50 pro Person & € 5,00 pro Velo.
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Touristik-Information, Ueckerstr. 96, 17373 Ueckermünde, Fon 039771 / 28484, Fax 039771 / 28487,
E-Mail info@ueckermuende.de,
Internet www.ueckermuende.de.
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© 2008 by Velo-Touring
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Radweg Berlin - Usedom (4)
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