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Ostsee-Radweg MV (3)
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Etappe 3: Pepelow - Rakow - Teßmannsdorf - Roggow - Rerik - Mechelsdorf - Kägsdorf - Kühlungsborn - (Bad Doberan) - Heiligendamm - Börgerende-Rethwisch - Nienhagen - Warnemünde (50 km)
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Sofern Sie im Besitz der CD "TOP 200" sind, können Sie sich die unten abgebildete Etappe mit eingezeichneter Streckenführung hier als Overlay-Datei herunterladen (ca. 4 KB). Informationen zur CD "TOP 200"
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Quelle: ATKIS(r) DTK200-V, (c) Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2004
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Von Pepelow radeln Sie auf einem asphaltierten Geh- und Radweg nach Rakow, gelangen dort auf die Fahrbahn und biegen mit Radhinweis links ab, wenn die Vorfahrt rechts abknickt. Am Ortsende schließt sich linker Hand ein asphaltierter Geh- und Radweg an, der bis nach Teßmannsdorf reicht. Durch die Häuseransammlung rollen die Räder auf der Fahrbahn, danach schließt sich linker Hand erneut ein asphaltierter Geh- und Radweg an. Für die Überquerung des Hellbachs wurde übrigens nicht extra eine Brücke gebaut, sondern Sie werden auf die Fahrbahn geführt, auf der ein schmaler Streifen für Sie markiert wurde – eine (für deutsche Verhältnisse) beachtlich einfache und wegen der geringen Verkehrsbelastung auch akzeptable Lösung.
Kurz darauf gelangen Sie an eine Kreisstraße, und die Etappe führt nun an ihr entlang nach Roggow. Am Ortseingang von Rerik endet die durchgängig asphaltierte Strecke, und man hat sich eine etwas eigenwillige Lösung für den Ostsee-Radweg einfallen lassen, Sie sollen nämlich sogleich rechts in die „Friedensstraße“ abbiegen und somit die Ortsmitte umfahren. Hat der Fahrradtourismus in Rerik etwa bereits ein solches Ausmaß erreicht, daß er im Zentrum stört und deshalb ferngehalten werden muß?
Das mag ich nicht glauben (kann es auch nicht bestätigen) und schlage daher vor, einfach geradeaus der Straße bis zum neuen Yachthafen und den dortigen neuen Restaurants etc. zu folgen. Wenn Sie zur Kurverwaltung möchten, folgen Sie der Vorfahrtstraße, die rechts hügelan zum Rathaus, der Kirche, dem Heimatmuseum und eben auch der Tourist-Information leitet.
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Stadtinfo
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Rerik, 2 m ü.N.N., 2.400 Einw., ist nicht nur eine bemerkenswert kleine, sondern auch sehr junge Stadt, denn 1938 wurde das frühere Dorf Alt-Gaarz zur Stadt erhoben und gleichzeitig umbenannt, wobei sich der Name auf die Wikingersiedlung 'Reric' bezieht, die man seinerzeit hier vermutete, die aber tatsächlich bei der Insel Poel lag – vielleicht war es aber auch schlicht so, daß die Nazis dem Ort einen irgendwie germanischer klingenden Namen verpassen und die Erinnerung an die slawische Gründung vergessen lassen wollten. Daß die Slawen einst hier lebten, ist dafür noch heute für jedermann überprüfbar; denn dazu muß man nur auf den Schmiedeberg steigen, der den Rest eines slawischen Burgwalls darstellt. Seine Lage direkt an der Ostseeküste ist nicht nur ungewöhnlich – und mit einem schönen Ausblick verbunden –, sondern wurde ihm auch 1872 bei einer Sturmflut zum Verhängnis, die ihn weitgehend zerstörte.
Wer mehr darüber und überhaupt über die Geschichte von Rerik erfahren möchte, besucht das Heimatmuseum in der ehemaligen Schule, Dünenstraße 4, geöffnet Mitte Mai-Mitte Sept. di-sa 14-17 h, di, mi & fr auch 10-12 h, so 15-17 h, in der übrigen Jahreszeit eingeschränkte Öffnungszeiten, Eintritt 2 €. Als Besonderheit bietet das Museum einen nachgebauten Badekarren, wie er zu Beginn des Ostseetourismus üblich war.
 Wenn Sie in der Hauptsaison am richtigen Tag (üblicherweise Donnerstag) in Rerik verweilen, können Sie am Abend vielleicht auch noch ein Konzert genießen, und zwar in der St. Johannes Kirche, die nicht nur eine gute Akustik hat, sondern auch noch für norddeutsche Verhältnisse ungewöhnlich reich im Stile des Barock geschmückt ist. Dies verdankt Rerik dem Kirchenmaler Hinrich Greve, der hier 1668 wirkte. Zwar wurde sein Werk in der Folge mehrfach übermalt, doch restaurierte man es in den 70er Jahren, so daß die Kirche nun in alter Schönheit erstrahlt. Nach dem Konzertprogramm erkundigen sie sich bitte bei der Kurverwaltung.
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Kurverwaltung Ostseebad Rerik, Dünenstraße 7, 18230 Ostseebad Rerik, Fon 038296 / 78429, Fax 038296 / 78513,
E-Mail info@rerik.de,
Internet www.rerik.de.
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Die Ortsmitte verlassen Sie auf der „Leuchtturmstraße“, an die sich später geradezu die „Schillerstraße” anschließt. Nach dem Ortsende radeln Sie wieder auf einem asphaltierten Radweg, zunächst links, später rechts der Straße. Wenn dieser Weg geradezu endet, bedeutet ein Hinweis, daß sich die Route rechts fortsetzt, und so geht es auf einspurigem Asphalt vorbei an den ersten Häusern von Mechelsdorf zum Hauptteil des Ortes, wo Sie sogleich links abbiegen und im Anschluß einen weiten Bogen schlagen. An der bald erreichten Landstraße biegen Sie links ab, bleiben damit auf einem asphaltierten Geh- und Radweg und müssen kurz kräftig hügelan radeln.
Die gewonnene Höhe beschert einen schönen Ausblick, und Sie queren bald eine Straße gerade, um nach Kägsdorf zu fahren und ordentlich bergab zu sausen. Wenn im Ort die Vorfahrt links abknickt, geht es geradeaus, so daß die Räder nun wieder auf einem einspurig asphaltierten Weg rollen. Bald passieren Sie ohne Radhinweis eine Gabelung halbrechts, schlagen wenig später einen Haken rechts/links/links und biegen schließlich halbrechts in die „Waldstraße” ein, um alsbald Kühlungsborn zu erreichen.
Zunächst radeln Sie geradeaus, bis es halblinks in die „Tannenstraße“ geht, die zur – drei Kilometer langen – Strandpromenade leitet. Allerdings werden die Velotouristen – sofern sie radeln – auf der Promenade nur ein kurzes Stück geduldet, da sie in der Saison doch sehr rege von Fußgängern frequentiert wird. Klagen müssen Sie darob nicht; denn unsereins wird zum Ausgleich auf der sich lang durch den Ort ziehenden „Ostseeallee“ rechts und links des Pflasters Asphalt – sowie links der Straße auch noch ein geschotterter Geh- und Radweg – geboten. Was will man mehr?
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Stadtinfo
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Kühlungsborn, 10 m ü.N.N., 7.400 Einw., entstand 1938 durch den Zusammenschluß der Dörfer Arendsee und Brunshaupten sowie dem Gut Fulgen, in denen schon seit Mitte des 19. Jh. der Ostseeurlaub propagiert wurde. Da verwundert es nicht, das hier 1882 Wilhelm Bartelmann seine neueste Erfindung vorstellte, die den Aufenthalt an der See revolutionieren sollte und die von deutschen Stränden nicht mehr wegzudenken ist: der Strandkorb hatte das Licht der Welt erblickt. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, daß es andere gibt, die für sich beanspruchen, die Erfinder dieser Art von Strandmobiliar zu sein – uns kann es egal sein, einfacher und kommoder kann man sich sitzenderweise jedenfalls nicht vor dem Wind schützen.
Entsprechend dem sozialen Stand und der Dicke des Portemonnaies der ersten Urlauber entstanden, nachdem 1904 der Verbindungsweg zwischen Brunshaupten und Arendsee zur Bebauung freigegeben worden war, diverse Villen im Stil der sog. Bäderarchitektur. Verblüffenderweise säumen die heutige „Ostseeallee“ noch immer diese Häuser, die oft mit viel Liebe zum Detail saniert wurden. Da stellt sich die berechtigte Frage, ob es – auch in Anbetracht des beinahe endlosen Strandes – nicht angebracht wäre, länger als nur eine Nacht zu bleiben. Das finden übrigens viele Gäste, weshalb Kühlungsborn inzwischen über 2 Mio. Übernachtungen im Jahr zählen kann – unter Einsamkeit werden Sie also sicher nicht leiden...
Wenn Ihnen das Liegen am Strand aber irgendwann zu langweilig werden sollte, bietet sich für kleinere Spaziergänge der zwischen den Ortsteilen gelegene Stadtwald an. Wer lieber zünftig wandern mag, wird vermutlich den südlich gelegenen Moränenhöhenzug Kühlung vorziehen, dem der Ort seinen Namen verdankt und wo der Diedrichshagener Berg immerhin 130 m ü.N.N. erreicht. Tja, und wenn Sie lieber per Velo einen Ausflug ins Landesinnere unternehmen möchten, entscheiden Sie sich vielleicht für eine Fahrt nach Bad Doberan (Stadtinfo siehe unten).
Den Rückweg können Sie natürlich mit dem Rad bestreiten, doch sollten Sie sich die Alternative nicht entgehen lassen, die da lautet: Molli! Selbst wenn Sie ihn in Kühlungsborn noch nicht gesehen – besser gehört – haben sollten, dürfte er Ihrer Aufmerksamkeit in Bad Doberan keinesfalls entgehen, weil er dort nämlich quasi als Straßenbahn verkehrt und mit seinem Stampfen und Fauchen für eine beachtliche Geräuschkulisse sorgt – zumindest ist dadurch sichergestellt, daß Passanten nicht überfahren werden. Die Strecke führt über Heiligendamm und sodann bald nahe der Küste, wo die Schmalspurbahn (900 mm) mit ihrer bis zu 40 km/h schnellen Dampflokomotive die frische Seebrise um einige Duftnoten zu bereichern weiß. In der Hauptsaison fährt Molli stündlich und nimmt auch Velos mit, weitere Infos erhalten Sie unter www.molli-bahn.de.
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Touristik-Service-Kühlungsborn GmbH, Ostseeallee 19, 18225 Ostseebad Kühlungsborn, Fon 038293 / 8490, Fax 038293 / 84930,
E-Mail info@kuehlungsborn.de,
Internet www.kuehlungsborn.de.
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Exkurs: Selbst für den Fall, daß Sie keinen Ausflug per Rad und Molli unternehmen möchten, sondern lieber von Kühlungsborn aus weiter dem Ostsee-Radweg folgen wollen, sollten Sie einen Abstecher nach Bad Doberan – ggf. von Heiligendamm oder Börgerende-Rethwisch aus – erwägen, denn
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Stadtinfo
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Bad Doberan, 15 m ü.N.N., 11.500 Einw., wartet mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf, darunter das Münster, welches den Zisterziensern zu verdanken ist, die 1171 – kaum daß die Deutschen in Mecklenburg Fuß gefaßt hatten – im nahe gelegenen Althof ein Kloster gründeten, um die Slawen zu christianisieren. Da diese aber von den damit verbundenen Wohltaten nicht sogleich überzeugt werden konnten, zerstörten sie 1179 die Anlagen der Besatzer und jagten die Zisterzienser zum Teufel. Dabei störte es die ansässige Bevölkerung auch nicht, daß der Stifter des Klosters wie sie ein Slawe – der Obotrite Pribislav – war; denn der hatte sich offensichtlich seine Identität für den Titel eines Reichsfürsten vom Kaiser Friedrich I. abkaufen lassen.
Der Triumph der Basis war aber nur von kurzer Dauer, und 1186 gründete Pribislavs Sohn Heinrich Borwin I. ein neues Kloster. Offensichtlich standen die Sterne für die Zisterzienser nun günstiger, und sie entwickelten binnen weniger Jahrzehnte das Kloster zum wohlhabendsten sowie politisch wie kulturell einflußreichsten von Mecklenburg. Bereits nach gut 100 Jahren verfügten die Mönche über so umfangreiche Mittel, daß sie die 1291 abgebrannte erste Klosterkirche sogleich durch einen Neubau ersetzen konnten, der 1368 geweiht wurde und zu den prächtigsten Backsteinkirchen Norddeutschlands zählt. Da das Innere zudem zahlreiche Kunstschätze birgt, lohnt die Teilnahme an einer der Führungen, die mehrmals täglich für 3 € angeboten werden – die genauen Zeiten und Inhalte der Führungen sowie mehr zur Geschichte des Bauwerks etc. erfahren Sie unter www.doberanermuenster.de.
1552 half den Zisterziensern aber weder der schöne Bau noch der politische Einfluß, und das Kloster wurde säkularisiert. Damit versank der Ort in einen Dornröschenschlaf, aus dem er erst 1793 erwachte, als Friedrich Franz I. in Heiligendamm das erste Seebad Deutschlands gründete. Bad Doberan entwickelte sich zur Sommerresidenz der Fürsten – in Heiligendamm wurde zunächst nur gebadet – und erhielt die zugehörigen repräsentativen Bauten, von denen die wesentlichen noch heute am „Kamp“, dem Hauptplatz, zu bewundern sind und die dem Ort ein für mecklenburgische Kleinstädte so untypisches Aussehen verleihen.
Ältestes Haus (1793) am Platze ist das Hotel, ehemaliges Logierhaus, an das zwei klassizistische Bauten, das Salongebäude und der Palais, anschließen. Die beiden Letzteren wurden wie die chinesischen Pavillons in der Mitte des Platzes von Carl Theodor Severin errichtet, der für fast alle Neubauten im ersten Drittel des 19. Jh. in Bad Doberan verantwortlich zeichnete.
Der größere der beiden Pavillons diente einst für Musikaufführungen (heute Café) zur Erbauung der Kurgäste, der kleinere als Boutique zur Zerstreuung (heute Galerie). Der zahlungskräftigen Kundschaft sollte aber schon bald eine Abwechslung zum Kuralltag geboten werden; denn am 10. August 1822 wurde auf freiem Feld ein Pferderennen veranstaltet, welches prompt zur Gründung des Rennvereins 'Highflyer' (auch damals gab es schon eine anglophile Szene) und damit 1823 zum Bau der ältesten deutschen Pferderennbahn führte. 1961 fand das letzte Rennen statt, danach wurde die Bahn untergepflügt. Die 200-Jahrfeier von Heiligendamm wurde zum Anlaß genommen, die neue Ostseerennbahn auf dem alten Gelände (nordwestlich der Stadt) einzuweihen, auf der nun alljährlich die Tradition mit Galopp- und Bauern-Rennen(!) fortgesetzt wird – mehr Infos unter www.ostseerennbahn.de.
Sollten Sie der Geschichte des Kurorts auf den Grund gehen wollen, empfiehlt sich ein Besuch des Stadt- und Bädermuseums in der Beethovenstraße 8. Das Museum ist nahe der Klosterkirche in einer Villa von 1888 untergebracht und präsentiert vor allem Exponate zur Geschichte des ersten deutschen Seebads. Es widmet sich aber auch der Ur- und Frühgeschichte sowie solch profanen Dingen wie Gepäckstücken, Kleidung, Bademoden usw. – weitere Infos unter www.stadtmuseum.moeckelhaus.de.
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Tourist-Information, Severinstraße 6, 18209 Bad Doberan, Fon 038203 / 62154, Fax 038203 / 77050,
E-Mail info@bad-doberan-heiligendamm.de,
Internet www.bad-doberan.de.
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Soweit der Exkurs, der für Sie vielleicht erst dann von Interesse ist, wenn Sie nach Heiligendamm bzw. Börgerende-Rethwisch gefahren sind, weshalb nun die Streckenbeschreibung des Ostsee-Radwegs fortgesetzt wird: Kurz vor dem östlichen Ortsende von Kühlungsborn weisen die Radhinweise an einem Kreisverkehr nach links zur Ostsee, wo es rechts auf einem asphaltierten Radweg weiter geht. Beim neuen Yachthafen müssen Sie einen Bogen landeinwärts schlagen, halten sich nach dem Passieren der dortigen Gebäude geradeaus, radeln zu einem Bahnübergang und wählen geradezu den Schotterweg. Nun sind es nur noch ein paar Meter, bis nach einem Links-/Rechtsversatz die Räder auf einem passablen Schotterweg rollen, der beständig ganz nah der Ostsee verläuft und immer wieder nette kleine Aussichtspunkte auf das Meer bietet.
Nach einer ganzen Weile schwenkt der Radweg erst rechts landeinwärts und führt dann mit einem Linksbogen in den Wald, wo Sie bald auf eine Asphaltierte stoßen, die nach Heiligendamm leitet. Dort kommen Sie zu einer Vorfahrtstraße, an der der Ostsee-Radweg geradeaus weiter führt; denn man kann im einstigen Tagungsort der mächtigsten Männer der Welt (und der einen Frau) die Velotouristen wohl nicht gut leiden. Das muß Sie aber nicht daran hindern, links abzubiegen und zumindest mal einen Blick zu werfen oder auch vor Ort zu übernachten; denn immerhin darf sich
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Ortsinfo
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Heiligendamm, die 'Weiße Stadt am Meer', rühmen, das erste deutsche Seebad zu sein, und wurde 1793 auf Anraten seines Rostocker Leibarztes Prof. Dr. Samuel Gottlieb Vogel durch den mecklenburgischen Herzog Friedrich Franz I. gegründet. Dieser war zudem zutiefst von den englischen Seebädern beeindruckt und wollte nicht hintanstehen. Da die Sommerfrischler in Bad Doberan nächtigten – denn niemand wäre damals auf die Idee gekommen, einen Urlaub am Meer zu verbringen –, wurde zunächst nur ein einstöckiges Badehaus mit beheiztem Meerwasser errichtet – schließlich hätte ein Sprung in die kalten Ostseefluten zumindest als ziemlich verrückt gegolten. Mit dem Aufkommen der Kuridee folgten aber das Kurhaus (1816), die sogenannten Cottages als Unterkünfte für die Familie des Landesherrn (1839) und die Erweiterung der Badeanstalt zum Haus Mecklenburg durch Aufstockung um drei Etagen (1840). Dadurch lohnte der Bau weiterer Hotels, entstanden die Neuen Logierhäuser (um 1850) und bis zur Jahrhundertwende einige Villen. Zwar wurde gemäß den jeweiligen Moden gebaut (anfänglich klassizistisch, später eklektizistisch), doch wurde eine Mischung gefunden, die dem Ort einen für ein Seebad ungewöhnlich edlen Eindruck verschuf.
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Tourist-Information, Severinstraße 6, 18209 Bad Doberan, Fon 038203 / 62154, Fax 038203 / 77050,
E-Mail info@bad-doberan-heiligendamm.de,
Internet www.bad-doberan-heiligendamm.de.
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Die Radroute führt kurz entlang der Bahn, dann zur Hauptstraße, der Sie rechts folgen, bevor es links zurück an die Küste geht. Dort schließt sich eine Asphaltierte an, die schnurstracks nach Börgerende-Rethwisch leitet, wo Sie sogleich auf den Deich wechseln können. Der hübsche kleine Ort bietet sich aber auch für eine Übernachtung an, da man von hier aus gut einen Ausflug nach Bad Doberan unternehmen kann.
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Tourist-Information, Seestraße 14, 18211 Börgerende-Rethwisch, Fon 038203 / 74973, Fax 038203 / 74978,
E-Mail info.boergerende-rethwisch@t-online.de,
Internet www.gemeinde-boergerende-rethwisch.de.
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Übernachtungsmöglichkeiten in Börgerende-Rethwisch
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Zunächst rollen die Räder eine ganze Weile auf dem Deich, so daß Ihnen ein schöner Ausblick geboten wird. Nachdem Sie den Campingplatz passiert haben, wechselt der Belag zu Schotter, dem Sie schnurstracks folgen, bis Sie an der Steilküste auf einen Acker gelangen, da der Weg schon vor Jahren ins Meer gestürzt ist. Je nachdem, ob der Bauer das Feld gerade gepflügt hat oder ob seitdem eine Weile vergangen ist und zahlreiche Fußgänger und Radfahrer einen neuen Trampelpfad geschaffen haben, ist die Route für ca. 1 km mal besser, mal schlechter befahrbar – c'est la vie!
Danach geht es zum Ausgleich durch den sog. Gespensterwald, ein schöner Laubwald direkt an der Steilküste, und so nach Nienhagen.
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Kurverwaltung, Strandstraße 16, 18211 Ostseebad Nienhagen, Fon 038203 / 81163, Fax 038203 / 747562,
E-Mail info@ostseebad-nienhagen.de
Internet www.ostseebad-nienhagen.de.
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Übernachtungsmöglichkeit in Nienhagen
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Sodann verläuft der Ostsee-Radweg lang anhaltend entlang der Küste, wobei mal Schotter, mal Asphalt geboten werden, bis Sie schließlich bei einer Kleingartenkolonie zur Einmündung in die „Parkstraße“ gelangen. Der können Sie noch ein paar hundert Meter auf dem linken Geh- und Radweg folgen, bevor auf der Fahrbahn ein Radfahrstreifen geboten wird. Sich einfach immer geradeaus haltend kommen Sie zu einer beampelten Kreuzung und wählen die eigens aufgetragene Velospur geradeaus, um ins Zentrum von Warnemünde zu radeln. Bei der Kirche verschwenken Sie ein wenig nach rechts, folgen dann den Hinweisen zur Tourist-Information und kommen so unschwer zur Brücke am Alten Strom, wo diese Etappe endet.
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Stadtinfo
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Warnemünde, das klingt nicht nur so ähnlich wie Travemünde, die beiden Orte erfüllten für ihre hanseatischen Herrschaften auch den gleichen Zweck, denn so wie Lübeck Travemünde erwarb, um die Mündung der Trave zu sichern, kaufte Rostock 1323 Warnemünde vom mecklenburgischen Herzog, um sich besser vor Piraten schützen zu können. Damit kein Cent den Rostockern verloren ging, wurde den Warnemündern gleich noch die selbständige wirtschaftliche Tätigkeit untersagt und nur Fischern, Lotsen, Leuchtturmwärtern und Instandhaltern der Warnowmündung die Berufsausübung gestattet.
In der Folge blieb Warnemünde ein armseliges Nest, das sich nur schleppend entwickelte und noch zu Anfang des 19. Jh. über nur zwei Straßen erstreckte (Vörreeg und Achterreeg, heute „Am Strom“ und „Alexandrinenstraße“). Eine erste Wende brachte der aufkommende Badebetrieb, der aber erst Anfang dieses Jahrhunderts so recht zu florieren begann, nachdem Warnemünde 1903 an das Eisenbahnnetz angeschlossen worden war. Gleichzeitig wurde die Fährverbindung nach Gedser/Dänemark aufgenommen und parallel der Neue Strom ausgebaggert, so daß nun größere Schiffe einlaufen konnten.
Wollen Sie näheres über die Geschichte der Stadt und der hiesigen Seefahrt erfahren, empfiehlt sich ein Besuch im Heimatmuseum, Alexandrinenstraße 30/31, geöffnet April-Okt. di-so 10-18 h, Eintritt 3 €. Möchten Sie dagegen lieber an der frischen Luft bleiben, lohnt ein Spaziergang am Alten Strom, der heute als Hafenbecken für Fischer- und Sportboote dient und an dessen Westseite zahlreiche alte Fischerhäuser zu finden sind. Allerdings ist die Mehrzahl in den letzten hundert Jahren wegen des Badebetriebs mit Veranden und Wintergärten versehen worden und dient heute vor allem Cafés, Gaststätten und diversen kleinen Geschäften.
Am nördlichen Bebauungsrand finden Sie den Leuchtturm von 1898 (s.o.) mit herrlichem Rundumblick in gut 30 m Höhe (geöffnet Mai-Sept. täglich 10-19 h, Eintritt 2,- €) und gleich nebenan die Gaststätte Teepott, ein Highlight der DDR-Architektur. Nun wird es manche magisch auf den rund 3 km langen, feinen Sandstrand ziehen. Andere gehen aber vielleicht lieber noch ein bißchen spazieren und passieren bald auf der „Seepromenade“ das Kurhaus, das 1917-28 im Stil der Neuen Sachlichkeit erbaut und 1996-98 umfangreich saniert wurde, wobei man auch Ergänzungen vornahm, die zum ursprünglichen Bau leider nicht so recht passen wollen – worüber sich trefflich streiten läßt, ich weiß. (Foto: Jürgen Bummert)
Neben der Gastronomie beherbergt das Kurhaus auch Veranstaltungsräume und die Spielbank, so daß zumindest für diejenigen, die gerade Pech in der Liebe haben, vielleicht das Glück beim Spiel am Abend winkt. Für die anderen bietet sich eventuell ein Besuch der Kleinen Komödie an, die vom Volkstheater Rostock bespielt wird – Rostocker Straße 8, Spielplan etc. unter www.volkstheater-rostock.de.
Und apropos Abend: Es empfiehlt sich durchaus, mehr als eine Nacht in Warnemünde zu verweilen, um Zeit für einen Besuch des Zentrums von Rostock zu haben. Um dorthin zu gelangen, können Sie sich natürlich des Velos bedienen, doch ist die Strecke entlang der B 103 nicht gerade attraktiv. Daher empfehle ich, mit der Bahn zu fahren, die Sie vom Hafen direkt zum Hauptbahnhof bringt. Die Kosten hierfür können Sie minimieren, indem Sie sich die RostockCard für 10 € zulegen; denn die beinhaltet u.a. neben einer kostenlosen Stadtführung und Rabatt beim Besuch von Museen auch die freie Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Also?
Rostock, 13 m ü.N.N., 200.000 Einw., zog, kaum daß die Slawen militärisch besiegt waren, wegen der günstigen Lage an mehreren Handelswegen in großer Zahl deutsche Einwanderer an. Diese ließen sich aber nicht – wie zuvor die Slawen – am rechten Ufer der Warnow nieder, sondern errichteten ihre Siedlung auf der hochgelegenen Grundmoräne im Bereich der späteren Petrikirche. Diese Häuseransammlung (Altstadt genannt) erhielt 1218 lübisches Stadtrecht, was für einen weiteren Siedlerzustrom sorgte und den Bau der sich unmittelbar westlich anschließenden, zunächst noch unabhängigen Mittelstadt zur Folge hatte. Bis zur Mitte des 13. Jh. kam noch eine dritte deutsche Gemeinde, die Neustadt, als Erweiterung nach Westen hinzu. Gleichzeitig verschmolz die Altstadt mit der zwischenzeitlich nahe der Nikolaikirche entstandenen slawischen Marktstadt, was als Auslöser für den Zusammenschluß aller Siedlungen diente. 1265 wurde der Pakt besiegelt und die Bezeichnung Roztoc des ehemaligen slawischen Dorfs rechts der Warnow zum Namen der neuen Stadt. Bis ca. 1300 erhielt das Gemeinwesen eine Befestigung, wobei die zuvor nördlich der Mittelstadt befindliche Burg der Landesherren nach Nordwesten verlegt wurde, so daß die Stadt nun Zugang zum breiten Unterlauf der Warnow, dem späteren Hafen hatte.
Dank dieser Möglichkeit konnte Rostock am aufblühenden Ostseehandel teilhaben und Mitglied der Hanse werden, was der Gemeinde einen so beachtlichen Wohlstand verschaffte, daß sie z.B. 1323 Warnemünde erwerben konnte, um den Zugang zur Ostsee vor Seeräubern zu sichern. Mit dem Reichtum wuchs auch das Bewußtsein für Bildung, und Rostock gründete 1419 die erste Universität in Norddeutschland (nebenstehend das Hauptgebäude von 1866-70).
Aber wie das im Leben nun mal so ist, folgt dem Auf- der Abstieg, der in diesem Fall mit dem Verlust der Monopolstellung der Hanse im Fernhandel verbunden war. Zwar florierte zunächst noch das Geschäft mit Skandinavien, doch war das im Vergleich zu wenig. Mit dem Dreißigjährigen Krieg mußte auch dieser Handel eingestellt werden, und bevor sich Rostock davon erholen konnte, vernichtete ein Großbrand 1677 ca. ein Drittel der Bausubstanz.
Ab der Mitte des 18. Jh. profitierte die Stadt besonders vom aufkommenden Getreidehandel, und zwar indem nicht nur ortsansässige Reeder den Transport übernahmen, sondern in Rostock auch die dafür benötigten Schiffe gebaut wurden. Dieses Know-how wurde während der Industrialisierung zum Aufbau der Werftindustrie genutzt, und 1872 verfügte Rostock immerhin über die drittgrößte Flotte Deutschlands. Damit war die Stadt auch langsam über die mittelalterliche Größe hinausgewachsen, und ab 1830 entstanden nach dem Abriß der Befestigung neue Siedlungen vor den Toren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, den Rostock mit dem Verlust von rund 40 % seiner Bauten bezahlte, wurde die Werftindustrie erweitert und der Überseehafen angelegt, was einen weiteren Bevölkerungszuwachs zur Folge hatte. Entsprechend dem Leitbild der sozialistischen Stadt entstanden neue Plattenbausiedlungen wie die Südstadt, das Betonmeer an der Straße nach Warnemünde oder die Paläste nordöstlich der Warnow.
Für den Start des Rundgangs bietet sich der „Neue Markt“ an – die Straßenbahnlinien 5 und 6 führen vom Hauptbahnhof direkt dorthin. An der Ostseite des Marktes steht das Rathaus, dessen eigenwillige architektonische Mischung das Resultat diverser Erweiterungen im Verlaufe der Jahrhunderte ist. Den Kern bilden zwei Häuser vom Anfang des 13. Jh., die im Zuge der Zusammenlegung der benachbarten Gemeinden um eine Etage erhöht und mit einer gotischen Schauwand versehen zum Rathaus der neuen Stadt wurden. Um 1300 war das Haus zu klein geworden und wurde um ein weiteres Gebäude nach Süden verlängert. Durch die parallele Erweiterung der Schauwand sollten die drei Einzelhäuser wie ein einziges, größeres wirken – die Hanseaten sind eben nicht nur sparsam, sondern auch eitel. Anfang des 18. Jh. schließlich mißfiel das Design und wurde ein dreistöckiger Barockbau vorgesetzt, der aber noch von den sieben Türmchen der gotischen Verkleidungswand überragt wird, so daß das Rostocker Rathaus sicherlich nie Gefahr läuft, verwechselt zu werden.
An der Nordwestecke des Platzes ist die im Innern reich geschmückte Marienkirche zu finden, die ebenso ein ziemlich ungewöhnliches Erscheinungsbild offeriert. Dies ist auf den Einsturz (1398) der in Bau befindlichen Kirche und den daraufhin geänderten Plänen zurückzuführen. Denn sodann wurde die Kirche um ein Querschiff erweitert, das bei nahezu gleicher Länge des Hauptteils fast wie ein den eigentlichen Bau durchdringendes zweites Gotteshaus wirkt. Ebenso eigenwillig ist der Turm, denn eigentlich waren zwei geplant, die dann aber durch ein Mittelteil zusammengefaßt wurden und nur ein gemeinsames Dach erhielten.
Welche Ergebnisse die Sanierung der stark kriegszerstörten Stadt in den fünfziger Jahren zeitigte, können Sie an der Nordseite der Marienkirche mit einem Blick nach Westen in die „Lange Straße“ feststellen. Teils entlehnten die Architekten der Baugeschichte Rostocks zwar Stilelemente, platzierten aber z.B. 'künstliche' Giebel an langen Häuserfluchten, so daß im wahrsten Sinne des Wortes von Fassadenarchitektur gesprochen werden darf. Mit dem, was dahinter passierte, hatte die Gestaltung jedenfalls nichts zu tun – mal ganz abgesehen davon, daß die Maßstäblichkeit des alten Kerns der Stadt zerstört wurde.

Aber zurück zum „Neuen Markt“, an dessen Westseite die „Kröpeliner Straße“ beginnt, die zu den ersten Fußgängerzonen der DDR zählte (1968) und zu beiden Seiten von diversen Baudenkmälern geschmückt wird. Darunter auf der Nordseite das Haus Nr. 82, das einst einem reichen Kaufmann als Heim diente und heute die Stadtbibliothek beherbergt. Mit wechselnden Lagen aus glasierten und unglasierten Steinen, mit Reliefs und Medaillons sowie zinnenbekröntem Treppengiebel führt es die Baukunst des Mittelalters vor Augen.
Nur wenige Meter weiter befinden Sie sich auf dem „Universitätsplatz“, der vom Hauptgebäude (s.o.) der Hochschule nach Westen begrenzt wird. Sollte es plötzlich zu regnen beginnen, verlassen Sie den Platz nach Südwesten und kommen so zum ehemaligen Zisterzienserinnen-Kloster Zum Heiligen Kreuz, daß heute als Kulturhistorisches Museum dient und sich insbesondere der mittelalterlichen Kunst und dem Kunsthandwerk verschrieben hat – geöffnet di-so 10-18 h, Eintritt frei.
Zurück auf der „Kröpeliner Straße“ leitet diese nach Westen zum gleichnamigen Tor, das beachtliche 54 m hoch ist. Für den Rückweg bieten sich die Wallanlagen an, womit sowohl der Park als auch die Reste der Stadtbefestigung gemeint sind. Kurz vor dem Steintor passieren Sie so das ehemalige Ständehaus, 1889-93 nach Plänen von Gotthilf Ludwig Möckel errichtet, das in der jüngeren Vergangenheit erst von der NVA, dann vom Runden Tisch genutzt wurde und heute der Sitz des Oberlandesgerichtes ist. Wenn möglich sollten Sie einen Blick ins Innere werfen, denn nur selten wird ein ähnlich beeindruckender Lichthof mit so aufwendiger Treppe geboten.
Wer den Spaziergang nun 'schon' beenden möchte, folgt der „Steinstraße“ zum „Neuen Markt“ und kommt so am Steintor vorbei, dessen stadtseitiges Portal die Inschrift „In Deinen Mauern herrsche Eintracht und allgemeiner Wohlstand“ trägt, was aber vermutlich ein frommer Wunsch blieb und bleiben wird. Wenn Sie noch weiter spazieren möchten, gelangen Sie entlang der Stadtmauer und vorbei am Lagebuschturm sowie dem Kuhtor (heute als Literaturhaus genutzt) durch die Gassen des einst slawischen Stadtteils zum nächsten architektonischen Gag Rostocks: Die Nikolaikirche bietet nämlich nicht nur in ihrem Turm kirchlichen Institutionen Platz, sondern beherbergt im Dach des Langhauses auch mehrere Wohnungen. Bei der Erweiterung des Gotteshauses im 15. Jh. wurde übrigens eine angrenzende Gasse schlicht überbaut, weshalb die Nikolaikirche zu den wohl ganz wenigen Sakralbauten zählt, unter denen man hindurch spazieren kann – ein 'Schwibbogen' im hohen Norden.
Wenn Sie sich von der Nikolaikirche nach Norden wenden, kommen Sie über den Alten Markt zur Petrikirche, deren Turm 1942 einem Bombenangriff zum Opfer fiel. Dank des Engagements der Kirchengemeinde und zahlreicher Unterstützer ragt seit 1994 wieder ein schlanker Turm 117 Meter in den Himmel und bietet einen schönen Ausblick auf die Stadt. Um diesen genießen zu können, müssen Sie übrigens nicht unbedingt die 196 Stufen steigen, sondern können sich auch des Lifts bedienen, wobei Sie so oder so einen Obulus spenden dürfen – die Radlerwaden also guten Gewissens auch mal schonen können.
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Tourist-Information Warnemünde, Am Strom 59, 18119 Warnemünde, Fon 0381 / 548000, Fax 0381 / 5480030,
E-Mail touristinfo@rostock.de,
Internet www.warnemuende.de.
Tourist-Information Rostock, Neuer Markt 3, 18055 Rostock, Fon 0381 / 3812222, Fax 0381 / 3812602,
E-Mail touristinfo@rostock.de,
Internet www.rostock.de.
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Ostsee-Radweg MV (3)
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