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Allgemeine Tourentipps

Der Wind kommt immer von vorne...
kann gar nicht sein, ist aber trotzdem so; denn entweder kommt er tatsächlich von vorn oder Sie fahren - bei Windstille - so schnell, daß Sie den Luftwiderstand schon wieder als Gegenwind empfinden. Einzige Ausnahme: Starker Rückenwind. Aber den gibt es leider nicht so oft und schon gar nicht einen ganzen Radeltag lang.

Bei dem Problem mit dem Wind von vorn können wir Ihnen nicht helfen. Außer vielleicht mit dem Tipp, einen Gang tiefer zu schalten und sich vom Wind ganz und gar nicht beeindrucken zu lassen; denn es ist in erster Linie eine psychologische Frage, ob Sie den Gegenwind als schlimm oder ganz selbstverständlich betrachten. Wenn Sie dies berücksichtigen, werden Sie dank elektronischem Tachometer sehr bald feststellen, daß die Durchschnittsgeschwindigkeit bei Wind von vorn kaum niedriger ist und daß auf den ganzen Tag gesehen, die zurückgelegte Entfernung nur minimal sinkt. Vielleicht müssen Sie eine halbe Stunde länger radeln als sonst, aber das dürfte es dann auch schon gewesen sein. Und wegen einer halben Stunde, den halben Tag lang über den Wind von vorn ärgern? Das lohnt wohl kaum, oder?

Helfen können wir Ihnen aber bei der Vorbereitung und Durchführung der Velotour. Dafür stellen wir Ihnen Tourenbeschreibungen und Kartenblätter zur Verfügung, die Sie sich online anschauen und für den Ausdruck in hoher Qualität herunterladen (neudeutsch: downloaden) können.

Die Tourenbeschreibungen beginnen jeweils mit einer kurzen Übersicht, in der der Autor in Kürze die aus seiner Sicht wichtigsten Kennzeichen der beschriebenen Velotour schildert. Von der Übersicht aus können Sie zu den einzelnen Etappen der jeweiligen Tour wechseln. Dort sehen Sie dann zunächst ein entsprechendes Kartenblatt, in dem die Etappe exakt eingetragen ist.

Unter dem Kartenblatt finden Sie die Etappenbeschreibung. In ihr wird die Strecke genau erläutert, z.B. auf welchem Belag die Räder rollen werden, wo abzubiegen ist usw. usf. Dies soll nun nicht dazu dienen, daß Sie unterwegs die schöne Landschaft verpassen, weil Sie ja immerzu in der Etappenbeschreibung lesen müssen; denn vor Ort finden Sie erstens Hinweise, die Sie durch die Fremde leiten, und zweitens können Sie sich für die Orientierung des Kartenblatts bedienen.

Die Erfahrung vieler, vieler Fahrradreisen zeigt aber, daß oftmals vor Ort kein Hinweis vorhanden ist, wo der Tourist sich einen wünschen würde. Entweder weil die Verantwortlichen, die in der Regel aus der Region sind, die Gegend kennen und es für vollkommen eindeutig halten, daß man an dieser Stelle nunmal rechts oder links oder wohin auch immer muß, oder weil irgendein Souvenirsammler es für eine wahnsinnig tolle Idee hielt, den einst hier vorhandenen Hinweis abzuschrauben.

Das glauben Sie nicht? Na, dann achten Sie unterwegs mal auf die entsprechenden Schilderpfähle und staunen Sie, wie oft zwar noch die Befestigungsschellen da sind, das Hinweisschild aber nicht!

Also: Die Etappenbeschreibungen sind weder als Roman zu verstehen, den Sie zuhause im Sessel lesen sollen – dafür sind sie viel zu langweilig -, noch dazu geeignet, während der Fahrt studiert zu werden - sonst stellt sich Ihnen womöglich der nächstbeste Baum in den Weg. Sie sind aber sehr hilfreich, wenn vor Ort weder ein Hinweis zu finden ist noch das Kartenblatt (wegen des Maßstabs) genügt, um sich orientieren zu können. Genau in einem solchen Moment schlagen Sie einfach die passende Seite auf, lesen kurz nach, welche Strecke Sie unmittelbar zuvor geradelt sind und dürften dann in aller Regel schnell den Anschluß finden – und wenn nicht, dann schreiben Sie uns halt eine bitterböse E-Mail. Wir korrigieren selbstverständlich so schnell als möglich.

Apropos Korrekturen: Es soll Leute geben, die überzeugt sind, daß immer nur die anderen Fehler machen, sie selbst aber nicht. Wir waren nie ein Mitglied dieser Gruppe und wollen es auch nie werden. Wir sind zwar sehr darauf bedacht, Fehler tunlichst zu vermeiden, wissen aber, daß absolute Fehlerfreiheit bei der Fülle der Informationen unmöglich ist. Dabei sollten Sie bedenken, daß manche Fehler selbst bei sehr gewissenhafter Arbeit der Autoren unvermeidlich sind, denn sie beruhen nicht auf Unachtsamkeit der Autoren, sondern darauf, daß sich viele Dinge viel schneller ändern, als man gemeinhin geneigt ist anzunehmen.

Aus diesem Grunde werden unsere Tourenbeschreibungen auch regelmäßig aktualisiert, so wie es allgemein in der Reiseführerbranche üblich ist. Eines der entscheidenden Argumente, keine gewöhnlichen Fahrradreiseführer in Buchform zu veröffentlichen, war für uns aber gerade das Problem der Fehlerträchtigkeit von Reiseführern (z.B. durch Änderungen von Adressen und Öffnungszeiten nach Drucklegung). Denn während man bei einem gewöhnlichen Reiseführer die entdeckten Fehler erst bei der nächsten Auflage korrigieren kann - und bis dahin können gut und gern drei, vier Jahre vergehen -, besteht bei einem Internetangebot die Möglichkeit, schnellstens auf Anregungen und Hinweise von Lesern zu reagieren und so beinahe tagesaktuell zu sein. Wenn Sie also einen Fehler auf unseren Seiten entdecken und uns helfen möchten, diesen auszumerzen, schreiben Sie uns per E-Mail, wir werden uns zügige Prüfung und Korrektur bemühen.

Nun mag bei Ihnen der Eindruck entstanden sein, daß eine Fahrradreise vor allem aus Schwierigkeiten und Ärgernissen zu bestehen scheint; denn der Wind kommt immer von vorn, die Hinweisschilder der Fahrradrouten werden von Souvenirsammlern geklaut, ohne detaillierte Karten und Etappenbeschreibungen droht die Gefahr des Verirrens, Adressen und Öffnungszeiten sind womöglich veraltet usw. usf. Nein, nein, in Wirklichkeit zählen Fahrradreisen mit zum Schönsten, was uns Menschen hier auf der Erde vergönnt ist. Den (Fahrt-, nicht Gegen-) Wind in den Haaren, immer an der frischen Luft, abseits des Autoverkehrs durch Wald und Flur radeln, die Fitness des Körpers spüren und ohne sonderliche Anstrengung noch erhöhen, immer gesunden Appetit haben und lauter Schönes und Interessantes entdecken, bevor nach der abendlichen Dusche und einem umfänglichen Mahl ein tiefer und gesunder Schlaf folgt, bei dem Sie sich so sehr erholen, daß Sie am nächsten Tag auf neue Abenteuer brennen werden, so und nicht anders ist eine Velo-Tour.

Also: Rauf aufs Rad und los. Viel Vergnügen sowie Rad- und Speichenbruch!

 

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