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Ostseeküsten-Radweg SH :: Etappe 6

Lütjenbrode – Großenbrode – Fehmarnsundbrücke - Fehmarn – Strukkamp – Albertsdorf – Westerbergen – Lemkenhafen – Orth – Sulsdorf – Püttsee – (Flügge) – Kopendorf – Bojendorf - (Wallnau) – Puttgarden – Klausdorf – Gahlendorf – (Burg auf Fehmarn) – Vitzdorf - (Katharinenhof) – Sahrensdorf – Burgstaaken – Wulfen – Fehmarnsund – Fehmarnsundbrücke – Großenbrode – Lütjenbrode (79 km)

Start:

Bahnhofstraße in Lütjenbrode.

Strecke:

Höchstwahrscheinlich werden Sie auf dieser Etappe hier und da mit einer frischen Brise kämpfen müssen – nicht umsonst ist die Insel Fehmarn bei Wind- und Kitesurfern sehr beliebt. Zudem wird das Radeln teilweise dadurch erschwert, daß der offizielle Ostseeküsten-Radweg auf dem Deich verläuft, dort allerdings gar kein befestigter Weg vorhanden ist. Aber schön ist es doch!

Ziel:

Bahnhofstraße in Lütjenbrode.

Downloads:

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für Google Earth

 

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für GPS-Geräte/Kartenprogramme

 

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für die TOP 50/TOP 200 (topografische Karte 1:50.000/1:200.000)

 

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Streckenbeschreibung sowie Hinweisen zu Orten, Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie etc.

Vom Etappenkreuzungspunkt in Lütjenbrode folgen Sie dem Geh- und Radweg entlang der Kreisstraße K 42 nach Großenbrode, wo Sie bald nach dem Ortseingang auf die Fahrbahn wechseln.

Findling in Großenbrode, Ostseeküsten-RadwegGroßenbrode, 16 m ü.N.N., 2.100 Einw., darf sich rühmen, bereits 1249 das erste Mal erwähnt worden zu sein, und führt seinen Namen auf das slawische 'Brody' – zu deutsch Furt – zurück. Daß die Gegend aber schon früher besiedelt war, bezeugt das große Hünenbett nördlich des Ortes direkt am Fehmarnsund, das etwa 100 m lang ist. Ein weiteres Hünengrab fiel der Fehmarnsundbrücke – genauer der Auffahrt – zum Opfer; immerhin wurde ein großer Findling gerettet, der nun auf dem Dorfplatz bewundert werden kann (Foto: S. Möller).

Schon früh profitierte der Ort von der Lage am Fehmarnsund und damit dem Fährverkehr auf die Insel. Nach dem Bau der Fehmarnsundbrücke wurde der Fährverkehr aber eingestellt, und zwar nicht nur der auf die Insel, sondern auch der nach Dänemark, der zuvor von hier nach Gedser auf Falster betrieben wurde. Die Suche nach einem neuen Erwerbszweig fiel wohl nicht allzu schwer, denn mit einem der wenigen nach Süden ausgerichteten Sandstrände Schleswig-Holsteins lag die Zuwendung zum Tourismus nahe. Seit 1966 durfte sich Großenbrode 'Seebad' und 20 Jahre später dank des neuen Kurmittelzentrums 'Ostseeheilbad' nennen. Nach der Auflösung des Marinestandortes am Binnensee im Jahre 1995 wurde die Promenade verlängert und mit einem Yachthafen etc. das touristische Angebot erweitert. Da wundert es nicht, daß man 800 Zweitwohnungen, 1.800 Gästebetten und über 170.000 Übernachtungen Nichtortsansässiger im Jahr zählt.

Großenbrode, Ostseeküsten-Radweg Kurverwaltung, Teichstraße 12, 23775 Großenbrode, Fon 04367 / 997113, Fax 04367 / 997126, E-Mail info@grossenbrode.de, Internet www.grossenbrode.de.

Nun haben Sie die Qual der Wahl; denn es gibt zwei Möglichkeiten, um auf die Insel Fehmarn zu gelangen:

Erstens mit der Bahn von Großenbrode nach Burg auf Fehmarn oder Puttgarden mit der zweistündlich verkehrenden Regionalbahn. Damit erspart man sich an sehr windigen Tagen unnötige Unsicherheiten auf den Brückendämmen und vor allem der Fehmarnsundbrücke selbst. Diese Variante empfehle ich insbesondere denjenigen, die mit Kinderanhänger oder Trikes unterwegs sind, und zwar nicht wegen des Windes, sondern wegen der schmalen Auf- und Abfahrten. (Blättern Sie in der nachfolgenden Etappenbeschreibung entsprechend vor bzw. am Fehmarnsund angekommen wieder zurück, dann können Sie mit ihr die Insel genauso umrunden wie die anderen.)

Fehmarnsundbrücke, Ostseeküsten-RadwegZweitens können Sie auf der Hauptstraße durch Großenbrode nach Norden radeln, kurz nach dem Ortsende die Bundesstraße B 207 überqueren und im sogleich folgenden Rechtsbogen links/rechts auf eine schmale Asphaltierte versetzen. Die leitet erst nahe an die B 207 heran, dann wieder von ihr weg, bevor Sie auf freiem Feld einen Rechtsknick absolvieren und so erneut an die Bundesstraße heran kommen. Genau dort wechseln Sie durch ein Gatter auf den schmalen Gehweg unmittelbar an der B 207, auf dem das Radfahren übrigens untersagt ist (fragen Sie mich nicht, wieso, weshalb, warum). Auf einer Länge von gut 2 km müssen Sie nun den Lärm der Automobile ertragen, wobei das meist weniger stört als die oft recht frische Brise. Nach der Brücke finden Sie dann eine lange und schmale Abfahrt am Hang der Brückenauffahrt und befinden sich damit auf der Insel Fehmarn.

Fehmarn, 13.000 Einw., 185 km², wurde im 11. Jh. erstmals erwähnt und dürfte ab Mitte des 12. Jh. von deutschen Bauern besiedelt worden sein. Jahrhundertelang gehörte die Insel zum Herzogtum Schleswig und besaß das Recht zur Selbstverwaltung – vielleicht gelten die Inselbewohner ja deshalb als mindestens selbstbewußt. Abgesehen davon, daß Insulaner gern als ein wenig eigen dargestellt werden, dürfte für den Stolz von nicht unerheblicher Bedeutung sein, daß der Boden der Insel sehr fruchtbar ist, was den Bauern erkleckliche Einkünfte beschert(e). Außerdem gehören heutzutage viele der Insulaner zu den – finanziell – Glücklichen, da Fehmarn eines der sonnenreichsten und regenärmsten Gebiete Deutschlands und deshalb bei den Touristen sehr beliebt ist.

Fehmarnsundbrücke, Ostseeküsten-RadwegDank der seit 1963 bestehenden Fehmarnsundbrücke fällt es den Besuchern auch sehr leicht, die Insel zu erreichen. Dabei wurde sie nicht – oder zumindest nicht in erster Linie – zur besseren Anbindung der Insel an das Festland gebaut. Viel wichtiger war die Verbesserung der Verbindung nach Dänemark. Zuvor mußten die Fähren von Großenbrode nach Gedser/Falster schippern, durch den Bau der sogenannten Vogelfluglinie wurde die viel kürzere Strecke von Puttgarden nach Rødby/Lolland möglich. Der erforderliche Aufwand war nicht unbeachtlich, denn die Brücke ist immerhin 963 m lang und 21 m breit. Um die Durchfahrtshöhe von 23 m im 240 m langen Hauptteil zu erzielen und den Eisenbahnbetrieb zu ermöglichen, waren zudem sehr lange Brückenauffahrten notwendig, weshalb über 1,3 Mio. m³ Sand aufgeschüttet werden mußten.

Wie immer, wenn ein solches Bauwerk errichtet wird, gibt es Lob und Tadel. Während die einen die hohe Verkehrsbelastung auf der Insel bemängeln und sich darüber aufregen, daß es sich doch fast ausschließlich um Transitverkehr handele, von dem die Insel fast gar nichts hätte, erfreuen sich die anderen des 'Kleiderbügels', weil er der Insel so viele Touristen beschert und weil es für sie selbst nun viel einfacher ist vom 'Knust' aufs Festland zu kommen. (Als 'Knust' bezeichnet man in Norddeutschland die Endstücke eines Brotlaibs, und manch einen erinnert die Form der Insel eben an einen solchen.)

Unterwegs auf Fehmarn, Ostseeküsten-RadwegTja, vor Ort werden Sie jedenfalls feststellen, daß natürlich auf der Europastraße 47 (Bundesstraße 207) viel Verkehr herrscht, aber eben auch nur auf der. Die allermeisten kleinen Sträßchen auf der Insel, die oft nicht mal zwei Fahrspuren haben, werden dagegen nur schwach und vor allem in der Regel langsam befahren.

Auch kann man darüber streiten, ob es nun gut oder schlecht ist, daß an schönen Sommerabenden der Markt und die Breite Straße in Burg auf Fehmarn die Menschenmassen kaum zu fassen vermögen und ein schon fast mediterranes Flair herrscht. Ebenso werden vielen Besuchern die Betonburgen am Südstrand (Ortsteil Burgtiefe) nicht gefallen. Aber wenn dem so ist, so mögen sie sich von diesen Orten eben fern halten. Und das ist das Schöne auf Fehmarn: Es geht! Denn der Rest der Insel ist – mal abgesehen von den Campingplätzen – weitestgehend noch Agrarland mit putzigen kleinen Dörfern und vor allem einer endlosen Küste mit Sandstränden, so weit das Auge reicht.

Fehmarn, Ostseeküsten-Radweg Tourismus-Service Fehmarn, Südstrandpromenade 1, 23769 Fehmarn/Burgtiefe, Fon 04371 / 506 300, Fax 04371 / 506 390, E-Mail info@fehmarn.de, Internet www.fehmarn.de.

Kitesurfer am Deich bei Orth, Ostseeküsten-RadwegAls Ausgleich für den Streß der Fehmarnsundüberquerung dürfen Sie sich auf eine gemütliche Insel-Rundtour freuen, wobei der Grad der Gemütlichkeit vor allem von Petrus bestimmt wird; denn nur er allein befindet darüber, mit welcher Stärke und vor allem aus welcher Richtung der Wind weht. Denken Sie also daran, wenn Sie gegen den Wind radeln müssen: Bei einer Rundtour kommt der Wind logischerweise auch mal von hinten – außer er dreht, aber das wäre denn doch zu gemein, oder?

Bald nach Strukkamp führt die Tour nach Albertsdorf, ein kleiner Umweg, sicher, aber der Ort ist auch ganz hübsch. Hernach absolviert der Ostseeküsten-Radweg ein paar Schlenker in der topfebenen Landschaft, so daß für ein wenig Abwechslung gesorgt ist, während Sie über Westerbergen nach Lemkenhafen radeln.

In Lemkenhafen bietet sich ein kleiner Abstecher zum Mühlenmuseum Jachen Flünk an – Mühlenweg 45, geöffnet Juni-Okt. do-di 10-17 h –, welches neben und in einer funktionstüchtigen Windmühle Exponate zur Landwirtschaft zeigt.

Fehmarn: Ende 80, Ostseeküsten-RadwegWährend der Recherchen tauchte übrigens der nebenstehende Anhänger vor mir auf; denn es war Herbst und damit Zeit, die Yachten für die Überwinterung an Land zu holen. Man beachte das Kennzeichen; bezieht es sich auf das Alter des Anhängers, des Fahrers ...

Kurz nach dem Ortsende von Lemkenhafen lenkt ein Radhinweis auf den Deich, wo je nachdem, wann der Weg das letzte Mal gepflegt wurde und wie die Witterung war, entweder ein halbwegs passabler Weg oder nur eine schmale Spur zu finden ist. Für Kinderanhänger ist die Strecke meines Erachtens wenig geeignet, Trikefahrer werden die Piste auch nicht gerade schätzen. Bedienen Sie sich also ggf. lieber der meist nur schwach befahrenen Nebenstraßen.

Immerhin gibt es auf dem Deich keine Orientierungsprobleme, so daß Sie alsbald Orth erreichen, die Seestraße queren und die Fahrt auf dem Deich fortsetzen. Mitten in der Pampas knickt der Ostseeküsten-Radweg rechts ab, führt also vom Deich herunter. Wer nach Flügge (s.u.) möchte, kann weiter dem Deich folgen.

Die Etappe führt nach dem Verlassen des Deichs kurz auf Schotter, dann Asphalt (ach, herrlich!) nach Sulsdorf, wo Sie links in die Dorfstraße einbiegen. Nahe dem nördlichen Ortsende geht es links nach Püttsee weiter, wo die Route an der T-Kreuzung am westlichen Ortsende rechts abknickt – doch stellt sich die Frage, ob Sie erst einen kurzen Abstecher nach Flügge machen möchten, z.B. um dort die 162 Stufen des Leuchtturms Flügge zu meistern und einen schönen Rundumblick zu genießen – geöffnet April-Okt. di-so 10-17 h.

Campingplatz Flüggerteich, Ostseeküsten-RadwegCampingplatz Flüggerteich: Der Platz liegt ruhig und geschützt hinterm Deich, nur 300 m vom Naturstrand entfernt. Unser gut überschaubarer Platz ist besonders für Familien geeignet, ein liebevoll gestalteter Spielplatz sowie eine große Wiese laden zum Spielen und Toben ein. Tischtennis, Volleyball, Basketball, ein Kinderteich mit Abenteuerfloß und in der Hauptsaison Kinderanimation, Ausflüge mit dem Trecker oder das heißgeliebte Stockbrot-Backen – hier kommt keine Langeweile auf.

Campingplatz Flüggerteich, Inh. Enno Franck, 23769 Flüggerteich/Fehmarn, Fon 04372 / 349, Fax 04372 / 737, E-Mail info@flueggerteich.de, Internet www.flueggerteich.de.

Unterwegs auf Fehmarn, Ostseeküsten-RadwegAnsonsten fahren Sie an der T-Kreuzung in Püttsee rechts auf dem einspurigen Weg noch ein paar Meter, bis der Asphalt nach links schwenkt und der Ostseeküsten-Radweg sich rechts auf dem Deich fortsetzt, wozu Sie sich des kleinen Tores bedienen können. Ca. 1 km müssen Sie auf dem Deich zurücklegen; für Kinderanhänger und Trikes sind die Tore übrigens zu schmal, weshalb es sich ggf. empfiehlt, von Sulsdorf aus direkt nach Kopendorf zu fahren.

Sind Sie 'solo' unterwegs, beißen Sie halt die Zähne zusammen, denken an etwas Schönes und freuen sich des Lebens, bevor es rechts auf einspurigen Asphalt geht, auf dem es sich wieder gut radeln läßt. Derart wird bald die kleine Landstraße gerade gequert, um mit einem weiten Linksbogen verkehrsfrei nach Kopendorf zu fahren.

Der Ort bleibt rechter Hand liegen, denn Sie fahren – nochmal die Landstraße gerade querend – nach Westen, bis die Route rechts abknickt und Sie eine Nebenstraße erreichen, deren Geh- und Radweg links nach Bojendorf leitet. Kaum den Ort erreicht gilt es, mal wieder eine Entscheidung zu fällen, und zwar ob Sie gleich weiter der Etappe folgen wollen, dann biegen Sie am Ortseingang an der Gabelung rechts (aber nicht scharfrechts!) ab, lassen damit das Dorf links liegen und halten sich an der Kreuzung am nördlichen Ortsrand links – Radhinweise sind jeweils vorhanden –, um zum Strand von Bojendorf zu gelangen.

Oder ob Sie erst noch das Wasservogelreservat besuchen wollen, dann geht es am südlichen Ortsrand weiter und so zum Deich an der Küste, wo Sie automatisch links zum Naturschutzgebiet gelenkt werden.

Wasservogelreservat Wallnau auf Fehmarn (Foto: Hendrik Weindorf), Ostseeküsten-RadwegDas Wasservogelreservat Wallnau dient dem Schutz eines Teils der über 100 Mio. Zugvögel, die alljährlich den Fehmarn-Belt zwischen Dänemark und Deutschland passieren. Viele Zug- und Brutvögel steuern das 300 ha große Reservat an, da sie in den Teichen und Feuchtwiesen Nahrung und gute Bedingungen für die Aufzucht ihrer Jungen vorfinden. Bei einem Rundgang können Sie von verschiedenen „Hides“ (von engl. to hide = verstecken) aus, die Vögel beobachten. Wer mehr erfahren will, besucht die zugehörige Ausstellung des NABU oder schließt sich einer der Führungen an – geöffnet täglich 10-17 h, Führungen 11, 13 & 15 h. Weitere Infos unter www.nabu-wallnau.de (Foto: Hendrik Weindorf).

Unterwegs auf Fehmarn, Ostseeküsten-RadwegSo oder so setzt sich die Etappe am Strand von Bojendorf fort, wo Sie bei Bedarf den Deich queren und den Blick über das weite Meer schweifen lassen oder auch 'baden gehen' können, bevor Sie auf der Landseite des Deiches auf glattem Asphalt radeln dürfen. Ach, nun eine frische Brise von hinten, das wäre schön! Aber selbst wenn, dann wird die Freude nicht ewig währen; denn auf der Höhe von Westermarkelsdorf …

Unterwegs auf Fehmarn, Ostseeküsten-Radweg… führt die Etappe auf den Deich, wo wieder kein befestigter Weg geboten wird, sondern nur ein paar Spuren sind, die sich infolge der Nutzung durch Fußgänger und Radler sowie unzählige Schafe ergeben haben. Reisende mit Kinderanhänger müssen die Fahrt dort ihren Nachkommen als Abenteuer verkaufen (und den Anhänger gelegentlich über Pforten heben) oder über die kleinen Nebenstraßen nach Puttgarden radeln – Trikern empfehle ich dies sehr. Die anderen sollten es ruhig angehen lassen und die schöne Aussicht auf die Ostsee, den Strand und die Insel genießen, da sonst die Strecke einem schnell den Spaß verdirbt.

Orientierungsprobleme werden Sie zum Ausgleich nicht haben; denn die Route verläuft beständig auf dem Deich (oder seeseitig unterhalb) bis kurz vor Puttgarden, wo es rechts auf Asphalt und damit in den Ort geht.

Bordershop in Puttgarden/Fehmarn, Ostseeküsten-RadwegDoch zuvor wollen Sie vielleicht ergründen, was es mit dem wegen der rechteckigen Aufbauten doch etwas eigentümlichen Objekt im Fährhafen von Puttgarden auf sich hat. Eine Bohrinsel? Mitten in einem Hafen? Nein, es ist der Bordershop der Scandlines, ein schwimmendes Einkaufszentrum mit immerhin 8.000 m² Fläche und einem ziemlich beachtlichen Angebot an Spirituosen (z.B. 900 Weinen und 250 Whisky-Sorten) sowie Süßwaren – geöffnet mo-so 6-20 h. Sie meinen, schwere Flaschen haben in Fahrradpacktaschen nichts verloren? Stimmt schon, aber ein Besuch lohnt allein wegen der internationalen Atmosphäre (und vor allem wegen der leuchtenden Kinderaugen mancher Erwachsener aus Skandinavien, wenn sie das reichhaltige Alkoholangebot sehen).

Scandlines-Fähre, Ostseeküsten-RadwegTja, und wenn Sie schon mal beim Hafen sind, erinnern Sie sich vielleicht des Liedes: „Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön, ...“ und möchten womöglich einen Ausflug nach Rødbyhavn auf Lolland machen. Kein Problem, die Überfahrt dauert nur 45 Minuten und die Fähren verkehren im dichten Takt. Tickets für die Hin- und Rückfahrt einer Person mit Fahrrad am gleichen Kalendertag kosten in der Nebensaison 6,00 €, in der Hauptsaison 11,00 € (Stand Nov. 2012); da ist mancherorts der Nahverkehr schon teurer. Weitere Informationen finden Sie unter www.scandlines.de (Foto: JøMa).

Wenn Sie mit der Fähre fahren wollen, sollten Sie sich allerdings nicht allzu viel Zeit lassen; denn die Regierungen von Dänemark und Deutschland haben am 3. September 2008 vereinbart, eine ca. 19 km lange feste Fehmarnbeltquerung zu bauen, um eine direkte und besonders kurze Verbindung von Skandinavien und Kontinentaleuropa für den Straßen- und Eisenbahnverkehr zu schaffen. Man verspricht sich erhebliche Zeitvorteile und eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. 5½ Mrd. € soll der mittlerweile favorisierte Tunnel kosten (Stand 2011, zuvor war eine Brücke angedacht), doch wird der Bau bestimmt, das kennen die Steuerzahler zur Genüge, wesentlich teurer werden. Hinzu kommen außerdem die Kosten für die sog. Hinterlandanbindungen. Den Löwenanteil müssen die dänischen Bürger tragen; denn gemäß dem Vertrag übernimmt Dänemark die Kosten für die Beltquerung und die Anbindung auf der dänischen Seite, während Deutschland 'nur' die Kosten für die Anbindung auf der deutschen Seite trägt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bauherrn der Beltquerung, der Femern A/S, so z.B. den Hinweis, daß derzeit rund 4.000 Radfahrer jährlich den Fehmarn-Belt überqueren und künftig auf die Mitnahme im Zug angewiesen sein werden, da man die Kosten von 228 Mio. € zu hoch findet – okay, 19 km Tunnelfahrt sind auch nicht wirklich verlockend, oder?

Durch Puttgarden leiten die Radhinweise sicher, und so geht es am südlichen Ortsende links Richtung Marienleuchte weiter. Nachdem die Bundesstraße und die Eisenbahn unterquert wurden, schwenkt die Straße nach links, und Sie biegen gleich darauf mit Radhinweis rechts ab, um zum Deich zu radeln. Direkt unterhalb des Deiches verläuft eine Asphaltbahn, der Sie bis zu einem Parkplatz folgen, wo der Deich nach rechts verlassen wird.

Die Route führt kurz nach Osten, schwenkt dann aber wieder nach Süden und verläuft entlang einer Reihe von Windenergieanlagen bis zu einem Abzweig rechts. In Klausdorf stoßen Sie auf eine abknickende Straße, biegen rechts ein und zweigen wenige Meter weiter links ab, um das Dorf schon wieder zu verlassen. Kurz vor Gahlendorf versetzen Sie links/rechts und radeln sodann ein wenig hügelan, bevor es mit Radhinweis rechts weiter geht. Damit rollen die Räder auf einspurigem Asphalt Richtung Burg, doch zweigt der Ostseeküsten-Radweg mitten in der Pampas links ab, um mit ein paar Haken nach Vitzdorf zu führen.

Variante:

Wenn Sie nach Burg auf Fehmarn möchten, folgen Sie geradeaus weiter der einspurigen Asphaltbahn; denn sie leitet schnurstracks nach Burg, wo geradezu das in der Saison recht rege besuchte Zentrum zu finden ist.

Burg auf Fehmarn, 11 m ü.N.N., 6.000 Einw., besitzt bereits seit dem 13. Jh. Stadtrechte und hatte einst auch einen Hafen, der dem Gemeinwesen im Mittelalter einen bescheidenen Wohlstand sicherte. Schließlich war Burg schon damals der Hauptort der Insel, die sehr fruchtbare Böden hat. Nachdem der Hafen aber verlandet war, versank die Stadt erst einmal im Dornröschenschlaf, bevor im letzten Jahrhundert der Tourismus an Bedeutung gewann.

Den Namen verdankt die Stadt übrigens einer nicht mehr existierenden Befestigungsanlage. Noch besichtigen können Sie aber die Ruinen der Burg Glambek am südlichen Stadtrand, die Anfang des 13. Jh. errichtet wurde und mal Dänen, mal Lübeckern als Festung diente, bevor sie im Dreißigjährigen Krieg zerfiel und in Vergessenheit geriet, da sie unter Dünen begraben wurde. Durch eine mächtige Sturmflut wurden die Fundamente 1872 wieder sichtbar und 1908 freigelegt.
St.-Nicolai-Kirche in Burg auf Fehmarn, Ostseeküsten-Radweg
Wer sich über die Geschichte der Insel und der Stadt informieren möchte, besucht das Heimatmuseum Peter Wiepert, Breite Straße 49-51, das in zwei hübschen Fachwerkhäusern gleich neben der St.-Nicolai-Kirche (Foto: Moritz Wickendorf) untergebracht ist – geöffnet Juni-Okt. di-sa 11-16 h. Wer es spektakulärer mag, wird wohl einen Besuch im Meereszentrum Fehmarn vorziehen, wo Haie in einem Becken mit 3 Mio. Liter Wasser durch 20 cm starke Panzerglasscheiben beobachtet werden können, die Vielfalt eines Korallengartens zu sehen ist und Sie in einem Rifftunnel immerhin 400.000 Liter Wasser samt zahlreicher tropischer Fische unterqueren dürfen; Gertrudenthaler Straße 12 (ca. 1 km nordwestlich des Zentrums), geöffnet März-Okt. tägl. 10-18 h – weitere Informationen finden Sie unter www.meereszentrum.de.

Burg auf Fehmarn, Ostseeküsten-Radweg Tourismus-Service Fehmarn, Mummendorfer Weg 7, 23769 Burg auf Fehmarn, Fon 04371 / 506 300, Fax 04371 / 506 390, E-Mail info@fehmarn.de, Internet www.fehmarn.de.

Wenn Sie nach einem Besuch der Stadt nicht zurückfahren wollen, können Sie abkürzen, indem Sie bei der Nicolaikirche rechts abbiegen, eine S-Kurve absolvieren und sich hernach in einer sanften Rechtskurve geradeaus halten, um in die Sackgasse namens Alter Postweg zu fahren. Direkt am Ortsrand geht es dann auf eine ehemalige Bahntrasse und auf dieser schnurstracks nach Burgstaaken, wo Sie beim Hafen auf den Ostseeküsten-Radweg stoßen.

Ende der Variante.

Wenn Sie aber nicht nach Burg möchten, geht es wie bereits oben erwähnt links und mit ein paar Schlenkern nach Vitzdorf, wo Sie auf eine Vorfahrtstraße stoßen und rechts in diese einbiegen, um alsbald erneut rechts abzuzweigen.

Außer Sie möchten zuvor das Freilichtmuseum Katharinenhof besuchen, welches u.a. Exponate zur Vor- und Frühgeschichte, vor allem aber Handwerk und Kunsthandwerk präsentiert. Um sich stärken zu können, gibt es auch noch ein Museumscafé, was will man mehr – geöffnet Mai-Okt. di-so 11-17 h, weitere Informationen finden Sie unter www.museum-katharinenhof.de.

Der Ostseeküsten-Radweg führt von Vitzdorf auf einer Landstraße zum Abzweig links nach Sahrensdorf, womit die Räder wieder auf einspurigem Asphalt rollen. Am Ortsrand versetzen Sie mittels des Geh- und Radwegs einer Landstraße links/rechts, radeln sodann durch den Ort und zweigen schließlich in eine Vorfahrtstraße links ab, um das Dorf schon wieder zu verlassen. Auf einspurigem Asphalt geht es bis zu einer weiteren Vorfahrtstraße, und zwar der zwischen Burg und Burgtiefe. Dort wählen Sie den gegenüberliegenden Geh- und Radweg und folgen ihm ca. 100 m gen Süden, um sodann rechts auf einen guten Schotterweg abzuzweigen, der nah dem Ufer nach Burgstaaken leitet.

Dort verlassen Sie das Ufer und folgen geradeaus der asphaltierten Straße namens Am Binnensee. Vorbei an einem großen Parkplatz geht es gerade über eine Vorfahrtberechtigte hinweg und gleich nach dem Lotsenhaus rechts. Kurz hoppeln Sie über grobes Pflaster und dürfen sich sodann darüber freuen, Blick auf Burgstaaken und Burgtiefe, Ostseeküsten-Radwegdaß man den Raum zwischen zwei Gleisen mit Asphalt versehen hat – was es alles gibt! Kurz darauf erreichen Sie die Hafenstraße und biegen mit Radhinweis links ab.

So gelangt man noch einmal nah an das Hafenbecken, hält sich dort bald rechts und kommt wenige Meter weiter auf den Deich. Der ist passabel beradelbar; denn die Spur ist hier viel breiter als z.B. an der Nordküste, und so erreichen Sie alsbald bei einem Golfplatz eine Straße, der der Ostseeküsten-Radweg rechts nach Wulfen folgt.

Camping- und Ferienpark Wulfener Hals, Ostseeküsten-RadwegCamping- und Ferienpark Wulfener Hals: Urlaub am Meer, ein Katzensprung bis zum Sandstrand und ein Freizeitangebot, das man sonst nur von großen Clubanlagen im Süden kennt – so ist der Camping- und Ferienpark Wulfener Hals auf der Ostsee-Insel Fehmarn. Und so soll Ostsee-Urlaub sein… Freuen Sie sich auf ein paar erholsame oder erlebnisreiche, sportlich-aktive oder gemütlich-verstreichende Urlaubstage auf unserem ca. 34 ha großen Ferienterrain im nördlichsten Bundesland.

Camping- und Ferienpark Wulfener Hals, Riechey Freizeitanlagen GmbH & Co KG, Wulfener-Hals-Weg 100, Ortsteil Wulfen, 23769 Fehmarn, Fon 04371 / 86280, Fax 04371 / 3723 oder 9041, E-Mail info@wulfenerhals.de, Internet www.wulfenerhals.de

Fehmarnsundbrücke, Ostseeküsten-RadwegIm Dorf absolvieren Sie einen Links-/Rechtsversatz und fahren hernach auf 1½spurigem Asphalt sanft hügelan. An einer T-Kreuzung halten Sie sich rechts, radeln gen Westen auf eine Allee zu, biegen aber noch vor dieser halblinks ab, um nach Fehmarnsund zu fahren. Dort kommen Sie direkt ans Ufer, werden bald nach rechts gelenkt, zweigen aber sofort danach links ab und radeln auf den Damm der Fehmarnsundbrücke zu. Mit einem Schlenker – kurz auf Sand rollend – unterqueren Sie die Brücke und folgen sodann der Böschung der Brückenauffahrt bis zum Beginn des langen Fußwegs hinauf zur Brücke.

Nach der Überquerung des Fehmarnsunds rollen Sie abwärts (bzw. schieben Sie, denn das Radfahren ist dort untersagt), bis Sie durch ein Gatter auf eine schmale Asphaltierte gelangen, die mit einem Schlenker zur Brücke über die B 207 leitet – dies kennen Sie ggf. schon von der Anreise. Damit wird Großenbrode erreicht und auf der schon bekannten Strecke bis Lütjenbrode geradelt, wo Sie gleich nach dem Ortseingang unmittelbar vor dem ersten Haus linker Hand links auf den entsprechend ausgewiesenen 'Rad- und Wanderweg Großenbrode' abzweigen.

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Campingplatz Flüggerteich
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Camping- und Ferienpark Wulfener Hals
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