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Ostseeküsten-Radweg SH :: Etappe 2

Kappeln – Ellenberg – Olpenitzdorf – Schönhagen – Karlberg – Schuby – Damp – Schwastrum – Großwaabs – Waabs – Gut LudwigsburgEckernförde (47 km)

Start:

Hafenpromenade in Kappeln.

Strecke:

Auf dieser Etappe bekommen Sie die Halbinsel Schwansen bzw. einen Teil von ihr zu sehen, wobei Sie zweimal ganz dicht an die Küste gelangen und schöne Strände zum Baden passieren. Den letzten Abschnitt müssen Sie landeinwärts auf dem Geh- und Radweg entlang einer schwach befahrenen Landesstraße zurücklegen.

Ziel:

Markptplatz in Eckernförde.

Downloads:

kml-Datei

für Google Earth

 

gpx-Datei

für GPS-Geräte/Kartenprogramme

 

ovl-Datei

für die TOP 50/TOP 200 (topografische Karte 1:50.000/1:200.000)

 

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

pdf-Datei

mit Streckenbeschreibung sowie Hinweisen zu Orten, Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie etc.

Kirchturm in Ellenberg, Ostseeküsten-RadwegDie Etappe beginnt an der Kappelner Hafenpromenade und führt über die Klappbrücke nach Osten. Jenseits rollen die Räder nur noch ein kurzes Stück geradeaus, bevor Sie links in die Ellenberger Straße abbiegen (sinnigerweise zeigt hier ein Radhinweis Richtung Eckernförde nach rechts, lassen Sie sich davon nicht irritieren). Es geht sanft hügelan und sodann mit einem Rechtsbogen durch Ellenberg. Nachdem Sie die nebenstehende moderne Kirche mit ihrem markanten Turm passiert haben, folgen Sie geradezu einem Geh- und Radweg bis zu einer Straße und queren diese mit Tick links, um jenseits weiter nach Olpenitz zu fahren.

Schnurstracks radeln Sie auf dem asphaltierten Geh- und Radweg gen Osten, bis ein Radhinweis links – vorbei am alten, beachtlich großen und schönen Gutshof – hinein nach Olpenitzdorf lenkt. Im Ort absolvieren Sie später einen Rechtsbogen, kommen so zurück zur Landstraße und queren sie geradewegs. Bei der nächsten Häuseransammlung zweigt die Etappe links ab, womit es nun schnurstracks zum Weidefelder Strand geht. Je nach Jahreszeit und Wetter wird dort entweder so gut wie nichts oder der Teufel los sein; Parkplätze hat es dort jedenfalls mehr als genug.

Tourist-Information in Schönhagen, Ostseeküsten-RadwegHinter den Parkplätzen biegen Sie rechts auf einen Asphaltweg ein und radeln genüßlich nach Schönhagen – erst noch hinter einer hohen Düne, später mit Blick auf die See. Kurz vor dem Ort lenkt ein Radhinweis nach rechts; ich empfehle dies zu ignorieren und geradeaus bis zur nebenstehenden Tourist-Information zu fahren. Unmittelbar davor können Sie rechts/links über einen Parkplatz zur Strandstraße versetzen und rechts in sie einbiegen, um nach einem weiten Linksbogen wieder dem offiziellen Verlauf des Ostseeküsten-Radwegs – u.a. vorbei an einem großen Parkplatz des Schlosses Schönhagen (17. Jh., heute Reha-Klinik) – zu folgen.

Schönhagen, Ostseeküsten-Radweg Tourist-Information, Strandstraße 13, 24398 Schönhagen, Fon 04644 / 9511, Fax 04644 / 9513, E-Mail info@schoenhagen-ostsee.de, Internet www.schoenhagen-ostsee.de.

Sanft steigt die Strecke an, und Sie zweigen nach einer langgezogenen Rechtskurve bei der zweiten Möglichkeit links ab. Damit rollen die Räder auf landwirtschaftlichen Wegen vorbei an ein paar Gehöften nach Karlberg, wo es links in die Dorfstraße geht. Im Ortsteil Schuby zweigen Sie gemäß Hinweis links ab und radeln wieder genüßlich durch die Lande. Später biegen Sie erneut links ab, fahren also folgerichtig wieder Richtung Ostsee und erreichen so auf der Straße mit dem schönen Namen Schweineweide Damp. Damit Sie die Ruhe der Erholungssuchenden nicht durch Ihren Anblick stören, trennt ein dichter Knick die Straße von der Bebauung, bis Sie schließlich zur Hauptstraße des Ferienzentrums, den Seeuferweg, kommen. Links einbiegend und sodann die zweite Straße rechts wählend gelangen Sie zur Ostseeküste.

Im Hafen von Damp, Ostseeküsten-RadwegDas Ostseebad Damp wurde von 1969 bis 1973 errichtet und zunächst unter dem so modern klingenden Namen Damp 2000 vermarktet (wie umstritten solche Betonburgen damals waren, schildert übrigens sehr anschaulich ein Spiegel-Artikel mit dem schönen Titel „Die vielen Leute stören gar nicht“ und dazu der herrlichen Einleitung: “Rund zwei Dutzend Ferienzentren, von Steuerspekulanten finanziert, sind an der deutschen Ostseeküste in diesem Sommer erstmals in Betrieb. Der SPIEGEL untersuchte: Wie reagieren die Urlauber in den Betonsilos, die am Tage gewalttätig und grau, nachts wie flimmernde Raketenabschußrampen in der freien Landschaft stehen?“ - Der Spiegel 34/1974). In Damp wurde allerdings bereits während des Baus das Konzept einer rein touristischen Nutzung aufgegeben und das Angebot mit Kliniken, später auch Lehrstätten für bestimmte medizinische Berufe erweitert. Über die Architektur und den Städtebau mag man noch heute streiten, aber anhand des passablen Zustands der gesamten Anlage sowie der hohen Besucherzahlen läßt sich erkennen, daß das Konzept aufgegangen ist. Oder anders formuliert: Es ist noch genauso wie 1974; die Kritiker finden das Ferienzentrum gräßlich, die Besucher toll.

Damp, Ostseeküsten-Radweg Ostsee Resort Damp, Seeuferweg 10, 24351 Ostseebad Damp, Fon 04352 / 80666, Fax 04352 / 808921, E-Mail ostsee-resort@damp.de, Internet www.ostsee-resort-damp.de.

Schmale Brücke über die Bookenau, Ostseeküsten-RadwegDer Ostseeküsten-Radweg setzt sich südlich des Hafens fort und führt parallel zum Strand nach Fischleger. Dort knickt der offizielle Weg rechts ab, leitet nach Schwastrum und ab dort beständig auf einem meist eher bescheidenen Geh- und Radweg entlang der Landesstraße L 26 bis nach Eckernförde. Je nach Jahreszeit und Wochentag sowie Wetter wird die Strecke zudem durchaus rege von Kfz befahren, so daß die Radlernerven ganz schön belastet werden. Wenn Ihnen das eher nicht zusagt, sollten Sie erwägen, der vorgeschlagenen Variante zu folgen, also bei Fischleger geradeaus über die schmale Brücke (siehe Foto) und durch den sich anschließenden Campingplatz fahren. Später rollen die Räder eine ganze Weile auf Asphalt, noch später ebenso eine Zeitlang auf Betonspurplatten bis zum ...

Gut Ludwigsburg, Ostseeküsten-RadwegGut Ludwigsburg, wo sich eine Pause beim Hofcafé anbietet (geöff. mi-so 12-18 h). Den Hof erreichen Sie durch das Torhaus, das aus dem 16. Jh. stammt, später aber mehrfach umgebaut wurde. Schon allein wegen seiner schieren Größe ist das barocke Herrenhaus von Anfang des 18. Jh. nicht zu übersehen, das an der Stelle einer ehemaligen Wasserburg steht und noch heute nur über zwei schmale Stege zugänglich ist. Im Innern beherbergt es u.a. die sog. Bunte Kammer, ein vertäfelter Raum mit 145 kleinen Bildern und Sinnsprüchen, die aus einem Vorgängerbau übernommen wurden. Heutzutage dient die Bunte Kammer auch als Trauzimmer, und da paßt es nur zu gut, daß einer der Sinnsprüche lautet: Omnia vincit amor! (lat. für „Liebe besiegt alles“).

Rundspeicher in Eckernförrde, Ostseeküsten-RadwegAb dem Gut Ludwigsburg gibt es leider keine passable Alternative zum Radweg an der Landesstraße, womit aber immerhin die Orientierung leicht fällt. In Eckernförde angelangt werden Sie bald aufgefordert, die Straßenseite zu wechseln. Kurz darauf zweigt der Ostseeküsten-Radweg in die zweite Straße links ab (Cäcilienstraße), bevor es nach einer Linkskurve rechts in eine Parkanlage geht, wo der Weg den schönen Namen „Letzte Pappel“ erhielt. Mit viel Schwung sausen Sie hinab zur Förde und radeln an ihr entlang bis auf die Höhe des Steges, mittels dem Sie die Altstadt südlich des Hafenbeckens (und den nebenstehenden Rundspeicher) erreichen. Zunächst der Frau-Clara-Straße, dann der Kieler Straße (Fußgängerzone) folgend kommen Sie zum rechter Hand gelegenen Etappenziel Marktplatz.

Stadtansicht Eckernförde von ca. 1620, Ostseeküsten-RadwegEckernförde, 3 m ü.N.N., 22.600 Einw., bietet im Unterschied zu den allermeisten Ostseebädern nicht nur feinen Sandstrand und die übliche touristische Infrastruktur, sondern ist auch eine richtige (ehemalige Kreis-) Stadt. Während es in den anderen Badeorten bei weniger günstiger Witterung schnell langweilig werden kann, da sie sich aus unbedeutenden Bauern- oder Fischerdörfern entwickelten, kann man sich in Eckernförde durchaus sinnvoll die Zeit vertreiben (Abbildung: Stadtansicht von ca. 1620, Urheber: Georg Braun/Frans Hogenberg, Quelle: Wikipedia).

Museum in Eckernförde, Ostseeküsten-RadwegZ.B. mit einem Besuch des Museums, welches sich u.a. der 'weißen Industrie', dem Tourismus, widmet und die mehr als 180 Jahre alte Geschichte des Badeortes erläutert – Rathausmarkt 8, geöffnet Mai-Okt. di-sa 10-12.30 & 14.30-17 h, so 11-17 h, Eintritt 3 €. Ein Raum des Hauses beherbergt Produkte der hier einst beheimateten Fayence-Manufaktur (weiß glasierte, bemalte Töpferwaren) der Kaufmannsfamilie Otte. Die Familie bescherte der Stadt im 18. Jh. einen rasanten Aufschwung – von den 36 im Jahre 1758 in Eckernförde beheimateten Kaufmannsschiffen gehörten der Familie Otte immerhin 17. Leider waren ihre Nachfahren nicht mehr so tüchtig, weshalb die ruhmreiche Phase kurze Zeit später schon wieder endete.

Inschrift in Eckernförde: 'In Eckernför dor hebbt se't rut, ut Sülver Gold to moken.', Ostseeküsten-RadwegDabei hätte sich eigentlich alsbald ein neuer Geschäftszweig aufgedrängt; denn eine Inschrift in der Stadt besagt: „In Eckernför dor hebbt se't rut, ut Sülver Gold to moken.“ Dies bezieht sich nicht auf den ersehnten Durchbruch in der Alchimie, sondern darauf, daß im 19. Jh. in Eckernförde im großen Stil die silbernen Sprotten (eine Heringsart) geräuchert und dabei gülden wurden. Sinnigerweise bescherte das der Stadt zwar zahlreiche rauchende Schlote und den Fischern wenigstens einen bescheidenen Wohlstand – wie bescheiden kann man in der Fischerhaus in Eckernförde, Ostseeküsten-RadwegAltstadt anhand der kleinen Häuser unschwer erkennen –, aber den Ruhm sahnten andere ab. Und warum? Bis 1871 war Eckernförde noch nicht an das Eisenbahnnetz angeschlossen, weshalb die geräucherten Sprotten mit Pferdewagen mühsam nach Kiel transportiert und erst von dort per Zug in alle Gegenden Deutschlands verschickt wurden. Und schwuppdiwupp wurden aus eigentlich Eckernförder nun Kieler Sprotten. Sorry, aber soviel Kaufmannssinn hätte ich den Kielern gar nicht zugetraut. Oder andersherum, da werden sich die früheren Ottes (s.o.) doch wohl im Grabe umgedreht haben!

Promenade in Borby, Ostseeküsten-RadwegVon den einst so zahlreichen Räuchereien blieb übrigens keine einzige erhalten, weshalb Sie bei einem Spaziergang durch die Stadt Ihre Aufmerksamkeit vielleicht lieber der Kunst widmen sollten. Neben diversen Bildhauerarbeiten an der neuen Promenade von Borby (Nordseite der Hafenbucht) sowie an der (östlichen) Strandpromenade, bietet sich z.B. für Interessierte direkt am Strand nahe der Stadthalle die Galerie Nemo für einen Besuch an, die in einem ehemaligen Bootshaus in wechselnden Ausstellungen zeitgenössische Werke präsentiert – www.gonemo.com.

HofART in Eckernförde, Ostseeküsten-RadwegWenn Sie an einem ersten Sonntag im Monat in der Stadt weilen, schauen Sie vielleicht lieber bei der Frühstücksbühne von Marianne Tralau – www.m-tralau.de – in der Sankt-Nicolai-Straße 7 vorbei. Unter der gleichen Anschrift finden Sie auch HofART Eckernförde, eine Galerie unter freiem Himmel von Markus Feuerstack – www.facebook.com/hofarteck. Und daß man es mit der Kunst in Eckernförde ernst meint, erkennt man auch daran, daß im Künstlerhaus otte 1 alljährlich zwei 6-Monats-, drei 4-Monats und vier 3-Monatsstipendiaten unterkommen können – www.otte1.org.

Wenn es Ihre Zeit erlaubt, schauen Sie doch auch noch bei meinem Bruder in der Langebrückstraße 22-24 R3, Ostseeküsten-Radwegvorbei und bestellen Sie ihm einen schönen Gruß. So es Ihnen gefällt, verwöhnt er Sie gern mit einem seiner erlesenen Weine. Falls Sie zu den Rauchern zählen, versorgt er Sie auch gern mit exquisiten Tabakwaren. Und wenn Sie auf der Suche nach einem zeitgemäßen Fahrrad sind, kann er auch weiterhelfen; denn dort ist R3 beheimatet.

Eckernförde, Ostseeküsten-Radweg Eckernförde Touristik und Marketing GmbH, Am Exer 1, 24340 Eckernförde, Fon 04351 / 71790, Fax 04351 / 6282, E-Mail info@ostseebad-eckernfoerde.de, Internet www.ostseebad-eckernfoerde.de.

Café Heldt in Eckernförde, Ostseeküsten-Radweg Kaffeehaus & Konditorei Heldt: Wir bieten Ihnen gepflegte Kaffeehaus-Atmosphäre in gemütlichen Räumen mit nostalgischem Ambiente. Lassen Sie sich verzaubern und genießen Sie meisterhafte, handgefertigte Kreationen aus eigener Konditorei und Confiserie. Die Spezialität unseres Hauses: Königsberger Marzipan.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Katharina & Armin Heldt

Café Heldt, St.-Nicolai-Straße 1, 24340 Eckernförde, Fon 04351 / 2731, Fax 04351 / 5107, Internet www.cafeheldt.de.

Restaurant Antalya in Eckernförde, Ostseeküsten-Radweg Restaurant Antalya: Gönnen Sie sich das Flair der türkischen Riviera, genießen Sie typisch türkische Küche in unserem familiengeführten Restaurant. Vor allem für Gesellschaften und kleine Gruppen empfehlen wir den separaten "Shark" (gesprochen Schark: Ecke), ein Raum, wie er als Speisezimmer zu Zeiten der Sultane bei den Herrschaften üblich war.

Restaurant Antalya, Frau-Clara-Straße 7, 24340 Eckernförde,
Fon 04351 / 2001, Internet www.antalya-restaurant.de.

Landgasthof Arp in Bornstein, Ostseeküsten-Radweg Landgasthof Arp: Mitten auf dem Lande, wo die Welt noch in Ordnung ist und die Uhren ein bisschen langsamer ticken, da ist der Landgasthof Arp. Schon von außen lädt der Gasthof ein, und innen fühlt man sich gleich ganz zuhaus‘! Öffnungszeiten: mi-sa ab 17 h, so ab 11 h. Um Reservierung wird gebeten.

Landgasthof Arp, Mühlenberg 1, 24214 Neudorf-Bornstein, Fon 04346 / 8791, E-Mail info@landgasthof-arp.de, Internet www.landgasthof-arp.de.

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Café Heldt Eckernförde
Café Heldt Eckernförde

Restaurant Antalya Eckernförde
Restaurant Antalya Eckernförde

Landgasthof Arp Bornstein
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