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Ostseeküsten-Radweg SH :: Etappe 7

Lütjenbrode – Seekamp – Sütel – Löhrstorf – Neukirchen – Satjewitz – Michaelisdorf – Kraksdorf – Siggen – Süssau – Dahme – Dahmeshöved – Kellenhusen – Grömitz – Bliesdorf – Brodau – Rettin – Pelzerhaken – Neustadt in Holstein (57 km)

Start:

Bahnhofstraße in Lütjenbrode.

Strecke:

Eine abwechslungsreiche Etappe; denn einerseits verläuft sie kilometerlang entlang beinahe endlos scheinender Strände, andererseits schlägt sie Haken ins Landesinnere.

Ziel:

Schiffbrücke in Neustadt.

Downloads:

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für Google Earth

 

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für GPS-Geräte/Kartenprogramme

 

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für die TOP 50/TOP 200 (topografische Karte 1:50.000/1:200.000)

 

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auf der Basis der TOP 200 (topografische Karte 1:200.000), hier im Maßstab 1:150.000

 

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mit Streckenbeschreibung sowie Hinweisen zu Orten, Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie etc.

Am östlichen Ortsrand von Lütjenbrode folgen Sie dem Hinweis zum 'Rad- und Wanderweg Großenbrode' und halten sich an der Gabelung nach nur gut 100 m rechts, um auf einem ehemaligen Bahndamm, der teils mit feinem, teils grobem Schotter befestigt ist, bis zu einer kleinen asphaltierten Nebenstraße zu radeln, die links zum Gut Seekamp führt. Mit Kinderanhänger ist die ehemalige Bahnstrecke zum Teil eher schlecht befahrbar, weshalb man besser die rund 700 m weiter westlich parallel verlaufende Nebenstraße wählt.

Brücke über die Godderstorfer Au, Ostseeküsten-RadwegBeim Gut Seekamp schwenkt die Straße nach rechts und führt bald darauf vorbei an Sütel zu einem Eisenbahnübergang. Kurz davor macht ein Hinweis auf eine restaurierte 'Einbogenbrücke' links der Straße aufmerksam, die aus grob behauenen und fast ohne Mörtel gefügten Granitsteinen besteht und einst Teil des Pilgerwegs aus Skandinavien in die Mitte Europas (also des Vorläufers der heutigen 'Vogelfluglinie') war.

Der Ostseeküsten-Radweg führt weiter nach Löhrstorf, wo Sie links abbiegen und vorbei am großen Gutshof die Fahrt fortsetzen. Vor der Bahnlinie schwenkt die Route nach rechts, quert bald darauf die B 501 und leitet so hinein nach Neukirchen.

St.-Antonius-Kirche in Neukirchen (Ostholstein), Ostseeküsten-RadwegNeukirchen, 11 m ü.N.N., 1.200 Einw., überrascht angesichts seiner geringen Größe mit der beachtlichen frühgotischen St.-Antonius-Kirche, in deren Chor reiche figürliche und ornamentale gotische Wandmalereien zu finden sind. Graf Adolf IV. von Schauenburg (mit der Grafschaft Holstein belehnt) stiftete die Kirche 1244, stattete sie reichlich mit Grundbesitz aus und siedelte um sie herum deutschstämmige Handwerker an. Der weithin sichtbare Turm soll einst noch höher gewesen sein: Der Sage nach verlor er 1786 bei einem Sturm seine Spitze, und der Hahn soll bis ins 1½ km entfernt gelegene Ölendorf geflogen sein – also, halten Sie sich gut fest.

Kurz vor der Kirche biegen Sie links ab, verlassen den Ort gen Süden und queren erneut die B 501 sowie kurz darauf die Bahnlinie. Vorbei am Gutshof in Satjewitz geht es weiter auf etwas ältlichem Asphalt bis zu einer Kreuzung, wo Sie sich geradeaus halten, um nun auf breiterem und besserem Belag vorbei am links liegen bleibenden Michaelisdorf nach Kraksdorf zu radeln. Bald nach dem Ort stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße – nämlich die, die Sie kurz vorher gerade gequert haben – und biegen nun links ein, um ein bißchen an Höhe zu gewinnen, bevor sich eine lange und sanfte Abfahrt nach Siggen anschließt. Vorbei am dortigen Gutshof radeln Sie beschaulich weiter nach Süssau, wo der Ostseeküsten-Radweg links abknickt und auf der Strandstraße zum – genau – Strand führt.

Ostseeküsten-Radweg nördlich von DahmeDie Route leitet schnurstracks nach Süden, und bald ist wieder mal Radeln auf dem Deich ohne durchgängig befestigten Weg angesagt, bevor sich nach dem zweiten Campingplatz landseitig direkt unterhalb des Deiches eine neue, schön glatte Asphaltbahn anschließt. So kommen Sie bei einem Parkplatz zu einer Nebenstraße und überqueren dort den Deich, um nun seeseitig auf niet- und nagelneuem Asphalt zu radeln – ach, herrlich! Einfach beständig dem grauen Band folgend erreichen Sie Dahme und radeln bis auf die Höhe eines Tennisplatzes, wo Sie mittels des nachstehend abgebildeten Durchgangs auf die Landseite des Deiches wechseln und auf der Strandstraße in die Ortsmitte fahren können.

Deichdurchgang in Dahme, Ostseeküsten-RadwegDahme, 1 m ü.N.N., zählt zu den typischen einst kleinen Dörfern, die sich binnen weniger Jahrzehnte zu weithin bekannten und beliebten Badeorten entwickelten, was allein daran ermessen werden kann, daß heutzutage in Dahme bei nur 1.200 Einwohnern pro Jahr 60.000 Gäste gezählt werden. 6½ km feinsandiger, weißer Badestrand und 1½ km Strandpromenade üben offensichtlich eine magische Anziehungskraft aus.

Dahme, Ostseeküsten-Radweg Kurbetrieb, Seestraße 50, 23747 Dahme, Fon 04364 / 49200, Fax 04364 / 492028, E-Mail info@dahme.com, Internet www.dahme.com.

Von der Strandstraße biegen Sie links in die Seestraße ab, halten sich nach gut 200 m halblinks und folgen der Leuchtturmstraße gen Süden bis zum – genau – Leuchtturm Dahmeshöved, der 1878/79 erbaut wurde, seit 1978 vollautomatisch betrieben wird und unter fachkundiger Führung April-Okt. so-fr um 15:00, 15:30, 16:00 & 16:30 h besichtigt werden kann. Und falls Sie sich auf der Reise sehr nahe gekommen sein sollten: Ostseeküsten-Radweg nordöstlich von KellenhusenAuf dem Leuchtturm werden auch Trauungen angeboten...

Beim Turm versetzen Sie rechts/links, radeln bis zu einer Einmündung und biegen dort mit Radhinweis halblinks ab. So kommen Sie an die Küste und radeln mit einem herrlichen Ausblick auf die Ostsee nach Kellenhusen, wo Sie, wenn die Strandpromenade erreicht wird, rechts/links versetzen, um einem Schotterweg zu folgen, der bald bei einem Parkplatz mit einem Rechts-/Linksschlenker auf den Deich führt.

Badekultur anno dazumal in Kellenhusen, Ostseeküsten-RadwegKellenhusen, 4 m ü.N.N., 1.100 Einw., verdankt nach eigenem Bekunden den Aufstieg vom einst unbedeutenden Fischerdorf zum Badeort der großen Sturmflut vom 13. November 1872. Um die Niederungen vor künftigen Sturmfluten zu schützen, wurde nämlich beschlossen, einen Deich zu bauen, und dafür wurden Landvermesser, Ingenieure und Tiefbauer benötigt, deren Familien zum Teil mit- oder nachkamen. In der Folge wurden Verwandte und Bekannte eingeladen, um mit Ihnen die freien Tage an der See zu verbringen, und da die Preise dafür beinahe unvorstellbar niedrig waren, sprach sich die neuartige Form des Zeitvertreibs herum (wobei man damals noch sehr wenig freie Zeit im Vergleich zu heute hatte). Seit 1884 darf sich Kellenhusen nun schon Ostseebad nennen und verfügt damit über genügend Erfahrung, um Ihnen einen schönen Aufenthalt ermöglichen zu können (Foto: Kurbetrieb Kellenhusen).

Seebrücke in Kellenhusen, Ostseeküsten-RadwegStolz ist Kellenhusen auf seine neue, multifunktionale Seebrücke, auf der auch geheiratet werden kann, und die Promenade, 'Lady Prom' getauft, die nicht einfach schnurgerade am Strand entlang verläuft, sondern sich fantasievoll schlängelt und mit kleinen Wasserläufen, Findlingen, Ruhebuchten, Dünen, Irrgarten, Springbrunnen sowie 'Tümmler' und 'Orka' – zwei großen Statuen – bereichert wurde (Foto: Christian Korte).

In der Umgebung: Während sich die einen am Strand tummeln, werden die anderen vielleicht lieber einen kleinen Ausflug unternehmen Kloster Cismar, Ostseeküsten-Radwegund die ca. 6 km zum Kloster Cismar zurücklegen, um nicht nur alte Klostermauern anzuschauen, sondern sich auch der Kunst zu widmen. Das ehemalige Benediktinerkloster wurde aufgrund einer 'Strafversetzung' gegründet; denn der zuständige Bremer Erzbischof glaubte der Anschuldigung, daß sich die Lübecker Benediktiner eines zu lockeren Lebenswandels hingegeben hätten, und ordnete 1231 die Verlegung an. Erst 1256 erhielten die in Etappen und widerstrebend in die Einöde umziehenden Benediktiner alle vorherigen Rechte zurück und bauten das Kloster zu einem bedeutenden Wallfahrtsort aus. 1544 wurde das Kloster säkularisiert und in der Folge teilweise abgetragen. Die 'Reste' – einschließlich des kostbaren Altars – können Sie im Rahmen einer Führung (mi & sa 17 h, Fon 04366 / 1288, E-Mail info@hausdernatur.de) besichtigen (Foto: Wolfgang Meinhart).

Haus der Natur in Cismar, Ostseeküsten-RadwegUnd wenn das nicht zu Ihrem Zeitplan paßt, bietet sich vielleicht der Besuch des benachbarten Hauses der Natur an, wo man sich der Sammlung von Schnecken und Muscheln verschrieben hat. Oder wußten Sie schon, daß die Größe der Schalen von einem Sandkorn bis zu einem Meter Länge reichen kann? Geöffnet tägl. 10-19 h, www.hausdernatur.de.

Oder Sie widmen sich der Kunst; denn der Ort Cismar hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Künstlerdorf entwickelt, in dem die Künstler und Kunsthandwerker nicht nur arbeiten, sondern zum Teil auch leben. Schauen Sie Ihnen in den kleinen Galerien, Ateliers und Werkstätten doch mal über die Schulter...

Kellenhusen, Ostseeküsten-Radweg Kurbetrieb, Strandpromenade, 23746 Kellenhusen, Fon 04364 / 49750, Fax 04364 / 497522, E-Mail info@kellenhusen.de, Internet www.kellenhusen.de.

Der Ostseeküsten-Radweg folgt beständig dem Deich, der einen teils stark grasdurchwachsenen, gerade noch passabel beradelbaren Schotterweg bietet. Eventuelle Nachkommen im Kinderanhänger werden allerdings ziemlich durchgeschüttelt. Beim ersten Campingplatz von Grömitz (Ortsteil Lenste) rollen Sie vom Deich herunter auf eine asphaltierte Straße, auf der Sie eine ganze Weile unterhalb des Deiches – mal etwas näher, mal etwas entfernt – radeln dürfen.

So geht es hinein nach Grömitz, wo Sie dem Verlauf der Straße (Blankwasserweg) folgen, bis Sie automatisch halbrechts gelenkt werden (Schützenstraße) und derart bald an einen Kreisverkehr gelangen. Gemäß der Radhinweistafel biegen Sie links ab (Wicheldorfstraße), fahren kurz darauf an der Fußgängerzone vorbei und wählen, wenn Sie die Etappe sogleich fortsetzen wollen, an der bald erreichten Gabelung mit Radhinweis die rechte Möglichkeit (weiterhin Wicheldorfstraße). Möchten Sie aber zur Kurverwaltung, halten Sie sich links (Seestraße) und radeln bis zur Kurpromenade, wo alsbald rechter Hand der Tourismus-Service zu finden ist.

Grömitz, Ostseeküsten-RadwegGrömitz, 14 m ü.N.N., 7.700 Einw., wirbt selbstverständlich mit seinem herrlichen, kilometerlangen Strand (Foto: Malchen53), was für sich genommen den Ort aber noch nicht aus der Vielzahl der Ostseebäder heraushebt. Besonders ist vielmehr, daß man in Grömitz nicht wie andernorts beinahe ausschließlich auf einen familienorientierten Urlaub setzt, sondern gezielt ein jüngeres bzw. junggebliebenes Publikum anspricht. In den Urlaubsprospekten lockt man z.B. die Nachtschwärmer an, die davon träumen, einen lauschigen Sommerabend im 'Beachclub' oder der 'Ostseelounge' direkt am Strand zu verbringen und danach noch in die Disco möchten, was in Grömitz im Gegensatz zu manch kleinerem Seebad möglich ist. Grömitz gibt sich also durchaus schon ein bißchen städtisch, was Sie unschwer nachvollziehen können, wenn Sie sich in der Hochsaison für eine Weile an der Strandpromenade in einem der Cafés oder Restaurants niederlassen.

Grömitz, Ostseeküsten-RadwegDas Grömitz in einer anderen Liga spielt, wird auch am jüngst ausgebauten Yachthafen deutlich (Foto: Malchen53). Es stehen nicht nur beachtliche 780 Liegeplätze zur Verfügung, sondern über 700 Bootseigner geben Grömitz auch als Heimathafen an. Und da die Promenade am Hafen frei zugänglich ist, können auch die Landratten das maritime Flair genießen.

Wollen Sie lieber Ihrem vom Radfahren zwar gestählten, aber auch geschundenen Körper eine Verschnaufpause gönnen, bietet sich ein Besuch des Wellariums an, welches im Meerwasser-Brandungsbad 'Grömitzer Welle' (bei der Tourist-Information) untergebracht ist. Allein bei dem Gedanken daran, werden sich viele Männer abwenden; Meerwasser-Brandungsbad 'Grömitzer Welle', Ostseeküsten-Radwegdenn das sei ja nichts für sie. Ein Irrtum, wie die Herren der Schöpfung beim 'Gentlemen Special' mit Leichtigkeit überprüfen können (150 min für 79 €), während die Damen sich vielleicht 'Samt & Seide' gönnen (150 min für 89 €) – das ist wie beim Friseur: Frauen müssen immer mehr bezahlen. (Kleiner Wermutstropfen: 2013 wird das Bad saniert, Wiedereröffnung voraussichtlich im Frühjahr 2014).

Grömitz, Ostseeküsten-Radweg Tourismus-Service, Kurpromenade 58, 23743 Grömitz, Fon 04562 / 2560, Fax 04562 / 256246, E-Mail info@groemitz.de, Internet www.groemitz.de.

Der Ostseeküsten-Radweg führt am Abzweig der Seestraße geradeaus, so auch bald an einer beampelten Kreuzung und leitet dann halblinks auf die Uferstraße. An deren Ende geht es mit Tick links auf die Promenade, auf der nun ein Streifen für die Fahrradfahrer reserviert ist (was die Passanten aber großteils nicht interessiert; haben Sie etwas anderes erwartet?). Schon nach wenigen Metern knickt die Route rechts ab, und Sie müssen auf dem Birkenweg kurz sehr steil aufwärts radeln.

So stoßen Sie auf eine Vorfahrtstraße (Haffkamp), biegen links ein, folgen bald ihrem Rechtsknick und setzen beim Ortsende geradeaus die Fahrt auf einem teils etwas groben Schotterweg fort. Sanftwellig radeln Sie bis zu einem Abzweig halblinks, kommen so zum Wendehammer einer Wohnstraße, wählen dort links den Geh- und Radweg und erreichen derart die Bundesstraße B 501, der der Ostseeküsten-Radweg links folgt.

Da sich der Bund dort bisher keinen Geh- und Radweg leisten konnte oder wollte, müssen Sie für gut 1½ km mit dem schmalen Randstreifen rechts der Fahrbahn Vorlieb nehmen. Dem Lärm der meist zahlreichen Kfz ertragen Sie notgedrungen bis Bliesdorf, wo die Etappe bei einem beampelten Fußgängerübergang links abzweigt. Im Ort rollen die Räder ein wenig abwärts, und Sie halten sich an der alsbald erreichten Y-Gabelung rechts, um über ein paar sanfte Wellen hinweg weiter nach Brodau zu radeln. Sofern das Wetter mitspielt, dürfen Sie sich übrigens auf dem Weg dorthin, ob der gewonnenen Höhe – ca. 40 m ü.N.N. – über den Blick bis zum Maritim-Hotel in Travemünde freuen (immerhin ca. 18 km Luftlinie entfernt).

Auf der Höhe des nicht nur großen, sondern auch schönen Gutshofes biegen Sie links ab und können sich nun eines asphaltierten Geh- und Radwegs bedienen, um auf ihm Achterbahn zu fahren; denn es folgen kurze steile Auf- und Abfahrten sowie zahlreiche Kurven. In Rettin leitet der Radweg nah an die Fahrbahn heran, und dort signalisiert ein Radhinweis, daß Sie links abbiegen sollen. Ein wenig abwärts geht es bis fast zum Strand, wo Sie rechts auf einen Schotterweg abzweigen, der bald mit Linksbogen auf den asphaltierten Geh- und Radweg hinter den Dünen lenkt.

Cap Arcona Ehrenfriedhof in Neustadt/Holstein, Ostseeküsten-RadwegAuf diesem – später mit Klinkern befestigten – Weg radeln Sie nach Pelzerhaken, wo der Ostseeküsten-Radweg rechts abknickt und der Wiesenstraße durch den Ort folgt. An ihrem Ende geht es links in die Pelzerhakener Straße und auf dieser nach Neustadt in Holstein. Gleich nach dem Ortseingang knickt die Route links ab, und Sie fahren auf ein großes Krankenhaus zu, schlagen erst einen Linksbogen, dann einen nach rechts und sausen hernach – vorbei an einer Seniorenresidenz linker Hand (au weia, vermeintlich stilvoll lebendig in Stein begraben) – hinunter zur Küste. Dort geht es rechts weiter, doch sollten Sie schon nach wenigen Metern aus dem Sattel steigen, da Sie den Cap Arcona Ehrenfriedhof (s.u.) passieren.

Danach verläuft die Etappe immer nahe dem Ufer, erst vorbei an einem Campingplatz, dann entlang der Strandpromenade und danach auf Schotter durch eine kleine Parkanlage, bevor Sie einige nette kleine Hügelchen geboten bekommen (ach, mit Ihrem Edelrad stellt das doch kein Problem dar, oder?), während Sie unzählige Yachten passieren. Schließlich werden Sie unweit des Zentrums bei einem Café am Hafen auf einen betonsteingepflasterten Zweirichtungsradweg gelenkt und folgen diesem bis zur Brücke, wo der Ostseeküsten-Radweg links abknickt. Genau dort endet diese Etappe.

Kremper Tor in Neustadt/Holstein, Ostseeküsten-RadwegNeustadt in Holstein, 16 m ü.N.N., 16.300 Einw., wurde 1226 vom Schauenburger Grafen Adolf IV. gegründet, der damit Lübeck den Rang ablaufen wollte, das in demselben Jahr von Kaiser Friedrich II. in den Stand einer freien Reichsstadt befördert worden war. Das Vorhaben war aber bekanntlich – trotz des günstig gelegenen Hafens – nicht von Erfolg gekrönt, so daß Neustadt für lange Zeit eher unbedeutend blieb. Dafür bewahrte Neustadt in seinem Kern den Grundriß aus der Zeit der Stadtgründung und mit dem Kremper Tor auch eines der ehemals drei mittelalterlichen Stadttore. Heute gehört es zum zeiTTor - Museum, das Sammlungen zur Geschichte der Stadt und des Landes präsentiert – geöffnet April-Okt. di-sa 10.30-17 h & so 14-17 h.

Direkt anschließend finden Sie das Museum Cap Arcona, in dem an die Versenkung des gleichnamigen Luxusdampfers am 3. Mai 1945 in der Neustädter Bucht erinnert wird. Gemäß dem Befehl des SS-Reichsführers Himmler, wonach kein KZ-Häftling „lebend in die Hand des Feindes fallen dürfe“, hatten die Nazis in den letzten Kriegstagen vor allem Häftlinge des KZ Hamburg-Neuengamme auf die Cap Arcona sowie zwei weitere Schiffe bringen lassen und schon dabei dafür gesorgt, daß so viele wie möglich zu Tode kamen. Die Briten dagegen nahmen an, daß mit den drei Schiffen Nazi-Funktionäre nach Skandinavien fliehen wollten und ließen sie von Jagdbombern angreifen. Cap Arcona, Ostseeküsten-RadwegDas schwedische Rote Kreuz soll sich kurz zuvor bemüht haben, die Alliierten über die wahre Sachlage aufzuklären, aber entweder kam diese Information beim zuständigen Kommando nicht an oder sie wurde ignoriert. Fest steht jedenfalls, daß britische Bomber das ausführten, was die Nazis den Häftlingen zugedacht hatten: Über 7.000 Häftlinge kamen auf den Schiffen zu Tode, ertranken in der eiskalten Ostsee oder wurden, wenn Sie es bis an Land geschafft hatten, von den Nazi-Schergen erschossen – Öffnungszeiten wie beim zeiTTor - Museum (Foto: Wikipedia).

Neustadt in Holstein, Ostseeküsten-Radweg Tourist-Info Neustadt-Pelzerhaken-Rettin, Dünenweg 7, 23730 Neustadt in Holstein, Fon 04561 / 7011, Fax 04561 / 7013, E-Mail urlaub@neustadt-holstein.de, Internet www.neustadt-holstein.de.

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